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Open Password - Mittwoch, den 22. September 2021

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Postbank – Jugend-Digitalstudie 2021 – Online-Shopping – Nachhaltigkeit – Thomas Brosch – Fridays for Future – Klimaschutz - CRM – Industriebetriebe – Michael Ruzek – LOGIN Software – Stolpersteine – Insellösungen – ERP-Software – Lizenzen – Relevante Daten – Relevante Funktionen – Außendienst – Innendienst – Key User – Implementierung – Iteratives Vorgehen – Manuelle Datenerfassung - vfm – Medieninformation – Dokumentare - Künstliche Intelligenz – Hybrid-Veranstaltung – Hiltrud Lehmkühler - Instagram – Facebook – Teens – Wall Street Journal – Körperbilder – Depressionen – Explore-Seite -Lilliy Bittner – Frankfurter Allgemeine - Fake News zu COVID-19 – Pressetext – Indien – USA – Brasilien – WHO - Cold Spring Harbor Laboratory

I. Titelgeschichten

1. Postbank Jugend-Digitalstudie 2021
Jeder Zweite kauft wegen Corona stärker im Netz ein - Durchschnittliche Ausgaben im
Internetsteigen um ein Drittel - Die Mehrheit achtet auf Nachhaltigkeit


2. CRM in Industriebetrieben
7 Stolpersteine: Nicht übersehen! - Von Michael Ruzek, Geschäftsführer LOGIN Software

II. vfm-Call for Papers: Fit for Files – Medieninformation zwischen dokumentarischer und
künstlicher Intelligenz

III. Instagram: Facebook macht jedes dritte Mädchen und fast jeden zweiten Jungen
depressiv?

IV.
Fake News zu COVID-19 nach Ländern: Indien vor den USA und Brasilien

Postbank Jugend-Digitalstudie 2021

Jeder Zweite kauft wegen Corona
stärker im Netz ein

Durchschnittliche Ausgaben im Internet
steigen um ein Drittel

Die Mehrheit achtet auf Nachhaltigkeit


Postbank Online-Shopping
(Postbank) Zwei von drei deutschen Jugendlichen haben in der Corona-Pandemie ihr Einkaufsverhalten geändert. 49 Prozent von ihnen kauften seit Ausbruch der Krise mangels Alternativen mehr online ein, 2020 waren es 35 Prozent. Das geht aus der repräsentativen Jugend-Digitalstudie der Postbank hervor. Je jünger die Befragten sind, desto eher haben sie ihre Online-Käufe in der Krise ausgeweitet. Während 55 Prozent der 16-Jährigen öfter im Netz shoppen gingen, waren es bei den 17-Jährigen 48 Prozent und bei den 18-Jährigen 44 Prozent.

"Die Generation Z ist mit dem Internet aufgewachsen und hat bei Online-Angeboten keine Berührungsängste", sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. "Durch die Lockdown-Zeit mit geschlossenen Geschäften ist Online-Shopping für die Digital Natives noch mehr zur neuen Normalität geworden. Auch künftig dürfte diese Zielgruppe vor allem im Netz zu erreichen sein."

Die Teenager kaufen nicht nur häufiger im Netz ein, sie geben dort auch deutlich mehr aus. 2021 stiegen ihre monatlichen Ausgaben für Online-Shopping im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 32 Prozent auf 102 Euro. Je älter die Befragten, desto lockerer sitzt bei ihnen das Geld. So nehmen 16-Jährige durchschnittlich im Monat 60 Euro für Online-Einkäufe in die Hand, bei den 17-Jährigen sind es 95 Euro und bei den 18-Jährigen 147 Euro. Im Geschlechtervergleich sind Mädchen etwas sparsamer. Während sie monatlich im Schnitt 95 Euro bei Amazon, Zalando & Co. ausgeben, sind es bei Jungen 109 Euro.
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Nachhaltige Kleidung ist besonders gefragt
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Zugenommen hat auch das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Teenager. Immerhin sieben Prozent von ihnen sagen, dass sie beim Shoppen mehr als vor Corona auf ökologisch und sozial einwandfrei hergestellte Produkte achten. Das gilt vor allem beim Online-Kauf von Kleidung und Schuhen. 69 Prozent legen bei diesen Waren Wert auf Kriterien wie umweltfreundliche Produktion, klimaneutraler Versand oder Vermeidung von Plastik. Das sind acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dahinter folgen Kosmetika, bei denen mehr als jedem Zweiten auf eine ökologische und soziale Herstellung achtet. Beim Kauf von modischen Accessoires wie Uhren denken 53 Prozent daran, im Vorjahr waren es elf Prozentpunkte weniger. Unabhängig von der Produktkategorie nehmen
die 18-Jährigen das Thema Nachhaltigkeit besonders ernst.

Doch die 16- bis 18-Jährigen setzen sich nicht nur beim Online-Shopping für Nachhaltigkeit ein. 29 Prozent von ihnen haben vor der Corona-Pandemie schon an Veranstaltungen der Klima-Bewegung Fridays for Future (FFF) teilgenommen, 11 Prozent sogar mehrmals. Hinzu kommen 29 Prozent, die zwar noch nicht teilgenommen haben, sich aber auf andere Weise für den Klimaschutz engagieren. Wenn das Infektionsgeschehen es wieder zulässt, können sich 53 Prozent der Befragten vorstellen, an Großveranstaltungen von FFF teilzunehmen.

Für die Postbank Jugend-Digitalstudie 2021 wurden im Mai und Juni dieses Jahres 1.000 jugendliche Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren repräsentativ befragt.
CRM in Industriebetrieben

7 Stolpersteine: Nicht übersehen!

Von Michael Ruzek, Geschäftsführer LOGIN Software
Michael Ruzek
Michael Ruzek

Auch Industrieunternehmen profitieren von CRM-Lösungen – das ist unbestritten. Schließlich unterliegt auch die Fertigungsindustrie globalen Entwicklungen, wie der Digitalisierung und dem Trend weg von einem vertriebs- hin zu einem kundenorientierten Geschäft. Weitaus weniger bekannt ist, dass häufig schon zu Beginn der Implementierung eines CRM-Systems typische Fehler dazu führen, dass die Vorteile des CRMs nicht oder nicht vollständig genutzt werden können. Verantwortliche in Industrieunternehmen, die die Einführung eines CRMs planen, sollten sich dieser Stolpersteine bewusst sein und sie tunlichst vermeiden:
  1. Unzureichende Integrationen. CRM-Systeme sollten nicht als Insellösungen konzipiert werden. Zumindest eine Anbindung an die ERP-Software ist notwendig, damit die CRM-Nutzer, die häufig die Vertriebsmitarbeiter sind, eine möglichst vollständige Übersicht über die vorhandenen Kundeninformationen erhalten. Fehlen die Integrationen, muss zwischen verschiedenen Lösungen hin und her gewechselt werden – für die Akzeptanz des CRMs ist das nicht gerade förderlich.
  2. Zu geringe Anzahl an Lizenzen. An den Lizenzen zu sparen, rächt sich praktisch immer. CRM ist ein Werkzeug, das dabei helfen soll, die Unternehmensziele zu erreichen. Wenn nur wenige „Auserwählte“ es nutzen können, entsteht unnötige Reibung in den Geschäftsabläufen. Ein Beispiel: Das CRM kann nur vom Vertrieb, aber nicht vom Innendienst eingesetzt werden, weil dieser keine Lizenzen erhalten hat. Die Probleme, die daraus entstehen, erzeugen häufig weit höhere Kosten als ursprünglich mit der geringeren Anzahl Lizenzen eingespart werden konnte.
  3. Zu wenige Daten im CRM-System. Es geht nicht darum, so viele Daten ins CRM zu laden, wie die Software speichern kann. Aber viele CRM-Implementierungen scheitern, weil die erforderlichen Daten nicht mit den relevanten Systemen synchron gehalten werden. Verantwortliche sollten genau analysieren, welche Daten relevant sind und im täglichen Geschäft gebraucht werden. Diese Daten sollten im CRM-System zur Verfügung stehen, auch wenn sie aus anderen Systemen kommen. Wichtig ist außerdem: Die Daten sollten stets aktuell sein, keinesfalls veraltet, womit wieder das Thema Integrationen angesprochen wäre.
  4. Nicht auf relevante Funktionen verzichten. Das CRM-System soll die tägliche Arbeit unterstützen und erleichtern. Die Anforderungen der verschiedenen Nutzer sind unterschiedlich und sollten bereits in der Planung berücksichtigt werden. Ein Beispiel: Außendienstmitarbeitern ist wenig geholfen, wenn das CRM nur innerhalb der Unternehmensmauern zur Verfügung steht und die Version für unterwegs fehlt.
  5. Auswahl der falschen Key-User für die Implementierung. Der Erfolg jedes CRM ist von vornherein in Frage gestellt, wenn für die Implementierung die falschen Key-User ausgewählt werden. Dann nämlich werden die Anforderungen der tatsächlichen Nutzer nicht berücksichtigt, was in der Praxis zu Problemen und Ablehnung des Systems führen kann. Sind die Ziele für das CRM klar definiert, lässt sich besser entscheiden, mit welchen Key-Usern die Implementierung erfolgen soll.
  6. Besser iterativ vorgehen als mit zu großem Ehrgeiz starten. Die Praxis lehrt, dass ein iteratives Vorgehen wesentlich erfolgversprechender ist als gleich zu Beginn der Implementierung mit großem Ehrgeiz alles Mögliche in das CRM-Projekt zu packen und an dieser Fülle letztlich zu scheitern. Ich rate allen, klein zu starten und sukzessive zu wachsen.
  7. Projektkiller manuelle Dateneingabe. Die manuelle Datenerfassung sollte so gering wie möglich ausfallen. Manuelle Datenerfassung ist aufwändig, teuer und fehleranfällig. Die Aussage „Ich habe nur die Daten im CRM, die ich eingebe“ stimmt einfach nicht mehr. Entweder die Daten sind schon in anderen Systemen im Unternehmen, z. B. im ERP, oder können von externen Data-Providern abgerufen werden, sofern die Daten öffentlich verfügbar sind.
Die verarbeitende Industrie muss sich vielen Herausforderungen stellen. Die Implementierung eines CRM-Systems sollte nicht zu jenen gehören, die schlussendlich als schwer oder gar nicht lösbar eingestuft werden. Das kann verhindern, wer aus den Erfahrungen anderer lernt und die in vielen anderen CRM-Projekten gemachten Fehler nicht wiederholt.

vfm-Call for Papers


Fit for Files – Medieninformation zwischen dokumentarischer und künstlicher Intelligenz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

merken Sie sich schon jetzt einmal den 25.-27. April 2022 vor.

Nächstes Jahr hat der vfm seine Frühjahrstagung als Hybrid-Veranstaltung geplant. Und wir werden nicht nur mit einem interessanten Tagungsort - voraussichtlich in Dortmund - aufwarten sondern wie immer mit einem ansprechenden Tagungsprogramm, auch online! Und eben dieses wollen wir gemeinsam mit Ihnen gestalten.

Nutzen Sie die Gelegenheit und beteiligen Sie sich an unserem Call for Papers! Der vfm lädt Sie ein, Vortragsvorschläge aus Praxis oder Wissenschaft der Medieninformation und Mediendokumentation einzusenden. Wir freuen uns darauf und sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr, wenn das Leitthema heißt:

"Fit for Files – Medieninformation zwischen dokumentarischer und künstlicher Intelligenz".

Mit besten Grüßen, Ihr/Eurer vfm-Programmkomitee

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne!
Viele Grüße Hiltrud Lehmkühle, Büro vfm, Am Göpel 24, 44795 Bochum, Ruf: 0234 3889376,
https://vfm-online.de/cms/processwire/de/tagung/


Interne Studien über Instagram


Facebook macht jedes dritte Mädchen
und fast jeden zweiten Jungen depressiv?

„Dem Wall Street Journal liegen interne Dokumente vor, die zeigen, dass Facebook seit mindestens drei Jahren zu den psychischen Auswirkungen von Instagram forscht. … Gerade für junge Frauen berge Instagram psychische Probleme: „Wir verschlimmern bei jedem dritten Mädchen im Teenageralter die Probleme mit dem Körperbild“, heiße es in der Präsentation des Konzerns von 2019. Daten aus dem letzten Jahr bestätigen das Ergebnis.

Eine Umfrage aus dem Jahr 2020 zeige, dass es jungen Männern ähnlich gehe: Vierzig Prozent der befragten männlichen Teenager gaben an, dass Vergleiche auf Instagram ihr Körperbild negativ beeinflussten. Eine weitere Studie zeige, dass junge Nutzer Instagram die Schuld für das Anwachsen der Angst- und Depressionsrate gäben. Hinzu kämen negative Auswirkungen auf das Vertrauen in Freundschaften, Essstörungen sowie suchtähnliche Verhaltensweisen der App-Nutzer. Die Daten zeigen laut Wall Street Journal, dass diese Probleme spezifisch für Instagramm und nicht repräsentativ für soziale Medien im Allgemeinen seien. Denn auf Instagram gehe es vor allem darum, nur die besten Momente zu teilen und perfekt auszusehen. Gerade auf der Explore-Seite, die Nutzern Fotos und Videos bereitstellt, rutschten gefährdete Teenager durch einen gezielten Algorithmus immer tiefer in Inhalte, die schädlich für sie sein könnten.“

Lilly Bittner, Gefährlich wie ein Zug auf Lunge, in: Frankfurter Allgemeine, 18. September


Fake News zu COVID-19 nach Ländern

Indien vor den USA und Brasilien

(Pressetext) Die meisten via Social Media verbreiteten Fake News zum Thema COVID-19 stammen aus Indien. Das besagt eine Studie des Cold Spring Harbor Laboratory. Die Forscher haben die Menge der Falschmeldungen analysiert, die in 138 Ländern veröffentlicht wurden - insgesamt 9.657 nachgewiesene Fake News. Indien (16 Prozent), die USA (9,7 Prozent), Brasilien (8,6 Prozent) und Spanien (8 Prozent) sind die am stärksten betroffenen Länder. Die Verteilung könnte mit den jeweiligen Corona-Lagen zu tun haben.

Facebook ist Hauptquelle. Laut der Erhebung sind sowohl bei der Menge der COVID-19-Fehlinformationen als auch der COVID-19-Opfer die folgenden zehn Länder unter den 15 am stärksten betroffenen zu finden: Indien, die Vereinigten Staaten, Brasilien, Spanien, Frankreich, die Türkei, Kolumbien, Argentinien, Italien und Mexiko. 85 Prozent aller Falschmeldungen werden über soziale Medien verbreitet. Das gesamte Internet ist für 90,5 Prozent verantwortlich. Allein auf Facebook haben die Wissenschaftler 67 Prozent aller Fake News gefunden. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor gewarnt, dass sich falsche Informationen über COVID-19 verbreiten und Menschen in Gefahr bringen.

Dass Indien besonders stark betroffen ist, könnte an der höheren Internetdurchdringungsrate des Subkontinents, am zunehmenden Social-Media-Konsum und der mangelnden Internetkompetenz der Nutzer liegen, heißt es. Die Menge der Falschinformationen dürfte weiter zunehmen.

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