Open Password -  Freitag,

den 13. April 2018


AIIP – AIIP 2018 – Independent Information Professionals - Individual Value Proposition – Social Media Strategy – China – Work-Life-Balance – Visualization – Disruption – Google Analytics – Being Irreplacable – Möglichkeiten der Verbandsarbeit

# 349


AIIP 2018

Wir können nach wie vor viel von den Amerikanern lernen:

Wie man zielgruppengerechte Veranstaltungen für InfoPros gestaltet

 

Saturday, April 21: 9 Uhr, What I Need to Know About Copyright to Protect My Business: Developing Best Practices and an Action Plan  - 9.30 Uhr, Roger Summit Award Lecture: Transitions in a World of High-Impact Innovation and Disruption –  11.45 Uhr, Snap Talks: Google Analytics - Helpful Tips - Snap Talks: Do You Really Need More Education? – 13.45 Uhr, Work Hacks – Tools We Need to Market and Run Our Businesses with Greater Ease – 15 Uhr, Being Irreplaceable: Helping Clients See Our Services in Light of What They Really Care About
Sunday, April 22: 8 Uhr, Cementing the Takeaways.

*

Dazu ein kurzer Kommentar:

Veröffentlicht Open Password Auszüge aus dem Programm der 32. Jahrestagung der Association of Independent Information Professionals, um etwaige Besucher zu informieren? Nicht in erster Linie, da ich vermute, dass sich aus unserer Szene so oder so kaum jemand nach Minneapolis auf den Weg machen wird. Da liegen London und ein Besuch der LII schon näher.

Vielmehr gilt zu zeigen, wie eine zielgruppengerechte Veranstaltung - hier für Information Professionals - gestaltet werden sollte und wie an den konkreten Alltagsproblemen und Herausforderungen der InfoPros anzuknüpfen und sich nicht zu schade ist, als Ratgeberbörse zu fungieren und ganz konkrete Arbeitshilfen zu vermitteln. Also nicht: „Was die Wissenschaft am chinesischen Information Management interessant findet“, sondern „Information Management Lessons from China: Their Relevance for YOU“. Nicht: „Die neuesten Veränderungen in der Urheberrechtsgesetzgebung“. Sondern: „What I Need to Know About Copyright to Protect My Business: Developing Best Practices and an Action Plan“. Nicht allgemein über Digitalisierung und Big Data reden, sondern: „Helping Our Clients Deal with Disruptive Change“. Auch die Tatsache, dass wir nicht nur Berufstätige sind, sondern eine für uns passende Work-Life-Balance anstreben, wird nicht vergessen: „Dealing with Disruptions: Having a Business and a Life“. Unter den Themen befinden sich auch Tipps und Werkzeuge, etwa für Soziale Medien, Visualisierungstechniken und Collaboration Tools, und dazu Mutmacher verbunden mit hohen Anforderungen an die InfoPros: „Extreme Makeover: Reinventing Your Individual Value Proposition as an Information Leader“. Vor allem aber gilt: „Being Irreplacable: Helping Clients See Our Services in Light of What They Really Care About“. Jawoll.

Dazu kommen unterhaltsame Formate wie Workshops und Snap Talks, die die bei uns üblichen Referate in den Hintergrund drängen, wobei eine Keynote selbstverständlich bleibt – ein deutliches historisches Bewusstsein (mit einer Roger Summit Award Lecture und einem gemeinsamen Talk dreier früherer Präsidenten) – eine partielle Zielgruppendifferenzierung (nach First Timers und Non-First Timers) sowie die Pflege der Gemeinschaftlichkeit (nicht nur durch die üblichen Abendveranstaltungen, sondern auch durch Angebote zu einem gemeinsamen Frühstück).

Und nicht zu vergessen: den Teilnehmern wird angemessene Zeit für den Besuch der Ausstellung gegeben. Meinen Sie, das sei selbstverständlich, da es vor allem auf das Zusammenwirken zwischen Anbietern und professionellen Nutzern ankomme und die Informationsanbieter die AIIP-Jahrestagung schließlich mitfinanzierten? Sagen Sie das nicht. Sonst greife ich doch noch auf meine historischen Erfahrungen zurück.

Das alles führt dazu, dass die amerikanischen InfoPros vier Tage lang beieinander sind, während wir uns mittlerweile fragen, ob man nicht mit einem halben Veranstaltungstag auskommen muss. Das ist, auch wenn man den Anreise- und Abreisetag nicht voll mitrechnet, gewaltig. 

Kurz: Wir können nach wie vor viel von den Amerikanern in Sachen Veranstaltungsplanung lernen. Und das nehmen wir auch im Vorgriff auf Minneapolis mit: Success is possible.

                                                                                                                     Willi Bredemeier

 

 

Research Data Alliance

National Library of Medicine:
Attraktiv für die breite Öffentlichkeit


„Wann lernen wir endlich,

chinesisch zu lesen?“

Erste Plenarsitzung der Research Data Alliance in Berlin. Dieses Treffen mit mehreren tausend Grasroot-Leuten rund um die praktischen Seiten des Forschungsdatenmanagements soll in Zukunft alle sechs Monate stattfinden. Die Highlights:

Patti Brennan, Direktorin der National Library of Medicine, ging auf die neue gerade veröffentlichte Strategie der NLM ein und hob an Prioritäten besonders die Förderung von Public Access, die Langzeitarchivierung und die Forschungsförderung (hier vor allem in den Bereichen Gehirn- und Alzheimer-Forschung) hervor. Public Access ist nicht mit Open Access zu verwechseln. Vielmehr geht es unter diesem Label darum, die eigenen Bestände zugänglich und attraktiv für die breite Öffentlichkeit zu machen. In der Forschungsförderung wird es weitere der groß angelegten Längsschnittstudien geben. Aktuelle Schwerpunkte der NLM-Tätigkeiten sind:

• Data commons, fair data;

• Entwicklung neuer Methodologien, und zwar vor allem in den Bereichen Discovery und Analytics;

• Einführung neuer Tools für Wissenschaftler und Bibliothekare und damit verbundene Weiterbildungsmaßnahmen.

Auch in der National Library of Medicine ist die Arbeit mit nicht-textuellen Materialien im vollen Gange. Die bisherige Fokussierung auf Repositorien wird Schritt für Schritt durch eine neue Konzentration auf „Dynamic Discovery“ abgelöst.

Investitionen in Wissensmanagement, so Frau Brennan zum Schluss, seien derzeit die entscheidende Zukunftsinvestition. Wissensmanagement müsse zu einer globalen Landschaft zusammenwachsen. Damit werde die internationale Zusammenarbeit wichtiger. Dies war eine Botschaft, die von den Teilnehmern gerade aus den USA gern gehört wurde.

Janhui Li, der CAS (Chemical Abstracts Services) für China vertrat, mahnte den Westen: Dieser müsse globaler werden. Zwar werde mittlerweile die wachsende Bedeutung Chinas als Wissenschaftsnation anerkannt. Aber nach wie vor würden wichtige Entwicklungen in China übersehen. „Wir Chinesen lesen Englisch. Wer im Westen liest chinesische Texte?“ Die mangelnden Kenntnisse korrespondierten zum Teil in fehlenden Handlungen. So könne insbesondere die Europäische Union im Setzen internationaler Standards aktiver werden. Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung müssten weltweit öffentlich zugänglich sein.

Chemical Abstracts wird in den nächsten fünf Jahren zwei Milliarden Yuan in sein China-Geschäft investieren. In Pilotprojekten werden zwei Datenjournale gestartet. Dieser Bereich wird weiter ausgebaut.

Klaus Tochtermann von der Kieler ZBW hob die Bedeutung der European Open Science Cloud und ihrer Umsetzungsinitiative GO FAIR, insbesondere ihrer Implementierungsnetzwerke, hervor. GO FAIR hat das Ziel, auf die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendbarkeit von Forschungsdaten über Länder- und Disziplingrenzen hinweg hinzuwirken. Tochtermanns Vision war die eines „Global Internet of Fair Data and Services“.

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