Open Password - Freitag, den 18. Januar 2018


# 497

 

Brexit - Elisabeth II - Postillon - Künstliche Intelligenz – USA – China – Deutschland – Lars Jaeger – John McCarthy – Algorithmen – Deep Learning – Google – Facebook – Microsoft – Baidu – Tencent – Alibaba – IBM – AlphaGo – AlphaGo Zero – Stefan Zweig – Schach – Demis Hassabis – Kai-Fu Lee – KP China – Robotik – Digitaler Gipfel – Maschinelles Lernen – Gesellschaftspolitik – Stuart Russel – Elon Musk - Datenschutz - GDPR - BIIA . Cyber Security Intlligence - Facebok - Google - noyband - Max Schrems - Privacy International - Internet Association - Michael Beckerman - Tim Cook - Apple - Canada - California - Newspicks – Uzabase – Quartz – WTI – Künstliche Intelligenz


Brexit

"So, jetzt reicht´s!"


Queen führt wieder
absolute Monarchie ein

www,der-postillon.com/2019/01/queen-brexit.html#more

 

Newspicks

Lesen, was die Promis lesen

Noch ein journalistisches Angebot oder ein Soziales Medium mit Potenzialen. www.newspicks.com. Newspicks ist ein Startup aus Japan, das mittlerweile von Uzabase übernommen wurde, und ein Produkt, das Beiträge danach auswählt, ob sie von prominenten Personen gelesen werden. Möchten Sie auch lesen, was Donald Trump, Angela Merkel und Emmanuel Macron lesen? Oder über welche Texte die Semipromis im Dschungelcamp brüten? Nein? Aber diese Leute gibt es.

Derzeit gibt es Newspicks nur mit japanischen Schriftzeichen. Man kann sich aber die Einträge beispielsweise über „Google Translator“ übersetzen lassen. Es scheint sich aber bis in die Einzelheiten des Layouts hinein um ein Super-Twitter handeln, dass einem die Entscheidung abnimmt, welchen Leuten man folgen will. Ein Angebot in anderen Sprachen und Schriftzeichen dürfte folgen, sobald die derzeit laufende Integration in Quartz abgeschlossen ist.

 

WTI 

Mit Landing Page zur Künstlichen Intelligenz 

Open Password hat die „Künstliche Intelligenz in der Informationsbranche“ zum Trend des Jahres 2018/2019 gewählt und sieht für 2019 einen Durchbruch voraus. Die Informationsanbieter sehen das ähnlich und reagieren unterschiedlich darauf. So hat WTI (Frankfurt) eine Landing Page für KI erstellt. http://www.wissen-ki.de/ 

Unter dem Titel „Denken der Zukunft – Künstliche Intelligenz und Digitalisierung“ werden Definitionsprobleme erörtert, Trends aufgezeigt und gefragt, „wie mit dem künftigen Kollegen Roboter umzugehen ist.“ Das Wichtigste folgt darunter, nämlich der Suchschlitz („Jetzt in einer Auswahl von Publikationen suchen:…“). In einem weiteren Beitrag „Künstliche Intelligenz in Deutschland“ wird zum Strategiepapier „Eckpunkte der Bundesregierung für eine Strategie Künstliche Intelligenz“ und zu Informationen über den „Digital-Gipfel 2018“ verlinkt.

 

Künstliche Intelligenz

Mit Künstlicher Intelligenz
an die Weltspitze

Die Beispiele China und Deutschland 

Von Lars Jaeger

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) ist mehr als 60 Jahre alt (er wurde 1956 von John McCarthy auf einer Konferenz in Dartmouth geprägt). Aber erst in den letzten fünf bis zehn Jahren hat sich dieses Feld zu einer künftigen Schlüsseltechnologie mit immer mächtigerem Einfluss auf unser Leben entwickelt. Dabei geht es immer mehr um Aufgaben, die bisher der menschlichen Kognition vorbehalten waren: Muster erkennen, Ereignisse, deren Eintreffen durch Unsicherheit getrübt sind, vorhersagen und Entscheidungen unter komplexen Bedingungen treffen. KI-Algorithmen können zunehmend die Welt um uns herum wahrnehmen und interpretieren. KI-Forscher behaupten sogar, dass sie schon bald zu Emotionen, Mitgefühl und echter Kreativität fähig sein werden. Doch ungeachtet, ob sie eines Tages diese spezifisch menschlichen Fähigkeiten haben werden, erkennen können KI-Systeme diese bei uns Menschen bereits heute. Das Lesen von Emotionen aus einem menschlichen Gesichtsausdruck ist für eine entsprechende KI sogar einfacher als für Menschen geworden. Und bei Schachturnieren, bei denen Computer nicht zugelassen sind, gelten besonders ungewöhnliche und kreative Züge als ein Indiz dafür, dass jemand schummelt und heimlich auf einen Computer zurückgreift.

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Mit Deep Learning an Datenbergen „nicht mehr durch die Grenzen des menschlichen Wissens beschränkt“.
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Was hat diese Technologie, die vor 15 Jahren noch als Spielwiese für Freaks galt, derart mächtig werden lassen? Es war die Entwicklung eines speziellen Ansatzes, der alles verändert hat. Dieser wird als „Deep Learning“ bezeichnet und beschreibt eine vom menschlichen Gehirn inspirierte Architektur aus künstlichen Neuronen und ihren Verbindungen untereinander. Wie der Name vermuten lässt, können diese Netzwerke sehr viele Neuronenschichten tief sein und noch weit mehr Parameter enthalten. Diese neuronalen Netze werden auf riesige Mengen markierter Daten „trainiert“. Danach nutzen sie das, was sie „gelernt“ haben, d.h. wie sie auf der Basis der Lerndaten ihre vielen verschiedenen Parameter eingestellt haben, um subtile Muster in anderen Datenbergen zu erkennen.

So brauchte es zusätzlich zum neuen Struktur-Paradigma des Deep Learning ein Zweites, um die KI zu erwecken: gewaltige Datenberge. Genau diese wurden mit der immer weiteren Verlagerung unsere Aktivitäten in die Online-Welt verfügbar: Die großen amerikanischen Internetfirmen Google, Facebook und Microsoft, aber zunehmend auch ihre chinesischen Pendants, Baidu, Tencent und Alibaba sammeln, speichern und nutzen die vielen Daten über unser Verhalten, unsere Vorlieben und unsere Intentionen, die wir so bereitwillig zur Verfügung stellen. Mit der Kombination aus Rechenpower und Datenbergen wurde die KI in kürzester Zeit immer besser darin, Sprachen und Texte zu verstehen, Gesichter zu erkennen, Schach und Go zu spielen sowie MRI-Bilder und Hautgewebe nach bösen Tumorzellen zu untersuchen.

All dies bedeutet aber auch, dass sich der Schwerpunkt der KI-Entwicklung in den letzten zwei bis drei Jahren dramatisch verändert hat, von Projekten in Labors der Spitzenforschung in spezialisierten Instituten (einschließlich jener bei Google, IBM oder Facebook) zu Anwendungen in der realen Welt mit realen Daten. Wie schnell die Entwicklung der KI-Forschung verläuft, zeigt die weitere Entwicklung der KI von AlphaGo. Nur 18 Monate nach AlphaGos spektakulärem Sieg über den besten menschlichen Spieler hatte Google eine neue Version einer Go spielenden Künstlichen Intelligenz geschaffen. AlphaGo Zero brauchte nun gar nicht mehr mit alten Spielen gefüttert zu werden, um seine Spielstärke zu erreichen. Wie der bekannte Dr. B. aus Stefan Zweigs Schachnovelle ließen ihn seine Entwickler nur noch gegen sich selbst spielen und so lernen. Nach drei Tagen und 4,9 Millionen. Partien hatte AlphaGo Zero eine Fertigkeit im Go-Spiel erreicht, die ihn seinen noch auf realen Partien ausgebildeten Vorgänger und Bezwinger des Weltmeisters AlphaGo in 100 Spielen mit 100 zu Null besiegen ließ

Nicht weniger beeindruckend war AlphaGo Zeros Performance im Schachspiel. Er gewann in 100 Partien gegen den bis dahin weltbesten Schachcomputer, der mit Millionen von historischen Schachpartien und der jahrhundertealten Erfahrung schachspielender Menschen gefüttert worden war und eine Rechenleistung von 70 Millionen Stellungen pro Sekunde besaß, 28 Mal und spielte 72 Partien Remis (verlor also kein einziges Mal). Das Erstaunliche dabei: Er hatte das Schachspielen nur vier Stunden zuvor erlernt, in dem er, ausgestattet ausschließlich mit den Regeln, vier Stunden gegen sich selbst spielte und dabei seine neuronalen Verbindungen optimierte, ohne dass ihm jemals irgendwelche Eröffnungen oder Spielstrategien vorgesetzt worden waren. Dazu konnte er „nur“ 80‘000 Stellungen pro Sekunde bewerten.

In nur vier Stunden vom Anfänger zur unschlagbaren besten Schachmaschine der Welt! Eine KI wie AlphaGo Zero ist so mächtig, weil sie „nicht mehr durch die Grenzen des menschlichen Wissens beschränkt“ sei, sagt einer der Erschaffer von AlphaGo und AlphaGo Zero, Demis Hassabis. Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. 

 

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Der uniderstehliche Aufstieg Chinas.
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Diese Entwicklungen führen noch zu einer ganz anderen Konsequenz: War bisher die USA mit ihren führenden KI-Forschungsinstituten und Software-Firmen unangefochtener Anführer der KI-Revolution, so ist in den letzten zwei Jahren China mit seinem immens großen Markt von über einer Milliarde Menschen, seinen riesigen und vollständig ungeschützten Datenmengen, die Internetbenutzer dort hinterlassen, und seinen hartnäckigen und aggressiven Unternehmern sehr schnell zu einer KI-Supermacht herangewachsen, wie es der Unternehmer und einflussreiche Investor Kai-Fu Lee in seinem neuen Buch „AI Superpowers. China, Silicon Valley, and the New World Order“ eindrucksvoll beschreibt.

Hier erweist sich gerade eine Begebenheit, die uns in Europa die Haare zu Berge stehen lässt, als einer der größten Wettbewerbsvorteile: das komplette Fehlen jeglichen Datenschutzes. Wird schon in den USA dieses Thema sehr kleingeschrieben, so sehen die Chinesen zum Thema „persönlicher Datenschutz“ nicht den geringsten Diskussionsbedarf. Im Gegenteil: Der freie Zugang der chinesischen Internetfirmen zu den persönlichen Daten ihrer Kunden wird als größter Vorteil von Baidu und Tencent im globalen Wettbewerb um die Führerschaft in Sachen KI gepriesen.

Tatsächlich wurde KI von der kommunistischen Regierungspartei Chinas im Juli 2017 als einer der wichtigsten Wachstumsgebiete erkannt und seitdem massiv gefördert. Insbesondere der überlegene Sieg von AlphaGo über den Weltmeister im Go, dem Nationalspiel Chinas, hat die politische Führung in China zum Thema KI aufgeweckt. Von KI-Experten wird dieser Moment bereits als Chinas „Sputnik-Schock“ bezeichnet. Der Staat begann, die chinesische Wirtschaft geradezu mit Geldern für KI-Entwicklungen zu überfluten. So stellte die Stadt Beijing unlängst 2,1 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, um in den Außenbezirken der Stadt einen KI-Industriepark zu bauen, Shanghai und 17 andere chinesische Städte haben ähnliche Ambitionen, die Stadt Tianjin hat sogar angekündigt, einen 16-Milliarden-US-Dollar-Fonds aufzusetzen (100 Milliarden Yuan), um in lokale KI-Firmen und -Institutionen zu investieren. Dazu kommen umfangreiche Investitionsprogramme, um KI-Ingenieure und -Experten auszubilden, und staatliche Zuschüsse für KI-Unternehmer und steuerliche Vorteile für die Unternehmen. Das zieht auch immer signifikantere private Investitionen nach sich: Das Gesamtvolumen chinesischer Investments (privat und staatlich) in KI und Robotik beträgt bereits schätzungsweise 300 Milliarden US Dollar. Insbesondere in den letzten Monaten hat China mehr Investmentkapitel in KI aufgebracht als die USA.

Mit diesem neuen KI-Ökosystem, einer Mischung aus der Fülle staatlicher Gelder, dem Aufbau einer intelligenten Infrastruktur, massiven Investitionen in die KI-Forschung und den weltweit ambitioniertesten Unternehmern ist der Aufstieg Chinas zur KI-Supermacht kaum mehr aufzuhalten.

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Deutschland: Mit Taschengeldern und einem gesellschaftspolitischen Problembewusstsein ganz nach oben?

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Man vergleiche dies mit der Initiative der deutschen Bundesregierung, wie sie kürzlich in ihrer Publikation „Strategie Künstliche Intelligenz“ festgehalten wurde und auf dem Digital-Gipfel zum Schwerpunkt KI am 4. Dezember verabschiedet worden ist. Die Bedeutung von KI für unsere Zukunft haben die deutschen Politiker nun auch erkannt. Der Bericht erfasst klar, dass Deutschland und Europa beim Thema KI ins Hintertreffen geraten sind. Ob diese Einsicht, vergleichbar mit der der chinesischen Führung nach der menschlichen Niederlage im Go, mit der Performance der deutschen Fußballnationalmannschaft im Jahr 2018 zu tun hat, ist nicht bekannt. Doch das Ziel ist hochgesteckt: Die Kanzlerin will Deutschland in Sachen Künstliche Intelligenz zum „weltweiten Spitzenreiter“ machen. Und dafür ist sie bereit, Geld in die Hand zu nehmen: 500 Millionen Euro pro Jahr. Im Vergleich zu den chinesischen Geldern ist dies allerdings ein Taschengeld. Dabei hat Deutschland in Sachen KI einiges aufzuholen: Deutsche Forscher sind mit Tagungsbeiträgen bei großen internationalen Fachkonferenzen kaum zu sehen. Diese werden von den amerikanischen Unternehmen Google, Microsoft und Facebook dominiert sowie zunehmend auch von chinesischen Wissenschaftlern und Ingenieuren, auch wenn sich diese noch etwas zurückhalten (wollen sie doch vielleicht ihre Ergebnisse lieber für sich behalten). Und das lassen sich diese Unternehmen auch einiges kosten: Die Einstiegsgehälter für ausgebildete KI-Experten liegen zwischen 300‘000 und 500‘000 US-Dollar! 

Um in maschinellem Lernen und KI schnell Fortschritte zu machen, braucht es drei Dinge: 1 eine enorme Rechenleistung; 2. große Datenmengen und 3. Innovationen, also KI-Experten. Auf allen drei Ebenen hinken Deutschland und Europa stark hinter den USA und China her. Das wird sich mit drei Milliarden Euro in fünf Jahren kaum ändern. Mit einem Taschengeld vom Nachzügler zum „weltweiten Spitzenreiter“ aufzusteigen, entspricht reinem Wunschdenken. Da braucht es schon einen fundamentaleren Wandel.

Wo die Deutschen allerdings wesentlich weiter sind, ist das Bewusstsein, dass es eine Diskussion um die verantwortungsvolle Gestaltung der KI-Technologie braucht. So entstand die neue KI-Strategie für Deutschland „in einem umfassenden demokratischen Prozess“, wie in dem Strategiepapier betont wird. Man will „Rahmenbedingungen für die ethische Anwendung Künstlicher Intelligenz schaffen“ und „gesellschaftliche Dialoge zu den Chancen und Auswirkungen künstlicher Intelligenz fördern“. Das ist sehr löblich, finden sich doch Sätze wie diese kaum in den entsprechenden Willensbekundungen chinesischer oder amerikanischer Herkunft. Doch sind dies mehr als hehre Worte? Man spricht von einer „menschenzentrierten Entwicklung und Nutzung von KI-Anwendungen“, vom Ziel eines „hohen Niveaus an IT-Sicherheit, damit Manipulation, Missbrauch und Risiken für die öffentliche Sicherheit dieser sensitiven Technologie bestmöglich verhindert werden“. Das klingt doch eher nach politischer Besänftigung und Einlullerei. Hier fehlt der Mut zur klaren Aussage.

So manch echter KI-Experte scheut vor solchen nicht zurück. Der KI-Pionier Stuart Russel zeichnet das drastische Bild von uns Menschen in einem Auto, welches auf eine Klippe zufährt und wir dabei hoffen, dass der Benzintank leer ist, bevor wir in den Abgrund stürzen. Wie Elon Musk behauptet auch Russel, dass KI für den Menschen so gefährlich werden kann wie Nuklearwaffen. Experten betteln teils förmlich um staatliche Rahmengesetze und Regulierungen. Dahinter steckt ihre ernste Sorge, dass politische Entscheidungsträger die technologischen Entwicklungen verschlafen, sie nicht ernst genug nehmen oder sie wie in den allermeisten Fällen überhaupt nicht verstehen. So verdeutlicht auch der neuste Bericht der Bunderegierung auf geradezu exemplarische Weise ein altes Dilemma: Der wissenschaftlich-technologische Fortschritt besitzt eine derart rasante und komplexe Entwicklungsdynamik, dass er sich dem Vorstellungs- und Gestaltungsraum der meisten politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger entzieht. Und mit einem Tröpfeln von Taschengeld auf eine zukünftige Schlüsseltechnologie werden Deutschland und Europa bald gar nicht mehr in der ersten Liga spielen. Dann kann man auch beim Ausspielen der Meisterschaft nicht mehr mitreden. Das wäre sehr bedauerlich, denn ein derartig wichtiges Spielfeld komplett den amerikanischen Kapitalisten und chinesischen Kommunisten zu überlassen, könnte sich als fatal erweisen.

Lars Jaeger hat Physik, Mathematik, Philosophie und Geschichte studiert und mehrere Jahre in der Quantenphysik und Chaostheorie geforscht. Er lebt in der Nähe von Zürich, wo er – als umtriebiger Querdenker – zwei eigene Unternehmen aufgebaut hat, die institutionelle Finanzanleger beraten, und zugleich regelmäßige Blogs zum Thema Wissenschaft und Zeitgeschehen unterhält. Sein soeben erschienenes Buch „Die zweite Quantenrevolution“ soll in Kürze in Open Password besprochen werden..

GDPR

After Six Months: The Impact


Nothing has changed? Nothing could be farther
from the truth

GDPR is now six month old, it’s time to take an assessment of the regulation’s impact so far. At first blush it would appear very little has changed. There are no well-publicized actions being taken against offenders. No large fines levied. So does this mean it’s yet another regulation that will be ignored? Actually nothing could be farther from the truth.

The day GDPR came into law complaints were filed by data subjects against Facebook and Google. Complaints, that does not sound like action by regulators, in fact it’s not, its action taken by lawyers. GDPR is a much-evolved form of European regulation allowing data subjects to file suits against data collectors whom they believe are violating their rights. This battle is going to be fought in 28 EU countries courts much sooner than in their Data Protection ministries who enforce the law and handout fines for violations. Activist legal teams like Austrian noyband its founder Max Schrems who had a strong hand in drafting GDPR are taking up these complaints. Meanwhile activist Privacy International is going after the likes of Oracle, filing complaints in the UK along similar lines as to the claims against Google and Facebook in that there is ongoing disregard to establishing legitimate-use of data collected and a disregard of individual’s rights because in fact those individuals do not know their data is being collected, so there is no expectation they can ask that their data be removed.

Regulator action will take time as six months is too early to get a proper read. Yet, we can still get a feel for what is going on by looking at what’s happening in a given country. The UK is interesting; their Information Commissioner predates GDPR as UKs privacy regulations go back to 1998 and the UK commissioner is currently publishing findings and leveling fines after investigations for activities dating back to 2016. That gives us a feel for how long investigations may take under GDPR.

Perhaps we will not know the full impact for another two years to the magnitude of fines levied. GDPR has had influence internationally, 10 countries including Canada, whose law just went active this month, now have very similar laws. California also has a much-watered down version that went into effect as well. None of these laws carry the same fines, but most allow for litigation. California is just one of 26 states that have such laws on the books. These laws vary widely in their rules. Because of this the Internet Association, an influential lobby group for Internet based companies, has come out indicating it would be for a single US law to provide uniform privacy assurance.The difference being in how they want the law to be written. Here is an example: Google’s Android OS terms and conditions states that the user, by activating their service, consents to Google’s collection of their personal data across All Google products for any use.Today once you activate you can’t go back and ask them to remove you. The Internet Association’s President Michael Beckerman, states that individuals should have a right to ask what has been collected and then have this information removed, if they discontinue using the product/service. The difference is GDPR does not force you to disconnect your $1000 phone. Given all that, perhaps it’s not surprising that Apple CEO, Tim Cook, has come out strongly in favor of having a similar strength version of GDPR in the USA. Apparently they don’t collect the same data that Google, Facebook and Amazon do. Score one for capitalism?

Overall GDPR has had a subtle but extremely influential impact in the Internet world already. With all the lawyers involved, it’s not likely going by the wayside anytime soon.

Source: Cyber Security Intelligence, BIIA

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