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Open Password - Montag, den 15. Februar 2021

# 886
Wolfgang G. Stocks Dankesrede

Wolfgang G. Stock mit Fans

Wolfgang G. Stock – Hochschulverband Informationswissenschaft – Verlag Werner Hülsbusch - Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv - Bildarchiv - Kendra Rix - Philip Holzmann - Augias - Faktura - Scannen - Bilddokumentation - International Press Telecommunications Council - Metadaten - Bildserver - exiftool - Excel - Bildintegration - Deutsche Digitale Bibliothek - eGovernment Monitor – Öffentliche Dienstleistungen – Nutzung – Digitalisierung – DXC – Hans Leisentritt – doeLegal – Questel – Dun & Bradstreet – NEJM Knowledge – Covid-19 Vaccine Training – SAGE – Linked In – Glint – Viva – Employee Experience Platform – Bloomberg News - Newsroom - Outsell

Neu erschienen: Wolfgang G. Stock

„Die deutschsprachige Informationswissenschaft
nachhaltig geprägt“

Isabelle Dorsch, Katja J. Finkiewicz, Aylin Ilhan, Christine Meschede, Tobias Siebenlist (Hrsg.), Facetten von Wolf Stock und ihre Bedeutung für die Informationswissenschaft – Festschrift zu Ehren von Wolfgang H. Stock, Schriften zur Informationswissenschaft – Herausgegeben vom Hochschulverband Informationswissenschaft (HI), Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2020.

Im Vorwort schreiben die Herausgeber unter anderem: „Mit seiner Arbeit und seinem Wirken hat Professor Wolfgang G. Stock die deutschsprachige Landschaft der Informationswissenschaft nachhaltig geprägt. Dabei zeigte er seine fachliche Expertise nicht nur durch das Publizieren seines wissenschaftlichen Outputs von insgesamt 327 Publikationen…, sondern war stets Universitätsprofessor, Mentor, Chef und Freund seiner Studierenden, Mitarbeitenden und wissenschaftlichen Kolleg*innen.“

Die weiteren Inhalte:
Was zählt eine Publikation? – Möglichkeiten zur Durchführung einer Forschungsevaluierung im Bereich der Betriebswirtschaftslehre (Gerhard Reichmann)

Wolfgang G. Stock – Ein bibliometrischer Rückblick auf eine Karriere in der Informationswissenschaft (Isabella Peters, Jasmin Schmitz, Katrin Weller, Stefanie Haustein, Violeta Trkulja)

Informetrische Analyse der Abschlussarbeiten der Düsseldorfer Informationswissenschaft (Mohamed Abdillah, Anneliese Volkmar)

Was Wissenschaft und (publizistische) Praxis voneinander lernen können – Erfahrungen aus einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit

Wolf Stock und die Grazer Informationswissenschaft – Der Wandel einer Wissenschaftsdisziplin in den Jahren der Zusammenarbeit (Wolf Rauch, Christian Schlögl)

Suchmaschinenforschung in Anknüpfung an Wolf Stock (Dirk Lewandowski)

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – Inhaltsanalyse der Social-Media-Bilder von Wolfgang G. Stock (Katrin Scheibe, Franziska Zimmer)

Von der Grundlagen- zur angewandten Forschung – Meine kleine Reise mit und ohne Wolfgang G. Stock (Milos Jovanovic)

Publikationsliste von Wolfgang G. Stock

Siehe auch die umfangreiche Vorberichterstattung in Open Password

BBWA

In 1140 Tagen um die Welt –
ein persönlicher Rückblick

Wie bei der Überführung eines Bildarchivs
letzten Endes alles gut ausgeht

Von Kendra Rix
Zur Überführung des Bildarchivs der Philip Holzmann AG in das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv (BBWA) wurde im Dezember 2020 der Abschlussbericht vorgelegt. Kendra Rix schildert in einem persönlichen Rückblick, wie sie die Überführung, seit 2019 Mitarbeiterin im BBWA, erlebte.

Als die Überlieferung des Bildarchivs der Philipp Holzmann AG in die Räume des BBWA angekündigt wurde, wohnte ich dem großen Ereignis nicht bei – aber Blog sei Dank entging es mir nicht. Auch die Vorbereitungen fanden ohne mich statt, da sich der Hauptteil der Einrichtung des neuen Fotomagazins nach meinem Praktikum zutrug.

Umso aufgeregter war ich bei meinem Dienstantritt gut zwei Monate später, als ich den neuen Bestand persönlich in Augenschein nehmen konnte. Aus dem fiebrigen Kribbeln in den Fingerspitzen wurde langsam, aber mit großen Schritten, ein Taubheitsgefühl. Hatte ich zunächst noch (vor Vertragsabschluss, versteht sich) gedacht, ein Fotobestand aus Dekaden und Aberdekaden an Baustellentätigkeit könne sich mit logischem Denken und handfester Strukturierung nur als Klacks erweisen, bot sich meinem Auge das ganze Ausmaß meines Irrtums dar.

Laufmeter an Laufmeter reihten sich hier Hängemappen, Aktenordner, Umschläge im Überformat, Diakästen, Videokassetten und Stapel unverpackter Bilder mit den gesammelten Werken aus über 150 Jahren Firmengeschichte. Aber der Mensch ist ja anpassungsfähig und so bestand meine erste Amtshandlung, nachdem ich dem wiedergekehrten Jucken in den Fingern nachgegeben und zaghafte Blicke in die Bilderflut riskiert hatte, darin, mich mit den Themen Bildbearbeitung, Metadaten, Dateiumwandlung, Daten- und Medienintegration, Bildrechte, Scannereinstellungen, Augias und immer wieder Augias zu befassen. Der Auftrag zum Scannen dieses Mammutprojektes ging an die Faktura gGmbH , welche sich der Rehabilitation von Menschen mit beeinträchtigter Leistungsfähigkeit verschrieben hat.

Hier wurden die Bilder zunächst an verschiedenen Stationen zum Scannen vorbereitet, mit Signaturen versehen, digitalisiert, umgebettet, die Digitalisate überprüft und zur digitalen Verschiffung ins ferne Reinickendorf vorbereitet. Eine umfassende und leicht verständliche Dokumentation der Arbeitsschritte ermöglichte den Mitarbeitern eine laufende Kontrolle der Teilaufgaben und deren Ergebnisse. Der Enthusiasmus und die Freude an der Arbeit spiegelte sich in den Räumen wieder – Holzmann, wohin man den Blick schweifen lässt. Ein größeres Kompliment kann man einem Bildbestand wohl nicht machen, als Reproduktionen der gelungensten Aufnahmen an der Wand hängen zu haben. Einen herzlichen Dank an jede einzelne unermüdlich helfende Hand.

Ebenfalls zu meinem Glück begleiteten die Bildarchivare das Projekt und so konnte ich nicht nur mein Wissen, sondern auch meinen Horizont über die Bilddokumentation stetig erweitern. Meinen Mitstreiterinnen danke ich herzlichst für ihre Geduld und Kooperation.

Philipp Holzmann Bildarchiv: Brücke der Reichsautobahn über den Main, Frankfurt am Main - Griesheim, 1934-1935
Aus dem Holzmann-Bildarchiv: Autobahnbrücke über den Main bei Griesheim (1934)

Nun ging es aber von der Theorie recht schnell in die Praxis. Die ersten Digitalisate wurden mit großem „Ach“ und „Hui“ bestaunt, als sie endlich auf unserem Server lagen. Nur so einfach, wie man sich das denkt, ist es für gewöhnlich nicht – und so kristallisierten sich die ersten Problemchen zu wahren Goliaths heraus.

Mit vereinten Kräften wurde den Wirren des IPTC-Standards (International Press Telecommunications Council) ein Konzept für die zu erstellenden Metadaten entlockt, welche nach etlichem Hin und Her endlich Sinn ergaben und zur Anwendung gebracht werden konnten.

Dann der Speicherplatz. Wie konnten diese Unmengen zu erwartender Dateien, welche sowohl im TIF- als auch JPG-Format gespeichert werden sollten, je auf unserem Server Platz finden? Die einfache Antwort lautete: gar nicht. Und wenn wir nun schon ein eigens eingerichtetes Fotomagazin hatten, warum dann nicht als logische Konsequenz auch einen Bildserver? Gesagt, getan. Was nun allerdings den Schritt von Bilddateien und -daten zu anwenderfreundlichen Datensätzen in Augias anging, artete das Prozedere eher in ein Hüpfspiel aus. Auch nach Anschaffung der Vollversion Augias 9.2 ließen sich nicht gleich mehrere Bilder einem Datensatz zuordnen – dafür bräuchte man dann noch die Vollversion von Augias Convert. Auch das parallele Einlesen von IPTC- und EXIF-Daten wollte nicht so recht klappen. Also häppchenweise.

Nach Kontrolle der korrekten Bilddarstellung wurden zunächst die Metadaten wieder ausgelesen. Leider waren sich die jeweiligen Windows-Betriebssysteme und Bildbetrachter nicht immer einig . Hier kam mir das unscheinbare, aber sehr ausgeklügelte Kommandozeilen-Programm „exiftool“ zur Hilfe. Dieser Output wurde wiederum in Excel verfrachtet.

Da für die Mappen-Projekte jeweils die Vorder- und Rückseiten (auf welchen sich häufig zusätzliche Informationen und Bildbeschreibungen befanden) gescannt wurden, mussten natürlich auch beide Seiten irgendwie dem richtigen Datensatz zugeordnet werden. Aus der Excel-Datei wurden nun alle Datensätze für die Rückseiten gelöscht. Zum Glück wurden die Dateien eindeutig benannt, so dass die fantastische Filterfunktion an dieser Stelle ein treuer Freund und Helfer wurde. Mithilfe dieser Datei klappte nun zumindest der Dateneinlauf für die Datensätze und Bildvorderseiten. Zu meiner Erleichterung beherrschte Augias das Suchen und Ersetzen von Wortteilen, was es mir ermöglichte, den im jeweiligen Datensatz angegebenen Dateinamen auf den der Bildvorderseite zu ändern. Danach wieder in die Maske zur Bildintegration und die entsprechenden Dateien eingelesen.

Was mir im Vorfeld keiner verraten hatte: Augias unterdrückt keine doppelten Dateien und gibt hierfür auch keine Fehlermeldung aus. Nach etlichen Tausend Datensätzen musste ich mit Bestürzung feststellen, dass bei jeder Bildintegration ALLEN Datensätzen die Bilder erneut zugeordnet wurden. Datensatz 10.000 enthielt die gewünschten zwei Bilddateien, wohingegen Datensatz 1 mit 10 gesegnet war.

Da half nur eins: Alle Verzeichnungseinheiten löschen, ein Verzeichnis für die neu einzulesenden Bilder erstellen – und den ganzen Zauber von vorn zu beginnen. Auf einen Zwischenschritt mehr oder weniger kam es auch nicht an.

Bis dahin war ein Großteil der Metadaten bereits von einer Kollegin eingepflegt worden, so dass mir nur die Kontrolle und einige kleine Korrekturen zukamen. Das änderte sich, als mir die große Ehre zuteil wurde, das Projekt allein zu betreuen und zu einem glücklichen Abschluss zu bringen. Bei Faktura liefen die Scanarbeiten auf Hochtouren – die Arbeitsplätze waren gefühlt rund um die Uhr besetzt und der Datenstrom wollte kein Ende nehmen. Aus den Ordnerprojekten mussten glücklicherweise nur die Vorderseiten gescannt werden, da es sich meist um Kontaktabzüge mit unbeschrifteter Rückseite handelte.

Auch wenn sich die Vorgänge - Vergabe und Kontrolle der Metadaten, Umwandlung der TIF- in JPG-Dateien, Kontrolle der Bilddarstellung, Erstellen der Thumbnails, Einlesen in Augias - mittlerweile zur Routine abgekühlt hatten, machte sich in mir ein wenig das Gefühl breit, der BBWA-David gegen den Faktura-Goliath zu sein. Noch einmal mein herzlichster Dank an meine Kollegen für Ruhe und Verständnis, Hilfsbereitschaft und Ausdauer.

Und dann war nach Pauken und Trompeten mit einem Mal alles ruhig. Nur in einem kleinen Kämmerlein in Kreuzberg …

Die Aufholjagd hatte begonnen. Von den 10.054 an uns überlieferten Projekten lagen mir noch über 4.500 zur Bearbeitung vor. Aber wer als seinen ersten Bildbestand das Philipp-Holzmann-Bildarchiv zu bewältigen hat, lässt sich von einer solchen Lappalie nicht beeindrucken. So konnte ich nach sechs Monaten den Datenbestand in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) von etwa 30.000 auf über 50.000 erhöhen und durchbrach mit dem Datenupload zum Jahresende die Schallgrenze von 60.000 Datensätzen.

Und wo wir schon bei Zahlen sind: Von 10.898 dokumentierten Projekten wurden bereits die genannten 10.054 an uns überliefert. Die übrigen Mappen und Ordner sind bei uns natürlich auch herzlich willkommen. Aus diesen wurden 97.698 Digitalisate erstellt, welche einem Umfang von 330.489 Einzelbildern entsprechen (Rückseiten nicht mitgezählt).

Ich jedenfalls bin geläutert und werde künftig keinen noch so vermeintlich harmlos daherkommenden Bestand (egal welcher Art) auf die leichte Schulter nehmen.

Mit diesem Bericht endet vorerst der Rundgang durch anderthalb Jahrhunderte, über die sechs Kontinente, durch nahezu alle Weltstädte und mir bis dato unbekannte Dörfer und Gemeinden. Wie bei so vielen länger dauernden Aufgaben mit einem lachenden Auge. Ich wusste doch, dass ich mit Um-die-Ecke-Denken und lockeren Strukturvorstellungen gut durch die Sache komme. Und mit einem weinende Auge. Die Nacharbeiten werden auch irgendwann erledigt sein.

Aber der nächste Fotobestand ist ja schon in der Mangel – wäre doch gelacht, wenn wir den Circus Busch nicht geschaukelt kriegen.


eGovernment Monitor

Öffentliche Dienstleistungen in Deutschland
digitalisierter und verbessert

(DXC) Immer mehr Bundesbürger sind bereit, moderne Technologiedienstleistungen der öffentlichen Hand zu nutzen. Das Nutzunzeigen Ergebnisse der Umfrage "eGovernment Monitor 2020", die von DXC Technology (NYSE: DXC) und der Initiative D21, Deutschlands größtem gemeinnützigen Netzwerk für die digitale Wirtschaft durchgeführt wurde. 54 Prozent der Bundesbürger nutzen mittlerweile die E-Government-Dienste von Bund, Ländern und Kommunen. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es 60 Prozent und in Österreich 72 Prozent.

Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich die öffentlichen Dienstleistungen in Deutschland verbessert. Die Umfrageergebnisse zeigen einen Modernisierungstrend bei Verwaltungsdienstleistungen.
"Effiziente Dienste und positive Erlebnisse bei der Nutzung sind der Dreh- und Angelpunkt, um die Akzeptanz von E-Government-Angeboten zügig zu steigern", sagt Hans Leisentritt, Managing Director von DXC Technology für die DACH-Region, der mit seinem Team die technologische Transformation des öffentlichen Sektors vorantreibt. "Insofern ist es wichtig, die Hürden für die Nutzung zu senken sowie effiziente und einfach zu handhabende E-Dienste anzubieten, die sich mit dem Niveau privatwirtschaftlicher Angebote messen können."

Internationale Nachrichten

doeLEGAL, Inc. Acquired by Questel

doeLEGAL announces that it has been acquired by Questel. doeLEGAL’s mission is to provide clients with control over their cases and costs in order to make better-informed decisions and it will continue to drive legal team success as a Questel company.

Dun & Bradstreet Reports Fourth Quarter and Full Year 2020 Financial Results

Dun & Bradstreet Holdings, Inc. announced unaudited financial results for the fourth quarter and year ended December 31, 2020. Revenue for the year ended December 31, 2020 was $1,738.1 million, an increase of 10.2% as reported, and 10.1% on a constant currency basis, compared to the year ended December 31, 2019 on a combined pro forma basis.

NEJM Knowledge+ Launches New Covid-19 Vaccine Training Program

NEJM Knowledge+ announces the launch of Covid-19 Vaccine Training: What Every Clinician Needs to Know, a free educational program developed in collaboration with Area9 Lyceum. This online program offers a new and effective way for clinicians to master what they need to know about the new Covid-19 vaccines.

SAGE and German Academic Institutions Launch Transformative Agreement to Strengthen Open Access Publishing for German Scholars

SAGE Publishing and German Academic Institutions have entered into a new transformative agreement to secure open access publishing rights for affiliated German researchers. Under the new arrangement, authors at participating institutions receive: Coverage for article processing charges for SAGE’s 900+ hybrid journals and more.

Introducing LinkedIn Integrations with New Microsoft Viva Employee Experience Platform

LinkedIn is introducing new Glint and LinkedIn Learning integrations with Microsoft Viva, a new Employee Experience Platform. These integrations bring managers visibility into how their people are feeling in their jobs and give employees access to learning opportunities all within their daily Microsoft 365 and Teams workflow.

Bloomberg News Is Laying Off Nearly 100 Journalists

Bloomberg News will lay off dozens of employees as it restructures its newsroom. Bloomberg’s editor in chief, John Micklethwait, announced the changes in a memo sent to staff. Mr. Micklethwait wrote that the reorganization of the newsroom would include layoffs. The company will cut about 90 newsroom positions globally.

Quelle: Outsell

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