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den 3. September 2018


#431


Thilo Sarrazin - Islam - Lena Gorelik - Lexis Nexis - Compliance - Fake News - Ethical Sources - Media Monitoring - Steilvorlagen Update – Ingo Titschak – Swiss Re – Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg – Buchmesse – SWOT-Analyse – Stärken – Customer Experience – Kundenzufriedenheit – Schwächen – Servicequalität – Chancen – M&A – Neue Geschäftsfelder – Compliance – Life Cycle Management – Bedrohungen – Outsourcing – Angebotsportfolio – Trend Monitoring – Best Practice – Vertriebswege – Digitalisation – Marketing – Experience Value – Interne Netzwerke – Informationszentren – Fake News – Selbstvermarktung – HTW Chur


Neu erschienen

Der neue Sarrazin ist da
und sogleich Nummer 1
auf der Bestsellerliste

Neu erschienen: Thilo Sarrazin, Feindliche Übernahme: Wie der Islam die Gesellschaft bedroht.

Lena Gorelik @GorelikLena: Und jetzt reden alle mit und über #Sarazzin und die Medien machen sich die Mühe, seine Argumente zu widerlegen, holen sich hierzu Experten, und er ist das laute, nervtötende Kind, das die Aufmerksamkeit bekommt, um die er bettelt.


LexisNexis

Compliance, Fake News, Ethical Sources
sowie Media Monitoring

LexisNexis (Düsseldorf) hat weitere branchenrelevante Beiträge publiziert:

Lücke in Lebensmittelsicherheit führt zu Rückruf von Eiprodukten
Intransparenz in Lieferkette sorgt für Krankheitsausbruch 

Compliance im Mittelstand
Ein Interview mit Christian Parsow, Ebner Stolz, über Herausforderungen und Lösungsansätze zur Implementierung robuster Compliance-Prozesse 

Fakten und Fiktion: So entlarven Sie Fake News
10 Tipps 

Neuer Standard für Ethical Sourcing
Ein Interview mit Elaine Mitchel-Hill, Leiterin Business & Human Rights bei Marshalls 

Wissen Sie, was über Ihr Unternehmen in den Medien steht?
Lassen Sie Ihre nächste Geschäftsentscheidung nicht von mangelhaften oder fehlenden Informationen beeinflussen 

Danske Bank und Siemens bringen ABC-Compliance in die Vorstandsetage
Die Wichtigkeit von Compliance nimmt weiterhin zu

 

Steilvorlagen Update

«Wir punkten weiter mit Kundennähe
und -zufriedenheit»

Interview mit Ingo Titschack, Head Information Research bei der Swiss Re und Vortragender auf der Steilvorlagen-Veranstaltung auf der Buchmesse 2015.

 

Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Rahmenbedingungen für Ihre Arbeit seit 2015 beachtlich verändert haben - Finanzbranche weiter in Bewegung, höhere Versicherungsrisiken etwa durch Klimawandel, Datenschutz und Datensicherheit stärker im Fokus, Veränderungen der Unternehmensstrategie bei Swiss Re, um nur wenige Möglichkeiten zu nennen.

Ja und Nein. Sicherlich hat man subjektiv das Gefühl, dass alles immer schneller gehen muss und die Welt sich immer schneller dreht. Die Qualitätskriterien und Anforderungen sorgfältig zu erfüllen, bleiben aber. Effizienz und Effektivität der Arbeitsweise müssen sich jedoch ständig verbessern, das wird uns vom Unternehmen abverlangt. Auch ändert sich der Themenfokus in diesem Umfeld entsprechend.

Gehen wir noch einmal von den Ergebnissen der seinerzeitigen SWOT-Analyse für Ihr Informationszentrum aus und fragen, was sich hier seit 2015 verändert hat? Als Stärken wurden damals ermittelt: "1. Sound knowledge of Company´s organization and business environment. - 2. Experts in handling, storing and retrieving. - 3. Competence center for all information related issues."

Hier sind es die Themen, die sich ändern, nicht die grundsätzliche Ausrichtung auf Kundennähe. Wenn Sie das magische Führungs-Dreieck, Preis-Produkt-Kundenzufriedenheit, nehmen, dann sind wir beim Kunden und seiner Service-Erfahrung (Customer Experience, CX). Wir werden nicht mit externen Informationsservice-Anbietern um den tiefsten Preis ringen. Wir punkten mit Kundennähe und -zufriedenheit. Bislang geht diese Rechnung auf, was nicht heißt, dass die anderen beiden Faktoren nicht auch in einem gewissen Rahmen gelten müssen.

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Kundennähe und Effizienz müssen einander nicht beißen.
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Als Schwächen galten: "Focus on standardized products. - 2. Sources not adequate to cover growth areas. - 3. Skillset of staff. - 4. High fixed costs compared to external competitors."

Ich denke, dass wir einem guten Teil dieser Herausforderung durch die konsequente Orientierung auf den Kunden begegnen. Spannend wird es, wenn wir zur Eingangsfrage zurückgehen, als ich sagte, wir müssen effizienter und effektiver werden. Man könnte meinen, das beiße sich mit konsequenter Kundenorientierung - muss es aber nicht. Technisch haben wir heute die Möglichkeit, mehr Kundenbedürfnisse besser und vor allem mit gleichbleibend hoher Qualität abzudecken. Gute Service-Erfahrungen (CX) bedingen heute nicht mehr unbedingt eine direkte Interaktion zwischen Personen.

 

Dazu wurden die folgenden Chancen angegeben: "1. Growing information universe (Info-Scouts). - 2. Company´s focus on growth. - 3. Textmining. - 4. Information Life Cycle Management."

Die Chancen wirken auf mich heute etwas abstrakt. Generell gilt immer noch: Wo kann unsere Arbeit Mehrwert schaffen? Alle Unternehmen wollen auf die eine oder andere Art wachsen. Hierfür Trends zu beobachten, M&A-Aktivitäten mit Information zu unterstützen, neue Aktivitätsfelder zu entdecken, das sind Aktivitäten, die meine Abteilung stark ausgeweitet hat. Notwendige Compliance-Projekte mit Research und Werkzeugen zu unterstützen, gehört auch dazu. Das Thema «Life-Cycle Management» im Sinne von Archivierung und Records-Management wird inzwischen von einem anderen Bereich wahrgenommen.

Zuletzt die Bedrohungen: "1. Growing number of external providers and substitute services. - 2. Rising cost pressure from both clients and suppliers´ side. - 3. Further changes to Company strategy."

Nun, das Leben an sich ist lebensgefährlich. Aufmerksamkeit ist wichtig, nicht Paranoia. Outsourcing ist und bleibt ein Thema, dem wir, wie gesagt, mit Kundennähe begegnen, womit die Fähigkeit der positiven Überraschung einhergeht: Ein wichtiges Dossier schon zu liefern, bevor es geordert wurde zum Beispiel (klappt nicht immer, aber wenn …).

Das "Angebotsportfolio der Informationszentren im gewerblichen Bereich" beschrieben Sie damals so: "1. Informationsbeschaffung und -produktion - 2. Erschließung, Ordnung von Wissen und Information, "Wissenssammlung" - 3. Aufbereitung, Kombination, "Wissensschöpfung" - 4. Betriebliche Kommunikationskultur, "Wissensvertrieb"  - 5. Integration von Information und Wissen in der Wertschöpfung und 6. die juristische Aufbereitung und Wiederschaffbarkeit." Was hat sich hier allgemein verändert und welche Weiterenwicklungen gab es speziell für Ihr Informationszentrum?

Das war im Allgemeinen und fachlich gesprochen – die konkreten Ausprägungen dieser Aspekte sind immer sehr individuell, und wir gebrauchen diese Begrifflichkeit im internen Marketing nicht. Wie schon erwähnt nimmt das Monitoring von Trends und Best Practice einen immer grösseren Raum in unserer Arbeit ein. Damit einher geht eine Anpassung unserer Vertriebswege an Technik und Erwartungen der internen Kundschaft (Millenials konsumieren Information anders als Baby-Boomer). Ehrlich gesagt standen diese Feinheiten des Kundenangangs vor fünf bis zehn Jahren noch nicht im Fokus meiner Arbeit. Ein thematischer Schwerpunkt ist die vielbeschworene 'Digitalisation' in ihrer englischen Bedeutung, also auf Prozesse und Produktionsabläufe bezogen.

Als Alleinstellungsmerkmal für Ihr Informationszentrum filterten Sie seinerzeit und jetzt wieder die Kundennähe heraus. Was tun Sie aktuell, um Ihre Kunden bei der Stange zu halten?

Ja, siehe oben. Allerdings verbringen meine KollegInnen und ich viel mehr Zeit mit Kunden-Engagements als noch vor fünf Jahren. Etwa so: Wir präsentieren regelmässig Trends und Lösungsbeispiele in den Abteilungen, trainieren Self-Service Angebote zur Informationsgewinnung und arbeiten zunehmend auch eingebettet in Projekte. Neudeutsch wird aus der Kundennähe 'Experience Value' und 'Value-Add'.

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 Rechtzeitig Verbündete gewinnen und im Organigramm beheimatet sein.

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Können wir uns Ihre Kundengruppen einmal differenzierter ansehen? Damals zählten Sie eine ganze Reihe innerbetrieblicher Verbündeter und Kooperationspartner auf: "Kommunikation/Marketing - IT-Governance - Einkauf/Marktdaten/Management - Compliance/Legal - Organisation - Personalabteilung/Fortbildung - Strategie - Forschung und Entwicklung". Was hat sich hier in den letzten vier Jahren verändert?

In meiner damaligen Präsentation war mir wichtig herauszustellen, dass eine langfristig erfolgreiche Abteilung für Informationsvermittlung Verbündete und eine Heimat im Organigramm eines Unternehmens braucht. Wenn es um Reorganisationen geht, dann sind dies mögliche Partner, mit denen die IVS eine gemeinsame Nutzenbasis kreieren kann. Die Namen ändern sich, die Aufgaben bleiben – es ist wichtig Ohren und Augen offen zu halten, zu netzwerken (was InfoPros manchmal nicht leichtfällt).

Nach meinen Eindrücken für Deutschland ist die Position der Informationszentren in der Finanzbranche eher schwächer geworden.

Obgleich mit einigem Abstand, stimme ich Ihrem Eindruck zu. Ich bin aber überzeugt, wissensbasierte Unternehmen brauchen unsere Arbeit nach wie vor, sie wird nur woanders im Unternehmen geleistet bzw. koordiniert. Hier noch einmal mein Rat, sich rechtzeitig um mögliche Verbündete zu kümmern.

Haben sich das Anforderungsprofil für alte und neue Mitarbeiter und die Anforderungen an Aus- und Weiterbildung in den letzten Jahren verändert?

Hier ein zweites "Jein". Erfahrung, Instinkt und Neugier zählen immer noch. Die ersten beiden Attribute sind vielleicht noch wichtiger geworden, wenn Sie zum Beispiel an die Identifizierung von Falschmeldungen denken. Nichtsdestotrotz ist die Selbst-Vermarktung mit einer IVS-Ausbildung wohl schwieriger geworden. Es bedarf marktgängiger Zusatzqualifikationen und Erfahrungen. Das Wichtigste für mich ist eine konsistente Geschichte (CV). Diese sollte in Beziehung zu einem Bedürfnis des jeweiligen Unternehmens nach Information, Wissensmanagement usw. gebracht werden. Das versuche ich auch den jungen KollegInnen in meinem Praxis-Seminar an der HTW Chur zu vermitteln.

Provider´s Corner

 
Minesoft

PatBase and PatBase Express
with full text collections for 60 countries

This Summer, Minesoft – the Global Patent Solutions Provider – has enhanced the data coverage in flagship product PatBase, to ensure that our users have access to the most comprehensive (and high quality!) patent data within the industry.

Starting with high-quality, global data is critical to the accuracy and precision of any patent search and analysis. If the underlying data is unreliable, then no end result using that data can be trusted. At Minesoft, we understand how important the quality of patent data is to create a complete and accurate picture of the intellectual property (IP) landscape. Every week, we work with the top patent offices around the world to enhance the data in all of our products, making thousands of error corrections to the data we receive and combining it with additional information to add quality to the end file.

The full text patent coverage in PatBase and PatBase Express has been increased to 60 authorities, with the addition of Estonia, Icleand, Turkey, Croatia, Czech republic, Romania, Ukraine, Serbia, Italy and Cyprus.

Minesoft develops international searchable patent databases and web-based products for Intellectual Property (IP) research. The company offers an array of products for the patent information industry, specialising in patent searching, IP document retrieval, patent analytics and competitive intelligence systems.

In May 2003, Minesoft and RWS announced their agreement to develop PatBase, a new searchable database of patent documents designed by experts in the complex art of patent information research. Since the first critically acclaimed public demonstrations in 2003, PatBase has gone on to attract over 50,000 users worldwide from the best-known names in industry as well as leading patent-litigating law firms.

For more information about our suite of patent solutions, go to www.minesoft.com.

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