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Open Password - Donnerstag,
den 2. Juli
2020

# 781


PARAGON PARTNERS – WEKA – Edin Hadcic – Wolfgang Materna - Werner und Karin Mützel - Business Information & Education - Business Communication - Informationsinfrastruktur – Informationsinfrastruktur-Einrichtungen – Psychologie – ZPID – Bianca Weber – Michael Bosnjak – Erich Weichselgartner – Tom Rosman – Open Access – Forschungsdatenmanagement - Informationskompetenz – Psychological Abstracts – American Psychological Association – Leo Montada – IuD-Programm – Fachinformationssysteme – DIMDI – PSYNDEX – PSYNDEX-Terms – PsychAuthors – PsychLinker – PsychSpider – PsychData – Berliner Erklärung – PubPsych – PreReg in Psychology – PsychLab online – PsychLob offline – PsychOpen GOLD – PsychArchives – Anwendungsforschung – Open Science - FIZ Karlsruhe - Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern - Fachkonsortium Chemie - Open Science Conference - Leibniz Research Alliance Open Science - ZBW - Doreen Siegfried
Acquisitionen

PARAGON PARTNERS übernimmt alle Anteile
des Fachinformationsanbieters WEKA

PARAGON PARTNERS, eine der führenden privaten Beteiligungsgesellschaften in Europa, erwirbt sämtliche Anteile der WEKA Firmengruppe (www.weka-holding.de), einem führenden Anbieter im Bereich Fachinformationen, Software, Weiterbildungen & Services für die DACH-Region und Frankreich.

Dr. Edin Hadzic, Mitbegründer und Geschäftsführer von PARAGON PARTNERS, sagte: „WEKA ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die wir als neuer Gesellschafter mit dem Management Team und den Mitarbeitern fortschreiben wollen. Die diversifizierte Struktur und die unternehmerische Kultur der Unternehmensgruppe wollen wir weiterhin stärken. Die Weiterentwicklung von Märkten, Produkten und die Digitalisierung der Unternehmensprozesse stehen auch in Zukunft im Vordergrund. Gezielte Akquisitionen zur Portfolioergänzung bleiben nach wie vor Teil der Unternehmensstrategie. Wir heißen WEKA in der Paragon-Familie willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Wolfgang Materna, Geschäftsführer der WEKA Holding: „Ich freue mich, mit Paragon Partners einen Gesellschafter mit ausgezeichneten Referenzen, Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit gefunden zu haben, der durch seine Erfahrungen in der Medien-Branche alle Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der WEKA-Gruppe mitbringt und bei dem wir die Zukunft von WEKA, unseren Mitarbeitern und unseren Geschäftspartnern in guten Händen sehen. Wir freuen uns, ein Teil der Paragon-Familie zu sein. Das Management und die Mitarbeiter der WEKA-Gruppe werden auch in der neuen Gesellschafterstruktur alles für die erfolgreiche Fortführung der Geschäfte geben.“

WEKA wurde 1973 als Fachverlag für Verwaltung und Industrie von Werner und Karin Mützel gegründet. Über die letzten Jahrzehnte entwickelte sich WEKA zu einer diversifizierten Mediengruppe und hat durch ein breites Fachinformations- und Formatangebot eine führende Markposition eingenommen. Die WEKA Firmengruppe hat ihren Hauptsitz in Kissing (Deutschland) und umfasst 23 Unternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. WEKA beschäftigt 1.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 250 Millionen Euro.

Im Bereich „Business Information & Education“ bietet WEKA Expertenwissen über Print-, Digital- (z.B. Online-Inhalte/ Datenbanken, Software, E-Learning) und Face-to-Face-Formate (z.B. Seminare, Fort- und Weiterbildung) an. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von regulatorischem und/oder technischem Wissen und den darauf aufbauenden Neuerungen in spezifischen Nischen, wie etwa Arbeitssicherheit, Gefahrgüter, Recht und Steuern oder Zahnmedizin. Inhalte werden so aufbereitet, dass sie eine unmittelbare Anwendung in der Praxis finden und sich damit nahtlos in den Workflow der Kunden integrieren lassen. Das Segment „Business Communication“ liefert Fachinformationen über Print- (primär Zeitschriften) sowie Digital-, Event- und Serviceformate für verschiedene Industrien. Dazu gehören beispielsweise Branchen wie Elektronik, ITK und Gebäudetechnik. Der Schwerpunkt liegt auf journalistischen Marken sowie spezifischen Daten und Services, die die Teilnehmer und Interessenten der jeweiligen Zielmärkte informieren.

PARAGON PARTNERS (München), gegründet 2004, ist eine führende private Beteiligungsgesellschaft im deutschsprachigen Raum mit mehr als 1,2 Milliarden Euro verwaltetem Eigenkapital. PARAGON arbeitet mit seinen Portfoliounternehmen eng zusammen, um nachhaltiges Wachstum zu sichern und operative Prozesse zu verbessern. Das Beteiligungsportfolio erstreckt sich über verschiedene Branchen (z.B. Industrial/Professional Services, IP-Management, Media Analytics) und umfasst aktuell zwölf Unternehmen.
Informationsinfrastruktur

Perspektiven wissenschaftlicher
Informationsinfrastruktur-Einrichtungen
am Beispiel Psychologie
Trends, Herausforderungen, Lösungen

Disziplinspezifische Herausforderungen und Entwicklungen am Beispiel Psychologie


Von Bianca Weber, Michael Bosnjak, Erich Weichseltgartner und Tom Rosman

Teil 2
ZPID, Collage1
Am Beispiel Psychologie werden im Folgenden Herausforderungen und Trends einer Informationsinfrastruktur-Einrichtung dargestellt. Vor knapp fünfzig Jahren wurde bereits eine Infrastruktureinrichtung für die Psychologie ins Leben gerufen hat, das ZPID - Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation.[1]

Entwickelt hat sich das ZPID von einer reinen Dokumentations- und Informationseinrichtung hin zu einem Universalanbieter für wissenschaftliches Arbeiten in der Psychologie. In den 1960er Jahren war der Bedarf an wissenschaftlicher Fachdokumentation in Deutschland erkannt worden, woraufhin Institute entstanden, die sich auf einen Aufgabenbereich spezialisierten.[2] In der Psychologie gab es 1963 eine erste Initiative, ein Institut zu gründen, das deutschsprachige Publikationen dokumentiert. 1971 wurde das Projekt “Informationsvermittlung und Dokumentation im Fach Psychologie” bewilligt. Das Projekt nahm ein Jahr später in Trier seine Arbeit auf.

“Die zentrale Aufgabe 1972-1974 war die Vermittlung von Literaturnachweisen aus den Psychological Abstracts der APA[3] für Wissenschaftler aus dem deutschen Sprachraum. Das geschah auf dem Postweg: 2000 Anfragen nach Washington, Wochen später 2000 Paketchen zurück. Die eigene Dokumentation war vorerst auf psychologische Dissertationen beschränkt”, sagte der ehemalige ZPID-Direktor Prof. em. Dr. Leo Montada in seiner Festrede zum 40-jährigen Bestehen des ZPID.

1974 legte die Bundesregierung das Programm zur Förderung der Information und Dokumentation (IuD-Programm) auf. Die Idee war, Fächergruppen in Fachinformationssystemen (FIS) zusammenzuschließen und die nötige technische Ausstattung in Fachinformationszentren zu konzentrieren. Das ZPID wurde der FIS 1 (Gesundheitswesen, Medizin, Biologie und Sport) zugeordnet, die technische Unterstützung beim DIMDI in Köln angesiedelt.[4]

Als Suchanfragen nicht mehr per Hand auf den Weg gebracht werden mussten, ging die Vermittlung schneller und es konnten weitere Aufgaben übernommen werden. 1975 wurde begonnen, Zeitschriftenartikel aus den deutschsprachigen Ländern analog zu den Abstracts der APA zu dokumentieren. Das war der Beginn einer eigenen Referenzdatenbank. 1981 wurde der eigene Bestand an Nachweisen über die Datenbank PSYNDEX öffentlich zugänglich gemacht.

Neue Angebote wie der kontrollierte Wortschatz der Datenbank PSYNDEX, PSYNDEX Terms, und die Autorenplattform PsychAuthors wurden entwickelt. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets bot das ZPID Dienste online an wie den Linkkatalog PsychLinker und die Suchmaschine PsychSpider.



[1] Zum Redaktionsschluss für diesen Beitrag befand sich eine Gesetzesvorlage zur Umbenennung des ZPID in “Leibniz-Institut für Psychologie” in der Anhörungsphase.
[2] Montada, Leo (2012): 40 Jahre wissenschatftliche Fachinformation - in Interne-Zeiten wichtiger denn je. In: 40 Jahre ZPID - Von der Zentralstelle zum Leibniz-Zentrum.
[3] American Psychological Association, US-amerikanische psychologische Fachgesellschaft
[4] http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/09/009/0900973.pdf
ZPID, Collage2
Zur Jahrtausendwende wurde mit dem Aufbau eines Archivs für Forschungsdaten begonnen. Ziel war es, die Rohdaten ausgewählter psychologischer Forschungsprojekte sowie die Daten zur Entwicklung psychologischer Testverfahren so zu dokumentieren und zu archivieren, dass sie von anderen Forschenden für ihre Zwecke weiter genutzt werden konnten. Publikationen über empirische Forschungsprojekte geben jeweils nur Ausschnitte der Daten wieder und enthalten ausschließlich Analysen unter den Fragestellungen und Perspektiven der Autoren.

Im Tätigkeitsbericht des ZPID für das Jahr 2000 heißt es: “Eine Dokumentation und Archivierung von Rohdaten ist eine wichtige Voraussetzung für eine Weiterentwicklung der Forschungskultur und Forschungsökonomie. Die Zugänglichkeit von Rohdatensätzen erlaubt es, Zweifel an der empirischen Aussage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu beheben, erlaubt durch die Möglichkeit der Aggregierung verschiedener Datensätze neue Erkenntnisse bezüglich der Robustheit von Ergebnissen, der Generalisierbarkeit empirischer Gesetze, der Interaktion von Variablen, Reliabilität und Validität von Testverfahren u. a. m. zu gewinnen. Auch historische Veränderungen lassen sich auf diese Weise vergleichsweise ökonomisch nachweisen.” Seit 2002 wurde das Psychologische Datenarchiv PsychData mit DFG-Förderung aufgebaut.[1]

Das waren erste Schritte hin zu einem Verständnis von offener Wissenschaft. 2003 wurde die “Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen” unterzeichnet (22. Oktober), die als “ein Meilenstein der Open-Access-Bewegung”[2] gilt. Das ZPID bekennt sich zu dieser Erklärung und dem freien Zugang zu Informationen aus den Wissenschaften.[3] Schrittweise wurden frei zugängliche Angebote geschaffen. Die Begutachtung des Instituts 2011 führte zu der Empfehlung, “die Datenbanken des ZPID zukünftig entgeltfrei anzubieten”.[4]

Heute ist das ZPID auf dem Weg, Universalanbieter für (nahezu) alle Infrastrukturbedarfe in der Psychologie und angrenzender Fachbereiche zu werden. Es unterstützt den gesamten wissenschaftlichen Arbeitsprozess von der Ideensammlung und Literaturrecherche über die Dokumentation der Forschungsarbeit und Archivierung von Daten bis zur Publikation der Ergebnisse und orientiert sich dabei an einem idealtypischen Forschungszyklus.

Zu den zentralen, entgeltfrei nutzbaren Angeboten gehören
Dem Leitgedanken einer forschungsbasierten Infrastruktur der Leibniz-Gemeinschaft folgend, orientiert sich das Forschungsprofil des ZPID eng an den Infrastrukturbereichen. Es betreibt Anwendungsforschung im Bereich "Forschungsliteralität und nutzerfreundliche Forschungsinfrastrukturen". Im Aufbau befinden sich Erweiterungen des Forschungsbereichs um die Themen "Forschungssynthesen in der Psychologie" und "Big Data in der Psychologie".

Das ZPID ist der Open Science verpflichtet und versteht sich als Public-Open-Science-Institut für die Psychologie. Open Science bedeutet unter anderem, dass Wissenschaft stets zugänglich bleibt. Der Begriff der Zugänglichkeit umfasst mehrere Facetten, und zwar die sprachliche Verständlichkeit, die zielgruppenspezifische Begreifbarkeit und die ökonomische Erschwinglichkeit bzw. im Falle des ZPID die entgeltfreie Nutzbarkeit aller Angebote.

Lesen Sie in der abschließenden Folge: Herausforderungen und Lösungsansätze – Kooperation und Konkurrenz mit den Bibliotheken



[1] ZPID-Tätigkeitsbericht 2002/2003
[2] https://openaccess.mpg.de/Berliner-Erklaerung
[3] ZPID-Tätigkeitsbericht 2004
[4] Bewertungsbericht des Senatsausschusses Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft zum ZPID, 2011

FIZ Karlsruhe

Beteiligung an Konsortien
für Kulturgüter und Chemie

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur wird im Rahmen des Aufbaus einer Forschungsdateninfrastruktur an zwei Konsortien beteiligt, am Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern (NFDI4Culture) und beim Fachkonsortium Chemie (NFDI4Chem).

Das Konsortium NFDI4Culture nimmt die fächerübergreifende Auffindbarkeit und Zugänglichkeit sowie die langfristige Sicherung und kontinuierliche Pflege von den sehr heterogenen Daten aus dem gesamten Bereich der Kultur und den damit verbundenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen in den Blick. Dazu gehören 2D-Digitalisate von Gemälden, Photographien und Zeichnungen ebenso wie digitale 3D-Modelle kulturhistorisch bedeutender Gebäude, Denkmäler und audiovisuelle Daten von Musik-, Film und Bühnenaufführungen. Bislang existiert auf nationaler Ebene keine Struktur, die sich um eine nachhaltige Sicherung, Standardisierung und Bereitstellung von Forschungsdaten des kulturellen Erbes bemüht.

Die Aufgabe des Konsortiums NFDI4Chem ist die Digitalisierung aller wichtigen Schritte in der chemischen Forschung, um Wissenschaftler bei ihren Bemühungen um die Sammlung, Speicherung, Verarbeitung, Analyse, Offenlegung und Wiederverwendung von Forschungsdaten zu unterstützen. Maßnahmen zur Förderung eines offenen Wissenschafts- und Forschungsdatenmanagements (RDM) in Übereinstimmung mit den FAIR-Prinzipien sind grundlegende Ziele, um der Chemie-Community mit einem ganzheitlichen Konzept für den Zugang zu Forschungsdaten zu dienen.
Open Science

Hoffnung auf Präsenzveranstaltung
im Februar

Dear friends of Open Science,

the 8th International Open Science Conference will be held in Berlin on February 17-18, 2021. We hope that the corona virus will not put a damper on our plans and that we will soon be able to meet again personally! Stay tuned for more information here: https://www.open-science-conference.eu/

The Open Science Conference is the 8th international conference of the Leibniz Research Alliance Open Science. The conference addresses the Open Science movement and offers a unique platform for researchers, experts from libraries and science policy, and other stakeholders to discuss and share ideas and practical experiences. The International Open Science Conference is hosted by the ZBW - Leibniz Information Centre for Economics (www.zbw.eu) and the Leibniz Research Alliance Open Science (https://www.leibniz-openscience.de).

We look forward to seeing you next year!

Best regards Doreen Siegfried, ZBW - Leibniz Information Centre for Economics

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