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Open Password - Montag, den 7. Februar 2022

# 1026
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Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken – Dickicht des Einzelnen – Erschließung – Stefan Hauff-Hartig – Karin Schmidgall – Deutsches Literaturarchiv – Metadaten – Renate Behrens – DNB – Spezialsammlungen – Standardisierungsausschuss – GND-Normdaten – RDA – Daniel Gebauer – Deutsches Museum München – HSTM-Bibliografie – FID Geschichtswissenschaft – B3Kat – Catalogue Enrichment – Open Access – Digitalisierungs- und Kooperationsprojekte – Heike Albrecht – Anne Christensen – effective WEBWORK – User Experience – Opac-Daten – Persona – Usability-Testing – Entdeckendes Suchen – Hans Bauer – Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung – Wikidata – Wikipedia – Korpora – Katalogisierung – Creative-Commons Lizenz CCO 1.0 – Linked-Data-Projekte – BioLex – Visualisierung – Vernetzung – Institutionen- und Communities-übergreifende Zusammenarbeit

Apple News – Local Newsletter – Salesforce – Safety Cloud – LexisNexis – CaseMap Cloud – EBSCO HealthStream – Healthcare Insights and Innovations Council – Outsell – Mobile Kommunikation im Unternehmen – Mobile Device Management - Enterprise Mobility Management – Vom Arbeitsplatz zum Arbeitsumfeld – Bitkom – Homeoffice – Deskcenter – Mobile Endgeräte – Bitkom Digital Office Index – TechNavio – Smartphone – Gartner – Bring Your Own Device – DSGVO – Silos – Unified Endpoint Management

I. Titel
Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken:
„Im Dickicht der Einzelheiten“ - Herausforderungen und Lösungen für die Erschließung- Von Stefan Hauff-Hartig

II. Internationale Nachrichten

III. Mobile Kommunikation im Unternehmen:
Vom Mobile Device Management zum Enterprise Mobility Management - Aus Arbeitsplatz wird Arbeitsumfeld - Dem Unified Endpoint Management entgegen
Tagung der Arbeitsgemeinschaft
der Spezialbibliotheken


„Im Dickicht der Einzelheiten“:

Herausforderungen und Lösungen
für die Erschließung

Von Stefan Hauff-Hartig
Hauff-Hartig
Stefan Hauff-Hartig

„Veränderungen sind nur das Salz des Vergnügens“- dieses Zitat aus Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ bildete die Klammer der 38. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken (ASpB), die im 75. Jahr ihres Bestehens stattfand.

Im Folgenden wird ein Überblick über die Vorträge und Diskussionen des zweiten Panels gegeben, das ebenso wie die anderen Panels nach literarischen Werken benannt wurde: Wilhelm Genazinos Drama „Im Dickicht der Einzelheiten“ steht als Überschrift für die künftige Erschließung in Spezialbibliotheken zwischen Vernetzung und Automatisierung. Moderiert wurde das Panel von Karin Schmidgall vom Deutschen Literaturarchiv Marbach.

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„Besonders, eigenartig, speziell“ – eine Herausforderung für die Erschließung.
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„Ist eine Haarlocke genauso zu erschließen wie ein Buch?“ – mit dieser Frage leitete Renate Behrens (Stellvertretende Leiterin der Arbeitsstelle für Standardisierung der DNB) den ersten Beitrag ein und legte ihren Schwerpunkt auf Möglichkeiten der Inhaltserschließung von Spezialmaterialien durch spezielle Communities, vor allem in kulturellen Einrichtungen. Deren Materialien kennzeichnete sie als „besonders, eigenartig, speziell“, was im positiven Sinne auch für die Einrichtungen selbst gelten kann.

Typische Beispiele für „besondere“ Bestände sind Filme, Musikressourcen, Archivalien und unikale Gegenstände wie Möbel (oder eben die Haarlocke) oder neue AV-Medien wie „Performing Arts“. Auch hier gilt, dass diese Ressourcen mit Metadaten zu versehen sind, um sie einem möglichst breiten Interessentenkreis zugänglich zu machen. Allerdings ist dieses Einzigartige eine Herausforderung für die Standards und Regelwerke, zumal diese besonderen Sammlungen die Identität der kuratierenden Institutionen stark prägen.

Erste Ansätze und Versuche finden statt, und es ist positiv anzumerken, dass die Nutzenden dabei im Fokus stehen. Als weitere wichtige Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit stellte Frau Behrens die Motivation der Partner, eine stabile Organisationsstruktur, die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen sowie: Geduld heraus. Ein Schlüssel für den Erfolg ist die Zusammenarbeit von Fachexperten, Führungskräften, Nutzerinnen und Nutzern, aber auch die Beteiligung von Kennern des gesellschaftlichen Wandels.

Seit 2014 haben sich acht thematische Gruppen gefunden, die spartenübergreifend agieren und in verschiedenen Plattformen vertreten sind, insbesondere im Standardisierungsausschuss bei der DNB. Diesen Gruppen ist gemeinsam, dass sie sehr unterschiedliche kulturelle Einrichtungen mit sehr verschiedenartigen Materialarten vertreten und dass die existierenden Regelwerke diese Materialvielfalt kaum berücksichtigen bzw. Beteiligte ohne bibliothekarisches Expertenwissen keine Ressourcen zur Einarbeitung in diese Standards haben. Trotzdem können die GND-Normdaten als kleinster gemeinsamer Nenner für alle Arbeitsgemeinschaften dienen, da die „Gemeinsame Normdatei“ durchaus auch dort etabliert ist. In der Weiterentwicklung der GND liegt der Aufsetzpunkt für den künftigen Weg: Die bereits etablierte Standardisierung und der Metadatentausch wird durch selbst organisierte und von der DNB unterstützte Interessengruppen geöffnet. „Das Bild wird bunter“, so Renate Behrens.

Dies zeigt sich insbesondere daran, dass über das Projekt „3R für DACH-Bibliotheken“ die genannten Arbeitsgruppen in die Weiterentwicklung der RDA und in die Überarbeitung des RDA-Toolkits eingebunden werden.

Die anschließenden Fragen aus dem virtuellen Publikum bezogen sich zum einen auf die Zusammenarbeit mit den bibliothekarischen Fachinformationsdiensten. Dazu Frau Behrens: Hierfür gebe es ein eigenes Arbeitspaket. Und zu Kontakten zu Spezialbibliotheken im Ausland führte sie aus, dass es auch auswärtige Mitarbeit in den Arbeitsgemeinschaften gibt.
Der bereits eingeschlagene Weg, so Behrens, brauche neugierige Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht scheuen, aus der eigenen Institution hinauszublicken und mit anderen, sehr verschiedenen Bereichen - auch international - zusammenzuarbeiten.
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Verbale Erschließung als Produktion von Metadaten – „Auf das Schlagwort kommt es an!“
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Verbale Erschließung als Produktion von Metadaten bleibt für den zweiten Vortragenden, Daniel Gebauer vom Deutschen Museum München (DM), auch in der digitalen Welt aktuell, was er pointiert mit „Auf das Schlagwort kommt es an!“ zum Ausdruck brachte. Und erschlossen werden nicht nur die textbasierten Bestände der Museumsbibliothek, sondern natürlich auch die eigentlichen Objekte des Deutschen Museums selbst sowie das Schriftgut des Hausarchivs. Insbesondere für die Bibliothek bedeutet dies einen hohen manuellen Aufwand, zumal die Spezialliteratur in großem Maße aus grauer und unselbstständiger Literatur besteht. Dies wiederum bildet die Grundlage für die Zuarbeit zur „History of Science, Technology and Medicine“(HSTM)-Bibliografie, zu der das Deutsche Museum mit circa 350.000 Einträgen aus vier Fachbibliografien zum FID Geschichtswissenschaft beiträgt.
Selbstverständlich spielt Kooperation auf mehreren Ebenen eine wichtige Rolle: Erschlossen wird über den B3Kat, der gemeinsamen Katalogisierungsplattform von BVB und KOBV. Wenn möglich wird eine automatische Sacherschließung der DNB übernommen, allerdings auch umfangreich nachgearbeitet. Die eigenen Katalogisate werden durch „Catalogue Enrichment“ angereichert.

Für das Deutsche Museum München spielt Open Access (OA) eine große Rolle. Dabei koordiniert die Bibliothek die OA-Aktivitäten des Museums. Seit 2020 wurden etwa 1700 Open-Access-Publikationen erschlossen.

Mit Blick auf die digitale Präsenz des DM nannte Daniel Gebauer das Ziel, dass der gesamte digitalisierte Bestand über eine Online-Präsentation zugänglich gemacht werden soll. Was naheliegend klingt, ist angesichts sehr unterschiedlich gewachsener Sammlungen keineswegs trivial. Die Realisierung dieses Ziels soll durch Vernetzung der verschiedenen Sammlungen, durch Erfassung von Normdaten für jedes Sammlungsobjekt und mit der Schaffung einer gemeinsamen Rechercheplattform erreicht werden.

Weitere Beispiele für Digitalisierungs- und Kooperationsprojekte sind Astronomie-Rara (in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich), die Teilnahme am Verzeichnis VD 18 sowie die Kooperation mit Google beim Scannen von circa 50.000 urheberrechtsfreien Werken.

Die verhältnismäßig kleine DM-Bibliothek stellt sich der großen Konkurrenz im Großraum München durch eine tiefe Erschließung der eigenen Spezialbestände und gleichzeitig durch den engen Kontakt zu Wissenschaftlern des eigenen Hauses, um deren Publikationen bekannter zu machen.

Daniel Gebauer sagte auf eine entsprechende Frage aus der Zuhörerschaft, dass 3,5 Stellen für die Formalerschließung und 2,5 Stellen für die Sacherschließung vorgesehen seien.
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Perspektivenwechsel bei der Erschließung mit Fokus auf die Nutzer.
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Einen Perspektivenwechsel bei der Erschließungsarbeit schlugen Heike Albrecht vom DLA Marbach und Anne Christensen von der effective WEBWORK GmbH vor, indem sie Methoden, Ergebnisse und Perspektiven vorstellten, die eine Erschließung aus der Perspektive von Nutzern bieten.

Das bedeutet, dass die Nutzerforschung zum Ausgangspunkt genommen und der Usability bzw. der Gebrauchstauglichkeit eine besondere Bedeutung beigemessen wurden. Dabei wurden unter dem Schlagwort „User Experience“ die Emotionen von Nutzenden sowie deren Wahrnehmungen während und nach einer Nutzung des Systems ausgewertet.
Man habe in internen Workshops die Wünsche von Nutzenden an den Opac zusammengetragen, sagte Heike Albrecht. Durch die Auswertung von Opac-Daten wurde ermittelt, wie recherchiert wird. Darüber hinaus wurde die „Konkurrenz“ analysiert, also wie in anderen Bibliothekskatalogen Erschließungsdaten präsentiert werden. Auf dieser Grundlage wurde ein Paper-Prototype entwickelt.

Der nächste Schritt diente der Entwicklung von „Personas“, also fiktiven prototypischen Nutzern. Dazu wurden Arbeitsgruppen aus allen Abteilungen gebildet, die dann sechs Hauptbenutzergruppen mit ihren typischen Eigenschaften mit Blick auf den Opac identifizierten. Aus diesen Gruppierungen wurde jeweils eine „Persona“ entworfen, zum Beispiel Journalisten, Kuratoren oder Regisseure. Diese wiederum bildeten den Ausgangspunkt zur Erarbeitung von Szenarien, wie also jede einzelne „Persona“ mit dem Opac arbeiten würde. Dazu kam ein Usability-Testing, aus dem hervorging, in welchen Bereichen mit dem Release eines Produktes Probleme mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten würden, zum Beispiel: Wo dürfte etwas schwer oder falsch verstanden werden? Welche zusätzlichen Wünsche würden die Nutzer haben? Welche dieser Wünsche wären erfüllbar? Die ausgearbeiteten Konzepte könnten durchaus von anderen Einrichtungen nachgenutzt werden.

Heike Albrecht machte ihre Erörterungen am Beispiel einer „Kurator-Persona“ deutlich, die im Opac nach Ausstellungen zu Brechts „Dreigroschenoper“ recherchiert und für die vor allem Namen und Werke relevant sind, so dass Normdaten und Werkbeziehungen sowie die Anzeige ähnlicher Themen besondere Bedeutung haben.

Anne Christensen war es in diesem Zusammenhang wichtig, neue Ansätze und Alternativen zum aktuell geltenden „Google-Suchschlitz-Paradigma“ aufzuzeigen, um die wachsende Komplexität besser zu bewältigen. Dies sei am besten über einen spezifischen Browsing-Einstieg möglich. Ganz anschaulich stellte sie das an mehreren Beispielen dar: So wurde für die Suche nach Notensätzen zu bestimmten Instrumentierungen ein grafikunterstützter Prototyp entwickelt. Die Inhaltserschließung wird durch die Visualisierung von Begriffsnetzen verbessert, was unter dem Titel „Beyond Discovery“ auf dem 109. Bibliothekartag in Bremen vorgestellt wurde. Und durch die mehrdimensionale Verknüpfung von GND-Daten als Grundlage für die historische Netzwerkanalyse lassen sich bislang unentdeckte Bezüge und Beziehungen entdecken.

Auch wenn bislang nur Prototypen entwickelt wurden, die Unterstützung des „entdeckenden Suchens“ scheint viel Potenzial zu haben. Anne Christensen ferner: Erschließung und Benutzung sollten stärker zusammen gedacht werden. Die Entwicklung von Alternativen zum „Suchschlitz“ bedarf des Mutes zum Unperfekten, aber auch gutes Design und ein gutes Interface.
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Daten fragen: Wissenstransfer mit Wikidata.
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Hans Bauer vom Leibnitz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg (IOS) nahm zum Ausgangspunkt seines Referates „Daten fragen. Oder: Wissenstransfer mit Wikidata“, dass Wikidata, die der Wikipedia zugrundliegende Wissensbasis, zunehmend von Bibliotheken genutzt wird.

Das Sammeln als klassische, auch spezial-bibliothekarische Aufgabe sei mittlerweile nicht mehr als statisch aufzufassen, sagte Bauer. Denn statt Bewahren und Behalten stünden nunmehr Aufbereiten, Ordnen und Teilen im Vordergrund. Das gelte ganz besonders für digitale „Bestände“. Derzeit nehmen weniger Sammlungen, vielmehr eher Korpora zu, die die jeweiligen Fragestellungen von Archiven, Bibliotheken und Museen abbilden. Daraus ergeben sich für Kataloge und Katalogisierung neue Anforderungen: die Homogenisierung von Metadaten - die Umsetzung medienübergreifender Suchmöglichkeiten - das Aufzeigen von Verweisen und Bezügen - die Bereitstellung offener Schnittstellen - die Entwicklung komprimierter Rechercheeinstiege sowie die Kontextualisierung von „Named Entities“, also von Personen, Orten und Ähnlichem. Für alle diese Aufgaben kann Wikidata mit etwa 95 Millionen Datensätzen eine wichtige Grundlage sein.

Wikidata ist seit 2012 die freie Datenbasis der Informationen der Wikipedia-Einträge. Sie ist in allen Sprachen gleich. Das zugrunde liegende Datenmodell ist flexibel, universell und erweiterbar und darf nach der Creative-Commons-Lizenz CC0 1.0 frei verwendet werden. Wikidata besteht im Kern aus Items (Objekten) mit Properties (Werten). Alles ist durch Identifier eindeutig gekennzeichnet. Alle Daten können verlinkt werden, was zu einer starken Verbreitung in Linked-Data-Projekten geführt hat. Auch wurde Wikidata in bibliothekarischen Normdaten wie GND, ZDB-IDs und die Subject Headings der Library of Congress integriert. Ein wichtiges Merkmal von Wikidata ist eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit. Abfragemöglichkeiten bestehen über einen SPARQL-Endpoint.

Als Use Case stellte Hans Bauer das Biografische Lexikon zur Geschichte Südosteuropas vor. Im gedruckten Lexikon sind 1526 südosteuropäische Persönlichkeiten verzeichnet. Dieses Lexikon wurde digitalisiert, die Artikel sind in der BioLex-Datenbank strukturiert erfasst und dort suchbar. Aber es wurden im ursprünglichen Digitalisierungsprojekt keine Beziehungen zwischen Personen innerhalb oder außerhalb des Lexikons erfasst. Die eigentliche Frage bestand nun darin, ob es eine Möglichkeit gibt, in BioLex über Wikidata zu recherchieren. Dazu wurden die GND-IDs der verzeichneten Personen ermittelt, gegebenenfalls neu angelegt und anschließend mit den Wikidata-Daten abgeglichen, so dass sich den „BioLex“-Personen Wikidata-Einträge zuordnen lassen. Auf diese Weise wurde beispielsweise die Suche nach geschlechtlichen Merkmalen möglich. In der Recherche ergab sich, dass sich unter den 1526 verzeichneten Personen lediglich 20 Frauen befinden. Weitere auch visualisierbare Abfragen beziehen sich auf Berufe und Todesarten (hier führt übrigens die Enthauptung die traurige Spitze an). Darüber hinaus kann eine Karte die Ausbildungsorte von Politikern und ihre Geburts- und Sterbeorte aufzeigen. Auch die Nutzung anderer Wikipedia-Werkzeuge wie zum Beispiel der Timeline ist möglich.

Das Fazit von Hans Bauers Beitrag lässt sich durchaus auf das gesamte Panel übertragen: Normdaten bieten sich förmlich zur Visualisierung und zur Vernetzung von Beständen an und haben ein großes Potenzial zur Institutionen- und Communities-übergreifenden Zusammenarbeit: Sie bilden ein „Scharnier“ für Bestände und Beteiligte. Und die Digitalisierung sollte nicht (nur) mit Blick auf das Ergebnis, sondern auf die nachfolgenden Prozesse gesehen werden. Denn der Wert von Digitalisaten liegt nicht nur in ihnen selbst als vielmehr in der Weiterverwendung und Vernetzung.

Internationale Nachrichten


Apple News Distributes Its First Daily Local Newsletter

Apple has started to publish an Apple News local daily newsletter covering the San Francisco Bay Area. After providing enhanced local news in a number of markets by creating curated collections for specific areas since July 2020, Apple News has taken the next logical step, by making it more immediately available to residents.

Salesforce Launches Safety Cloud to Help Businesses and Communities Get Together Safely

Salesforce announced Safety Cloud to help people get together safely. Safety Cloud helps businesses and communities better manage testing, health and entry protocols to create safer in-person experiences at events and in the workplace.

LexisNexis Launches CaseMap Cloud for Enhanced Matter and Case Management

LexisNexis Legal & Professional announced the official launch of CaseMap Cloud, a new cloud-based fact management and case analysis solution that helps attorneys easily organize case documents and craft case strategy for presenting a compelling case story

EBSCO Information Services and HealthStream Launch Healthcare Insights and Innovations Council

EBSCO Information Services and HealthStream have created the Healthcare Insights and Innovations Council, a group of 250 thought leaders, clinicians, academics, and experts, to capture and share insights on issues, opportunities and trends in the healthcare industry.

Quelle: Outsell




Mobile Kommunikation im Unternehmen

Vom Mobile Device Management
zum Enterprise Mobility Management

Aus Arbeitsplatz wird Arbeitsumfeld

Dem Unified Endpoint Management entgegen

(Deskcenter) Diese vier Trends beeinflussen die Mobile Kommunikation in Unternehmen 2022:

In der Bitkom-Studie „Wie digital arbeiten deutsche Unternehmen?”gaben 61 Prozent der Befragten an, dass ihre analogen Geschäftsprozesse das Arbeiten im Homeoffice behinderten. 95 Prozent erkannten, wie wichtig die Digitalisierung ihrer Abläufe ist – gerade weil die Beschäftigten immer mobiler arbeiten und diese Flexibilität zunehmend einfordern. Der Softwarehersteller Deskcenter sieht 4 zentrale Trends, die Verantwortliche im IT-Betrieb für 2022 beachten sollten:
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1. Mobile Technologien werden Mainstream.
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Studien belegen, dass im beruflichen Umfeld vermehrt mobile Endgeräte wie Notebook oder Tablet den stationären PC ersetzen oder ihn zumindest ergänzen. Laut des Bitkom Digital Office Index von 2020 stieg die Nutzung von mobilen Endgeräten bei festangestellten Mitarbeitenden zwischen 2016 und Mitte 2020 um 11 Prozent. Das Marktforschungsunternehmen TechNavio ermittelte in seiner Studie „Global Management Device Market 2020-2024” sogar einen Zuwachs von 19 Prozent für das Jahr 2020. Durch die zeitweise Verpflichtung zum Homeoffice dürfte sich dieser Trend 2021 weiter verstärkt haben.

Firmen statten Mitarbeitende häufiger mit einem Smartphone aus. Wie eine Umfrage von Security Boulevard aus dem September 2020 zeigt, ist es für 87 Prozent der US-amerikanischen Unternehmen unerlässlich, dass ihre Belegschaft für berufliche Zwecke Unternehmens-Apps über ihr Smartphone nutzt.
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2. Aus Arbeitsplatz wird Arbeitsumfeld.
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Was die Analysten von Gartner in ihrem Report „Top Trends Impacting Infrastructure and Operations for 2021“ als “Anywhere Operations” titulieren, bedeutet: Das Arbeitsumfeld wird dynamischer, mobiler und digitaler. Die Entwicklung vom festen Arbeitsplatz geht hin zu einem Arbeitsumfeld mit Arbeitszonen, Projekträumen und Ruheräumen. Der Schreibtisch kann praktisch überall stehen – im eigenen Zuhause, in einem Co-Working-Space oder Café.
Diese Mobilität eröffnet neue Möglichkeiten und birgt gleichzeitig große Herausforderungen. Denn die Geräte der Mitarbeitenden müssen an jedem beliebigen Ort ausgeliefert, eingerichtet, gesichert und laufend gemanagt werden. Neben der Hardware gilt es, auch Apps inklusive Tools für Zusammenarbeit, Videokonferenzen oder Datei-Sharing sicher bereitzustellen.
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3. Enterprise Mobility Management ersetzt Mobile Device Management.
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Mobile Endgeräte und Remote-Working erfordern Lösungen, die über das einfache Verwalten im Sinne von Inventarisieren und Installieren von Apps hinausgehen. Das traditionelle Mobile Device Management (MDM) hat damit ausgedient.

Was Unternehmen zwingend benötigen, ist ein umfassendes Enterprise Mobility Management (EMM). Damit lassen sich mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops zentral verwalten. Inventarisierung ist hier nur der erste Schritt. Entscheidend ist der Faktor Kontrolle, da Mitarbeiter nicht selten private Geräte für den Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk nutzen – auch eigenmächtig. Diese Devices erkennt eine EMM-Lösung umgehend, sodass sie gegebenenfalls gesperrt werden können. Denn unerlaubte Geräte mit veralteten Apps oder Betriebssystemen stellen ein großes Risiko für die Sicherheit des Firmennetzwerks dar.

EMM ermöglicht zudem das Aktualisieren des Betriebssystems, das Einrichten eines Benutzerkontos sowie das Sperren oder Löschen von Daten im Fall von Verlust oder Diebstahl. Und es beinhaltet das App-Management. Applikationen lassen sich automatisiert installieren und deinstallieren, verbieten oder erlauben und natürlich aktualisieren. Für den Einsatz von firmeneigenen Devices ist dies ebenso wichtig wie bei Konzepten wie Bring your Own Device (BYOD).

Oberste Prämisse ist die Sicherheit von Unternehmens- und personenbezogenen Daten. Hier regelt ein EMM über ein hinterlegtes Rechtesystem zum einen den Zugriff auf sensible Unternehmensinformationen. Zum anderen wahrt es die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
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4. Dem Unfied Endpoint Management entgegen.
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In vielen Unternehmen werden mobile Geräte immer noch getrennt von stationärer IT gemanagt – in verschiedenen Tools. Wie das Marktforschungsinstitut TechNavio ermittelte, wünschen sich Unternehmen jedoch eine einzige, einheitliche Plattform, mit der sie mobile wie stationäre Endgeräte, Betriebssystem- und App-Verteilung, Patchmanagement, Benutzerberechtigungen, Lizenzen und Verträge zentral verwalten und steuern.
Ein solches Unified Endpoint Management, kurz UEM, ist inzwischen greifbar nah, die entsprechende Software gibt es bereits. UEM verringert aber nicht nur die Menge der eingesetzten IT-Tools. Auch die knappen IT-Ressourcen werden geschont – und das Management erhält eine ganzheitliche Sicht über alle im Unternehmen gemanagten Devices – stationär wie mobil. UEM wird von der Kür zur Pflicht.

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