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Open Password - Mittwoch, den 7. Juli 2021

# 944
Bibliotheken, Wegweiser in die Zukunft – Bibliotheken, Projekte und Beispiele – Elisabeth Simon – Erda Lapp – Silke Sewing – Renate Zimmermann – Willi Bredemeier – David R. Lankes – Expect More – Information Professionals – Hans-Christoph Hobohm – Information Professionals – Zielgruppen – Wissenschaftliche Bibliotheken – Öffentliche Bibliotheken – Wissenschaftsgemeinschaft – Zukunft der Informationswissenschaft – ZB MED – Open Password – Bibliotheken und Informationswissenschaft – Elektronische Revolution – Open Access – Citizen Science – Good Practice – Helga Schwarz – Deutsches Bibliotheksinstitut – Leuchttürme – Hans-Jakob Tebarth - Frank Seeliger – Spzialbibliotheken – Hochschulbibliotheken – Oliver Renn – ETH Zürich – TH Wildau – Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation – Bianca Weber – Michael Bosnjak – Erich Weichselgärtner – Tom Rosmann – UB Ruhr-Universität Bochum – Arkadiusz Danszcyk – Forschungsdatenmanagement – Wissenschaftliche Infrastruktur für nicht-textuelle Materialien – Open Educational Resources – OB Köln – OB Berlin-Marzahn – Meiningen – Bibliotheken in der Pandemie – Lockdown – Home Office – Studierende nach der Pandemie - Kaufentscheidungen – Influencer – Twens – Teens – Faktenkontor – Soziale Medien – YouTube – Instagram – Blogger – Roland Heintze – Krisenkommunikation - NFD14DataScience - ZB MED – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz – Forschungsdateninfrastruktur – Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme – ZB MED – Reimund Neugebauer – Sonja Schimmler – PMG Presse Monitor – X-CAGO – Digitale Archivlösungen – Datenkonvertierung – Ingo Kästner – Koos Hussem



I.
Titelgeschichte
Zum Geleit der Neuerscheinung „Bibliotheken“: Bibliotheken sollten nicht nur Wegweiser
in die Zukunft sein. Sie sind es.


II.
Kaufentscheidungen Die wachsende Macht der Influencer bei Twens Jeder Zweite in den 20ern hört beim Shoppen auf YouTuber & Instagrammer

III.
NFDI4DataScience: Data Science- und Artificial-Intelligence-Community voranbringen

IV.

PMG Presse-Monitor: Mit Übernahme von Software-Entwickler X-CAGO ein weiterer Schritt zu zentralem Daten-Hub für Verlage
Zum Geleit der Neuerscheinung „Bibliotheken“

Bibliotheken sollten nicht nur Wegweiser
in die Zukunft sein. Sie sind es.

Von Elisabeth Simon, Simon Verlag für Bibliothekswissen
Elisabeth Simon auf der Buchmesse Buchg
Elisabeth Simon auf ibrem Stand an der Leipziger Buchmesse

Bibliotheken. Wegweiser in die Zukunft. Projekte und Beispiele. Herausgegeben von Erda Lapp, Silke Sewing, Renate Zimmermann und Willi Bredemeier, Simon Verlag für Bibliothekswissen, Berlin 2021. Bibliotheken sollten nicht nur „Wegweiser in die Zukunft“ sein, sie sind es. Das sollte nicht nur an vielen Projekten und Beispielen nachgewiesen werden können, solches weisen wir nach. Das ist die Absicht dieses Buches, das von Erda Lapp, Silke Sewing, Renate Zimmermann und Willi Bredemeier herausgegeben wurde und in meinem Verlag veröffentlicht wird. Die Zuversicht, die aus dem Titel „Bibliotheken – Wegweiser in die Zukunft“ spricht, haben wir in den letzten Monaten aufrechterhalten, obgleich die Akquisition der Beiträge und die Abstimmung mit den Autoren in der Zeit der Corona-Pandemie fiel. Ja, auch die Bibliotheken erlitten durch das Virus große Schäden. Dazu unten mehr.

Bibliotheken als Wegweiser für wen, für was und wie? Hier knüpfen wir vor allem an drei Quellen an. Da ist erstens David R. Lankes und sein Buch „Expect More – Demanding Better Libraries for Today´s Complex World“. Dieses wurde für den deutschsprachigen Raum hervorragend von zwei Herausgebern dieses Buches, Erda Lapp und Willi Bredemeier, übersetzt, unter dem Titel „Erwarten Sie mehr! Verlangen Sie bessere Bibliotheken für eine komplexer gewordene Welt“ veröffentlicht und von Hans-Christoph Hobohm herausgegeben. Als Information Professionals, ob Verlag, Herausgeber oder Übersetzer, wussten wir vorher, was Bibliotheken unverzichtbar macht. Aber so gut wie in diesem Buch hatten wir die Argumente pro Bibliotheken noch nicht zusammengestellt gefunden.

Zielgruppe der Bibliothekare ist die Wissenschaftsgemeinschaft beispielsweise an der Universität, wo die wissenschaftliche Bibliothek angesiedelt ist, oder die Bürger einer Stadt oder einer Gemeinde, wo die öffentliche Bibliothek ihren Standort hat. Das „Verlangen Sie mehr!“ ist nicht als Kritik an den Bibliotheken, sondern als Ansporn zu verstehen, in einem kontinuierlichen Innovationsprozess immer besser zu werden und noch besser auf die Bedürfnisse „ihrer“ Wissenschaftler und Bürger einzugehen. Dazu müssen die Bibliotheken als Zentren des Wissens und der Zusammenarbeit eine Symbiose mit der Scientific Community und einzelnen Wissenschaftlern sowie diversen Initiativen aus Bürgern und einzelnen Bürgern eingehen. Es versteht sich, dass unter Wissenschaftsgemeinschaft vom Professor bis zum Studierenden alle fallen, die wissenschaftlich tätig sind, und zumindest die öffentlichen Bibliotheken auch bildungsferne Schichten an anspruchsvolle Inhalte heranführen wollen.

Lankes weist in seinem Buch an vielen Beispielen nach, dass exzellente Bibliotheken nicht nur wünschenswert sind, sondern an vielen Orten existieren. Allerdings beschränkt er sich weitgehend auf amerikanische Bibliotheken. So wurde das Buch „Erwarten Sie mehr!“ zwar auch im deutschsprachigen Raum ein Erfolg. Wiederholt wurde jedoch gefragt, wo die Beispiele für Good Practice und beispielhafte Aktivitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz blieben. Dies „nachzuholen“, war ein starker Anreiz für die Herausgabe dieses Buches.

Zu einer weiteren Quelle für dieses Buch wurde zweitens der von Willi Bredemeier herausgegebene Reader „Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft?“ In diesem Buch werden Auswege aus der Krise der Informationswissenschaft (beispielsweise mangelnde Kenntnisse und Akzeptanz in Politik, Wirtschaft und breite Öffentlichkeit) erörtert, die Suche nach einem gemeinsamen Bezugsrahmen thematisiert und eine Leistungsschau der deutschsprachigen Informationswissenschaft vom Online-Marketing bis zu „Smart City“ und „Smart Country“ zusammengestellt. Ein Teil des Buches ist den wissenschaftlichen Bibliotheken gewidmet, und auch hier wird die Notwendigkeit einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken und Wissenschaftsgemeinschaft betont.

In zwei sich anschließenden Veranstaltungen wurde vom Buch „Zukunft der Informationswirtschaft“ ausgegangen, das eine mal in Trägerschaft des Berliner Arbeitskreises für Information, das andere mal in Trägerschaft der ZB MED (Köln), beide in enger Partnerschaft mit Open Password. Als die zentrale Voraussetzung, die aktuellen Herausforderungen zu bestehen, wurde von den Referenten und Diskutierenden die Vertiefung der Interdependenzen zwischen Bibliotheken und Informationswissenschaft genannt.

Eine dritte Quelle für dieses Buch sind unsere langjährigen persönlichen Erfahrungen in und mit Bibliotheken. Wir sind uns des Ruhmes der wissenschaftlichen Bibliotheken bewusst, ohne deren Leistungen der Wissensstandort Deutschland im 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg nicht weltweit führend gewesen wäre. Im späten 20. Jahrhundert waren wir als Gestalter mittendrin oder als Beobachter nahe dran, als die „elektronische Revolution“ nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft verwandelte, sondern auch in den Bibliotheken Einzug hielt und wir haben die Entwicklung der Bibliotheken bis hin zu Open Access und Citizen Science über die Jahrzehnte begleitet.

In diesem langen Zeitraum haben wir auch Beispiele gefunden, die sich weniger gut als Good Practice darstellen lassen. Man möge sich dazu nur das Buch von Helga Schwarz vornehmen, das ich gleichfalls verlegt habe („Das Deutsche Bibliotheksinstitut im Spannungsfeld von Auftrag und Interesse“, Berlin 2017). Das hat auch damit zu tun, dass sich Good Practice nicht zuletzt durch Kooperationen, insbesondere auch durch internationale Kooperationen, verwirklichen lässt. Kooperationen zwischen den Bibliotheken wurden aber früher klein geschrieben, weil die Bibliothekare vor allem auf die Größe und Schönheit ihrer Bestände schauten und so die eine Bibliothek die Konkurrenz der anderen war. Diese Orientierungen waren mit der „elektronischen Revolution“ nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Mittlerweile haben sich teilweise mit Hilfe der neuen Technologien die bibliothekarischen „Leuchttürme“ oder Modellfälle für Good Practice stark vermehrt und der Trend zum Besseren und noch Besseren ist unübersehbar geworden. Man kann nur staunen, wenn man beispielsweise die Beiträge von Tebarth und Seeliger liest, zu welchen phantasiereichen und erstaunlichen Kooperationen an sich kleine Spezial- und Hochschulbibliotheken fähig sind. Allerdings sollte man die elektronischen Tools nicht absolut setzen und haben die konventionellen Werkzeuge nach wie vor ihre Bedeutung, wie beispielsweise Oliver Renn in seinem Beitrag gezeigt hat. Das alles machte uns Mut, einige dieser „Leuchttürme“ – sei es in einer Gesamtbetrachtung einer Einrichtung, sei es in einer Darstellung, wie sich die Bibliotheken einen neuen Aufgabenbereich angeeignet haben – näher zu beschreiben, dies auch als Anreiz, es diesen Leuchttürmen gleich zu tun.

Über die Konferenzen „Zukunft der Informationswissenschaft – Hat die Informationswissenschaft eine Zukunft?“ in Berlin und „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“ in Köln wurde in der Zeitschrift Open Password eingehend berichtet. Das Buch „Bibliotheken. Wegweiser in die Zukunft. Projekte und Beispiele“ nimmt diesen Faden auf und beginnt mit einem journalistisch aufbereitetem Protokoll der ZB-MED-Veranstaltung. Es werden sowohl Gesamtüberblicke auf Gegenwart und Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken gegeben als auch fachliche Diskurse über aktuelle kritische Fragen und mögliche bibliothekarische Zukünfte geführt.

Es folgen Darstellungen zu Bibliotheken und verwandten Einrichtungen, die dem Ideal einer wissenschaftlichen Bibliothek näher gekommen sind: das Informationszentrum Chemie-Biologie-Pharmazie an der ETH Zürich (Oliver Renn) – die Hochschulbibliothek der TH Wildau (Frank Seeliger) – das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation/ZPID (Bianca Weber, Michael Bosnjak, Erich Weichselgärtner und Tom Rosmann) – die Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum (Erda Lapp) und die Martin-Opitz-Bibliothek (Arkadiusz Danszcyk und Hans-Jakob Tebarth). Dabei zeigt sich, dass Good Practice überall möglich ist, ob in Hochschulbibliotheken oder Spezialbibliotheken oder öffentlichen Bibliotheken oder weiteren Einrichtungen, in denen die Erfüllung bibliothekarischer Pflichten eine wichtige Aufgabe ist. Darunter können sich auch sehr kleine Stadtbüchereien befinden.

Es folgen die Darstellungen, wie sich ausgewählte Bibliotheken neuer innovativer Aufgaben angenommen und was sie dabei geleistet haben, beispielsweise in den Bereichen Open Access, Forschungsdatenmanagement, Aufbau einer wissenschaftlichen Infrastruktur für nicht-textuelle Materialien sowie Versorgung mit Open Educational Resources, um nur diese zu nennen. Auch diese Beispiele machen uns Bibliothekare Mut, wieder an die große Zeit wissenschaftlicher Bibliotheken anknüpfen zu wollen, allerdings mit einem ganz anderen Dienstleistungsverständnis, mit einem tieferen Wissen für alte und neugewonnene Zielgruppen, mit denen wir Communities bilden wollen, und mit völlig anderen Tools.

Das Buch endet mit einem „Blick auf öffentliche Bibliotheken“. Diese sind in der Tat ganz anders als wissenschaftliche Bibliotheken, weil sie sich völlig anderen Zielgruppen zuwandten, zum Beispiel Kinder und Senioren. Aus den intellektuell anregenden und die Herzen erwärmenden Darstellungen der Bibliothekare über ihre Einrichtung in öffentlichen Bibliotheken von Köln in Nordrhein-Westfalen über Berlin-Marzahn bis Meiningen in Thüringen geht indirekt hervor, dass sich die öffentlichen Bibliotheken und wissenschaftlichen Bibliotheken in den vergangenen Jahrzehnten ferner gestanden haben als dies hätte sein müssen. So möge dieses Buch eine Anregung für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken sein, bei Gelegenheit zusammenzurücken und voneinander zu lernen und gemeinsam zu handeln.

Die Veranstaltung „Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken?!“ fand bereits unter Corona-Bedingungen als virtuelle Zoom-Konferenz statt, so dass in den Beiträgen auf die neue Herausforderung eingegangen wurde. Auch in weiteren Beiträgen wird die Pandemie erwähnt. Allerdings steht in diesem Buch insgesamt gesehen die Kontinuität des bislang Erreichten im Fokus. Hier ist einzuräumen, dass der Lockdown viele bibliothekarische Dienste enorm zurückgeworfen hat, obgleich die Bibliothekare typischerweise mit Enthusiasmus die grundlegenden digitalen Dienste aus dem Home Office heraus unter den strengen Auflagen wieder aufbauten.

Um hier auf die Erfahrungen der Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum zurückzugreifen: Die meisten Nutzer zeigten sich denn auch mit den Online-Informationen, Beratungen und Schulungen, die die Bibliothek aktuell bereitstellt, zufrieden. Gleichwohl, die Nutzung der Bibliothek als Lernort ist nur noch für einen Bruchteil der Studierenden möglich, vorzugsweise für Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben und zuhause keine guten Arbeitsmöglichkeiten haben. Der Komfort der Bibliothek als Lernort ist also noch weit von dem entfernt, was vor der Krise möglich war, und die Bibliothek kann im Augenblick ihre Rolle als Maker Space und Veranstaltung auf dem Campus nicht erfüllen. Die Überführung dieser Aktivitäten zumindest teilweise in den digitalen Raum ist nicht leicht und wird Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen.

Aber viele Weichen sind gestellt, um nach der Pandemie und auch dann, wenn wir auf Dauer mit dem Virus leben müssten, an das anzuknüpfen, was die Bibliotheken vor der Pandemie geleistet haben und das weiterzuentwickeln, was sie während der Pandemie dazulernten. Dazu müssen sich die Bibliotheken neue Formate ausdenken, die Kollaboration und Interaktionen auch unter den Bedingungen der Coronazeit möglich machen. Beispiele studentischer Open-Access-Zeitschriften – an der Ruhr-Universität Bochum gibt es solche Initiativen zur Kunstgeschichte und zur Geschichte des Mittelmeerraums – sind ein Start in die richtige Richtung.

Mittlerweile drängt eine Generation an die Hochschulen, die am Ende ihrer Schulzeit im Zeichen der Pandemie viel Verunsicherung und Isolation erfahren haben. Hier heilend mitzuwirken, ist eine Aufgabe der Bibliothek. Bibliothekare können das. Es ist im Interesse der Bibliothek, dass die Erfahrungen der Studierenden in ihrer Studienzeit durch ihr weiteres Leben tragen.

Wir wollten versuchen, bei der Gestaltung dieses Buches nicht hinter dem Innovationsgeist der bibliothekarischen Leuchttürme zurückzustehen. So haben wir intensiv mit unseren Autoren, denen wir alle zu großem Dank verpflichtet sind, zusammengearbeitet, unter anderem mit dem Ziel, Inhalte, die zunächst an kleine Fachkreise gerichtet waren, für eine breitere Öffentlichkeit attraktiv zu gestalten. Um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, wählten wir gleich drei Kommunikationswege. So erscheinen die Beiträge in Open Password und werden in den Repositorium der Ruhr-Universität Bochum und des Simon-Verlages verfügbar gemacht. Darüber hinaus erscheint ein Teil dieser Beiträge in diesem Buch.

Mögen Ihnen die Inhalte, mit denen wir Sie auf mehreren Kommunikationswegen zu erreichen suchten, dienlich sein.

Kaufentscheidungen

Die wachsende Macht der Influencer bei Twens

Jeder Zweite in den 20ern hört
beim Shoppen auf YouTuber & Instagrammer

Influencer und Kaufentscheidungen
(Faktenkontor) Nie zuvor übten Influencer in den Sozialen Medien einen stärkeren Einfluss auf Kaufentscheidungen aus: Innerhalb eines Jahres haben 21 Prozent der deutschen Internet-Nutzer ab 16 Jahren mindestens einmal ein Produkt gekauft, weil es von einem YouTuber beworben wurde. 18 Prozent hörten bei der Auswahl von Anschaffungen und Dienstleistungen nach eigenen Angaben auf den Rat von Instagrammern. Auch Blogger und andere Social-Media-Promis verleiten kräftig und mehr denn je zum Geldausgeben. Das zeigt der aktuelle Social-Media-Atlas 2021 der Hamburger KommunikationsberatungFaktenkontor und des Marktforschers Toluna, für den 3.500 Internet-Nutzer repräsentativ befragt wurden.

Auch Blogger & Co beeinflussen Konsum. In Blogs fanden 16 Prozent der Onliner innerhalb eines Jahres mindestens eine überzeugende Kaufanregung. Auf sonstigen Kanälen aktive Influencer waren zusammen zusätzlich bei 17 Prozent der Internet-Nutzer für eine Konsumentscheidung ausschlaggebend.

Einfluss der Influencer nimmt zu. Der Einfluss von YouTubern auf Kaufentscheidungen stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte. Instagrammer, Blogger und sonstige Social-Media-Prominente legten um jeweils fünf Prozentpunkte zu.

Instagram macht Power-Shopper. Während YouTuber mehr Konsumenten beeinflussen, regen Influencer auf Instagram ihre Follower zu mehr Käufen an: Fünf Prozent der Internet-Nutzer ab 16 Jahren haben mehr als fünfmal in zwölf Monaten ein Produkt gekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen, weil ein Instagrammer dafür geworben hat. Lediglich drei Prozent folgten nach eigenen Angaben genauso häufig einer Empfehlung vonYouTubern, die in dieser Hinsicht mit Bloggern gleichauf liegen.

Auf längere Sicht noch mehr Meinungsmacht. Zieht man auch Kaufentscheidungen, die länger als ein Jahr zurückliegen, in die Betrachtung mit ein, beweist sich der Einfluss der Influencer als noch größer: 24 Prozent der Onliner ab 16 Jahren sind schon einmal der Kaufempfehlung eines YouTubers gefolgt. Jeweils jeder fünfte ließ sich nach eigenen Bekundung von einem Instagrammer und sonstigen Influencern überzeugen, 18 Prozent von Bloggern.

Einfluss der Influencer auf Twens am stärksten. Den größten Einfluss haben Social-Media-Influencer auf die Kaufentscheidungen von Twens: 52 Prozent der Internet-Nutzer zwischen 20 und 29 Jahren folgten bei Anschaffungen bereits Empfehlungen von YouTubern. Instagrammer liegen in dieser Altergruppe mit 50 Prozent dicht auf. Blogger erzielen mit 42 Prozent genauso wie sonstige Influencer mit 44 Prozent bei Usern in ihren 20ern ebenfalls ihre höchsten Quoten. Ab 30 Jahren Lösung von Influencern. Ab 30 geht es dann abwärts: Der Einfluss aller Arten von Social-Media-Influencern auf Kaufentscheidungen sinkt mit steigendem Alter der Nutzer. Bei Onlinern jenseits der 50 hat es bisher noch keiner von ihnen geschafft, auch nur jeden zehnten ein einziges Mal zum Erwerb eines Produktes oder Inanspruchnahme einer Dienstleistung zu bewegen.

Unternehmen unterschätzen Influencer. "Wer mit seinen Produkten jüngere Zielgruppen anspricht, sollte die Roll der Influencer bei deren Meinungsbildung nicht unterschätzen. Das sehen wir leider noch viel zu oft - auch bei Unternehmen, die es eigentlich besser wissen sollten," so Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors. "Wichtigste Grundregeln für Marketing und Unternehmenskommunikation sind hier: Erstens, nimm YouTuber, Blogger & Co genauso ernst wie Vertreter klassischer Medien. Zweitens: Nicht Hyperventilieren, wenn sich ein Influencer kritisch äußert. Nicht arrogant, sondern konstruktiv damit umgehen. So erarbeitet man sich als Unternehmen eine gute Reputation in seiner Zielgruppe."

Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer repräsentativen Umfrage die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland und dient Unternehmen als Grundlage zur strategischen Planung ihrer Social-Media-Aktivitäten.

NFDI4DataScience

Die Science- und Artificial-Intelligence-Community voranbringen

(ZB MED) Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen, den Antrag der Initiative NFDI for Data Science and Artificial Intelligence (NFDI4DataScience) zu fördern. Ziel von NFDI4DataScience ist der Aufbau einer Community-getriebenen Forschungsdateninfrastruktur für Datenwissenschaften und künstliche Intelligenz. Koordiniert wird das Konsortium vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften ist Partner und Mitantragsteller im Konsortium.

NFDI4DataScience konzentriert sich auf Daten und Artefakten, die sich innerhalb der wissenschaftlichen Community etabliert haben. Dazu zählen Veröffentlichungen, Daten, Modelle und Code. Transparenz, Reproduzierbarkeit und Fairness sind wichtige Herausforderungen.
Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, sagt: „Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur ermöglicht die Nutzung wertvoller Datenbestände aus Wissenschaft und Forschung für das gesamte deutsche Wissenschaftssystem. Dies wird die Innovationskraft des Forschungsstandortes Deutschland und unsere Position im internationalen Wettbewerb nachhaltig stärken.“

Dr. Sonja Schimmler, Sprecherin des Konsortiums, sagt: „Mit NFDI4DataScience wollen wir die Data Science- und Artificial Intelligence-Community in der Wissenschaft voranbringen, einem interdisziplinären Feld mit Wurzeln in der Informatik. Unser Ziel ist es, bestehende Lösungen zu nutzen und eng mit den anderen NFDI-Konsortien und darüber hinaus zusammenzuarbeiten.“
NFDI4DataScience wird alle Schritte des interdisziplinären Forschungsdatenlebenszyklus unterstützen, einschließlich der Sammlung/Erstellung, Verarbeitung, Analyse, Veröffentlichung, Archivierung und Wiederverwendung von Ressourcen im Bereich Data Science und Artificial Intelligence. In den letzten Jahren fand ein Paradigmenwechsel statt: Berechnungsmethoden arbeiten zunehmend mit datengetriebenen und oft auf Deep-Learning-basierten Ansätzen. Das führt zu einer zunehmenden Etablierung und Sichtbarkeit von Data Science als einer Disziplin, die vom technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Informatik angetrieben wird und gleichzeitig von großer Relevanz für viele weitere wissenschaftliche Disziplinen ist. Transparenz, Reproduzierbarkeit und Fairness sind aufgrund der Komplexität moderner Data-Science-Methoden, die oft auf einer Kombination aus Code, Modellen und Daten für das Training basieren, zu entscheidenden Herausforderungen für Data Science und Artificial Intelligence geworden.

NFDI4DataScience wird von Fraunhofer FOKUS koordiniert, das Konsortium umfasst 15 Partner: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) - Fraunhofer FOKUS - Fraunhofer FIT - FIZ Karlsruhe - GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften - Hamburger Informatik Technologie-Center e.V. (HITeC) - Leibniz Universität Hannover - Schloss Dagstuhl, Leibniz-Zentrum für Informatik - RWTH Aachen - TIB Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften - TU Berlin - TU Dresden - Universität Leipzig – -ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften - ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft



PMG Presse-Monitor

Mit Übernahme von Software-Entwickler X-CAGO
ein weiterer Schritt zu zentralem Daten-Hub
für Verlage


(PMG) Die PMG Presse-Monitor erwirbt das Software-Haus X-CAGO. Das ursprünglich niederländische Unternehmen ist international bekannt für das Konvertieren und Vereinheitlichen unterschiedlichster Content-Formate sowie für seine etablierte digitale Archiv-Lösung, die viele führende Verlage auch als Content-Distributionsplattform nutzen.
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Format-unabhängige Content-Verbreitung dank zentralem Daten-Standard möglich
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"Wir führen jetzt das umfangreiche Spezialwissen der Teams von X-CAGO und der PMG bei der Konvertierung und Bereitstellung hochwertiger digitaler Verlags-Inhalte zusammen" begründet Ingo Kästner, Geschäftsführer der PMG, die Übernahme. "Damit schaffen wir einen höheren, einen zentralen Daten-Standard in der Verlags-Branche, der anschlussfähig an alle noch kommenden Formate ist. Publishern können wir eine schnelle und günstige Daten-Konvertierung und Archiv-Lösung in höchster Qualität anbieten und die rechtssichere Nutzung der Inhalte garantieren. Der neue Daten-Standard ermöglicht eine format-unabhängige Content-Verbreitung im Original-Layout und erschließt Verlagen neue Vermarktungskanäle."

Mit dem Zukauf ergänzt die PMG ihr Angebot der Inhalte- und Rechtevermarktung für Verlage und stellt sich breiter als Dienstleister für das Content-Management von Medienhäusern und Monitoringunternehmen auf.
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Zentrale Daten-Konvertierung bringt Publishern weiteres Wachstum aus der Zweitvermarktung
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"Die Konvertierung von Print- und Online-Inhalten in einheitliche, hochwertige digitale Formate, die für weiterführende digitale Produkte geeignet sind, ist alles andere als einfach, aber eine absolute Notwendigkeit für Verlage", erklärt Koos Hussem, CEO und Gründer von X-CAGO. "Verlage bedienen mit ihren Inhalten eine Vielzahl interner wie externer Kanäle. Das macht die Datenkonvertierung komplex, zeitaufwändig und fehleranfällig, was sich schnell negativ auf die Qualität der Inhalte und den wirtschaftlichen Erfolg von Content Marketing auswirkt, sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich."
Indem X-CAGO und PMG ihre Fähigkeiten bündeln, können Medienhäuser und Publisher auf bewährte Technologien und Strukturen zugreifen und neues Wachstum aus der erweiterten Vermarktung ihrer Inhalte erschließen. Dabei profitieren sie doppelt von dem neuen Angebot: Verlage kommen in den Genuss einer schnellen, kostengünstigen und qualitativ hochwertigen Konvertierung ihrer Inhalte für eine breite digitale Zweitverwertung. Zudem müssen sie nicht selbst den Aufbau und Unterhalt einer teuren Infrastruktur stemmen.

Die Geschäftsführung der X-CAGO B.V. werden Koos Hussem und Ingo Kästner zukünftig gemeinsam verantworten.

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