Open Password - Dienstag, den 16. April 2019

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Digitalisierung – Updates & Upgrades – LexOffice – Hauffe-Verlag – Michael Klems – Buchhaltungssoftware – Cloud-Lösungen – Kundenakquisition – Auftragsübermittlung  - Vertrauen – Information Broker – Informationszentren – GBI-Genios – Neue Suche – Süddeutsche Zeitung – dpa – Contiago – Lizenzierungen – Daniel Hutwagner

 

Proaktiver Umgang
mit der Digitalisierung

Updates und Upgrades für neue Geschäftsmodelle nutzen

Das Beispiel „LexOffice“
und was eine kleine Neuerung

für die Kundenakquisition bringt

Ein Brief an die Branche von Michael Klems

Vor wenigen Tagen hat der Haufe-Verlag für seine Cloud Lösung „LexOffice“ eine kleine, aber für manche Dienstleister und vielleicht auch für freie Information Professionals umwälzende Innovation ausgerollt. Dieser Beitrag soll zeigen, warum eine proaktive Haltung besser ist als sich gegen Neuentwicklungen zu stemmen.

LexOffice ist eine cloud-basierte Buchhaltungslösung für das Einbuchen digitaler Belege. Was an vielen Arbeitsplätzen als Buchhaltungssoftware genutzt wird, hat LexOffice auf eine webbasierte Lösung gehoben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Software-Installation! Eine ständig aktuelle Buchhaltungssoftware, die lediglich mit dem Internet Browser bedient werden muss!

In einer Vlog-Folge (Video: https://youtu.be/AvDbIaOitgM )  habe ich bereits den Einsatz von LexOffice in meinem Unternehmen im Jahr 2017 dargestellt. LexOffice hilft uns, sauber Belege zu verwalten und extern auf einer Cloud geordnet abzulegen. Im Zusammenspiel mit unserem Steuerberater ist die Cloud-Buchhaltung zum wesentlichen Element auf der kaufmännischen Seite meines Unternehmens geworden.

Weitere Features von LexOffice wie das Erstellen von Angeboten und Rechnungen blieben bislang ungenutzt. Mit einer neuen Funktion stößt LexOffice jedoch eine Tür auf, die die Erfolgschancen bei der Kundenakquisition und Auftragsakquisition verbessert. Über die Cloud-Lösung lassen sich auch Angebote erstellen. Dabei werden die Gestaltungs- und Textvorlagen mitgeliefert. Neu ist nun die Ablage eines fertig gestellten Angebots auf einer abgesicherten Online-Plattform, das der potenzielle Kunde nach seinem Login unter Angabe seiner Postleitzahl einsehen kann. Der eigentliche Clou hinter dieser Funktion ist die Annahme des Angebots per Klick.

Zusätzlich lassen sich optionale Angebotselemente eintragen. Auf diese Weise kann ein möglicher Kunde zwischen verschiedenen Angebotsoptionen wählen und sich am Ende für diejenige entscheiden, die er haben möchte. Das geschieht über das Anklicken des Buttons “Angebot annehmen“. Somit reduziert sich der bislang recht komplexe Vorgang einer Angebotsübermittlung, zu dem auch die zeitraubende Nachsendung modifizierter Angebote gehören kann (einschließlich der Annahme eines der Angebote), auf wenige Klicks.

LexOffice zeigt die neue Funktion in einem Video - https://youtu.be/imnfv9DW72I

Soweit die Neuerung aus der Sicht seines Nutzens und seiner technischen Handhabung. Kritiker werden sich nun den getätigten Abschluss über die Cloud aus rechtlicher Sicht zur Brust nehmen. Ist ein solcher Abschluss wirklich bindend? Wie sicher ist das Ganze?

Diese Einwände sollten nicht so ernst genommen werden, um eine viel versprechende innovative Möglichkeit von vornherein zu killen. Um ein Beispiel aus der analogen Welt zu nehmen: Viele Verträge wurden und werden per Handschlag geschlossen, obgleich die damit eingegangene rechtliche Bindung im Konfliktfall womöglich nicht nachweisbar ist. Dennoch funktionieren meistens auch diese Verträge. Ähnlich wie man vielen Kunden im analogen Bereich (und auch im digitalen Bereich) zunächst einmal mit einem Grundvertrauen entgegenkommen sollte, so sollten die Einsatzmöglichkeiten auch dieser Funktion und ihre möglichen Grenzen in einem experimentelle Spielfeld erprobt und entsprechende Erfahrungen gesammelt werden.  

Für die einen oder anderen Leser mag diese digitale Innovation klein erscheinen, zumal dann, wenn sie bereits zum digitalen Workflow in seinem Unternehmen gehört. Ich sehe jedoch gerade bei den typischen Kunden von LexOffice ein enormes Potenzial. Viele Freelancer und kleine Unternehmer bis hin zu den Geschäftsführungen mittelständische Unternehmen, die ohne SAP auskommen, setzen auf LexOffice. Von diesen Gruppen kann ein Druck zur Entwicklung weiterer Anwendungen und zur Einführung digitaler Innovationen ausgehen, der sich womöglich zu einem Selbstläufer entwickelt. So entstehen digitale Mehrwerte als Schwarm, der nicht aufzuhalten sind.

Ich habe am Beispiel „Lex Office“ aus meiner Sicht aufzuzeigen versucht, wie Information Professionals mit digitalen Entwicklungen umgehen sollten. Auch auf Sie kommen fortlaufend Updates und Upgrades mit Potenzialcharakter zu. Dabei sein und mitschwimmen wird für einen kurzen Zeitraum vielleicht ausreichen. Aber das generiert für Ihren Geschäftsbereich keine nennenswerte Wachstumsimpulse. Sollten Sie diese Impulse für eine Innovation nicht proaktiv angehen? Sollten Sie nicht die Upgrades zum Anlass für Überlegungen nehmen, wie Sie diese sinnvoll in Ihr Tagesgeschäft integrieren? Sie fragen sich also: Welche neuen Möglichkeiten und vielleicht sogar welche neuen Geschäftsfelder können sich aus dieser Neuerung für mich ergeben? Ziehen Sie einen Menschen Ihres Vertrauens für ein Brainstorming darüber zu Rate. Entwickeln Sie eine Strategie!

Unser Umgang mit der Digitalisierung in der Video Kolumne "Klems & Kollege 2019#15
Video: https://youtu.be/xQBf-se_3gs

Für meine selbstständig arbeitenden Berufskollegen empfehle ich einen Blick auf die neue Lex-Office-Funktion. Vielleicht ergeben sich für Sie neue Chancen und integrieren Sie diese wie ich mit Gewinn in meinen täglichen Abläufen.

Gegenüber den Kollegen in den Informationszentren rege ich an, dass sie über neue von Außen kommende Entwicklungen so früh wie möglich nachdenken sollten. Können sich dadurch auch Ihre täglichen Abläufe innerhalb Ihrer Abteilung und vielleicht sogar die Kooperationen mit anderen Unternehmensbereichen verbessern? Erfahrungsgemäß schwappen Innovationswellen mit einer gewissen Verspätung in die Unternehmen. Aber wenn sie kommen, geschieht dies mit einer ungleich stärkeren Wucht und auf eine Weise, dass sie kaum noch von Ihnen mitgestaltet werden können.

Schärfen Sie also Ihren Blick dafür, was Sie in den kommenden Monaten ereilen könnte.

Digitale Grüße
sendet Michael Klems

 

GBI-Genios

Umstellung auf neue Suche,
ohne dass viele Kunden etwas merken

Die Umstellung auf die neue Genios-Suche soll kurz nach Ostern durchgeführt werden und dürfte von vielen Kunden kaum bemerkt werden. Dazu GBI-Genios: „Wir haben im Vorfeld umfangreiche Anpassungen vorgenommen, um den Aufwand für unsere Kunden zu minimieren.“ In einem ersten Schritt sind alle Accounts auf www.genios.de betroffen, die Umstellung von GENIOS Solutions soll später erfolgen. Alle Kunden werden vorher individuell kontaktiert.

Gängige Funktionen wie einfache Suche und Phrasensuche bleiben in der Bedienung unverändert. Lediglich einige Operatoren für komplexe Suchfragen ändern sich, wenige entfallen und einige kommen hinzu. Alle Operatoren aus der alten Suchsyntax, für die es einen Ersatz gibt, werden im Hintergrund übersetzt. Gespeicherte Suchprofile und Monitoring werden soweit möglich automatisch übersetzt bzw. laufen vorerst unverändert weiter. Informationen über die neuen Operatoren unter „Hilfe“, über den Helpdesk (E-Mail: recherche@genios.de) und im kostenfreien Online-Training „für einen schnellen Einstieg in die neue GENIOS Suche“.

An neuen Datenbanken sind hinzugekommen europe oil telegram sowie das „Historische Zeitungsarchiv der Nordwest-Zeitung von 1946 – 2016“. Dazu kommen 213 neue E-Book-Titel sowie 39 Neuauflagen, zum Beispiel vom Haufe-Verlag 64 neue E-Books und 30 Neuauflagen.



SZ, dpa, Contiago

Lizenzierung redaktioneller Inhalte
über Contiago

Süddeutscher Verlag und dpa lizenziere Inhalte aus ihren Redaktionen an Unternehmen. So erreichen die Verlage neue Lesergruppen und können vorhandene Inhalte mehrfach verwerten. Sie nutzen dafür die Contiago-Plattform. Die dpa hat zusätzlich ein Seed-Investment in Contiago getätigt.

Dazu Contiago-Gründer Daniel Hutwagner: Vor allem kleinere Firmen könnten über Contiago einfach und kostengünstig Inhalte beziehen und für die eigene Kommunikation nutzen.

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