Open Password -  Montag,

den 26. März 2018


#341


Kommunikationsstrategie – Michael Klems – Cost Average Effect – Multi-Channel-Marketing – Journalisten – Recherche – news aktuell - #Delete Facebook – Dr. Oetker – You Tube – National Rifle Association – Instagram – E-Commerce – Mark Zuckerberg - Facebook – Katharina Barley – Digitalisierung – Dorothee Bär


Kommunikationsstrategie

Ein lebenslanges Puzzeln
an Ihrem Erscheinungsbild

Ein Brief an die Branche von Michael Klems

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, 

vor wenigen Tagen bin ich wieder einmal gefragt worden, ob das Engagement auf einem Online-Netzwerk etwas bringen kann. Diese Frage wurde mir ganz ähnlich zu meiner Montags-Kolumne und zu meinem Schreiben generell gestellt. Alle diese Fragen sind berechtigt und verlangen nach einer Antwort.  Dabei sprechen wir über ein sehr komplexes und vielschichtiges Vorgehen. 

Wenn ich mich mit Inhalten auf mehreren Kanälen engagiere, so lässt sich das mit einem Investmentplan zu einem Aktienportfolio oder einem Fonds vergleichen. Hier macht es die Mischung zwischen gut performenden Aktien und fallenden Papieren. Der langfristige Erfolg stellt sich als Folge dauerhafter kontinuierlicher Investitionen ein, den das Finanzwesen den Cost Average Effekt nennt. In unserem Beispiel sind die verschiedenen Content-Kanäle die Papiere in Ihrem Fonds oder in Ihrem Portfolio.

Multi-Channel-Marketing ist fest etabliert. Im Business-Bereich spricht man, wenn es um das Platzieren von Inhalten geht, vom Multi-Channel-Marketing oder Multi-Channel Vertrieb. Schauen sie sich bei den Airlines oder Autovermietern um und sehen Sie, wie die Unternehmen dort zahlreiche Online-Kanäle mit verschiedensten Inhalten bespielen.

Dabei verwechseln Sie das Multi-Channel-Management bitte nicht mit einem “Tanz auf verschiedenen Hochzeiten”. Noch hat das Besetzen der verschiedenen Kanäle mit der Suche nach dem “Lucky Punch” zu tun. Das hat durchaus viel mit einer differenzierenden Planung zu tun. Jeder Kanal hat seine eigene Sprache und Zielgruppe. Facebook, Instagram, LinkedIn oder Xing benötigen eine unterschiedliche Ansprache. Das ist der wesentliche Grund, warum das „Quer-Teilen“ von Meldungen mit dem gleichen Text kaum erfolgreich sein kann.

Dem Kollegen erkläre ich die Content-Mischung mit Hilfe seines Futternapfes. –
Video: https://youtu.be/BbDsj70d6TA

 

Es sind die vielen kleinen Engagements, die das Ganze ausmachen. Stellen sie sich Ihr Erscheinungsbild und Image aus vielen Mosaiksteinchen oder Puzzleteilen bestehend vor. Damit sich ein Gesamtbild ergibt, müssen sich die Einzelteile fügen. Das Bild ergibt sich nicht sofort. Aber wenn Sie ein neues Puzzleteil, beispielsweise einen Tweet, produzieren, haben Sie im Auge, wo sich dieses Teil in Ihrem allmählich heranwachsenden Gesamtbild positionieren lässt und wie es sich an die benachbarten Puzzleteile anpassen sollte. Das kann zum guten Teil intuitiv geschehen und stellt sich nach gewisser Zeit auch beim Puzzeln Routine sein. Solches gilt auch für relativ anspruchsvolle Aktivitäten, wie es mein Engagement für Open Password ist. Gleichwohl sollten Sie das, was Sie tun, von Zeit zu Zeit ausdrücklich reflektieren.

Jeder Auftritt, jedes Engagement und Meldung lässt Ihr Gesamtbild heranwachsen und eliminiert womöglich scheinbare Widersprüche. Das Puzzle Ihrer Kommunikationsstrategie hat enorm viele Einzelteile. Seine Zusammenstellung kann Jahre, ja, ein berufliches Leben dauern. Und wenn Sie einmal zufrieden sein sollten, ist Vorsicht geboten. Ihr berufliches Umfeld ändert sich und Sie mit ihm. Also ist auch das Gesamtbild, für das Sie in der Öffentlichkeit stehen, weiter zu entwickeln.  

Sie sehen, die Arbeit höret nimmer auf. Das gilt auch für Ihre Kommunikationsstrategie. Aber die Arbeit macht Freude. Und sie lohnt sich. Sie werden schon sehen.

Viel Spaß beim Puzzeln wünscht Ihnen Michael Klems

 

News der Woche

Wie Journalisten 2018 recherchieren. newsaktuell hat das Rechercheverhalten deutscher Journalisten in einem Whitepaper dargestellt. Persönliche Gespräche und Pressemitteilungen sind in der Recherche nach wie vor die wichtigsten Quellen. Die Nutzung sozialer Medien hat sich unter Journalisten etabliert. Das kostenfreie Whitepaper kann nach Eingabe einiger Kontaktdaten angefordert werden.

Quelle: https://www.newsaktuell.de/academy/wp/recherche2018/

#DeleteFacebook und Dr.Oetker. Das Datenleck bei Facebook ist in aller Munde. Siehe auch die Freitagausgabe von Open Password. Da fragte sich das Marketing von Dr. Oetker: Warum nicht einen Marketing-Gag daraus machen? In einem Aufruf an die Nutzer wurde das Löschen der Facebook-Seite angekündigt. Dies war jedoch an eine Bedingung geknüpft. Die Meldung sollte von den Anwendern viral durch das Netz gehen. Das sollte eine zeitlich begrenzte Aktion mit Augenzwinkern werden.

In Marketingkrisen stieß die Aktion des Backmischungs-, Pizza- und Puddingherstellers auf Kritik. Hier werde die Glaubwürdigkeit von Werbung untergraben, hieß es.

Quelle: http://www.horizont.net/marketing/kommentare/DeleteFacebook-Warum-Dr.-Oetker-auf-den-Loesch-Gag-besser-verzichtet-haette-165800

Keine Werbung für Waffen auf YouTube. Das Videoportal YouTube hat Richtlinien erlassen, nach denen das Einstellen von Clips mit Werbung für Waffen und Waffenteile verboten sind. Das gilt auch für Tutorials zum Zusammenbau von Waffen. Andere Anbieter, die bislang den Mitgliedern der National Rifle Association Rabatte einräumten, haben sich gleichfalls vom Geschäft mit Waffen distanziert. In den USA kommen mehr Menschen durch Schusswaffen ums Leben als Amerikaner in Kriegen gefallen sind. Da sind die immer wiederkehrenden Amokläufe mit vielen Toten nur die medial stark wahrgenommene Spitze eines Eisberges.

Quelle: https://www.internetworld.de/onlinemarketing/youtube/youtube-verbietet-videos-waffenwerbung-1525567.html

Start für Instagram-Shoppen in Deutschland. Sollten Sie in den kommenden Tagen ein kleines Symbol, eine Einkaufstasche, auf Instagram entdecken, so lässt sich dieses Produkt direkt über die Facebook-Tochter Instagram erwerben. Anbieter können beim Instagram-Shopping mitmachen, sofern sie mit einem schnell zu erstellenden Business-Profil auf Instagram vertreten sind. Von dort aus kann man bis zu maximal fünf Produktbeschreibungen und -bestellungen verlinken.

Quelle: https://www.internetworld.de/social-media/instagram/instagram-shopping-startet-in-deutschland-1524207.html


Posting der Woche

Was Mark Zuckerberg wirklich bewegen könnte. „I want to share an update on the Cambridge Analytica situation -- including the steps we've already taken and our next steps to address this important issue.“ – so beginnt der Facebook Post von Mark Zuckerberg. "Ich habe Facebook gestartet und am Ende des Tages trage ich die Verantwortung dafür, was auf unserer Plattform geschieht." Wer von Zuckerberg eine Entschuldigung erwartet hatte, wurde folglich enttäuscht. Das Statement des Facebook-Chefs war nichtssagend und ermöglichte keine neuen Einsichten.

Ob es für Facebook ein „Weiter-So“ geben kann, werden die Kurse auf den Aktienmärkten, das weitere Investment der Werbekunden und vielleicht sogar die Politik unserer Justizministerin Katharina Barley, die Facebook mit hohen Strafen im Falle illegalen Verhaltens droht, zeigen.

https://www.facebook.com/zuck

 

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Unsere First Lady in der Digitalisierung. Dorothee Bär ist aus Franken und Mitglied der CSU. Sie ist unsere digitale First Lady in der Politik und als Staatsministerin im Bundeskanzleramt unsere Entwicklungsministerin für Bürokratie und Verwaltung. Frau Bär verspricht Deutschland in Sachen Digitalisierung den „großen Wurf“. Gemessen an ähnlichen Ansprüchen sind bislang alle deutschen Politiker gescheitert. Immerhin verwechselt sie die Datenbahnautobahn nicht mit der A 1, tweetet täglich und hat gegenwärtig 67.000 Follower. Das ist Folgen beinahe schon eine Pflicht.  

Link zum Twitter-Feed: https://twitter.com/dorobaer

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