Open Password -  Donnerstag,

den 7. Juni 2018


# 377

 

ConTech - Clive Snell - Big Data - Data Science - LexisNexis - Time Matters Go - Washington Post - DSGVO - Yandex - Yandex Plus - Outsell - Margrit Lauber-Reymann – Anna Knoll – Informationsressourcen – Suchmaschinen – Patentinformationen – Bibliothekare – Informationsspezialisten


ConTech 2018

Die Integration von Content und Big Data
„Is your organisation data science ready?“

Wir haben Clive Snell, den früheren Managing Director von London Online und Info International, mehrere Jahre in Interviews und mit einer ausführlichen Berichterstattung begleitet. Snell besteht im Gespräch mit Knolwedgespeak darauf, dass es kaum Vergleichsmöglichkeiten zwischen seinen früheren Veranstaltungen und der neuen ConTech gibt. Das Thema, auf das sich die ConTech zentriert, ist die Integration von Content und Big Data. Im folgenden Auszüge aus dem Gespräch:

„We are doing something completely fresh and new with ConTech so any comparison, whilst inevitable, ist difficult to make. … The main driver is our view that where data science, conent and technology are brought together this leads to seismic changes in the landscape. Machine Learning, AI, Blockchain and a range of other new techologies are now driving the pace of change at an incredible rate and keeping on top of this change is essential to securing the future of your content activities. … All our sessions will be designed to offer really good practical advice to make the most of the data science opportunities. A key question will be „is your organisation data science ready?“ … The intersection between content and data science is seen to be the biggest tech revolution to hit the content world since the birth oft he internet“.

 

LexisNexis mit Time Matters Go. LexisNexis has announced the release of a new mobile timekeeping application, Time Matters Go, for its Time Matters case, client and document management software. Time Matters Go includes features such as voice-enabled data entry, timer and time entry options that allow users to track hours in real-time, automatic reminders to bill after a set period of time, and at-a-glance updates on billable hours to reduce the risk of underreporting time.

'Washington Post': Abonnenten zahlen für DSGVO. When the EU's General Data Protection Regulation (GDPR) finally went into effect, newspapers in the U.S. responded in many ways, with some blocking European readers from their sites. The Washington Post introduced a “Premium E.U. Subscription.” By paying for the premium service, subscribers are guaranteed their data will not be used by third-party ad trackers. Also, they will not see on-site advertising, thereby complying with the new regulation.

Yandex.Plus mit Diensten vom eigenen Ökosystem. Yandex has launched a subscription service, Yandex.Plus, that provides subscribers with a bundled offering of multiple Yandex services. The Yandex.Plus subscription offers unlimited music streaming, ad-free movies, discounts for taxi and car-sharing rides, as well as other benefits from the Yandex ecosystem.

Quelle: Outsell


Lauber-Reymann

Für den Einstieg in die Recherche: Welche Informationsressourcen steuere ich an?


‚Must have‘ für Hochschulbibliothekare,

nur bedingte Eignung für InfoPros

Von Anna Knoll

 

Margrit Lauber-Reymann, Informationsressourcen: Ein Handbuch für Bibliothekare und Informationsspezialisten. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: De Gruyter, 2017. ISBN 978-3-11-040348-0.

Dieses opulente Werk listet etwa 500 allgemeine und fachspezifische Informationsressourcen, also Einstiege für die Recherche, auf und beschreibt sie ausführlich. Im Auskunftsbereich der Hochschulbibliotheken und in der Ausbildung von Bibliotheks- und Informationsmanagern ist dieses Grundlagenwerk ein ‚Must have‘.

Im ersten Teil werden sehr viele bibliotheksspezifische Sachverhalte erklärt. Dies ist vor allem für Bibliotheksstudenten und Berufseinsteiger interessant, zum alltäglichen Nachschlagen in der Praxis sind die Erklärungen zu detailliert. Für Information Professionals, die nicht aus dem bibliothekarischen Umfeld kommen, ist dieser Teil Neuland und wahrscheinlich schwer zu verstehen. Allerdings werden hier Zusammenhänge aufgezeigt, z.B. wie die Bibliothekslandschaft in Deutschland aussieht und wie Daten- und Austauschformate aufgebaut sind, die die Schaffung von Mehrwerten für Informationsspezialisten in Unternehmen erleichtern könnten. Da in Unternehmen vorrangig im Internet und in Datenbanken gesucht wird, verlieren Informationsspezialisten unter Umständen wertvolle Informationsmittel wie z.B. die heimische Universitäts- oder Landesbibliothek aus den Augen.

Im zweiten und dritten Teil werden die Ressourcen typisiert und ausführlich beschrieben. Bibliothekare nehmen die Unterscheidung von Katalogen, Verzeichnissen, virtuellen oder digitalen Bibliotheken sehr genau, wie man an diesem Werk sieht. In der Tat haben diese Ressourcen unterschiedliche Merkmale, worunter man sie üblicherweise zusammenfasst. Allerdings stellt sich beim Durchblättern und Lesen schon die Frage, ob man im Vorfeld einer Recherche tatsächlich wissen muss, ob diese Ressource jetzt ein Portal oder doch eher eine virtuelle Fachbibliothek ist. Der Abschnitt zu Suchmaschinen ist in meinen Augen zu kurz gehalten (insgesamt zehn magere Seiten in einem 560-Seiten-Werk). Genau in diesem Bereich tut sich momentan unglaublich viel (z.B. Mobile und Voice Search, Suche in Sozialen Medien). Natürlich werden wissenschaftliche Informationen hauptsächlich in Fachdatenbanken gesucht, die ebenfalls nahezu alle online zugänglich sind. Allerdings ist für den Einstieg in eine Recherche auch das Internet nicht zu vernachlässigen. 

Im dritten Teil sind dann die eigentlichen Links/Zugänge zu den Ressourcen erfasst. Hier ist auch eine Übersicht der Fachdisziplinen zu finden, die typischerweise an Hochschulen/Universitäten gelehrt werden. Es fällt auf, dass überwiegend geisteswissenschaftliche Fächer gelistet werden. Die Patentsuche beispielsweise ist äußerst knapp beschrieben. Patente sind in Hochschulen normalerweise nicht Teil des Lehrstoffs, in Unternehmen aber sind Patentinformation oft essentiell.

Dieses Buch ist nicht dazu gedacht, von A bis Z von vorne nach hinten gelesen zu werden. Es ist ein Nachschlagewerk, das die Ressourcen in unterschiedlichen Kontexten wiederholt. Für Bibliothekare und Studenten der Bibliothekswissenschaft ist dieses Werk unbedingt zu empfehlen. Es gibt auch momentan nichts Vergleichbares, das sich so intensiv mit Informationsressourcen befasst. Für Informationsspezialisten, die nur eine ganz bestimmte Disziplin bedienen oder in Unternehmen angestellt sind, ist die Publikation zu mächtig.

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