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Open Password - Dienstag, den 3. März 2020

# 715


Informationskompetenz und Demokratie – Wissenschaftskompetenz – Thomas Hapke – Medienkompetenz – Digitale Kompetenz – Datenkompetenz – Metaliteracy – Bibliotheken – Informationswissenschaft – Medienpädagogik – Literacy – Kompetenzvermittlung – Plug-In – Bruno Latour – Citizen Science – Real-Labore – Framework for Information Literacy – Information has Value – Scholarship as Conversation – Fake News – Open Science – Open Access – Transformationskompetenz – Bildung – Demokratische Gesellschaft – Oskar Negt – Gesellschaftliche Kompetenzen -
Deutsche Mathematiker-Vereinigung – Bibliometrische Daten – Winfried Gödert - Mitteilungen der Deutschen Mathematiker-Vereinigung – Forschungsevaluierung – Evaluation von Personen und Institutionen – Numerische Daten – Peer Review – Datenqualität – Indikatoren – Impaktfaktoren – ArXiv – ZbMath - MathhSciNet

Deutsche Mathematiker-Vereinigung

Positionspapier zur Verwendung
bibliometrischer Daten

Kritik an den herrschenden Praktiken
zur Beurteilung von Personen und Institutionen

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung hat ein „Positionspapier zur Verwendung bibliometrischer Daten“ verfasst und in den „Mitteilungen der Deutschen Mathematiker-Vereinigung“ veröffentlicht. Das Papier besteht nach Password-Autor Winfried Gödert aus „einer stärker abwägenden Betrachtung der Faktoren und Schlussfolgerungen, als man sie häufig antrifft“. Geeignet zur Befruchtung der bibliometrischen Erörterungen in der Informationswissenschaft? Immerhin wird auch eine deutliche Kritik an herrschenden Praktiken geübt, insbesondere, wenn sie auf das Fach Mathematik angewandt würden. Im Folgenden wird das Abstract und die Zusammenfassung des Positionspapiers wiedergegeben.

Abstract. Bibliometrische Daten werden heute zunehmend in der Evaluation von Forschungsergebnissen benutzt. Diese Anwendungen reichen von der (indirekten) Verwendung bei der Peer-Evaluation von Drittmittelanträgen über die Beurteilung von Bewerbungen in Berufungskommissionen oder Anträgen für Forschungszulagen bis hin zur systematischen Erhebung von forschungsorientierten Kennzahlen von Institutionen. Mit diesem Dokument will die DMV ihren Mitgliedern eine Diskussionsgrundlage zur Verwendung bibliometrischer Daten im Zusammenhang mit der Evaluation von Personen und Institutionen im Fachgebiet Mathematik zur Verfügung stellen, insbesondere auch im Vergleich zu anderen Fächern. ...

Zusammenfassung. Die DMV appelliert an alle Beteiligten, sich der Problematik rein numerischer Daten bewusst zu sein und eine faire, dem Fach angemessene Bewertung sicherzustellen. Insbesondere bei Entscheidungen, welche die Karrierechancen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beeinflussen, sollten bibliometrische Daten nur in Verbindung mit einem Peer Review Verfahren eingesetzt werden. Im Folgenden werden die wichtigsten Prinzipien und fachspezifischen Gegebenheiten zusammengefasst:

Qualität der Daten
  • Die verwendete Datenbasis muss transparent offen gelegt werden.
    · Die Daten müssen gut gepflegt und der untersuchten Fragestellung angemessen sein.
    · Automatisch erstellte Autoren- und Institutsidentifikationen sind grundsätzlich fehleranfällig.
Spezifika der Mathematik
  • Werte wie h-Indizes oder Impaktfaktoren sind in anderen Wissenschaften (z.B. Life Sciences) in der Regel deutlich höher. Dies ist per se kein Qualitätsmerkmal.
    · Die Halbwertszeit mathematischer Arbeiten liegt weit über der in anderen Fachgebieten.
    · Der Zeitraum zwischen Erstellung und Verteilung eines Preprints (etwa über arXiv) und der endgültigen Veröffentlichung kann auf Grund der genauen inhaltlichen Prüfung oft Jahre betragen.
    · Die Mathematik kennt in der Regel nicht den Begriff des Erstautors. Die Namen der Autoren werden alphabetisch angeordnet.
Problematik von Indikatoren

· Indikatoren können durch das Verhalten von Autoren bewusst beeinflusst werden. In einigen Fällen werden Indikatoren gezielt manipuliert.
· Die Berechnungsmethodik einiger Faktoren, etwa des Impaktfaktors von Zeitschriften, ist den Spezifika der Mathematik nicht angepasst.
· In vielen Fällen ist die Datengrundlage für die Berechnung von Indikatoren unklar. Verlässliche Informationen zu (abschließend veröffentlichten) mathematischen Publikationen liefern vor allem die Datenbanken zbMATH und MathSciNet.

Ranking von Zeitschriften

· Auf Grund der Erfahrungen anderer mathematischer GesellschaftenverzichtetdieDMV bewusst auf ein Ranking von Zeitschriften.
· Die Einschätzung verschiedener Zeitschriften ist abhängig von den betrachteten Gebieten und unterliegt einem zeitlichen Wandel.
· Grundsätzlich gilt, dass jede Veröffentlichung nach ihrem wissenschaftlichen Inhalt und nicht nach dem Publikationsort zu bewerten ist. Zu beachten ist auch, dass eine wissenschaftliche Leistung heute zunehmend neben der eigentlichen Publikation auch die Erstellung mathematischer Software oder die Erzeugung von Forschungsdaten beinhalten kann.
Informationskompetenz und Demokratie

Zu einer ganzheitlichen Informationskompetenz
gehört eine kritische Wissenschaftskompetenz

Von Thomas Hapke
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„1. Was ist Informationskompetenz? Was macht Informationskompetenz im Kern aus? Wie weit greift sie, wo endet sie? Inwiefern spielt Informationskompetenz mit weiteren Kompetenzen zusammen?“
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  • Informationskompetenz ist auch und vor allem praktizierte soziale Epistemologie (vgl. Fußnote 1, Seite 59 in Hapke, 2018, https://doi.org/10.15480/882.1759), also primär eine epistemische Kompetenz („epistemic literacy“, Tuomi, 2015, Seiten 3-4, http://www.meaningprocessing.com/personalPages/tuomi/articles/EpistemicLiteracyOrAClashOfClans.pdf ) zum Umgang mit der Welt, also die Kompetenz, das eigene Erkennen und das anderer Menschen zu verarbeiten und kritisch zu hinterfragen, bei Berücksichtigung all der Informationen, die heutzutage auf einen einstürmen (passive Komponente) und gleichzeitig als aktive Komponente, die Kompetenz, Wissenselemente zu erzeugen und diese zu verbreiten, zu publizieren unter Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen (etwa Aspekte wie Open Access oder Creative-Commons-Lizenzen). Unterschiedlichen Sichten auf Informationskompetenz, etwa eine funktionale, eine individuell-situative und eine kritisch-soziale (vgl. Abbildung unten) gehören zu jeder kritischen Auseinandersetzung mit Informationskompetenz.
  • Informationskompetenz liegt auf einer Ebene mit Begriffen wie Medienkompetenz, digitale Kompetenz und Datenkompetenz oder auch „Metaliteracy“ und ist letztlich ein Teil von Bildung. Eine Diskussion darüber, welcher dieser Begriffe einen oder mehrere der anderen umfasst, ist weitgehend sinnlos. All diese Kompetenzen werden jeweils von teils unterschiedlichen Gemeinschaften auch als Teil ihrer Agenda benutzt, um die eigene Klientel in der Öffentlichkeit positiv sichtbar zu machen, damit ihre eigene Bedeutung zu betonen und um letztendlich das eigene „Überleben“ zu sichern. Dies gilt etwa für Informationskompetenz in Bibliotheken und verstärkt auch in den Informationswissenschaften (Ich weiß, ich übertreibe und provoziere hier!! 😎) – mit Blick auf die Medienkompetenz bei den Medienwissenschaften (besonders der Medienpädagogik) sowie auf die digitale Kompetenz und Datenkompetenz in der Informatik und den Computerwissenschaften.
  • Trotz eines Anklangs, der zu sehr etwas Defizitäres betont, umfasst das englische „literacy“, verstanden als „engaging with information in all of its modalities“ (O’Farrill, 2008, page 167, http://doi.org/10.1515/libr.2008.017, nicht OA), all diese Begriffe.
Nicht nur auf Hochschulen bezogen gehört eine Kompetenz der Wissenschaftlichkeit dazu (Hapke, 2018, https://doi.org/10.15480/882.1759), eine kritische Wissenschaftskompetenz, wie sie auch im Rahmen der Wissenschaftskommunikation (Priest 2013, https://doi.org/10.1177%2F0270467614529707, nicht OA) oder ähnlich wie oben als „epistemic competence“ innerhalb der Fachdidaktik (Bußmann & Kötter, 2018, https://doi.org/10.23770/rt1819) diskutiert wird. Zu dieser Kompetenz gehört es, zu verstehen, wie Wissenschaft funktioniert, wie Erkenntnisse durch definierte Methoden und kritische Beurteilung innerhalb einer akademischen Gemeinschaft oder Disziplin entstehen.
Hapke
Sichten auf Informationskompetenz – zwischen klassischer und kritischer Informationskompetenz.

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„2. Wie soll man Informationskompetenz vermitteln? Wie soll Informationskompetenz am besten vermittelt werden? Wie werden Menschen am besten zu informationskompetentem Verhalten motiviert und geführt?“
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  • Kompetenzen können nur Menschen selbst entwickeln. Man kann dies aber fördern, etwa durch das Ermöglichen forschenden Lernens.
  • Mir gefällt, dass Kompetenzen auch als Plug-Ins verstanden werden können (Latour, Bruno. Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft. Suhrkamp, 2007, Seiten 357ff, siehe auch zur Informationskompetenz Hapke, 2015, S. 8, https://doi.org/10.15480/882.1249). In Abhängigkeit vom situativen Kontext einer Handlung werden eine oder mehrere Kompetenzen aufgerufen, um diese Handlung in welcher Richtung auch immer zu bewältigen. Nach erfolgter Handlung ist die Situation neuer Teil der Plug-Ins und steht als „Handlungskompetenz“ im Weiteren zur Verfügung. Welches Plug-In abgerufen wird bzw. wie in einer spezifischen Situation gehandelt wird, ist abhängig von vorausgegangenen Erfahrungen, Einsichten in die jeweiligen Prozesse zusammen mit einem Verständnis der beteiligten Menschen, Objekte, Institution usw., etwas was man auch Bildung für Handlungskompetenz nennen könnte.
  • Förderung von Informationskompetenz durch Beteiligung von Schüler, Studierenden und Bürger an Projekten im Rahmen von „Citizen Science“ oder in „Real-Laboren“, vorausgesetzt die Teilnehmer partizipieren an der Auswahl von Zielen und Themen. Dabei sollten diese auch nach der eigentlichen Projektphase weiter bestehen und Teil des Alltags der Beteiligten werden. Eventuell ist hier auch eine Integration von „Service Learning“ sinnvoll.
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„3. Welches sind die zentralen Entwicklungen im Bereich der Informationskompetenz und Informationskompetenzvermittlung? Wie entwickelt sich Informationskompetenz? Welche Bereiche werden künftig wichtiger?“
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  • Eine wichtige Entwicklung war das „Framework for Information Literacy“ der ACRL, weil es Bereiche sozialer Epistemologie mitberücksichtigt. So lassen sich innerhalb der Frames „Authority Is Constructed and Contextual“ und „Information Creation as a Process“ Themen wie das Peer Review sowie der „Mythos der Objektivität“ ansiedeln und damit, dass jede Information im Kontext ihrer Entstehung zu bewerten ist. „Information Has Value“ thematisiert den Warencharakter von Information, aber auch deren Bedeutung als Mittel zum Lernen, zum Weltverständnis sowie zum Verhandeln um Einfluss. Produktion und Verteilung von Information werden also durch rechtliche und sozio-ökonomische Interessen beeinflusst. „Scholarship as Conversation“ betont ein wichtiges Kennzeichen von Wissenschaft, die immer Teil einer diskursiven Praxis ist, welche von Kommunikation und Wissensaustausch, aber auch von konkurrierenden Ansichten und Theorien lebt, die oft nur vorläufigen Charakter haben (vgl. Hapke, 2015, Seite 14, https://doi.org/10.15480/882.1249).
  • Im gesamtgesellschaftlichen Bereich wird die Entwicklung von Informationskompetenz durch die Herausforderungen beinflusst, die durch „Fake News“ oder „alternative Fakten“, aber auch durch „Social Media“ und „Big Data“ entstehen (etwa Datenschutz, Abhängigkeit von Algorithmen).
  • Die durch wachsende Offenheit von Forschung („Open Science“) und durch digitale Kollaboration entstehenden Herausforderungen tragen dazu bei, dass Themen wie das Publizieren (auch via Open Access) sowie Forschungsdaten von informationskompetent Agierenden berücksichtigt werden müssen.
  • Auch „Digital Literacy“ mit ihren C’s (oder auch K’s) – etwa „critical thinking“, „creativity“, „communication“, „collaboration“, „culture“, „citizenship“, „curation“ – ist heute ebenso wie „data literacy“ Teil der Entwicklung von Informationskompetenz.
  • Eine Verbindung mit dem forschenden Lernen unterstreicht, dass Informationskompetenz im oben skizzierten holistischen Sinne zum Forschen gehört.
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„4. Weitere Aspekte des Themas – Welche? Warum sind diese wichtig? Was folgert daraus?“
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  • Letztlich kann man Informationskompetenz auch als transformatorische Kompetenz definieren als „the ability to read and utilize information about societal transformation processes, to accordingly interpret and get actively involved in these processes“ (Schneidewind, 2013, page 83, https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:wup4-opus-49380)
  • Das Verstehen von Wissenschaft, die Rolle von Wissenschaft und Technik in der modernen Gesellschaft ist heutzutage nötig, um als Bürger und damit auch als Politiker in die Herausforderungen der kommenden und schon laufenden Transformation reflektiert anzugehen und wenigstens den Versuch einer Bewältigung zu starten. Zu diesen Herausforderungen gehören zum Beispiel die Digitalisierung, der Klimawandel, die gesamte Umweltproblematik sowie das seit langem bestehende Ungleichgewicht in der Welt zwischen Nord und Süd, Ost und West sowie Arm und Reich innerhalb des eigenen Landes.
  • Informationskompetenz als Bildung bezieht sich auf das Verstehen, wie Wissenschaft(en), Medien und Computer funktionieren und wie sie Umwelt, Gesellschaft (Politik, Wirtschaft usw.) und den Menschen beeinflussen und von diesen beeinflusst werden. Sie dient der Orientierung, dem Verständnis und Bewusstsein für das Funktionieren von gesellschaftlichen und damit auch wissenschaftlichen Prozessen mit all ihren beteiligten Individuen, Institutionen und Objekten, in Latours Sprache mit ihren menschlichen und nicht menschlichen Akteuren.
  • Informationskompetenz oder auch die auf gleicher Ebene liegenden Kompetenzen sind für mich für eine demokratische Gesellschaft unerlässlich, um in der Gesellschaft etwa auch in der Bildung eine möglichst große Vielfalt und Diversität zu erreichen und abzubilden, die die unterschiedlichen Sichten auf Wahrheit und Realität umfasst. Um die immense Komplexität der Wirklichkeit sichtbar zu machen, so dass man nicht auf einfache Antworten und Lösungen hereinfällt, ist Informationskompetenz im hier gemeinten holistischen Sinne notwendig, denn bei kaum einem Thema oder einer Herausforderung gibt es heutzutage, wenn man genauer hinschaut und vielleicht tiefer einsteigt, solche einfachen Antworten und Lösungen.
  • Letztlich landet man mit dem hier propagierten Verständnis von Informationskompetenz bei Oskar Negts „gesellschaftlichen Kompetenzen“ aus dem Jahre 1993 (Zeuner, 2013, http://www.erwachsenenbildung.at/magazin/13-20/meb13-20.pdf; Negt, 1993, Seiten 662ff, http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1993/1993-11-a-657.pdf): Kompetenz der Selbst- und Fremdwahrnehmung, technologische Kompetenz, ökologische Kompetenz, historische Kompetenz und Gerechtigkeitskompetenz.
Leicht veränderte Fassung eines Beitrages, der für das Projekt „Informationskompetenz und Demokratie“ erstellt wurde (Daphné Çetta, Joachim Griesbaum, Thomas Mandl, Elke Montanari). Die ursprüngliche Fassung ist enthalten in: Çetta, D., Griesbaum, J., Mandl, T., Montanari, E. (Hg). (2019). Positionspapiere: Informationskompetenz und Informationskompetenzvermittlung: Aktueller Stand und Perspektiven. Projekt: Zukunftsdiskurse: Informationskompetenz und Demokratie (IDE): Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung, Universität Hildesheim, http://informationskompetenz.blog.uni-hildesheim.de/files/2019/10/Projekt_Informationskompetenz_und_DemokratieKompilation_aller_Positionspapiere.pdf. Die Fragen, die den Beitrag strukturieren und entsprechend hervorgehoben werden, wurden von den Hildesheimer Forschern gestellt
SEMANTiCS

Call for Papers and Key Topics

7.-10.September, SEMANTiCS - 16th International Conference on Semantic Systems, September, in Amsterdam - Read a detailed description of all available calls online: https://2020-eu.semantics.cc/calls - Key Topics:

* Web Semantics & Linked (Open) Data
* Enterprise Knowledge Graphs, Graph Data Management and Deep Semantics
* Machine Learning & Deep Learning Techniques
* Semantic Information Management & Knowledge Integration
* Terminology, Thesaurus & Ontology Management
* Data Mining and Knowledge Discovery
* Reasoning, Rules and Policies
* Natural Language Processing
* Data Quality Management and Assurance
* Explainable Artificial Intelligence
* Semantics in Data Science
* Trust, Data Privacy, and Security with Semantic Technologies
* Economics of Data, Data Services and Data Ecosystems
-------
* Special Sub-Topic: Digital Humanities and Cultural Heritage
* Special Sub-Topic: LegalTech
* Special Sub-Topic: Blockchain and Semantics

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