Open Password -  Dienstag, den
9. Oktober 2018

 

# 450

Steilvorlagen Update – Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg - Innovation Center – Sabine Kruse – Merck – Sigma-Aldrich – Marketing – Recherchen – Internationalisierung – Visualisierung – Analysen – Text Mining - Angebotsportfolio - Facebook - Guardian - Associaed Press - Dun & Bradstreet - B2B Professionals - Datenqualität - Vertrauen - Experian - Machine Learning


Steilvorlage Update

Ein „Innovation Center“
in der Mitte von Merck

Rasante Entwicklungen, ganz neue Fragen
und spannende Herausforderungen

Open Password fragt in einer kleinen Serie Keynote-Speaker und Success-Story-Referenten, was sich seit ihrem Auftritt auf der Buchmesse-Veranstaltung „Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg“ aus ihrer Sicht als Information Professional verändert hat. Sabine Kruse ist Head of Global Scientific Library bei Merck (Darmstadt).

Sie haben uns 2014 mit ihrem Vortrag auf der "Steilvorlagen"-Veranstaltung derart beeindruckt, dass wir Sie wenig später zum "Information Professional des Jahres" gewählt haben. Was hat sich seitdem bei Merck und den weiteren Rahmenbedingungen verändert ...

Wir haben mit Sigma-Aldrich ein weiteres großes Unternehmen mit Standorten in aller Welt gekauft und somit 10.000 neue potentielle Kunden bekommen. Da unser Team aber leider nicht erweitert wurde, ist die Versorgung dieser Kollegen mit Information teilweise schon eine Herausforderung.

Ein Highlight ist das Anfang 2018 eröffnete neue Merck Innovation Center. Dort arbeiten viele Start-ups, Think Tanks und sonstige Teams, die sich mit dem Innovationsprozess bei Merck beschäftigen. Auch das sind neue Kunden mit einer teils komplett anderen Arbeitsweise, die in der Regel an Themen arbeiten, die für Merck ziemlich neu sind und in die sich unser Team erstmal einarbeiten muss. Auch das ist eine spannende Herausforderung, die aber auch viel Spaß macht.

... und was für Ihre Global Scientific Library?

Wir haben in dem neuen Innovation Center bei Merck eine große Fläche für die Library bekommen und sind damit in diesem tollen modernen Gebäude wieder in der "Mitte von Merck" angesiedelt - direkt neben der Kantine. Dies gibt allen Kollegen am Standort Darmstadt und deren Gästen die Möglichkeit, einfach mal nach oder vor dem Mittagessen in der Bibliothek vorbeizuschauen - entweder um das tolle Angebot zu nutzen oder um eine Frage an das Library Team zu stellen bzw. eine Recherche in Auftrag zu geben. Wir sind dadurch wieder viel sichtbarer geworden und viele Kollegen haben uns quasi "wiederentdeckt".

Wir arbeiten dort mit ein bis zwei Kollegen, die im Wechsel Auskunftsdienst machen. Das sind entweder Kollegen aus dem Bibliotheksteam oder aus dem Rechercheteam. Wir verabreden uns dort mit unseren Kunden für Trainingstermine oder um eine Recherchestrategie zu besprechen. Außerdem bieten wir einen ausgesuchten Bestand an Print-Büchern und Zeitschriften zu Innovationsthemen an. Dieser wird sehr gut genutzt, und es ergeben sich oft spontane und sehr interessante Gespräche mit Kollegen - ein perfektes Networking und natürlich auch Marketing, denn viele begeisterte Kollegen bringen später wiederum andere Kollegen mit, um ihnen die "tolle Library" zu zeigen.    

Neben unserem breiten Angebot an Datenbanken und elektronischem Content bieten wir in der Library im Innovation Center auch neue und innovative Technologien an, damit unsere Kunden diese neuen Informationskanäle kennenlernen und nutzen. Wir haben zum Beispiel ein Virtual-Reality-Brille, mit der wir Anwendungen aus Chemie, Biologie und Technik zeigen. Dies löst oft große Begeisterung und Staunen aus. Auch eine neue VR-Bibliothekseinführung ist gerade in der Entwicklung. Zusätzlich bieten wir 3D-Anwendungen im Bereich der Humanbiologie auf Tabletts an und haben eine stimmbasierte Suchoberfläche für elektronische Zeitschriften und Buchtitel entwickelt. Das hilft den Bibliotheksnutzern, die nicht so häufig recherchieren, die gewünschten Titel problemlos zu finden. Im Zeitalter von "Alexa" und "Siri" wird das von unseren Kunden gern angenommen.  

 

Veränderung der Informationsbedarfe Ihrer Kunden in den letzten vier Jahren... 

Die Rechercheaufträge unserer Kunden haben eine größere Bandbreite bekommen - nicht nur thematisch. Es gibt mehr Kunden, die die Ergebnisse sehr schnell benötigen und ganz bewusst auf die von uns in der Vergangenheit angestrebte "Vollständigkeit" verzichten. Andererseits werden jetzt auch deutlich komplexere Recherchen angefordert, die eine intensive Auswertung und Visualisierung benötigen. 

... und deren Unterschiede nach Ländern, Abteilungen usw.?

Unterschiede bei den Aufträgen aus unterschiedlichen Ländern sind gar nicht so stark auszumachen, da viele Teams global zusammengesetzt sind und gemeinsam Projekte bearbeiten. 

Gibt es einen Trend hin zu anspruchsvolleren Dienstleistungen?

„Visualisierung von Ergebnissen“ ist ein wichtiges Thema. Außerdem wird häufiger eine Analyse der Ergebnisse erwartet. Merck ist sehr breit aufgestellt, und daher sind die Anfragen sehr heterogen und kommen aus den unterschiedlichsten Themenbereichen. Insofern können wir zwar eine Vorauswahl von relevanten Dokumenten treffen, aber die endgültige Auswertung muss von den Kunden geleistet werden. 

Inwieweit ist Big Data ein Problem bzw. eine Chance für Sie?

Wir sind nur im Bereich Textmining in den Bereich Big Data involviert. Ansonsten beraten wir die Kollegen bezüglich Content und entsprechenden Lizenzrechten bzw. Copyright-Fragen. Für Big-Data-Anwendungen gibt es bei Merck andere Abteilungen. 

Ohne internes Marketing geht immer noch nichts!

Das ist richtig! Neben den Einführungsveranstaltungen in der neuen Library, die gut genutzt werden, machen wir weiterhin Präsentationen unserer Services in Abteilungsmeetings vor Ort bzw. in Skype-Sessions. Das hat sich als sehr wirkungsvoll erwiesen und wird gerne in Anspruch genommen. Auch hier profitieren wir sehr von Mund-zu-Mund Propaganda. Wir haben auch einen News-Channel in unserem Intranet, den wir für die Ankündigung von Veranstaltungen, neuen Büchern, Zeitschriften und Datenbanken nutzen. Hier informieren wir die Kunden über technische Probleme oder Störungen bei einzelnen Datenbanken. Zusätzlich haben wir in einigen Newslettern oder auf einigen Homepages anderer Abteilungen eine eigene Rubrik zum Thema "Neuigkeiten aus der Bibliothek".

Wie qualifizieren Sie Ihre Kunden, die mittlerweile alle "Semi-Professionals" sind, ohne sich selbst überflüssig zu machen? 

Da wir so viele Anfragen haben, sind wir in der Regel sehr froh, wenn unsere Kunden die "einfacheren" Recherchen selber machen. Das wäre sonst gar nicht zu schaffen.

Hat sich die Zusammenarbeit mit den Informationsanbietern verbessert?

Wir haben da zurzeit keine großen Probleme. 

Planungen und Perspektiven für die kommenden Jahre? 

Wir müssen uns im Innovation Center weiter etablieren und ansonsten schauen wir mal, was auf uns zukommt! Die Dinge entwickeln sich so rasant, dass eine Planung über mehrere Jahre meist schon nach wenigen Monaten obsolet wäre.

International News

 

Facebook

Maschinen verhinderten Berichterstattung
über „the 50 Million
Facebook Data Breach“

Articles about the data breach by the Guardian and the Associated Press were temporarily flagged as spam on Facebook, preventing users from sharing news of the attack on their profiles.

The company attributed the error to its “automated systems” and apologized, but did not provide further explanation

 

Dun & Bradstreet:

Nur jeder zweite B2B Professional
vertraut der Qualität der Daten

The percentage of those stating that data quality is important to sales and marketing functions has continued to increase over the years, with a nearly 15 percent increase compared to 2016.  Based on responses from this year's survey, B2B marketers understand that data plays a crucial role in enabling all stages of sales and marketing strategies, with the top five activities being campaign execution, personalized content and messaging, sales prospecting and closing, generating customer insights with analytics, and lead qualification and scoring. Data Quality and Management are Top Challenges.

Lack of B2B data confidence impacts the most fundamental sales and marketing initiatives. As a result, even buzzworthy strategies like account - based marketing (ABM) may not be as prevalent as previously thought, with only one - third of surveyed companies implementing ABM programs..

 

Experian

Machine Learning, um Anwendungsprobleme zu lösen,
bevor die Kunden was merken

With companies looking to artificial intelligence to deliver insights into their customers and the business, Experian PLC is tapping machine learning to better understand how its own applications behave. The goal is to predict application behavior more quickly and reliably, and to identify and fix problems before they impact customers. Doing so is particularly important for customer facing applications, where a slow or malfunctioning app could lead to lost clients.

Experian has used a number of tools including ServiceNow to monitor infrastructure performance or identify abnormal behavior that could signal a security threat. Over the past year, it has begun applying similar tools to its application stack. Experian is mandating that monitoring capabilities are built into all new applications to make sure it’s capturing sufficient performance data, a trend CIO Barry Libenson sees continuing in software development. In the new setup, monitoring tools ingest data from storage, compute and other infrastructure and systems to create a model of normal application behavior. That model can then adjust itself automatically based on factors such as seasonality or a spike in new customers.

Machine learning helps Experian manage an increasingly complex IT environment as the business world faces a shortage of technical talent and adapts to the fastpaced nature of software development. “The monitoring can fine tune itself to a certain degree, increasing accuracy and eliminating the need for human intervention,” Mr. Libenson said. Just as manufacturing firms added sensors to monitor the performance of generators and compressors, Experian now is doing the same thing with software. “I would equate this to predictive maintenance,” said Mr. Libenson, who spent more than seven years with manufacturer Ingersoll Rand. Maintaining application reliability and reducing downtime is a key responsibility of the IT department. Analyzing real-time performance data can help Mr. Libenson’s teams get a more detailed understanding of when and why applications  are likely to suffer, and respond appropriately before the issues reach customers. That in turn could improve customer experience while reducing maintenance costs and unplanned downtime, metrics that tie back to Experian’s bottom line.

Quelle: BIIA NEWSLETTER, 2. Ausgabe September

Aus dem Archiv

Push-Dienst Archiv 2017 - Alle Beiträge

Direkt per Klick - alle Open Password Ausgaben in einer Gesamtübersicht.

Mehr...

---