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den 9. April 2018

 # 346

Große Vorhaben – Selbstverpflichtungen – Michael Klems – Birgit Bauer – Business Research – Black Friday – DPMA – Twitter – Anzeigenblätter – BVDA – Casey Neistat – 368 – Mirko Kaminski – Achtung! – Digitalisierung – China – Silicon Valley – re:publica


Große Vorhaben

Meine großen Ziele für 2018
und ein erstes Fazit nach 100 Tagen

Erfolg durch öffentliche Selbstverpflichtung

Ein Brief an die Branche von Michael Klems

Große Vorhaben und Versprechungen gibt es viele. Nehmen Sie die Wahlkampfversprechen der Politik. Aber es gibt sie auch im Privaten: Neujahrsvorsätze oder Ziele wie “Ich nehme jetzt ab” oder “Ich treibe im neuen Jahr mehr Sport”. In der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeiten haben bei den von ihnen öffentlich geäußerten Zielsetzungen einen Vorteil. Der Druck der Öffentlichkeit sorgt nach einer festen Zeit dazu, ein Fazit zu ziehen. Die berühmten 100 Tage danach! Es stellt sich unabweisbar die Frage, was aus dem glorreichen Vorhaben geworden ist. So werden die Prominenten quasi zur Erfüllung ihrer edlen Vorsätze und zur Tugend gezwungen.

Ein wenig Druck schadet nie, sagt man gerne. Mit Recht. Denn um sich erfolgreich zu motivieren, gibt es zwei Ansätze. Das eine ist die Liebe zur Sache. Das andere ist ein externer Druck, dem man nachkommen muss. Um diesen zu erhöhen, kann man ein öffentliches Commitment eingehen und auf diese Weise den Vorgesetzten ersetzen. Für Einzelkämpfer ein sinnvoller Weg, den an sich fehlenden externen Druck durch Public Relations künstlich zu erzeugen.  

Bringt eine öffentliche Verpflichtung etwas - Der Kollege und ich meinen im Video "Jein" - https://youtu.be/LnMi2GpXrjs

Druck kann ein Antreiber für eine Sache sein, jedoch sollte darüber die Freude und der Spaß an der Arbeit nicht verloren gehen. Wenn Druck nur als Zwang empfunden wird und zu Ängsten führt, wird man kaum kreative Höchstleistungen bringen. Sollten Sie jedoch in der glücklichen Lage sein, Ihre Vorhaben selbst zu bestimmen, wirkt der Druck positiv und Sie freuen sich über das kommende Gelingen.

Akzeptieren Sie aber auch ein Scheitern. Auch Rückschläge haben etwas Positives. Sie wissen nun konkret, dass etwas nicht funktioniert, was zuvor so nicht erkennbar gewesen ist. Lassen Sie sich also den Mut nicht nehmen, neue Dinge anzugehen. Dann werden Sie auch durch die Vorhaben, die Ihnen nicht gelungen sind, stärker.

Erinnern sie sich an meine Selbstverpflichtung, die ich Anfang dieses Jahres machte, nämlich 100 Beiträge, 100 neue Produkte und 100 neue Videobeiträge in 2018 zu produzieren?

So habe ich Anfang des Jahres en öffentlichen Druck durch eine transparente Veröffentlichtungstabelle aufgebaut (Link: https://goo.gl/A8LZ73). Nach 100 Tagen kann ich für die Artikel und Videos zufrieden sein. Hier liege ich angestrebten Rahmen. Bei den neuen Produkten mit einer aktuellen Null soll der große Wurf im Sommer folgen. So gesehen eine bislang geplante Null.  

Frau Bauer von Bauer Business Research (Wien) hat auf der Steilvorlagen-Veranstaltung ein Recherche-Fachbuch angekündigt (https://youtu.be/wShFxJ2bRpM ). Es hat bereits einige Nachfragen gegeben, wie es um dieses Unterfangen steht. Wir dürfen immer noch gespannt sein. Die 100 Tage danach sind allerdings weit überschritten. Wir wünschen Frau Bauer, dass der zunehmende Druck auf sie motivierend wirkt.

Was immer Sie von meinen Selbstverpflichtungen halten mögen, an unserer Ausgabe vom 1. April haben Sie sicherlich bemerkt, dass mir der Druck, unter den ich mich gestellt habe, den Spaß an der Arbeit nicht verdorben hat. Möge auch Ihnen die Freude an Ihrer Arbeit nie vergehen.

Beste Grüße sendet Michael Klems


News der Woche

Black Friday keine Goldgrube für Abmahnungen mehr. Das Deutsche Patent und Markenamt (DPMA) hebt den Markenschutz für die Wortmarke „Black Friday“ (DE 302013057574) auf. Für deutsche Online-Händler war diese Marke ein Damoklesschwert für Abmahnungen. Diese Marke hatte sich die Super Union Holdings Ltd., Wanchai mit Sitz in Hong Kong geschützt. Kurz darauf war die Marke in Lizenz von der Black Friday GmbH in Deutschland übernommen worden. Daraufhin gingen zahlreiche Löschungseinträge beim DPMA ein.

Quelle: https://www.internetworld.de/e-commerce/online-handel/wortmarke-black-friday-geloescht-1528751.html

Twitter verringert Deutschland-Engagement. Twitter hat seine Deutschland-Zentrale in Hamburg geschlossen. Die vormals 30 Mitarbeiter starke Twitter Mannschaft wurde auf einen Kern von fünf Mitarbeitern reduziert, der in einem Coworking Space in Hamburg arbeitet.

Quelle: http://www.horizont.net/medien/nachrichten/Kurznachrichtendienst-Twitter-hat-Deutschland-Zentrale-geschlossen-166094

Lokale Printwerbung lohnt sich weiter. Einmal oder mehrmals die Woche landen Anzeigenblätter in deutschen Briefkästen. Trotz aller Digitalisierungstrends bleibt das Geschäft mit lokaler Werbung attraktiv. Der Verband BVDA gibt den Netto-Werbeumsatz für 2017 mit 1,86 Milliarden Euro an. Das Minus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei auf „Gebietsoptimierungen“ zurückzuführen, so der BVDA.

Quelle: https://www.wuv.de/medien/anzeigenblaetter_sind_nach_wie_vor_gefragt

Top-Vlogger Casey Neistat mit neuem Show-Format. „368“ heißt das neue Video-Format von Casey Neistat. Der bekannte New Yorker Vlogger mit mehr als neun Millionen Abonnenten auf YouTube gilt als der neue Video-Shooting-Star.

Nach dem Verkauf seiner App „Beme“ an CNN plant Neistat in seinen alten Räumen ein Studio- und Store-Konzept. Hier sollen im Show-Format Vlogs und Videos entstehen.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=WVHbHzGDs7Q

 

Post der Woche

China Digital versus Silicon Valley. Mirko Kaminski, Chef der Hamburger Agentur „Achtung!“, hat die Digitalisierung in China in einem Kommentar in Horizont als Herausforderung sogar für Silicon Valley bezeichnet. Gegenüber diesen neuen und alten Machtzentren seien Europa und Deutschland abgehängt. Kaminski ist vor einigen Jahren mit seinem Video „Auf ein Wort vor dem Regal“ zum Umgang mit Agenturen in Pitches bekannt geworden.

http://www.horizont.net/tech/kommentare/Digitalisierung-China-schafft-die-Greater-Bay-Area-bei-uns-faselt-man-vom-Flugtaxi-165727

 

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Re:publica

Vom 2. bis 4. Mai findet wieder das größte Treffen der Digitalszene in Berlin statt. Der Titel der diesjährigen re:publica 18 lautet „Pop“.  Dabei steht „Pop“ für das, was die Massen erreicht und was unsere Gesellschaft verändert. Themenschwerpunkte sind unter anderem Blockchain, Fintech und gesellschaftliche Themen wie Integration und Gleichstellung. Die Veranstaltung ist wichtig für alle, die über Entwicklungen und Trends der digitalen Gesellschaft informiert bleiben wollen.

https://18.re-publica.com/de  

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