Open Password - Donnerstag,
den 5. Dezember 2019

# 673

Google - Larry Page - Sergey Brin - Sundar Pichai - Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg – Tim Brouwer – Arbeitskreis Informationsvermittlung – Arix Business Intelligence - Information Professionals – Praxisorientierung – Elevator Pitch – Studenten – Künstliche Intelligenz – Data Science – Internes Marketing - Predatory Journals – Jasmin Schmitz – Stefan Schmeja – ZB MED – Educational Publishers Enforcement Group – Pirate Ebook Sites – Wolters Kluwer – Online Applications for Consumer Lending – Compliance One – cOAlition S – Transformative Journals – Carnegie Mellon University – Elsevier – Open Access – ARTnews.com – Royal Society of Chemistry – Gender Balance – IBM – The Weather Company - DSGVO - Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit - Deutsche Wohnen - Datenschutzkonferenz - BIIA - Goldman Sachs - Apple Card - David Heinemeier Hannson

Google-Gründer ziehen sich
aus Management zurück

Google’s co-founders stepped down from their active management roles at the internet giant, surrendering further control at a potential inflection point for the company. Billionaires Larry Page and Sergey Brin, who had been chief executive and president, respectively, of Google parent Alphabet Inc., said they would hand control immediately to Sundar Pichai, Google’s existing CEO.

Quelle: Outsell

Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg

Weiter „Praxis, Praxis, Praxis“
und dazu der Blick über den Tellerrand


Tim Brouwer ist Mitglied des Arbeitskreises Informationsvermittlung sowie Managing Director und Co-Owner vom Arix Business Intelligence (München).

 

Was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Ergebnisse aus der diesjährigen Teilnehmerumfrage auf der "Steilvorlagen"-Veranstaltung? Es ist offensichtlich: Das Format trifft den Geschmack und die Bedürfnisse der Information Professionals. Die Ergebnisse der Teilnehmerumfrage sind überragend, um das Mindeste zu sagen. Wie sich zeigt, sind unsere Teilnehmer auch bereit, in mindestens einem Beitrag über ihre tagespolitischen Herausforderungen und ihre längerfristigen Strategien für die eigene Einrichtung hinaus über den Tellerrand zu blicken.

Welche Konsequenzen wollt ihr daraus ziehen? Mit Blick auf die Professionals muss die Konsequenz „Praxis, Praxis, Praxis“ heißen. Hier haben wir Jahr für Jahr bereits eine Menge erreicht, würden die Praxisnähe aber gern noch weiter ausbauen. Nicht zuletzt arbeiten wir dafür im Vorfeld mit unseren Referenten eng zusammen. Allerdings muss auch gesagt werden, dass nicht alle Referenten bereit sind, „aus dem Nähkästchen zu plaudern“.

Anhänger der "reinen Lehre" könnten meinen, dass es sich beim "Elevator Pitch" um eine Werbung der Anbieter handelt und dies im Umfeld der Referate nichts zu suchen habe. Anhänger der „reinen Lehre“ liegen da auf zwei Ebenen falsch. Erstens sind diese Pitches eine sehr effiziente Methode, Neuerungen in den Markt zu tragen. Bei den gut drei Minuten, die ein Anbieter hat, bleibt keine Zeit für die sonst üblichen „Beweihräucherungen“ und Nettigkeiten. Das geht zack-zack, und dann kommt der Nächste. Zweitens muss man sich immer wieder vor Augen halten, dass Veranstaltungen wie die unsrige vom Engagement von Sponsoren leben. Ohne unsere Sponsoren, denen wir sehr dankbar sind, wäre diese Veranstaltung für Information Professionals nicht zu bezahlen.

Vor zwei Jahren wichen die Bewertungen der Studenten zu einzelnen Fragen von den Bewertungen der Professionals extrem voneinander ab und stimmten die Begründungen zu den Bewertungen im Wortlaut überein. Die Studenten hatten sich also offensichtlich abgestimmt, was dem Sinn empirischer Erhebungen widerspricht. In diesem Jahr wichen die Bewertungen der Studenten zu einem Referenten abermals extrem von den Bewertungen der "Professionals" ab, auch wenn die Begründungen diesmal nicht identisch waren. Ja, das war in der Auswertung schon eklatant. Selbstvermarktung ist dem Info Professional erstmal wesensfremd. Das hat maKüstln als Experte in seinem Gebiet nicht nötig, so die gängige Einstellung. Bei den Professionals selbst ist inzwischen die Erkenntnis durchgedrungen, dass es nicht reicht, „gut“ zu sein. Man muss sein Angebot und auch sich selbst verkaufen. Ich glaube, die Studenten haben da noch einen längeren Erkenntnisweg vor sich.

Meinst Du, hier hat sich in den letzten Jahren etwas getan, oder ist die Einstellung hier noch wie vor 20 Jahren? Eine gewisse Ablehnung gegenüber dem „Pöbel“ zeigt sich ja auch immer wieder auf den Feedbackbögen, wenn da steht: „Bitte keinen „Fussball“ mehr.“

Was kann man jetzt schon zu den "Steilvorlagen 2020" sagen? Ohne den weiteren Beratungen in unserem Arbeitskreis vorgreifen zu wollen, so ist doch zu sagen, dass die Anwendungen Künstlicher Intelligenz in den Werkzeugkasten unserer Information Professionals gehören und uns das Thema „Data Science“ erhalten bleiben wird. Aber auch der Stellenwert klassischer InfoPro-Themen bleibt hoch, beispielsweise „Internes Marketing“ und die Möglichkeiten unserer Professionals, neue Kunden zu gewinnen und zu halten sowie in neue Geschäftsbereiche auch außerhalb von „Data Science“ vorzustoßen.

 

Predatory Journals

Was tun, wenn es passiert ist?

Ein Ergebnis der Veranstaltung war, dass es:

• bislang keine Strategie gibt, die sich als „Goldstandard“ identifizieren lässt und übergreifend empfohlen werden kann

• nur selten einrichtungsweites abgestimmtes Vorgehen oder eine Art „Workflow“ für dem Umgang mit dem Thema gibt.

Dennoch kristallisiert sich an einzelnen Einrichtungen regelmäßige Vorgehensweisen im Umgang mit den (Predatory-)Publikationen heraus wie zum Beispiel: Verweis auf die Rechtsabteilung, Erhöhung der Sichtbarkeit der Artikelversion in einem legitimen Publikationskanal oder vorherige Genehmigung der Publikation durch die Direktion.

Aus: Jasmin Schmitz und Stefan Schmeja, ZB MED, in: http://zbmedblog.de/bericht-zum-workshop-was-tun-wenn-es-passiert-ist-umgang-mit-publikationen-die-bei-einem-predatory-journal-eingereicht-wurden/ 


Internationale Nachrichten

Bildungsanbieter gegen E-Book-Piraten

The Educational Publishers Enforcement Group (EPEG) members, consisting of Cengage, Elsevier, Macmillan Learning, McGraw-Hill and Pearson, have filed a lawsuit in federal court against dozens of pirate eBook sites that sell illegal, unlicensed eBooks using Google ads. In conjunction with filing the suit, EPEG sought and received a Temporary Restraining Order that requires the immediate shut down of the illegal activity on these sites

Online-Beantragung von Konsumentenkrediten. Wolters Kluwer’s Compliance Solutions business has launched Online Applications for Consumer Lending (CLA), a digital offering that enhances the online loan origination capabilities of U.S. community banks and credit unions. CLA allows consumers to begin a loan application from any digital device, at any time. It integrates seamlessly with Wolters Kluwer’s ComplianceOne solution, a loan documentation and processing system. 

Vor einem Bezugsrahmen für „transformative Zeitschriften“. cOAlition S endorse a number of strategies to encourage subscription publishers to transition to Open Access. These approaches are referred to as ’transformative arrangements’ and include transformative agreements, transformative model agreements and transformative journals. The Guidance on the Implementation of Plan S indicates an ambition of developing a framework for ‘transformative journals’.  

Open-Access-Meilenstein mit Elsevier? Carnegie Mellon University reached a transformative agreement with Elsevier. Under the terms of the agreement, which is the first of its kind between Elsevier and a university in the United States, Carnegie Mellon scholars will have access to all Elsevier academic journals. Beginning Jan. 1, 2020, articles with a corresponding CMU author published through Elsevier also will be open access.

ARTnews.com als zentrale Anlaufstelle für Kunst. Penske Media Corporation relaunched its ARTnews.com and Art in America website. The new site integrates ARTnews, Art in America, Art Market Monitor and the Art Guide into one destination for the global art audience. "ARTnews.com is meant to be a central art hub connecting our broad range of art coverage from critical perspectives and intensive market coverage to a comprehensive database of art listings," says Marion Maneker, President and Editorial Director of Art Media.

Frauen-Quoten in Chemie-Community.To increase diversity and inclusivity in the chemical sciences, the Royal Society of Chemistry (RSC) has put in place new requirements for the events it supports, beginning in 2020. The plan is to broaden the type of speakers, chairs and attendees at all RSC events to better reflect the current gender balance of the chemical science community. In future, women will have to comprise at least a third of the speakers and chairs at RSC-sponsored events.

Weltweite Wetterprognosen im Detail.  IBM and its The Weather Company said it is launching its advanced weather forecasting system globally. IBM GRAF, or Global High-Resolution Atmospheric Forecasting System, runs on a supercomputer powered by IBM Power System and can provide detailed forecasts globally. GRAF can predict conditions up to 12 hours in advance with detail and update forecasts six to 12 times more frequently than current modeling.

Quelle: Outsell

DSGVO

Die bisher größte Strafe in Deutschland

The Berlin Commissioner for Data Protection and Freedom of Information (Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit – Berlin DPA) has issued a €14.5 million fine on a German real estate company, die Deutsche Wohnen SE (Deutsche Wohnen), the highest German GDPR fine to date. The infringement related to the over retention of personaldata.

For the first time, the Berlin DPA applied the new calculation method for GDPR fines issued recently by the German Datenschutzkonferenz. The Berlin DPA considered retaining data substantially longer than necessary a breach of the GDPR, in three respects: first, the controller did not have a legal ground to store personal data longer than was necessary; second, this was considered an infringement of the data protection by design requirements under Article 25 (1) GDPR; and, finally, it was an infringement of the general processing principles set out in Article 5 GDPR.

Quelle: BIIA


Apple Card

Algorithmic bias?

Goldman Sachs, the banking partner for Apple's new credit card, Apple Card, is at the centre of a furore over whether its algorithms make sexist decisions about credit limits. Apple Card, which operates almost entirely from the iPhone's Wallet app, officially launched in September. However, last week, web programmer and author David Heinemeier Hansson shared a series of tweets detailing how he was offered 20 times the credit limit of his wife, despite filing joint tax returns and determining she has a higher credit score.

In response, the New York Department of Financial Services is formally launching an investigation in Goldman Sachs Group Inc.'s algorithmic practices around the Apple Card, Bloomberg reported. A spokesman for Linda Lacewell, the superintendent of that Department said that "any algorithm that intentionally or not results in discriminatory treatment of women or any other protected class of people violates New York law."

Quelle: BIIA

 

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