Open Password -  Freitag, den

17. August 2018


# 421

 

Schweiz - Open Access - STM - Predatory Journals - OASIS - ProQuest - Thomson Reuters - Kleine und mittlere Unternehmen - Inspec - Springer Nature - Twitter Lite - Schwellenländer - Creating Knowledge – Oliver Renn – Information Professionals – Bibliotheken – FLIP´D – Beyond Information Literacy – Nina Bonderup Drohn – Humanistic Information Science – Knowledge and Competence – Universität West – Nvivo – NTNU Library – Universitätsbibliothek – Promovierende – Universität Helsinki – UB Uppsala – UB Oslo – Frilux – Imrad Rashid – Informationstechnologien - Hochschule Darmstadt - Wissenschaftliche Dokumentation - Mediendokumentation - Geribert Jakob

 

Provider´s Corner

Schweiz mit höchter Open-Access-Quote. With 39% open access publications, Switzerland occupies the top spot for OA publishing. Globally, the share of research results published 'open access' is 30%. Figures are based on an analysis conducted by the European Commission. They put Switzerland in first place, closely followed by Croatia with 37.9% and Estonia with 37.1%. The United Kingdom achieved 36.1% open access publications, the United States 36.1% and Germany 30.8%.

STM nimmt sich Problem  der „Predatory Journals“ an.  The last decade has seen a worrying increase in the number of unethical research publications, as well as an exponential rise in so-called ‘predatory’ journals and publishers. There are common ethical standards and behaviours that ensure that articles that are published in trustworthy peer-reviewed journals are of the highest standards. STM is committed to both the highest standards of conduct as well as to increasing the awareness of all stakeholders of the emerging issues that affect modern journal publishing.

OASIS-Sozialwissenschaften bei ProQuest. Academic libraries can now search for and acquire SAGE Knowledge content directly through the OASIS platform, ProQuest’s search, selection and ordering system for print and ebooks. SAGE Knowledge is a cross-media platform with ebook and e-reference content in 10 social science disciplines. 

Thomson Reuters: Mobiles Management für kleine und mittlere Unternehmen.  Thomson Reuters has launched OnBalance Express, a cloud-based accounting application that helps small business owners run their businesses from anywhere with ease. The web and mobile app combines the accessibility and security of cloud accounting while simplifying customer tracking, vendor tracking, invoicing, online payments, expense tracking, banking and reporting, with its dashboard design.

Inspec mit 50 neuen Zeitschriften von Springer. More than 50 journals from Springer, including Nature, Nature Physics and the Journal of Material Science have been added to Inspec, the Institution of Engineering and Technology’s (IET) abstract and indexing database for physics, electronics, computing and engineering.

Twitter Lite für langsame Netzwerke in Schwellenländern.Twitter announced its Twitter Lite app is expanding to 21 more countries, which makes the data-saving app available to more than 45 countries in total. The app was introduced last year with the goal of bringing in more users from emerging markets to Twitter. Twitter Lite is designed to load faster on slower network connections, like 2G and 3G, and also has a smaller footprint, so it takes up less space on the phone.

Quelle: Outsell


Creating Knowledge IX 2018

Use libraries to get human again

Ein Bericht von Oliver Renn

Konferenz Creating Knowledge IX 2018 in Veilje, Dänemark. Wenn Information Professionals nicht aus dem Spiel ausscheiden wollen – siehe Password #392 –, müssen sie zeigen, dass sie einen Mehrwert generieren. Nicht unbedingt selbst Wissen generieren, aber es ihren Kunden ermöglichen, über die Nutzung von Informationen neues Wissen zu schaffen. Bibliotheken können und sollten Mehrwert schaffen. Deshalb ein Blick nach Dänemark auf die diesjährige Konferenz Creating Knowledge IX 2018.

Die Konferenz, organisiert vom FLIP’D - The Forum for Learning, Information, Pedagogy, and Didactics under The Danish Research Library Association (DFFU) - stand unter dem Titel Beyond Information Literacy: Navigating an Ever-Evolving Library Landscape. Ziel der 9. Konferenz war to look to the future and explore how libraries and the people working in libraries can continue, in informed and meaningful ways, to contribute to the creation of knowledge and the facilitation of successful learning in higher education and beyond.

„Neue Fähigkeiten“, „Neue Technologien“ und „Neue Wege der Interaktion mit den Kunden“, das waren die drei Blöcke, mit denen diese Fragen behandelt werden sollten.

 

Flaggen der Teilnehmerländer während der Konferenz – die überwiegende Mehrzahl waren aber Skandinavier.

Die Keynote Knowledge and Competence for a Networked World am ersten Tag von Nina Bonderup Drohn (Professorin für Humanistic Information Science) betonte die Wichtigkeit der Vermittlung von Kompetenzen in der ICT – Information and Communication Technology. Ein deutlicher Hinweis, wo Potentiale zur Verbesserung liegen und auch ein Hinweis, wer diese Aufgabe übernehmen könnte. Ihrer Meinung nach sind folgende Kompetenzen für das Arbeiten in einer vernetzten Welt notwendig: Discipline Knowledge (was natürlich an jeder Universität vermittelt wird), Participation Skills, Collaboration and Intercultural Skills, Critical Assessments Skill sowieSkills in Critically Reflective, Integrated Use of Computers (darin enthalten Digital Literacy und Computational Literacy). Zu letzteren könnten Information Professionals auf jeden Fall beitragen. Dies sollte nach Nina Bonderup Drohn als Knowledge in Practice und Knowledge in Context geschehen. Als Beispiele wurde „Book a librarian“ und Training Sessions innerhalb eines fachlichen Kurses, also der Integration von ICT-Kompetenzen in die jeweilige Fachausbildung, genannt. Dies geschieht an vielen Universitäten zu wenig. Auch eine Warnung vor zu viel Technologie fehlte nicht: Die Nutzung von interaktiven Whiteboards wurde bei ihr eingestellt, da die Interaktion nicht mit den Studierenden, sondern mit dem Whiteboard stattfand.

In When Dialogues about Databases and Information Literacy create a platform for Learning berichtete die schwedische Universität West über die Chancen, die sich aus der Zusammenarbeit mit Information Professionals und Forschenden ergeben. Ein gutes Beispiel, wie eine Universitätsbibliothek Forschung unterstützen kann, zeigten die NVivo-Kurse der NTNU Library in Norwegen. NVivo ist eine Software, die es Forschenden ermöglicht, unstrukturierte Daten aus Forschungsprojekten (z.B. textuelle Informationen aus Interviews) zu verwalten und analysieren. Die kommerzielle Software war offensichtlich allen Hochschulangehörigen an der Universität Oslo über eine Lizenz verfügbar – was kaum jemand wusste und nutzte –, und die Universitätsbibliothek hatte sich der Aufgabe angenommen, die Möglichkeiten von NVivo aufzuzeigen. Ein sehr gutes Beispiel, wie ICT in die Praxis gebracht werden kann – wenn entsprechend qualifizierte und motivierte Information Professionals zur Verfügung stehen.

Mehrere Vorträge der CKIX2018 zeigten auch, dass immer mehr die Notwendigkeit gesehen wird, Promovierende beim Academic Writing zu unterstützen. Allerdings wird diese Aufgabe meist nicht durch die jeweilige Fachdisziplin wahrgenommen. Eine entsprechende Unterstützung wird nun in verschiedenen Formen von etlichen skandinavischen Universitätsbibliotheken angeboten, an der Universität Helsinki auch als MOOC: „Information Seeking and Management for Thesis Writers“ (https://mooc.helsinki.fi).

Creating Knowledge 2018 zeigte viele neue Wege der Interaktion mit den Kunden auf, nannte neue Rollen für Bibliotheken und Information Professionals, auch dargestellt durch den eigenen Vortrag Turning a Library into a Skill Center for Scientific Information and Knowledge Management.

An weiteren Präsentationen seien – ohne Wertung – hervorgehoben: Das Konzept 15 Minutes of Data zur (internen) Fortbildung der Mitarbeitenden der Universitätsbibliothek Uppsala. Über interne Fortbildung berichtete auch die Universitätsbibliothek Oslo (Library interactions – Developing research-based teaching and learning). Die Frage “How can a library in higher education contribute to research-based education?” wurde mit entsprechenden Fallstudien beantwortet. Interessant auch die Plattform Frilux (www.frilux.no), um User Experience (UX)-Erfahrungen zu teilen („Frilux is a design approach for contextual enquiry for librarians“).

Beendet wurde die Konferenz durch Imrad Rashid mit der Keynote Lost in Automation – How Digitalization is Transforming our Biological, Psychological, and Social Needs. Dieser Vortrag konnte nur über den Twitter Hashtag #ckix2018 verfolgt werden. Imrad Rashid ist ein Kritiker der neuen Informationstechnologien, sieht Bibliotheken als einen Ort, der durch Ruhe definiert ist und forderte: Use Libraries to get human again. In seinem Buch Ausschalten – Die Kunst, in der digitalen Welt zu überleben (nur dänisch) empfiehlt er jedenfalls, sich einen Wecker zu kaufen und das Smartphone aus dem Schlafzimmer zu werfen, denn Bildschirme zerstörten Schlaf und Sex.

Die Abstracts aller Vorträge sind auf der Website der Konferenz (www.creatingknowledge.dk) online, die Präsentationen sollen im Laufe des Sommers folgen. Eine Nachverfolgung der Konferenz ist auch auf Twitter unter dem Hashtag #ckix2018 möglich, Instagram verzeichnet dazu nur wenige Posts.

CXIX2018 war eine All-Inklusive-Konferenz. Ein Preis für alles, darin enthalten unter anderem Abholung vom Flughafen und freie Getränke rund um die Uhr (ein Tipp auf ein iPad genügte), wie überall in Skandinavien natürlich auch Kaffee sowie jeden Morgen Noten und Liedtexte. Tag 1 wurde singend mit Morning has broken begonnen, Tag 2 mit Help von den Beatles.

Hochschule Darmstadt

Zukunft der wissenschaftlichen
und Mediendokumentation

8. November, Symposium zur wissenschaftlichen und Mediendokumentation, 9 – 18 Uhr, an der Hochschule Darmstadt, Mediacampus Dieburg – Die Sprecher geben in jeweils zweistündigen Sitzungen ein jährliches Update der aktuellen Entwicklungen in diesem Berufsfeld.

Das Programm:

• Micro-Intro: Prof. Geribert Jakob (h_da): future path to professional documentation processes - alles anders - oder?

• Peter Wiechmann (SWR): Neue juristische Herausforderungen in der Dokumentation, speziell Mediendokumentation

• Olaf Moschner (infoNetwork/RTL): Aktuelle Entwicklungen in multi-chanel Dokumentationssystemen für die redaktionelle Anwendung (angefragt) oder
Tobias Tiesler (ARD/SWR/WDR): Strategische Konzepte der medas-Architektur und der Media Data Hub-Schicht (ggf. zusammen mit Aaron Jüngling, WDR (angefragt)

• Dr. Christian Vogg (SRG): Die KI-Strategie in der Mediendokumentation des SRG

• Prof. Dr. Bernhard Thull (h_da): Update on the Pina Bausch-Archive - eine ontologiebasierte Linked Data Dokumentationsumgebung und ihre Referenzarchitektur

Vorherige Anmeldung bei Prof. Geribert Jakob per eMail (geribert.jakob@h-da.de) bis Mitte September erbeten.

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