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Open Password - Freitag, den 27. März 2020

# 728


Coronavirus - Podimo - Katharina Sardisson - Schoessler GmbH - Zukunft der Informationswissenschaft – Wissenschaftlicher Nachwuchs – Universitäten – Fachhochschulen – Stephan Holländer – Willi Bredemeier – Wissenschaftliche Bibliotheken – Dietrich Nelle – b.i.t.online - ZB MED – Corona – Forschungshilfen – COVID-19-HUB - NFDI4Microbiota-Konsortium – Simon Verlag für Bibliothekswissen – Der andere Heimatroman – Willi Bredemeier – Gerda Bredemeier – Zukunft der Informationswissenschaft – Richard David Lankes – Erwarten Sie mehr – Richard David Lankes - David Lankes




ZB MED

Forschungshilfen gegen Coronavirus

Als zentrale Informationsinfrastruktur für die Lebenswissenschaften hat ZB MED zahlreiche Angebote für Wissenschaftler im Bereich der Forschung an SARS-CoV-2 und COVID-19 auf dem ZB MED COVID-19 HUB zusammengestellt https://covid-19.zbmed.de/. Der Hub wird sukzessive erweitert und ist frei zugänglich.

Auf der Plattform gibt es eine Sammlung verschiedener Ressourcen von freier Literatur, aktuellen Quellen und Text-Mining-Korpora. ZB MED entwickelt zudem weitere Literatur- und Daten-Services, die Forschende rund um COVID-19 informieren: Auf dem Suchportal LIVIVO wurde zum Beispiel eine automatisierte Suche zu aktuellen Recherchen zu SARS-CoV-2 eingebaut https://www.livivo.de/app/search/search?FS=%22COVID-19%22%20OR%20%22SARS-COV-2%22

ZB MED nutzte die Expertise in seinem Haus, um auf das neuartige Coronavirus mit konkreten Tools reagieren. So werden auf dem ZB MED COVID-19 HUB interaktive, bioinformatische Werkzeuge wie z.B. Genomebrowser, Multiples Sequence Alignment Viewer und phylogenetische Bäume der kompletten SARS-CoV-2-Genome für molekularbiologisch Forschende bereitgestellt. Das Angebot wird kontinuierlich in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen weiterentwickelt.

Zudem ist ZB MED als Konsortialleiter im NFDI4Microbiota-Konsortium aktiv. Dessen Mitglieder stellen zahlreiche Informationsdienste und Analysetools für die virologische Forschungsgemeinschaft bereit https://nfdi4microbiota.de/index.php/2020/03/25/the-nfdi4microbiota-consortium-helps-scientists-researching-sars-cov-2-and-other-viruses/


Briefe

Tägliche kurze Zusammenfassung
über neue Entwicklungen zum Coronavirus


Sehr geehrter Herr Bredemeier,

die Corona-Krise hält Deutschland weiter im Bann - umso wichtiger ist es, zuverlässige Informationen zu erhalten. Die Podcast-App Podimo startet jetzt einen täglichen Podcast, in dem das wichtigste vom Tage kuratiert und in wenigen Minuten zusammengefasst wird - und Fake News aufgeklärt werden sollen. Die erste Folge wurde am Dienstag um 17h auf Podimo freigeschaltet.

Podcasts werden immer beliebter. 2019 hört laut einer Studie des Digitalverbandes Bitkom schon jeder Vierte in Deutschland (26 Prozent) Podcasts. Jeder Elfte (9 Prozent) bereits wöchentlich.

Die Podcast-App Podimo startete 2019 in Deutschland. Podimo will seinen Hörerinnen und Hörern den Einstieg in die Welt der Podcasts besonders einfach machen und setzt dabei auf persönliche Empfehlungen und Personalisierung. Mit ihren Inhalten möchte Podimo seine Hörerinnen und Hörer inspirieren, begeistern und herausfordern. Die Plattform spezialisiert sich unter anderem auf Podcasts aus den Bereichen True Crime, Dokumentationen, persönliche Geschichten, Personal-Growth, sowie Liebe & Beziehungen. Podimo ist im Google Play Store und Apple AppStore verfügbar.

Herzliche Grüße Katharina Sartisson, schoessler GmbH, Communications Manager, Berlin


Zukunft der Informationswissenschaft

Eine Chance für den informations-
wissenschaftlichen Nachwuchs

Wo sollen Dozenten für Fachhochschulen herkommen, wenn es keine universitären Studiengänge mehr gibt?

Von Stephan Holländer, Basel
Hollaender
Willi Bredemeier (Hrsg.), Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft? – Berlin: Simon Verlag für Bibliothekswissen 2019. 443 Seiten. ISBN 978-3-945610-50-3. 20 Euro.

Willi Bredemeier hat einen Sammelband herausgegeben, der den Titel „Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft?“ trägt. In dieser Publikation hat er bereits früher in Password Online veröffentlichte sowie neue Beiträge zu einem Sammelband über die künftigen Perspektiven der deutschsprachigen Informationswissenschaft zusammengestellt.

Der Band ist thematisch in sechs Teile unterteilt:
  1. Teil: Die Ausgangspunkte einer informationswissenschaftlichen Debatte in Open Password
  2. Teil: Grundsätzliche Kritiken an der Informationswissenschaft
  3. Teil: Die Suche nach einem Bezugsrahmen
  4. Teil: Wissenschaftliche Bibliotheken
  5. Teil: Aus der informationswissenschaftlichen Lehre
  6. Teil: An den Forschungsfronten der Informationswissenschaft.
Die Publikation weist einige Besonderheiten auf. Von den insgesamt 34 Beiträgen im Sammelband sind fünf Beiträge in den ersten beiden Teilen des Buches vom selben Verfasser geschrieben, welcher sich kritisch zur deutschsprachigen Informationswissenschaft äußert. Der vierte Teil befasst sich hingegen mit den wissenschaftlichen Bibliotheken und fällt mit zwei Beiträgen bemerkenswert prägnant aus. Zum einen steuerte Dietrich Nelle als interimistischer Leiter der ZB MED – Informationszentrum Lebenswelten in Köln einen Beitrag über die Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken bei, zum anderen schreiben junge Nachwuchskräfte in einem zweiten Beitrag über die Transformation von dokumentenbasierten zu wissensbasierten Informationsflüssen in wissenschaftlichen Bibliotheken. Dieser Teil des Buches zeigt eine gut durchdachte Konzeption, da einerseits ein profilierter Praktiker zu Wort kommt und andererseits dem Beitrag von jungen Nachwuchskräften verdienstvollerweise Raum geboten wird.

In der Liste der Beitragenden fehlen einige Exponenten der deutschsprachigen Informationswissenschaft. Dafür findet man schwerpunktmäßig im sechsten Teil Beiträge vieler Nachwuchskräfte der Branche, was positiv zu werten ist. Legt man das gelesene Buch aus der Hand, so bleibt der Eindruck, dass die vom Herausgeber angesprochene „Krise“ der deutschsprachigen Informationswissenschaft kein neues Phänomen ist (Willi Bredemeier, Zukunft der Informationswissenschaft, Berlin 2019), Seite 10). Seit dem Wegfall der Förderung des IuD-Programms durch die deutsche Bundesregierung in den Jahren 1974 – 1977 traten mit den Jahren die Schwächen der deutschsprachigen Informationswissenschaft immer deutlicher in Erscheinung. Die Abwicklung der Informationswissenschaften als eigenständige Studienrichtungen an der FU Berlin, der Universität des Saarlandes, der Universität Konstanz und bald auch an der Universität Düsseldorf sind beredete Zeugnisse dieser Entwicklung. Wenn dann im selben Band beruhigend darauf hingewiesen wird, dass sich ja die Informationswissenschaft an den Fachhochschulen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz doch bestens etabliert hat, bleibt die Frage, woher denn künftig der Dozentennachwuchs an den Fachhochschulen kommen soll, wenn die entsprechenden universitären Studiengänge fehlen?
Der Band zeigt eine Momentaufnahme eines Teils der Branche, ein repräsentativer Querschnitt durch die verschiedenen Strömungen innerhalb der deutschsprachigen Informationswissenschaft zu ihren jeweiligen Zukunftsperspektiven in Buchform wartet jedoch noch auf seine Marktankündigung.

Aus: b.i.t.online
Bibliotheken, Informationen, Wissen
Der andere Heimatroman,
Zukunft der Informationswissenschaft,
Erwarten Sie mehr!

Aus dem Katalog 2020 des Simon-Verlags für Bibliothekswissen


Bredemeier, Willi und Gerda, Der andere Heimatroman. Bildungsreisen durch ein unbekanntes Land 1943 – 2018 – 2020. 474 Seiten, Softcover. 20 €, ISBN 978-3-945610-52-7

Überarbeitete Neuauflage von: Ein Anti-Heimat-Roman 2013. Heimat, der Begriff erfährt heute eine neue Bedeutung, die durch die Schließung der letzten Grube eine neue Brisanz erhält. Als Zeuge des Niedergangs der ländlichen Kultur in der Region beschreibt der Autor das Verschwinden der Arbeiterkultur von Kohle und Stahl im Ruhrgebiet. Wirtschaft und Politik stehen der umfassenden Modernisierung hilflos gegenüber, so dass die Bildungsrevolution mit Wissenschaftsfabriken und Universitäten kein Gegengewicht bilden kann. Autobiographische Erlebnisse geben dem Buch Humor und Witz, so dass die Lektüre dieser Analyse fesselt und unterhält (Seite 17).

Bredemeier, Willi, Zukunft der Informationswissenschaft – hat die Informationswissenschaft eine Zukunft. Grundlagen und Perspektiven – Angebote in der Lehre – An den Fronten der Informationswissenschaft. 2019, 443 Seiten, 25 €, ISBN 978-3-945610-46-6.


Der Herausgeber hat Beiträge wichtiger Informationswissenschaftler zur gegenwärtigen Informationswissenschaft gesammelt, die durch institutionelle Schließungen, mangelhaften Zusammenhalt und geringe Sichtbarkeit in Politik und Öffentlichkeit gekennzeichnet ist. Braucht die Informationswissenschaft ein neues Paradigma? Wie sollen sich Lehre und Forschung den neuen Herausforderungen stellen, wie z.B. der Flut an Fehl- und Falschinformationen? Wie sollen Studierende an anspruchsvolle Recherchen und Quellenkritik herangeführt werden? Bietet die Informationswissenschaft neue Wege und Lösungen für neue Thesen wie smart cities, smart countries, semantic web, information behavior, big data und Forschungsinfrastrukturen? Perspektiven und Wege für ein notwendiges Handeln in einer sich dramatisch wandelnden Welt (Seite 3 und 4).

Lankes, R. David, Erwarten Sie mehr. Hrsg. von Hans-Christoph Hobohm. Aus dem Amerikanischen von Erda Lapp und Willi Bredemeier. 2017, 100 Seiten, Softcover, 19,50 €, ISBN 978-3-9456-10-32.9 Wie sich Bibliotheken unersetzlich machen! Die Bibliothek als Diener ihrer Community – wie sich Bibliotheken im engen Zusammenwirken mit ihren Nutzern und Stakeholdern aus eigener Kraft aus der Krise ziehen. Mit vielen Beispielen aus den USA. Eine Kampfschrift für die Belange der Bibliotheken. Unveränderte Pflichtlektüre!

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