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20. September 2018


# 441

 

ZB MED - Dietrich Nelle - Business Intelligence – Visualisierung - Power BI – Tableau - Lumira Discovery - Lumira Designer - QlikView - Qlik Sense – Microsoft – Adriane Kovacevic – Vision 11

 

ZB MED

Auf dem Weg zur „führenden Fachbibliothek und datenwissenchaftlichem Methodenzentrum
im europäischen Maßstab“

ZB MED hat mit seinem ausgeschiedenen Interimsdirektor Dietrich Nelle ein Interview geführt und unter https://www.egms.de/static/en/journals/mbi/2018-18/mbi000409.shtml veröffentlicht. Im Folgenden ein Auszug:

B. Bauer: Welche Perspektive sehen Sie für ZB MED? Wie kann sichergestellt werden, dass sich ZB MED nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene als eine der führenden medizinischen Fachbibliotheken etablieren kann?

D. Nelle: In der letzten Sitzung unseres Wissenschaftlichen Beirats – mit vier Mitgliedern des Begehungspanels, welches in der Evaluierung zu dem kritischen Gesamturteil gelangt war – wurde ZB MED bestätigt, dass wir inzwischen über ein überzeugendes Gesamtkonzept verfügen und mit unseren neuen Professuren sowie der kaufmännischen Geschäftsführung aussichtsreich auf dem Weg zurück in die Leibniz-Gemeinschaft sind. Die Monita aus dem kritischen Evaluierungsbericht sind damit bereits zu einem erheblichen Teil abgearbeitet. Auf dem weiteren Weg dürfen nun die Anstrengungen nicht nachlassen, um auch die Hürde der Evaluierung im Jahr 2020 zu überspringen. Dann wird ZB MED seinen Weg aber auch erfolgreich fortsetzen und den Anspruch einlösen können, führende Fachbibliothek und datenwissenschaftliches Methodenzentrum im europäischen Maßstab zu sein. Dietrich Rebholz-Schuhmann, den neuen wissenschaftlichen Leiter, konnten wir aus Irland gewinnen. Er hat einen großen Teil seines Berufswegs im Ausland verbracht. Dadurch ist ZB MED nun auch gut dafür aufgestellt, sich verstärkt in europäische Kooperationen einzubringen und die Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen in den USA, National Library of Medicine und National Agricultural Library, zu intensivieren. Beide haben übrigens in den letzten beiden Jahren ihre strategische Ausrichtung jeweils in eine ganz ähnliche Richtung wie ZB MED zielend fortentwickelt.

Als nächste Schritte stehen konkret im Herbst 2018 die Finalisierung des Programmbudgets 2019 als wichtige Grundlage für das Wiederaufnahmeverfahren einschließlich der Institutionalisierung der Zusammenarbeit mit dem Bioinformatik-Netzwerk de.NBI und der Universität Bielefeld an, zum 1.9.2019 die Einreichung des Antrags auf Wiederaufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft, für 2020 die entsprechenden Evaluierungen, für 2021 die entsprechenden Bund-Länder-Verfahren und zum 1.1.2022 die Wiederaufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft.

 

 

Business Intelligence

Was sind die besten Tools
für Visualisierung?

Von Krzystof Kosacki, Vision 11, www.visioneleven.com

Ideen veranschaulichen und Daten visualisieren – die Vielzahl an Tools im Bereich Business Intelligence machen die Entscheidung nicht leicht. Welche Merkmale sind für mein Unternehmen besonders wichtig und welche Lösung optimal für meine individuellen Anforderungen? Im folgenden Toolvergleich werden die Funktionen und Schlüsselparameter von Power BI, Tableau, Lumira Discovery, Lumira Designer, QlikView, und Qlik Sense untersucht.

1. Tableau

 

Quelle: Vision11

Tableau ist Marktführer für BI-Visualisierung. Tableau-Dashboards sind besonders flexibel und bieten eine Vielzahl an Funktionen zur individuellen Gestaltung. In der umfangreichen Bibliothek aus Visualisierungsarten findet sich der Anwender innerhalb kürzester Zeit zurecht. Sie ist leicht zu bedienen und spezielle Visualisierungseffekte wie Filter und Drill-Downs lassen sich schnell finden und anwenden.  Auch werden die Vorgänge gut dokumentiert und gekennzeichnet und die Daten werden klar, attraktiv und interaktiv kommuniziert. Tableau bietet einen tiefen Einblick in die Daten und ermöglicht eine effiziente Veranschaulichung für komplexe Entscheidungsprozesse. Auch für die gemeinsame Nutzung innerhalb eines Teams ist Tableau eine optimale Lösung. 


2. QlikView 

Quelle: https://help.qlik.com/en-US/governance-dashboard/2.0/Content/Usage-frequency.htm 

QlikView ist eines der marktführenden BI-Produkte von Qlik. Es ist die flexibelste BI-Plattform für die Umwandlung von Daten in Wissen und wurde für die gemeinsame Nutzung von BI-Berichten und Datenvisualisierungen entwickelt. Es ermöglicht den Nutzern, Anwendungen mit eingebetteten Analysen zu erstellen. Voraussetzung hierfür sind jedoch Qlik-spezifische Entwicklungsfähigkeiten. Ql7ik Sense, ein weiteres Qlik-Produkt, wurde dagegen als moderne Datenexplorationsplattform wie Tableau konzipiert.

Quelle: Vision11

Das zweite Produkt des Unternehmens Qlik Sense ist besonders benutzerfreundlich. Es ist sehr flexibel, wenn es darum geht, Analysen in externe Anwendungen einzubetten. Es unterstützt allgemeine Webstandards wie HTML und verfügt über ein Responsive Design. So können Anwender Berichte und Visualisierungen erstellen, die für die Anzeige auf verschiedenen Geräten optimiert sind. Zielsetzung der Produktentwicklung bei Qlik ist, die beiden Lösungen QlikView und Qlik Sense weiter zu aktualisieren und einander anzugleichen. 


3. Power BI

Quelle: https://powerbi.microsoft.com/en-us/features/       

Power BI ist Microsofts einfache, webbasierte Schnittstelle mit einer Vielzahl an Funktionen. So reicht der Umfang von einer anpassbaren Visualisierung bis zu einer Kontrolle der Datenquellen. Die primären Power-BI-Tools enthalten Power Query zum Extrahieren und Transformieren, Power Pivot zum Modellieren und Analysieren und Power View bzw. Power Map zur Visualisierung der Daten. Der Power-BI-Designer konsolidiert die einzelnen Tools in einer All-in-One-Anwendung und löst die Abhängigkeiten zu Excel oder Office. So wird PowerBI.com zum Austausch von Datensätzen, Berichten und Dashboards verwendet. Besonderer Vorteile der Power BI-Technologie ist eine In-Memory-Analyse-Engine und eine spaltenbasierte Datenbank. Darüber hinaus bietet die Technologie die perfekte Mischung aus Performance und Anwenderfreundlichkeit aufgrund der relativ einfachen DAX-Skriptsprache. Weitere Vorteile sind die monatlichen Aktualisierungen und eine kostenlose Version, die Kaufbarrieren reduziert.

Klarer Nachteil sind dagegen die fehlenden Benutzer-Parameter, wodurch keine Entity-spezifischen Dashboards erstellt werden können. Es gibt außerdem nur wenige begrenzte Datenquellen, die Echtzeitverbindungen mit Power BI ermöglichen. Während ein Dataset mehrere Datentypen umfassen kann, können Power BI-Berichte und Dashboards nur Daten aus einem einzelnen Dataset bereitstellen. Ein weiter Nachteil von Power BI ist die Begrenzung der Dateigrößen auf 250 MB. Zielsetzung der Lösung ist die Erweiterung und nicht das Ersetzen bestehender Berichterstellungstools, so dass es nicht als Ersatz für ein Enterprise Data Warehouse gesehen werden kann. 



4. SAP BusinessObjects Lumira

Quelle: https://www.sap.com/products/lumira/capabilities.html

SAP BusinessObjects Lumira ist ein Self-Service-Tool zur Datenvisualisierung für Geschäftsanwender. Das Tool kann mit der In-Memory-Plattform von SAP HANA oder ohne verwendet werden. SAP Lumira ist sowohl Self-Service-BI-Erkennungstool als auch Visualisierungstool. Dieses Tool erweckt Daten durch die Vereinfachung der Erstellung und Freigabe von interaktiven Karten, Diagrammen und Infografiken zum Leben. 

Mit Lumira Discovery können Daten aus einer Vielzahl von On-Premise- und Cloud-basierten Quellen importiert und visuelle BI-Analysen mit intuitiven Dashboards durchgeführt werden. Lumira Discovery ist ein umfangreicher Client für Business-Key-Anwender, die eine flexible Lösung benötigen. Mit Hilfe dieses Tools lassen sich Datenquellen verbinden sowie Daten erfassen, manipulieren und zusammenführen. Darüber hinaus bietet die Lösung eine Analyse von Offline- und Online-Daten. Durch Visualisierungen können Erkenntnisse ad hoc von allen zu erstellenden Arten gewonnen werden. 

Quelle: https://help.sap.com/viewer/69ab7e78763a4d929126440ab1b7dea1/2.0.2.0/en-US/5df7f9f5c3bf44abaec1263993095f18.html

Die SAP Lumira Designer-Edition ermöglicht interaktive, für Mobilgeräte optimierte Visualisierungen für Business-Dashboards. So können die gewonnenen Informationen den Entscheidungsträgern präsentiert und die wichtigsten Erkenntnisse aus den Daten gewonnen werden. Lumira Designer ist das Tool für professionelle Anwender (IT-Abteilungen), um Berichte für Unternehmensanalysen zu erstellen. Es bietet die gleichen UI-Elemente wie Lumira Discovery und ermöglicht die individuelle Anpassung des Look-and-Feel und der Benutzerinteraktion durch Skripting und CSS-Stylesheets. Darüber hinaus können gemeinsam genutzte UI-Elemente erstellt werden. Die Reduktion von komplexen Anwendungen in kleine Teile ermöglicht die Verwaltung umfangreicher BI-Deployments. 

Wer ist der Gewinner?

Der Teufel steckt im Detail: Eine perfekte Lösung für alle Anforderungen gibt es nicht. Die Entscheidung für das richtige Tool hängt von verschiedenen Faktoren ab. So ist es wichtig, welche Software bereits besteht, da die Kompatibilität besondere Vorteile schafft. So lässt sich Power-BI am besten in Microsoft-Produkte wie Excel oder SharePoint integrieren. SAP Lumira empfiehlt dagegen eine Verbindung zum SAP-Backend (HANA-Views oder BW). QlikView/Qlik Sense und Tableau sind dagegen herstellerunabhängige Tools. Tableau bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Funktionen, liefert das beste UX und stellt eine Verbindung zu vielen Datenquellen her.

Aber aufgrund der regelmäßigen Updates und neuen Produktentwicklungen ist ein Toolvergleich immer eine Momentaufnahme. So befinden sich die Produkte in verschiedenen Phasen des Lebenszyklus und was heute zutrifft, kann in zwölf Monaten schon nicht mehr aktuell sein.

Vision 11 (München) unterstützt Unternehmen (beispielsweise Audi, MAN Truck & Bus, Grohe) bei der digitalen Transformation ihrer Kundenprozesse. Kernaufgabe ist die Schaffung von positiven digitalen Erlebnissen der Kunden, um diese langfristig an Marken zu binden.

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