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Open Password - Dienstag,
den 30. Januar 2020

# 697

FH Graubünden – Informationswissenschaftliche Lehre – Data Science – Digital Business Management – Sharon Alt – Schweiz – Verbleibsstudie - Schweizerische Institut für Informationswissenschaft – Studienzufriedenheit – Berufsvorbereitung – Studiennutzen – Bologna-Reform – Arbeitsmarktchancen – Weiterbildung – Informationsmanagement - Wissensmanagement - FIZ Karlsruhe – Forschungsdatenrepositorium – RADAR – eco – DSGVO – Auskunftsersuchen – BIIA – Cyber Security – Insider Threats – Phishing Scams – Exposed Databases – Admin Burnout – Wrong Priorities – Indifference - BIIA

FH Graubünden

Gute Arbeitsmarktchancen für Absolventen
informationswissenschaftlicher Studiengänge


Ausbau des Studiums in Richtung

Data Science und Digital Business Management


Von Sharon Alt

SharonAlt sw
Informationswissenschaft in der Schweiz – Quo vadis? Die Informationswissenschaft stellt in der Schweiz ein vergleichsweise junges Studienangebot dar. Wie die aktuelle Verbleibstudie zeigt, ist die Ausbildung von Informationswissenschaftlerinnen und Informationswissenschaftlern sehr erfolgreich. So ist die Erwerbstätigkeit nach dem Studium über alle Studienangebote hinweg sehr hoch. Die Absolventen fühlen sich zudem gut auf die berufliche Praxis vorbereitet. Die Verbleibstudie liefert darüber hinaus wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung der Studiengänge und zeigt Trends im Bereich der Informationswissenschaft auf.

Die letzten Absolventenbefragungen liegen mehrheitlich schon einige Jahre zurück. Dies war ein Anlass für das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft (SII) der Fachhochschule Graubünden (FHGR) (bis Anfang September Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur), im Sinne einer Standortbestimmung Rückschau zu halten auf die berufliche Entwicklung ihrer Ehemaligen. Im Rahmen eines Projektkurses führten Studierende in 2017 eine Absolventenbefragung der informationswissenschaftlichen Studiengänge der FHGR durch. Dabei wurde eine recht hohe Rücklaufquote von 46% erreicht.

Die Fachhochschule Graubünden bietet im Bereich der Informationswissenschaft Studienangebote auf Bachelor-, Master- und MAS-Stufe an. Es sind dies der Bachelor of Science in Information Science und die zugehörige Studienrichtung Digital Business Management, der konsekutive Master of Science in Business Administration Major Information and Data Management und der Master of Advanced Studies Information Science (Weiterbildungsangebot). Die Absolventenstudie zeigt eine hohe Zufriedenheit mit dem Studium über alle Studienangebote hinweg. Auf Bachelorstufe (früher Diplom) wird das Studium von 75% als gut bis sehr gut beurteilt, auf Masterstufe sind es 78% und auf Stufe MAS insgesamt 64%, welche das Studium als gut bis sehr gut bewerten. Die überwiegende Mehrheit der Absolvent/innen würde das Studium auch weiterempfehlen. Auf Bachelorstufe sind es 85%, welche das Studium anderen Interessierten weiterempfehlen würden, auf Masterstufe 93% und auf Stufe MAS 88%.

Sowohl die Berufsvorbereitung durch das Studium als auch die Beurteilung des Studiennutzens fallen im Großen und Ganzen positiv aus. Auf Bachelorstufe fühlen sich insgesamt 28% der Absolventen gut, 55% eher gut und 17% eher schlecht bis schlecht auf die künftigen Anforderungen der beruflichen Praxis vorbereitet. Es fällt auf, dass die Absolventen des Bachelorstudiengangs das Studium etwas besser beurteilen als diejenigen des Diplomstudienganges. Dies lässt darauf schliessen, dass die durch die Bologna-Reform vorgenommenen Anpassungen auf Bachelorstufe und die laufende curriculare Weiterentwicklung bei den Studierenden gut ankommen. Bei den Masterabsolventen fühlen sich 19% gut, 63% eher gut und 19% eher schlecht bis schlecht auf die berufliche Praxis vorbereitet. Bei den Absolventen des MAS sind es 24%, welche sich gut, 64% eher gut und 13% welche sich eher schlecht bis schlecht auf die Anforderungen im Beruf vorbereitet fühlen.
Wie beurteilen die Absolventen den Nutzen des Studiums? Die Mehrheit der Absolventen sagt, dass sie durch das Studium ihre beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen erweitern (83% auf Bachelor-, 70% auf Master- und 84% auf MAS-Stufe) und neue, berufliche Perspektiven verwirklichen konnten (77% auf Stufe Bachelor, 52% auf Stufe Master, 73% auf Stufe MAS). Auch die Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt (71% aus dem Bachelor finden trifft voll und ganz zu oder trifft zu, 63% aus dem Master, 68% aus dem MAS), Lohnerhöhungen (62% aus dem Bachelor sagen, dass es zutrifft, beim Master sind es 41% und beim MAS 33%) und die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit (60% aus dem Bachelor, 48% aus dem Master, 60% aus dem MAS sind der Meinung, dass dies zutrifft) wurden als Nutzen aus dem Studium genannt. Die Studie bestätigt, dass die Studienangebote gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Auf Bachelorstufe befanden sich drei Monate nach Abschluss 81% der Vollzeit- und 93% der Teilzeitstudierenden in einem Anstellungsverhältnis. Bei den weiterführenden Studiengängen zeigt sich ein ähnliches Bild: Im Master sind nach Abschluss 93% berufstätig, beim MAS sind es ebenfalls über 90%.

Auch nach dem erfolgreichen Abschluss besteht bei den Absolventen ein hohes Weiterbildungsinteresse. Bei den Bachelor- und Diplomabsolventen sind es 85%, bei den Masterabsolventen 67% und bei den MAS-Absolventen 84%, welche an Weiterbildungen interessiert sind. Im Vergleich zu früheren Befragungen ist eine markante Verschiebung der für die Praxis relevanten Themengebiete auszumachen. Bei Bachelor- und Diplomabsolvent/innen stoßen die Themen Informations- und Wissensmanagement (39%), Datenmanagement (35%), Webtechnologien (34%) und Projektmanagement (32%) auf das größte Interesse für Weiterbildungen. Bei Masterabsolventen sind die Weiterbildungsthemen Webtechnologien (37%), Digitalisierung (33%) und Langzeitarchivierung (30%), gefolgt von Datenmanagement (26%) beliebt. MAS-Absolventen interessieren sich bei Weiterbildungsangeboten für die Themen Webtechnologien (42%), Informations- und Wissensmanagement (40%), Datenmanagement (33%) und Projektmanagement (28%). Die Rückmeldungen zum Weiterbildungsinteresse deuten auf eine Verschiebung der Relevanz der Themengebiete von den klassischen Inhalten Bibliothekswissenschaft, Informationswissenschaft und Archivwissenschaft hin zu den Themen Informations- und Wissensmanagement, Datenmanagement, Webtechnologien und Projektmanagement. Diese Entwicklung wird bei der Weiterentwicklung der Studienangebote berücksichtigt. So hat sich die Informationswissenswissenschaft in den letzten Jahren laufend weiterentwickelt und das Angebot wurde in Richtung Data Science und Digital Business Management ausgebaut.

Die Absolventenstudie dient einerseits als Standortbestimmung für die deutschsprachige Informationswissenschaft in der Schweiz und andererseits als Planungsgrundlage für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Studiengänge. Die rundum positiven Ergebnisse der Verbleibstudie belegen den kontinuierlichen Bedarf der Stakeholder (u.a. Informationsbranche, Studierende, Arbeitsmarkt) an Absolventen informationswissenschaftlicher Studiengänge.
Die Absolventenstudie steht Open Access als Churer Schrift zur Informationswissenschaft 101 unter folgender Adresse zur Verfügung: https://www.fhgr.ch/fileadmin/fhgr/angewandte_zukunftstechnologien/SII/churer_schriften/sii-churer_schriften_101-Absolventenstudie_2017.pdf

FIZ Karlsruhe

Nutzerbeirat für Forschungsdatenrepositorium

FIZ Karlsruhe hat für seinen Forschungsdatenrepository RADAR einen Nutzerbeirat berufen. Dieser berät FIZ Karlsruhe bei der Planung der RADAR Product Roadmap sowie der Priorisierung geplanter Features.

Auch die zum Workshop veröffentlichte neue Version der RADAR-Software zielt auf die bessere Einbindung und Anpassbarkeit des Cloud-Dienstes an die lokalen Gegebenheiten und Arbeitsabläufe bei den nutzenden Einrichtungen. Diese können über ein optimiertes Dashboard die institutionellen Einstellungen für RADAR zentral verwalten. Zudem stehen ihnen nun vielfältige Möglichkeiten zur Angleichung der Benutzungsoberfläche an das eigene Corporate Design zur Verfügung. Für publizierte Forschungsdatensätze lassen sich Digital Object Identifier (DOI) mit einem institutseigenen Präfix vergeben. Dazu neue Funktionen zur Datenintegritätsprüfung und zum Export von Zitationen.

Institutionen können mit RADAR eigene Forschungsdatendienste auf- oder ausbauen. Die Verwaltung des Dienstes, der individuellen Workflows und Verantwortlichkeiten liegen dabei ganz in der Hand der nutzenden Einrichtung. Unter www.radar-service.eu Details zu Dienstleistungsangebot, Preisen und Vertragskonditionen. Unverbindliche Tests? info@radar-service.eu.



eco

Viele Unternehmen beantworten
DSGVO-Anfragen schlecht

Nach dem DSGVO haben Personen das Recht, von verantwortlichen Unternehmen oder Behörden zu erfahren, ob diese Daten zur eigenen Person verarbeiten. Rund jeder fünfte Deutsche (21,2 Prozent) hat bereits solch ein Auskunftsersuchen gestellt, zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Civey. Mit der Antwort zufrieden war jedoch nur jeder Dritte (35 Prozent). Probleme gab es etwa, weil die Verantwortlichen die Auskünfte zu spät (28,3 Prozent), unvollständig (17 Prozent), unverständlich (15,6 Prozent) oder gar nicht abgaben (8,8 Prozent).

Eco empfiehlt: Die Auskunft sollte pünktlich und vollständig und verständlich gegeben und in präziser, transparenter und verständlicher Sprache übermittelt werden. Pünktlich bedeute mindestens innerhalb eines Monats.
BIIA

Five Risks That Will Define
Cyber Security In 2020

The greatest danger is indifference


2019 was a bad year for data security. By virtually every metric, it was the worst ever.Simply put, companies and their leaders must acknowledge and appreciate the growing consequences of a data breach. Unfortunately, there is no indication that 2020 will be any better.

According to the Ponemon Institute’s / IBM 2019 Cost of a Data Breach Report, the average cost of a data breach climbed to nearly $4m, the highest amount on record.The number of data breaches increased by 54% in the first half of 2019, with nearly 4,000 publicly disclosed breaches during that time. In total, more than 4.1 billion records have been exposed this year. Here Are Five Cyber Risks That Will Endanger Company Data In 2020

  • Insider Threats: While cybersecurity often elicits images of ominous criminals operating in backrooms, one of the most significant data security threats is likely lurking in the cubicle next door.Employees represent a significant threat to data integrity.
  • Phishing Scams:Despite their best efforts, phishing scams are inevitably making their way into employees’ inboxes, putting company data at risk each time. Unfortunately, the deluge of data available from previous data breaches is being repurposed to craft authentic-looking messages that are increasingly difficult to detect. In the year ahead, increased personalization and other deceptive tactics, like HTTPS encryption, will become normative, increasing the impetus for companies to provide awareness training to keep themaware of the threats landing in their inboxes.
  • Exposed Databases: Cloud computing is among the latest trends for enterprises and SMBs alike. As the vast majority of businesses move their operations to the cloud, this transition presents an opportunity fordata exposure. This technological oversight can have severe consequences for data security.
  • IT Admin Burnout: Cybersecurity professionals are faced with an incredible task. While they are defending against thousands of attacks every day, cybercriminals and internal bad actors only need to be successful once to inflict serious damage on a company.
  • Wrong Priorities: Despite the overwhelming evidence that data loss is one of the greatest threats facing companies in the digital age, there is growing evidence that c-suite executives are failing to appreciate the risks.In a survey of Australian CEOs, only 6% recognized that they had experienced a data breach, while 63% of CISOs noted a data loss event.Similarly, only 26% of CISOs indicated that their company was ready to respond to a cyber threat, while 44% of CEOs thought their company was capable of a rapid recovery.
Taken together, these numbers are indicative of one of the most notable threats to data security: indifference.However, for companies that identify and respond to the most probable data security threats, it can be a differentiating factor, allowing them to thrive in 2020 and beyond.

Quelle: BIIA

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