Open Password - Mittwoch, den 12. Dezember 2018


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LexisNexis - Due Diligance - Risikoüberwachung - Lebensmitteleinzelhandel -Société Générale - Petrobas - FCPA -  Cyber Crime - Carbon Black - UK - Malware - Ransomware - China - Cyber War – Fake News – Desinformationskampagnen – Lars Jaeger – Facebook – Mark Zuckerberg – Cambridge Analytica – Bots – Donald Trump – Hillary Clinton – Indien – Kenia – Brexit – Mexiko – Russland – Timothy Snyder – Wladimir Putin – Russia Today – Front National – UKIP – AFD – Offene Gesellschaft  - International Conference of Data Protection and Privacy Commissioners - Künstliche Intelligenz - Ethik und Datenschutz - DGSVO - European Digital Rights- GDPR Today
 

LexisNexis

Due Diligence und Risikoüberwachung kombinieren

Angebote im Lebensmitteleinzelhandel
auf der Basis von Zwangsarbeit

LexisNexis (Düsseldorf) ist wieder mit branchenrelevanten Beiträgen herausgekommen:

3 Gründe Due Diligence und Risikoüberwachung zu kombinieren
Unternehmen müssen sich auf die sich verändernde regulatorische Landschaft einstellen. 

Zwangsarbeit und Einkommensungleichheit in Ihrem Einkaufswagen
Welche Maßnahmen kann der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zur Risikominderung ergreifen? 

Sanktionsverstoß beschert französischer Bank saftiges Bußgeld
Die französische Bank Société Générale erwartet eine Strafe in Höhe von beinahe 1,2 Milliarden US-Dollar 

Eine neue Nummer 1: Petrobras stimmt teuerster FCPA-Vereinbarung zu
Petrobras muss 1,78 Milliarden Dollar aufgrund von Bestechungsvorwürfen zahlen.

 

 

Verbrechen

Cyber Criminals Are Outspending Business

Cyber criminals are spending 10 times more money finding weaknesses in the cyber defenses of organizations than the organizations they target are spending on protecting against attack. The cybercrime community spends over $1tn each year on developing attacks compared with the $96bn being spent by organizations to secure themselves from attacks.

This is increasing the number of attacks on organizations around the world, with the UK a major target. Research from Carbon Black carried out in August also asked 250 UK - based CIOs, CTOs and CISOs about the attacks they faced over the past 12 months. In total, 92% of UK businesses have been breached in the past year and nearly half off those reported falling victim to multiple breaches (three to five times in the past year). A total of 82% of respondents said they have experienced more attacks this year than last year. In the financial services sector, 8 9% said this is the case, while 83% of government organizations and 84% of retailers had also experienced an increase in the number of attacks.

Malware was the most common attack on the UK organizations surveyed, with about 28% experiencing at least one such attempted breach. Ransomware was the next most common, with 17.4% reporting at least one attack.

The report found that IT leaders believe Russia and China to be the source of the vast majority of cyber-attacks, but it identified North America as the starting point for more attacks than Iran and N Korea combined.

Quelle: BIIA (10/2019)



Cyber War

Weltweite Manipulationen von Wahlen
durch Fake News

Die Desinformationskampagne Russlands
gegen den Westen

Von Lars Jaeger

 

 

Facebook-Chef Mark Zuckerberg betont bei jeder Gelegenheit seine Verpflichtung zu totaler Transparenz, die er und sein Konzern sich auf ihre Fahnen geschrieben haben. „Wir bringen die Welt enger zusammen“ lautet sein Wahlspruch. In Wirklichkeit ist Facebook jedoch ein geheimnistuerisches Überwachungsunternehmen, das sein Geld damit verdient, detaillierte Aufzeichnungen unserer privaten Daten zu sammeln und zu verkaufen. Wer dabei Kunde ist, ist Facebook eigentlich egal. Hauptsache, die Bezahlung stimmt, wie wir spätestens seit dem Datenmissbrauch-Skandal um Cambridge Analytica wissen.
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Facebook: Von der personalisierten Werbung zur politischen Beeinflussung.
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So langsam wird das ganze Ausmaß des Datenmissbrauchs deutlich. Die Daten, die wir Facebook bereitwillig für die Hoffnung auf emotionale Befriedigung durch ein paar „Likes“ zur Verfügung stellen, wurden nicht nur dazu verwendet, uns personalisierte Werbung zukommen zu lassen, sondern auch, um unser Wahlverhalten zu beeinflussen und damit unsere Demokratie zu manipulieren. Denn neben den unermüdlichen freiwilligen Wahlhelfern und professionellen Spin-Doktoren im klassischen Wahlkampf kommen immer mehr computergenerierte automatisierte Skripte zum Einsatz, sogenannte „Bots“. Sie generieren Nachrichten und veröffentlichen diese in sozialen Medien wie Twitter und Facebook. Und diese Nachrichten werden nicht breit gestreut, sondern sie sind genau auf einen jeweiligen Adressaten und seine politische Meinung abgestimmt. Die Informationen über seine Meinung wiederum werden auf der Basis seines Verhaltens in den sozialen Netzwerken gewonnen.

Allzu oft handelt es sich bei diesen Botschaften um schamlose Lügen (im neueren Jargon: „alternative Fakten“). Zwei Beispiele aus dem letzten US-Wahlkampf: Der Papst unterstützt Trump und Hillary Clinton steht einem Ring von Kinderpornografen vor. Es sind insbesondere rechtsextreme Verschwörungstheoretiker, islamophobe, frauenfeindliche und homophobe Gruppierungen und andere extremistische politische Kreise, die in den sozialen Netzen eine ideale Plattform für ihre politische Propaganda erkannt haben und massive Desinformationskaskaden erzeugen.

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 Fakten, Kompetenz und Wissenschaft prinzipiell infragestellt.

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Es geht also nicht nur um den Schutz unserer Privatsphäre, sondern auch um massive Auswirkungen auf die freiheitliche Grundordnung unserer Gesellschaft, die sich in demokratischen und konstruktiven Debatten und entsprechend freien Wahlen manifestiert. Dort wo Fakten, wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertenwissen grundsätzlich in Frage gestellt werden, sind Tür und Tor für beliebige Propaganda geöffnet. Der Kompass für richtig und falsch geht verloren, womit die Fähigkeit zum rationalen Dialog und zur Entscheidung auf der Basis von empirischen Fakten und gemeinsamen Werten angegriffen wird.

Und es ist nicht nur die Wahl Trumps zum US-Präsident, die erst durch die Manipulationsmöglichkeiten in der digitalen Welt möglich geworden ist. Vielmehr spielten digitale Wählermanipulationen auch in den Wahlen in Indien 2010, in Kenia 2013 und 2017, bei der Brexit-Abstimmung 2016, in Mexiko 2018 und in zahlreichen weiteren Wahlen und Abstimmungen weltweit bedeutende Rollen.

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Donald Trump, der von Russland „eingesetzte Kandidat“.
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Internet-Propaganda und der Eingriff in Wahlen anderer Nationen ist eine neue Art der politischen Aggression geworden, der sich insbesondere autoritäre Regimes ausgiebig bedienen. Der Begriff „Cyberkrieg“ hat längst Eintritt in militärische Strategien gefunden. So weist viel darauf hin, dass hinter zahlreichen dieser Propaganda-Tools russische Quellen bis hinauf in den Kreml stecken. Dass Russland eine bedeutende Rolle im US-Wahlkampf 2016 gespielt hat, gibt unterdessen selbst Donald Trump zu. Auch in den Zwischenwahlen 2018 dürfte dies der Fall sein, so Fachleute.

Der prominente US-Historiker Timothy Snyder zeichnet in seinem neuen Buch Der Weg in die Unfreiheit: Russland, Europa, Amerika ein weitaus umfassenderes Bild der systematischen russischen Fehlinformationskampagne der letzten Jahre. Und was er beschreibt, hört sich sehr unheimlich an. Getrieben von einer geradezu mystischen Idee eines göttlichen Russlands und einer stark maskulin-sexuell getriebenen Energie, die sich im Kern auf die faschistischen Ideen des russischen Denkers Ivan Ilyin berufen, will Vladimir Putin die russische Nation gegen den demokratischen Westen zu einer neuen autoritären Weltführungsmacht entwickeln.

Dazu dienen dem Kreml die neuen Medien in nahezu perfekter Weise. Mit dem russischen Propagandakanal Russia Today, High-Tech-Hackern und unzähligen Propaganda-Bots manipuliert Putin systematisch den demokratischen Prozess im Westen, unterstützt nationalistische und rechtsextreme Gruppierungen wie die Front National in Frankreich, die UKIP von Nigel Farage in Großbritannien, die AFD in Deutschland und eben Donald Trump in den USA und streut systematisch Misstrauen in die demokratischen Prozesse und ihre Multiplikatoren in der Öffentlichkeit. Sein Ziel: Erschütterung des öffentlichen Vertrauens in Fakten und Expertenwissen. In Donald Trump hat er einen idealen Kumpan gefunden. Natürlich warten wir immer noch auf die vollständige Entflechtung von Donald Trumps komplexen Beziehungen zur Putin-Regierung und der vielen Verbindungen zwischen seiner Wahlkampforganisation und russischen Aktivisten. Doch für Snyder ist kristallklar: Die Wahl Trumps zum US-Präsidenten ist Putins größter Triumph.

An vielen Stellen des Buches ist man versucht zu sagen, Snyder übertreibe und ziehe voreilige Schlüsse, z.B. wenn er Putins irrationalen Bezug auf religiöse und rassistische Wahnideen beschreibt, seine Weltmachtphantasien aufzeichnet oder Trump den von „Russland eingesetzten Kandidaten“ nennt. Tatsächlich gibt es zahlreiche Kritiker, die ihm vorwerfen, er dämonisiere Russland zu sehr und einseitig. Nichtsdestotrotz bleibt es sehr beunruhigend, dass es überhaupt im Rahmen des Vorstellbaren liegt, dass Putin über eine derartige Propagandamaschine verfügen könnte, mit der er die westlichen Demokratien unterminieren kann. Und Snyder ist nicht irgendein Winkelhistoriker, sondern ein weltweit anerkannter Experte der osteuropäischen autokratischen Geschichte.         

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Der Westen liefert autoritären Regierungen die Instrumente zu seiner eigenen Gefährdung.
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Die Technologien, die Putin dies ermöglichen, wurden allesamt in den freien und offenen Gesellschaften des Westens erfunden und entwickelt, dort, wo sich die Kreativität der Menschen am besten entfalten kann. Doch die Verwendung dieser Technologien ist auch den unfreien Gesellschaften wie Russland möglich. Und bei bösem Willen kann diese stark auf ihre Urheber zurückschlagen, wie uns Timothy Snyder und Facebook eindrucksvoll darlegen. Die Heilsversprechen einer technologischen Elite aus dem Silicon Valley könnten sich zuletzt als ein Horror für die offene Gesellschaft erweisen.

Lars Jaeger hat Physik, Mathematik, Philosophie und Geschichte studiert und mehrere Jahre in der Quantenphysik und Chaostheorie geforscht. Er lebt in der Nähe von Zürich, wo er – als umtriebiger Querdenker – zwei eigene Unternehmen aufgebaut hat, die institutionelle Finanzanleger beraten, und zugleich regelmäßige Blogs zum Thema Wissenschaft und Zeitgeschehen unterhält. Sein soeben erschienenes Buch „Die zweite Quantenrevolution“ soll in Kürze in Open Password besprochen werden.

40th International Conference
of Data Protection and Privacy Commissioners

Ethik und Datenschutz
in Künstlicher Intelligenz

The 40th International Conference of Data Protection and Privacy Commissioners has released a Declaration on Ethics and Protection in Artificial Intelligence (“the Declaration”). https://www.huntonprivacyblog.com/wp-content/uploads/sites/28/2018/10/ICDPPC-40th_AI-Declaration_ADOPTED.pdf. In it, the Conference endorsed several guiding principles as “core values” to protect human rights as the development of artificial intelligence (“AI”) continues apace. Key principles include:

• · AI and machine learning technologies should be designed, developed and used in the context of respect for fundamental human rights and in accordance with the “fairness principle,” including by considering the impact of AI on society at large.

• · AI systems’ transparency and intelligibility should be improved.

• · AI systems should be designed and developed responsibly, which entails proceeding from theprinciples of “privacy by default” and “privacy by design”.

Unlawful biases and discrimination that may result from the use of data in AI should be reduced and mitigated.


Wie die DGSVO umgesetzt wird

European Digital Rights (EDRi), a digital user rights non-for-profit organisation active since 2002 has recently launched an online platform, ‘GDPR Today’. https://www.gdprtoday.org/. GDPR Today is presented as 'your online hub for staying tuned to the (real) life of EU data protection law'.

Every two months EDRi will be publishing statistics showing how the GDPR is being applied across Europe. More often EDRI will be sharing relevant news – from legal guidelines and decisions to data reaches, new codes of conduct, important business developments, and memes.

In its first edition of the GDPR Today, EDRi published statistics collected from eight EU Member States (France, Germany, Ireland, Italy, Poland, Romania, Sweden and the United Kingdom). The statistics show that since the GDPR’s entry into force on 25 May 2018, data protection authorities (DPAs) have received thousands of complaints from EU individuals on the implementation of the GDPR by businesses and other organisations.

Quelle: BIIA, Rwgulatory Newsletter, Dezember

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