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Open Password - Mittwoch, den 15. September 2021

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ARD/ZDF - Massenkommunikation Trends 2021 – Pandemie – Fernsehen – Radio – Nicht-lineare Nutzung – Streaming-Dienste – Mediatheken – Podcasts – Öffentlich-rechtlicher Rundfunk – Audio – Internet – Mediennutzungsdauer – Lesen – Zeitsouveränität – Lineares Fernsehen – YouTube – Regionale Inhalte – Journalistische Qualität – Relevanz der Inhalte – Hessischer Rundfunk – Manfred Krupp – Thomas Bellut – Zeitungen – Zeitschriften – GIM – Media Perspektiven - American Astronomical Society – Open Access – LinkedIn – Learning Hb – GfK – gfknewron - AI-powered Data Analytics and Consulting Company – Qualtrics – EX25 - Employee Experience Management – Stories Feature – New York Times – Wirecutter – Microsoft – Microsoft Start – Wolters Kluwer Tax & Accounting – Audit Data Analytics Resource – Outsell – Alma – Ex Libris – ProQuest – Bayerische Staatsbibliothek – Phishing – KnowBe4 – Check Point – Bleeping Computer – Social Engineering

I.
Titelgeschichte
ARD/ZDF-Massenkommunikations Trends 2021: Im Corona-Alltag bleibt Fernsehen stabil, Radio legt wieder zu - Entwicklung zur nicht-linearen Nutzung und zu mehr Zeitsouveränität


II. International News

III. Alma: Bayerische Staatsbibliothek geht zu Ex Libris



IV. KnowBe4: LinkedIn-Phishing bleibt für Jobsuchende gefährlich



ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2021

Im Corona-Alltag bleibt Fernsehen stabil, Radio legt wieder zu
Entwicklung zur nicht-linearen Nutzung und zu mehr Zeitsouveränität
Infografiken unter www.ard-zdf-massenkommunikation.de


(HR) Die Corona-Pandemie dominiert weiterhin den Alltag der Menschen. Fernsehen und Radio bleiben für sie bei der Mediennutzung feste Orientierungspunkte, so das Ergebnis der ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2021. Auch die Streaming-Dienste und Mediatheken bauen ihre Reichweite weiter aus, vor allem im mittleren Alterssegment. Aber auch die Zahl der älteren Nutzer wächst. Podcasts legen innerhalb eines Jahres in der Reichweite deutlich zu. Insgesamt nutzen die Deutschen im Schnitt mehr als sieben Stunden pro Tag Medien - am häufigsten Bewegtbild vor Audio und deutlich vor Text. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bleibt nach Einschätzung der großen Mehrheit der Befragten auch in Zukunft unverzichtbar.

Praktisch alle Menschen ab 14 Jahren in Deutschland (99 Prozent) nutzen täglich Medien. Die Gesamtreichweite von Bewegtbild legt auf 89 Prozent täglich zu. Fernsehen bleibt - trotz zunehmender zeitsouveräner Nutzung - in der Gesamtbevölkerung stabil und mit 66 Prozent das zentrale Alltagsmedium im Video-Bereich.

Die täglichen Audio-Reichweiten steigen im gleichen Maße und liegen mit 85 Prozent nur knapp hinter dem Bewegtbild. Das Radio ist hier unangefochtener Spitzenreiter und erreicht mit 76 Prozent täglich mehr Menschen denn je. Texte verlieren weiter etwas an Tagesreichweite und kommen auf 45 Prozent. Artikel im Internet erreichen dabei pro Tag 20 Prozent der Menschen und damit etwa genauso viele wie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften (19 Prozent).

Um fünf Minuten auf 429 Minuten steigt die Mediennutzungsdauer im Corona-Alltag. Mit mehr als dreieinhalb Stunden entfällt gut die Hälfte dieser Zeit auf Bewegtbild-Angebote (222 Minuten, plus 9 Minuten). Radio, Musik, Podcasts und Hörspiele werden pro Tag knapp drei Stunden lang genutzt (177 Minuten, minus zwei Minuten.) Weniger als eine Stunde pro Tag wird gelesen - ein Rückgang um eine Minute auf 52 Minuten.

Vor allem die 30- bis 49-Jährigen steigern nach Rückgängen 2020 in diesem Jahr ihre Mediennutzungsdauer deutlich um fast eine halbe Stunde auf 396 Minuten pro Tag. Davon profitieren in erster Linie zeitsouverän nutzbare Video- und Audioinhalte.

29 Prozent der Videonutzungszeit pro Tag erfolgt bereits zeitsouverän über das Internet - zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 71 Prozent entfallen auf das lineare Fernsehen und selbst aufgenommene Sendungen. Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern unter 30 Jahren ist selbstbestimmte Videonutzung bereits der Normalfall: Der Anteil der non-linearen Nutzungsdauer steigt hier auf 78 Prozent weiter an (plus 7 Prozentpunkte), die auf Streaming-Dienste und YouTube gefolgt von Mediatheken entfällt.

Die TV-Sender sind dabei gleichermaßen Profiteure und Verstärker des Trends zum Zeitsouveränen: Die Mediatheken erreichen innerhalb einer Woche mittlerweile 38 Prozent der Bevölkerung - ein Zugewinn von fünf Prozentpunkten. Neben den 30- bis 49-Jährigen (Anstieg der Wochenreichweite von 42 auf 50 Prozent) entdecken auch immer mehr Ältere die Vorzüge von TV-Sendungen und Filmen auf Abruf (50- bis 69-Jährige: 37 Prozent Wochenreichweite, plus neun Prozentpunkte).

Befragt nach ihren Erwartungen an die Zukunft der Medien sagen 81 Prozent der Menschen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch in Zukunft unverzichtbar bleibe. 91 Prozent denken, dass regionale Inhalte in den Medien wichtig blieben. Verlässliche Informationen würden in Zukunft wichtiger, sagen 89 Prozent der Menschen. Im Leistungsvergleich mit dem privaten Rundfunk liegen die Stärken des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus Sicht der Bevölkerung insbesondere bei journalistischen Qualitätskriterien (70 Prozent) und der gesellschaftlichen (71 Prozent) Relevanz der Inhalte. Besonders hoch sind die Zustimmungswerte hier bei den jüngeren Befragten.

Der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Forschungskommission Manfred Krupp: "Die Zahlen zeigen: Wir sind weiterhin unverzichtbar. Für die Menschen besonders wichtig sind die regionalen Inhalte - ein Teil des Markenkerns der ARD. Das ist ein tolles Ergebnis und ein großer Ansporn für uns. Die Studie zeigt auch, dass wir in der ARD mit unserer Digitalstrategie auf dem richtigen Weg sind: Wir verlieren die linearen Programme nicht aus dem Blick und setzen gleichzeitig auf Mediathek und Audiothek, die vom Publikum immer stärker genutzt werden."

Der ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: "Die Studie zeigt, dass unsere Inhalte, egal ob linear oder zeitunabhängig verbreitet, für die meisten Menschen in Deutschland relevant und unverzichtbar sind. Das bestärkt uns in unserer Arbeit. Mit gut recherchierten, glaubwürdigen Informationen, aber auch mit hochwertiger Unterhaltung wollen wir die ganze Gesellschaft erreichen. Dafür entwickeln wir das Programm und die ZDFmediathek kontinuierlich weiter."

Das Radio ist als Alltagsbegleiter in Krisenzeiten für die Menschen wichtiger denn je: In allen Altersgruppen erzielt es höhere Tagesreichweiten als 2020 - sie rangieren zwischen 60 Prozent (unter 30-Jährige, plus neun Prozentpunkte) und 82 Prozent (50- bis 69-Jährige, plus drei Prozentpunkte).

Mit 75 Prozent entfällt auch der größte Teil der Hördauer auf das lineare Radioprogramm, selbst bei den 14- bis 29-Jährigen liegt es 2021 mit 70 Minuten wieder knapp vor den Musik-Streaming-Diensten. Die Tendenz zum Zeitsouveränen setzt sich aber auch bei Audio kontinuierlich fort: Die unter 30-Jährigen verbringen bereits 59 Prozent ihrer Audio-Zeit auf diese Art und Weise - vor allem mit Musik über Streaming-Dienste oder YouTube. In der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil der zeitsouveränen Nutzung bei 25 Prozent.

Podcasts und zeitversetzte Radiosendungen steigern die Zahl ihrer regelmäßigen Nutzer deutlich. Innerhalb eines Jahres steigt die mindestens wöchentliche Nutzung von 20 auf 28 Prozent. Dynamische Reichweitenzuwächse gibt es - auch hier - vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen: 38 Prozent von ihnen hören mindestens einmal pro Woche Podcasts oder zeitversetzte Radiobeiträge oder -sendungen - 16 Prozentpunkte mehr als noch ein Jahr zuvor.

Nur noch 58 Prozent der Bevölkerung nutzen mindestens einmal wöchentlich eine gedruckte Zeitung oder Zeitschrift, aber inzwischen lesen 75 Prozent Artikel in digitaler Form.

Methode: Die Daten der ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends basieren auf einer repräsentativen Dual-Frame-Stichprobe von insgesamt 2.001 deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren in Deutschland. Die Studie wurde vom Institut GIM durchgeführt und dauerte von Ende Januar bis Ende April 2021. Ausführliche Analysen werden in der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" (www.media-perspektiven.de) veröffentlicht. Die Website www.ard-zdf-massenkommunikation.de hält Daten und ergänzende Informationen bereit.

International News

The Amerian Astronomical Society Switches
to Open Access

Research results in astronomy, solar physics, and planetary science are about to become more widely accessible to scientists and the public alike. The American Astronomical Society announced the switch of its journals to fully open access as of 1 January 2022.

LinkedIn Doubles down on Development with New Learning Hub, Free Courses and New Search Fields for Hybrid Working

LinkedIn is launching a new Learning Hub aimed at organizations to provide professional development and other training to employees. And it’s making 40 courses free of charge to LinkedIn members specifically to address some of the changes afoot, such as how to adapt to hybrid working, and more.

GfK Launches AI-supported Intelligence Platform “gfknewron”

GfK launches gfknewron, its integrated, AI-powered software platform. Using gfknewron, companies can now access market, consumer and brand data from a single source of truth. gfknewron is an important step in GfK's transformation from classical market researcher towards an AI-powered data analytics and consulting company.

Qualtrics Launches EX25, Modernizing the Approach to Managing the Employee Experience

Qualtrics is launching EX25, a new framework designed to help employers regularly listen to their employees, featuring 25 key drivers that impact every employees’ workplace experience. EX25 is built into Qualtrics EmployeeXM, the product for employee experience management.

LinkedIn Is Scrapping Its Stories Feature to Work on Short-Form Video

LinkedIn announced that it will suspend its Stories feature on September 30 and begin working on a different way to add short-form videos to the platform. LinkedIn announced the upcoming change to warn advertisers who might have already purchased ads that would run in between Stories.

The New York Times Company Launches Digital Subscriptions for Wirecutter
The New York Times Company announced that Wirecutter, its product recommendation service, will institute a metered paywall, asking its frequent users to subscribe for unlimited access to its research and recommendations.

Microsoft Launches a Personalized News Service, Microsoft Start
Microsoft is introducing its own personalized news reading experience called Microsoft Start. The feed will combine content from news publishers, but in a way that’s tailored to users’ individual interests.

Wolters Kluwer Introduces Audit Data Analytics Resources to Help CPA Firms Deliver Higher Quality Audits
Wolters Kluwer Tax & Accounting announced that it has launched a library of complimentary Audit Data Analytics Resources designed to help audit practitioners in tax & accounting firms move away from a traditional data sampling approach when conducting audit engagements and toward analyzing all client transactions in real time.



Alma

Bayerische Staatsbibliothek geht zu Ex Libris

(Ex Libris) Ex Libris, ein Unternehmen von ProQuest, gibt bekannt, dass Deutschlands größte Forschungs- und Universalbibliothek, die Bayerische Staatsbibliothek (BSB), die Umstellung auf die cloudbasierte Ex Libris Alma-Plattform für Bibliotheksdienste vollzieht, nachdem diese bisher fast 20 Jahre lang über ein zunehmend komplexes und begrenztes lokales System bereitgestellt wurden.

Die BSB, eine der renommiertesten Universalbibliotheken Europas, wird die Alma-Plattform nutzen, um gedruckte, elektronische und digitale Materialien über eine einzige einheitliche Oberfläche zu verwalten. Als cloudbasierte Lösung werden die Alma-Dienste die BSB dabei unterstützen, ihre Arbeitsabläufe zu vereinheitlichen, eine optimierte Nutzererfahrung zu bieten, die Effizienz deutlich zu erhöhen sowie Kosten zu senken.


KnowBe4


LinkedIn-Phishing bleibt
für Jobsuchende gefährlich

Derzeit nutzen etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Portal LinkedIn. Weltweit sind dort mehr als 30.000 Unternehmen aktiv, die laut Statistiken vor Corona fast drei Millionen Job-Angebote im Monat veröffentlicht hatten. Für viele ist das Portal zu einem Ort geworden, an dem Informationen geteilt und Kontakte geknüpft werden. Und genau das wissen auch Cyberkriminelle für sich zu nutzen. Darüber hinaus ist die Plattform selbst nicht unbedingt gefeit vor Cyberangriffen wegen mangelhafter API-Sicherheit, wie Check Point's Sicherheitsforscher jüngst kommentierten als in Medienberichten 700 Millionen gestohlene Datensätze im Darknet auftauchten.

Nach dem Q2 Phishing Report von KnowBe4 wurden zu 41 Prozent Betreffzeilen mit dem Thema LinkedIn genutzt. Phishing mit diesem sozialen Netzwerk hat in den letzten drei Jahren die Kategorie der sozialen Medien dominiert. Die Nutzer sehen diese E-Mails schnelle als legitim an, da LinkedIn ein professionelles Netzwerk ist. Dies führt zu erheblichen Problemen, da viele LinkedIn-Nutzer ihre Konten an ihre Firmen-E-Mail-Adressen gebunden haben. Darüber hinaus hat die Anzahl der Phishing-E-Mails, die sich auf HR-Themen beziehen, deutlich zugenommen.

Laut Bleeping Computer war es Sicherheitsforschern möglich, eine Stellenanzeige zu posten, ohne das Unternehmen, für das sie angeblich arbeiten, bestätigen zu müssen. Wenn ein Cyberkrimineller eine bestimmte Branche oder ein bestimmtes Unternehmen ins Visier nehmen möchte, kann er einen Entwicklerjob als konkurrierendes Unternehmen im selben Sektor ausschreiben.

Die Gefahr, auf Social Engineering hereinzufallen, ist einer der Hauptgründe, warum Unternehmen ihre Benutzer zu kontinuierlichem Security Awareness Training anhalten sollten. Leider bedienen sich Social Engineering-Taktiken nicht nur E-Mails, sondern auch zunehmend Social Media-Plattformen.

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