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Open Password - Freitag, den 24. September 2021

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Stadtbücherei Ibbenbüren – Dagmar Schnittker – Schulen Ibbenbüren – Medienkisten – Medienkompetenzrahmen NRW – Medienkiste Europa – Europapuzzle – Währung – Sehenswürdigkeiten – Flaggen – Autokennzeichen – Sprachen – Symbole – Europäische Einrichtungen – Lebenswelt – Lehrer – Lehrerfortbildung – Netzwerk Bibliothek – Deutscher Bibliotheksverband - Deutsche Nationalbiliothek – Profil – Perspektiven – Automatisierung – Netzpublikationen – Langzeitarchiverung Digital Humanities - PMG Presse-Monitor - Portal für Medienbeobachtung, Pressespiegel-Erstellung und Medienanalyse – Ingo Kästner – ZBW - 9. Internationale Open-Science-Conference – Doreen Siegfried

I. Titelgeschichte:
Ibbenbüren: Stadtbibliothek und Schulen Hand in Hand für Medien- und Informationskompetenz

II.
Deutsche Nationalbibliothek: 10 Millionen Netzpublikationen

III.
PMG: Do-it-yourself-Mediendatenbank in der Entwicklung

IV.
ZBW-Call for Papers: 9. Internationale Open-Science-Conference
Ibbenbüren

Stadtbibliothek und Schulen Hand in Hand
für Medien- und Informationskompetenz

Von Dagmar Schnittker. dagmar.schnittker@ibbenbueren.de


Zweiter Teil
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In der weiteren Zusammenarbeit mit den LehrerInnen der „Bildungspartnerschaft Schulen“ wurden insbesondere die Inhalte der Medienkisten erörtert. Ein ganz neues Verständnis zum Lernen bei der Wanderung durch die Stationen sowie die Sichtung der genutzten Lehrwerke der Schulen ermöglicht eine bessere Auswahl von Medien für die verschiedenen Themenbereiche. Mit zwei Sonderschulpädagoginnen wurde die Bildungsmesse Didacta in Köln besucht und vor Ort Material für die neuen Medienkisten eingekauft. So wird die Medienkiste „Mein Körper“ künftig neben dem klassischen Buch auch ein Herzmodell sowie ein Stethoskop enthalten. Unsere Arbeit wurde ebenfalls von der Medienberatung im Kreis Steinfurt sehr unterstützt. Besondere Hilfe gab es auch von den PädagogInnen, die sich über Twitter vernetzt haben. Vom „#Twitterlehrerzimmer“ aus wird vielfach schnelle Unterstützung zu Tools und didaktischen Fragestellungen gegeben. Auch der monatliche Austausch mit BibliothekskollegInnen im #BibchatDE ist eine Bereicherung und stellt eine hervorragende Vernetzung sicher, um die Herausforderung der Digitalisierung gemeinsam zu bewältigen. Zur wechselseitigen Unterstützung sind auch die Gruppen „Makerspace in Bibliotheken“, „Medienpädagogik“ und „games4culture – Gaming in Bibliotheken, Museen und Archiven“ auf Facebook unterwegs.

Zum Bildungspartnerkongress im Oktober 2019 wurde die analog-digitale Medienkiste „Europa“ entwickelt.
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Titelbild „Medienkiste Europa“ in der Stadtbücherei Ibbenbüren


Die Medienkiste für Grundschulen enthält Bücher, Filme und Material sowohl zum analogen als auch digitalen Einsatz in der Schule. Beigefügt ist ein Lehrerhandbuch als Hilfestellung, um mit den Schülern aktiv und interaktiv, analog und/oder digital mit dem Material zu arbeiten. Konzipiert ist das Material zum Kennenlernen verschiedener Stationen. Deutlich gekennzeichnet ist der Bezug zum „Medienkompetenzrahmen NRW“.

Der Inhalt: Bücher: Wir reisen durch Europa, Ravensburger (Tip-Toi) - Alle Flaggen dieser Welt, ars edition - Der große Xenos-Europa-Atlas für Kinder, Xenos - Lernwerkstatt – Reise durch Europa, BVK-Verlag - Mit Paddington durch London, Pop-Up-Buch, Knesebeck - DVD: Europa – wo wir leben, didactmedia Konstanz – CD: Was ist Was – Deutschland Europa, Hörspiel, Tessloff - Broschüren: Der kleine Stern in Europa, Sophie und Paul entdecken Europa - Fakten und Zahlen, Europe Direkt - Spiel: Flaggen-Material Europa (Reihe NONNA ANNA), Wehrfritz, Memory der Stadtbücherei Ibbenbüren - Material: Flaggen, Tiptoi-Stift, Europa-Puzzle, Tafelbilder Flaggen und Währung Memory, Postkarten, Spielbanknoten, 3D-Sehenswürdigkeiten, Magnete, Europakarte, 20-Kronen-Banknote.
Mit der „Medienkiste Europa“ lassen sich beispielsweise die folgenden Fragestellungen („Stationen“) bearbeiten:

Europapuzzle: Wo liegt Deutschland in Europa? Welche Länder grenzen an Deutschland an? Ein Einstieg mit einem Europapuzzle sowie der Bezug zur politischen Deutschlandkarte. Fotos mit Kamera und Tablet für die Weiternutzung z. B. in einer Präsentation. Ein Musterarbeitsblatt rundet diese Station ab.

Währung: Wo überall in Europa wird mit dem Euro bezahlt? Mit dieser Spielstation lernen die Kinder die europäische Währung kennen. Es befinden sich 13 Tafelbilder mit 13 dazugehörigen Ländernamen in der Medienkiste. In der Währungsbroschüre der Bundesbank werden 23 verschiedene europäische Münzarten vorgestellt. Verschiedene Arbeitsblätter ermöglichen die Überprüfung des gewonnenen Wissens.

Sehenswürdigkeiten: Diese Station enthält ein von der Stadtbücherei Ibbenbüren erstelltes Memoryspiel in 24 Teilen zu je zwölf Paaren. Jedes Paar besteht aus einer Flagge mit einem Ländernamen und zusätzlich einer Sehenswürdigkeit. Es liegen QR-Codes zu Rätseln und Aufgaben auf learningapps.com bei. Für die Erstellung eines Erklärfilms sind verschiedene Sehenswürdigkeiten in 3D vorhanden, zum Teil wurden diese mit dem 3D-Drucker der Stadtbücherei ausgedruckt. Erläuterungen zum Arbeiten mit einer App zur Nutzung von „Green-Screen“ ergänzen die Station.

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3D-Material „Sehenswürdigkeiten“ in der Stadtbücherei Ibbenbüren



Flaggen: Für diese Station befindet sich in der Medienkiste eine Vielzahl von Flaggen als Buch, Tafelbilder, Ausmalbilder oder Arbeitsblätter zur Bearbeitung der Frage: Welche Flagge gehört zu welchem Land?

Autokennzeichen: Wie ist ein Autokennzeichen generell aufgebaut? Warum braucht man ein Autokennzeichen? Zur Lösung dieser Fragen befinden sich in der Materialkiste stilisierte europäische Autokennzeichen. Die Kinder lernen, den Ländernamen Flaggen zuzuordnen. Dazu weiterführende Ideen und Hinweise zu Erklärfilmen und Learningapps.com und Kahoot.

Sprachen: Wie begrüßt man sich in Frankreich oder Italien? Was heißt „Auf Wiedersehen“ in England oder Spanien? Mit dem Tip-Toi Buch „Wir reisen durch Europa“ und dem dazugehörigen Stift hören die Schülerinnen und Schüler die Antworten in mehreren europäischen Sprachen.

Symbole: Hier geht es um den Euro, die Nationalhymne, den Europatag, die Europaflagge und die Sage „Europas“.

Europäische Einrichtungen: Eine kurze Erläuterung der fünf wichtigsten Einrichtungen der Europäischen Union - das Europäische Parlament, die Europäische Zentralbank, die Europäische Kommission, der Rat der Europäischen Union und der Europäische Gerichtshof.

Lebenswelt: Wie leben die Kinder in Europa? Wie ist ihr Alltag beschaffen? Besonderheiten beim Essen, in der Schule und bei der Kleidung. Als Ergänzung sind Postkarten aus mehreren europäischen Ländern beigefügt.
Der Einsatz einer Rallye mit BIPAROUR mit dem Material der Medienkiste wäre möglich, wird aber wegen der mangelnden Ausstattung in den Grundschulen zurzeit nicht genutzt. Als Ergänzung wurde ein weiterer BIPACOUR angelegt, mit dem die Kinder ihr Wissen überprüfen können und der als Vorbereitung für eine Überprüfung ihres Wissens durch die Lehrer dient. Die Überprüfung lässt sich auch kostenlos in der Bibliothek oder im häuslichen Umfeld durchführen.

Im Austausch mit der Medienberaterin Katja Möhring vom Kreis Steinfurt wurden die Kompetenzbereiche des „Medienkompetenzrahmen NRW“ ergänzt sowie um weitere Hinweise zur fächerübergreifenden Nutzung zum Beispiel im Fach Mathematik „Europa und Zahlen“ mit Bezug zu den Einwohnerzahlen, der Flächengröße, dem Rechnen mit dem Euro usw. angereichert.

Nach dem Einsatz in der Schule erfolgt eine Befragung der Lehrkraft zur Handhabung und Umsetzung. Gefragt wird: „Was hat super funktioniert, wo gab es Probleme?“ Die Antworten helfen, die Medienkiste ständig zu verbessern und die LehrerInnen noch besser zu unterstützen.

Lehrerfortbildung: Mittlerweile finden regelmäßig Fortbildungen zu den Angeboten in der Stadtbücherei Ibbenbüren und der Nutzung der Medienkisten statt. Die Beteiligung am Projekt „Netzwerk Bibliothek“ des deutschen Bibliotheksverbandes führte dazu, dass Ende 2019 in der Bibliothek ein Film gedreht wurde. Dieser zeigt, wie die Stadtbücherei Ibbenbüren in dem Bereich „Lehrerfortbildung“ arbeitet („Fortbildung für das Lehrerteam der Ludgerischule des dbv“ - https://www.youtube.com/watch?v=3qTmr7j6Y3k&feature=youtu.be

Deutsche Nationalbibliothek

10 Millionen Netzpublikationen


(DNB) Mehr als 10 Millionen Netzpublikationen (NP) bietet die Deutsche Nationalbibliothek zur Nutzung an, täglich werden es mehr: Inzwischen stellt der Zugang an Netzpublikationen rund 60% des gesamten Zugangs. Zwei Drittel des NP-Bestandes besteht aus periodisch erscheinenden Netzpublikationen (E-Journals und E-Paper) und rund ein Drittel aus Monografien (Hochschulschriften, Books on Demand, Musikalien, E-Books und Hörbücher). Der Gesamtbestand der Deutschen Nationalbibliothek beträgt mehr als 42 Millionen Medieneinheiten. Knapp ein Viertel aller Bestände der Deutschen Nationalbibliothek ist also mittlerweile digital. Dieses Verhältnis wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter zugunsten der Netzpublikationen verschieben.

Ob auf Papier oder anderen Trägermaterialien oder in digitaler Form: Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt Bücher, Zeitschriften, Karten, Noten, Musik und vieles andere mehr – ohne Wertung, im Original und möglichst lückenlos. Um ihre Gedächtnisfunktion auch für neue Publikationsformate zu erfüllen, baut sie die digitalen Sammlungen aus und entwickelt attraktive und nutzergerechte Präsentationsformen. Mit ihren Diensten und Angeboten fördert sie die Informations- und Meinungsfreiheit und stärkt zentrale Werte unserer Demokratie.

Seit 2006 erstreckt sich der gesetzliche Sammelauftrag der Deutschen Nationalbibliothek auch auf Online-Publikationen, die sogenannten Netzpublikationen. Die Ablieferung der Netzpublikationen erfolgt über automatisierte Verfahren. Dabei werden die Metadaten in anerkannten internationalen Standards gemeinsam mit der digitalen Publikation übermittelt. Der Ablieferungsprozess der Medienwerke unterliegt einer maschinellen Qualitätskontrolle, bevor die Metadaten schließlich in den Katalog und die Volltexte in ein zertifiziertes Langzeitarchiv eingespielt werden, um dort „für die Ewigkeit“ bewahrt zu werden. Ob eine Publikation nur in den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek genutzt werden kann oder im Web frei zugänglich ist, steuern die Abliefernden durch die Angabe von Zugriffsrechten in den Metadaten.

Ein Vorteil der Pflichtablieferung für die Verlage ist die Langzeitarchivierung ihrer E-Books und E-Journals durch die Deutsche Nationalbibliothek. Durch die Verzeichnung im eigenen und in kooperierenden Katalogen sind die Publikationen besser sichtbar; es kann ein Link auf die Homepage des Verlags mitgegeben werden und gegebenenfalls können Verlage auch von der Konvertierung ihrer mitgelieferten Metadaten nach MARC-XML profitieren.

In den "Digital Humanities" bündelt und entfaltet sich seit einigen Jahren schwerpunktmäßig der "Digitale Wandel" in den Geisteswissenschaften. Als eine der großen Gedächtnisinstitutionen Deutschlands bietet die Deutsche Nationalbibliothek ihre Datenbestände und digitalen Sammlungen in ihren Lesesälen für Wissenschaft und Forschung sowie für experimentelles und kreatives Arbeiten so weitgehend wie möglich an. Damit leistet sie ihren Beitrag dazu, dem archivierten Kulturerbe Deutschlands einen lebendigen Platz in der Gesellschaft zu sichern. Die neben der Sammlung physischer Medienwerke entstandene umfangreiche Sammlung an E-Books, E-Journals, E-Paper und anderen digitalen Objekten ist nach den Vorgaben des Urhebergesetzes auch für eine automatisierte Analyse (Text und Data Mining) für wissenschaftliche nicht-kommerzielle Zwecke nutzbar.


PMG Presse-Monitor

Do-it-yourself-Mediendatenbank
in der Entwicklung

(PMG) Die PMG Presse-Monitor entwickelt ein innovatives Portal für Medienbeobachtung, Pressespiegel-Erstellung und Medienanalyse. Als Technologie-Partner hat die PMG APA-Tech, ein Tochterunternehmen der österreichischen Nachrichtenagentur APA, beauftragt, die technische Konzeption und bewährte Software-Komponenten zu liefern. Zudem soll APA-Tech künftig den laufenden Betrieb sichern.

"Wir legen jetzt den Grundstein für einen digitalen Self-Service-Marktplatz, auf dem Publisher mit ihrem Content- Angebot auf den Informations- und Datenhunger von PR-Profis und Kommunikationsexperten treffen," so Ingo Kästner, Geschäftsführer der PMG nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in Wien. "Das Medienpanel der PMG werden wir mit intelligenter Suchtechnologie für eine effiziente Medienauswertung erschließen und unseren Kunden auf einer topmodernen Do-it-yourself-Plattform bereitstellen." Aktuelle Erkenntnisse aus der User Experience-Forschung sowie Anforderungen aus Kunden-Interviews fließen in die Konzeption und Programmierarbeiten des neuen Portals der PMG ein. Das gewährleistet punktgenaue Recherchen, maßgeschneiderte Ergebnisse und ein optimales Nutzererlebnis. Die stark steigenden Nutzer-Zahlen und das immer breitere Medienpanel aus Bewegtbild- und Audioformaten haben die Entwickler ebenfalls im Blick. Ein modularer Ausbau des Portals steht im Pflichtenheft an oberster Stelle.

ZBW: Call for Papers

9. Internationale Open-Science-Conference

Sehr geehrte Kolleg:innen, die 9. Internationale Open Science
Conference wird am 08. und 09. März 2022 als virtuelle Veranstaltung stattfinden. Bitte merken Sie sich den Termin vor. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.open-science-conference.eu/

Für diese Konferenz laden wir Sie ein, einen Abstract für einen der folgenden Calls einzureichen:

· Call for Speakers
· Call for Poster Presentations

Die Einreichungsfrist für Abstracts ist der 15. Oktober 2021.

Die Open Science Conference 2022 bietet Forschenden, Bibliothekar:innen, Praktiker:innen, Infrastrukturanbietern, politischen Entscheidungsträger:innen und anderen wichtigen Akteur:innen ein einzigartiges Forum, um die neuesten und zukünftigen Entwicklungen im Bereich Open Science zu diskutieren. Die Konferenz bietet Einblicke sowohl in praktische als auch technische Innovationen, die dazu dienen, offene Praktiken umzusetzen. Zudem liefert sie Diskussionsangebote zu aktuellen und bahnbrechenden Entwicklungen in der weltweiten Open-Science-Bewegung. Dazu zählen beispielsweise die jüngsten Diskussionen über das Verhältnis von Open Science und Wissensgerechtigkeit oder das immer lauter werdende Plädoyer für mehr Open Science als Lehre aus globalen Krisen.

Mit freundlichen Grüßen Doreen Siegfried, ZBW

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