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Open Password - Dienstag,
den 28. Januar 2020

# 696

Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg – Gerlinde Mohr – Information Professionals – Advanced Research Tools – Bain – Wissensmanagement – Information Services – Private Equity – Interne Projekte – Digital Natives – Outsourcing – Sentimentanalyse – Web Scrapping – Auslese von Websites – Trend Analysis – Künstliche Intelligenz – Investment & Capital – Geospatial Analysis – Orbital Industries – Validität der Quellen -
Shelley Palmer – Google – Algorithm-SVP – Market Intelligence – Marianne-Englert-Preis

Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg 2019:
Gerlinde Mohr

Information Professionals als Berater der Berater
für die „wirklich kniffligen Fragen“

Das üppige Buffet der Advanced Research Tools

Das „Steilvorlagen“-Referat von Gerlinde Mohr ist nicht auf Youtube verfügbar. Ihre Folien sind gleichfalls nicht zugänglich.
mohr-steilvorlagen-2019
Gerlinde Mohr ist Senior Specialist Information Services, Bain & Company Germany, Inc. Sie sprach auf den „Steilvorlagen 2019“ über „Best Practice I: Information Research: Information Services, die unterschätzte Ressource in der Unternehmensberatung - Wie die Information-Services-Abteilung von Bain & Company aktuellen und künftigen Herausforderungen begegnet“. Dabei stellte sie Bain & Co. als weltweit führendes Beratungsunternehmen mit 9.000 Mitarbeitern, 60 Büros und bislang 5.200 Kunden weltweit vor – mit Schwerpunkten beispielsweise in der Finanzwirtschaft, der Pharma-, Industriegüter- und Konsumgüterindustrie sowie bei der Durchführung von Private-Equity-Projekten. Bain ist stolz darauf, einen großen Teil der derzeit laufenden Projekte mit Bestandskunden durchzuführen.

Die 150 Information Professionals bei Bain („Research Team“) sind in drei Abteilungen untergebracht, das klassische Wissensmanagement („Product, Practice and Knowledge“), Desk Research („Information Services“) und „Advanced Analytics Group“. Die Abteilungen arbeiten eng miteinander zusammen, wobei die Zusammenarbeit zwischen Wissensmanagement und Desk Research noch enger werden soll und in gemeinsame Vorstellungen der erzielten Ergebnisse vor den Beratern münden könnte. Allen InfoPros ist ein bestimmter Branchenfokus zugeordnet, so Frau Mohr der Fokus „Industriegüter“.

Frau Mohr gehört mit einem Frankfurter Kollegen dem „Central and Eastern European Cluster“ mit insgesamt zwanzig Researchern mit drei Büros in Deutschland, einem Büro in Polen und einem Büro in Amsterdam an. Dieses führt Projekte in Deutschland, der Schweiz, Polen, der Niederlande und Russland durch. Die Mitglieder des europäischen Clusters treffen sich monatlich zu Telefonkonferenzen, um beispielsweise über aktuelle Projekte, die Organisation des Trainings und neue Quellen zu sprechen. Alle zwei Jahre ziehen sie sich für ein, zwei Tage an einem der Standorte zurück, um füreinander ausgiebig Zeit zu haben. Frau Mohr schätzte die Transfermöglichkeiten von Bain hoch ein. So weilte sie vor einem Jahr eine Woche in Boston, um dort an Private-Equity-Projekten mitzuarbeiten und sich mit den amerikanischen Kollegen auszutauschen. Eine weltweite Zusammenarbeit gibt es auch, beispielsweise bei der Erstellung von Trainingsunterlagen für die Berater. Bei „internen Projekten“ wie diese wird sichergestellt, dass alle Weltregionen mit mindestens einem Repräsentanten im Team vertreten sind.

Gerlinde Mohr teilte die von den InfoPros zu bewältigenden Aufgaben nach ihrem Schwierigkeitsgrad ein – einfache Aufgaben, zum Beispiel Ermittlung von Unternehmens- und Marktkennzahlen über die Auswertung von Pressedatenbanken und weiteren Standardquellen – Aufgaben mit einem mittleren Komplexitätsgrad, zum Beispiel Daten zur Marktgröße und Marktentwicklung beziehungsweise Daten, die ein Benchmarking zwischen dem Kunden und einem bestimmten Wettbewerber ermöglichen (in diesem Bereich werden bereits industriespezifische Quellen und fortgeschrittene Quellen eingesetzt) – hochkomplexe Aufgaben etwa zur Lösung von Patentproblemen, Ermittlung von Trends und Fragen im Bereich „Investment and Venture Capital“. Spätestens hier wird der Einsatz von „Advanced Research Tools“ erforderlich. Während die einfachen Aufgaben mit der Zeit weniger geworden sind, nehmen die hochkomplexen Aufgaben deutlich zu.

Beim Gros der Aufträge handelt es sich aber immer noch auf Aufgaben mittlerer Komplexität. Der Bedeutungsanstieg anspruchsvoller Aufgaben hat auch damit zu tun, dass die Information Professionals immer mehr mit Digital Natives zu tun haben, die selbst recherchieren und sich im Datenbankbereich auskennen und nur noch mit den wirklich kniffligen Fragen zu den InfoPros kommen. Dafür haben sie hohe Erwartungen und ganz knappe Deadlines. Das Problem der Deadlines versuchen die InfoPros zu entschärfen, indem sie (Teil-)Aufträge outsourcen. Dies geschieht beispielsweise bei Kapazitätsengpässen, wenn man über einen bestimmten Native Speaker nicht verfügt oder wenn man in einer bestimmten Region nicht so stark aufgestellt ist.

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Über Satellitenaufnahmen von Parkplätzen zu Prognosen des Einkaufsverhaltens.
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Um Advanced Research Tools kommt man heute kaum noch herum, wenn die InfoPros und ihr Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben wollen und wenn man für die InfoPros attraktive Arbeitsplätze mit interessanten Aufgaben schaffen will. Zudem lassen sich manche Fragen, insbesondere die, für die große Datenmengen zu analysieren sind, nur mit Hilfe von Advanced Research Tools bearbeiten. Advanced Research Tools sind nicht nur geeignet, sehr große Datenmengen zu generieren, sondern diese auch zu analysieren, was mit händischen Verfahren überhaupt nicht zu leisten wäre. Dabei gibt es Anbieter und Tools, die sich auf die Datensammlung oder auf die Datenaufbereitung und -auslese („Qualitätskontrolle“) oder auf Analyse und Interpretation spezialisiert haben. Die Advanced Research Tools sind bei Bain in sechs Cluster unterteilt: Social Media Analysis (beispielsweise für Sentimentanalysen) – Web Scrapping (Auslese von Websites mit Blick beispielsweise auf Bewertungsportale) – Verbesserung und Optimierung der Nutzung (beispielsweise durch Beantwortung der Frage, wie lange ein Nutzer im Schnitt auf einer Seite verweilt) - Trend Analysis (Auswertung von unstrukturierten Daten mit Hilfe Künstlicher Intelligenz – Investment- & Venture-Capital-Analysen (Ermittlung „richtiger“ Anlageentscheidungen beziehungsweise deren Überprüfung) – Geospatial Analysis.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse erwarten die Digital Natives durchaus einen „Wow-Effect“, so dass die Information Professionals gern auch auf fortgeschrittene Visualisierungstools zugreifen. Aber auch die Management Summary und eine Behandlung der „Next Steps“ gehören zu den Basics. Frau Mohr zeigte eine überaus inhaltsreiche Folie mit Advanced Research Tools, um diese gleich wieder wegzuklicken. Nun mussten die Teilnehmer nicht unbedingt erwarten, dass die Referentin das Bain-Portfolio an Advanced Research Tools vorstellte, aber einige Hinweise zu bestimmten Werkzeugen, die ohnehin auf dem Markt breit vertrieben werden, einschließlich ein paar bewertender Worte wären schwer in Ordnung gewesen. So widerfuhr den Teilnehmern, um hier eine Metapher zu wählen, als ob sie durch ein Restaurant mit einem üppigen Buffet geführt wurden, ohne etwas zu essen zu bekommen. Immerhin ein Duft, dass da etwas war, ist uns in der Nase hängen geblieben.

Ein wenig näher ging Gerlinde Mohr dann doch auf die Möglichkeiten der „Geospatial Analysis“ ein und stellte beispielhaft Fragen, die sich über geographische Untersuchungen beantworten lassen: Wo hat Apple seine Stores? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Wo sind die Stores von Huawei und Samsung im Vergleich zu Apple? Wo sollte Apple neue Stores einrichten? Hochinteressante Anwendungen aus diesem Bereich kommen von Orbital Industries, die mit hochauflösenden Satellitenfotos arbeiten und von der Belegung von Kaufhausparkplätzen auf das Einkaufsverhalten schließen und dieses prognostizieren. Auch hat Orbital Industries bislang unentdeckte Energiereserven in China entdeckt.

„Wir stehen schon mit einem Bein in der Zukunft“, sagte Frau Mohr, um fortzufahren, dass die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und deren Bedeutung für die Arbeit der InfoPros sicher weiter zunehmen werde, ebenso die Konzentration der Information Professionals auf die wirklich spannenden Themen. Als Qualifikation, die immer wichtiger werde, nannte sie die Kompetenz zur Bewertung der Validität von Quellen. Zudem würden die Information Professionals immer mehr zu Beratern der Berater. Nach wie vor werden globales Arbeiten und Denken und hohe Flexibilität verlangt.
Shelly Palmer

Line between paid ads
and organic search results
has been blurred

Is Google looking for a fight?

Over the past couple of weeks, Google has made some unsubtle changes to its search results pages. To say that the line between paid ads and organic search results has been blurred is to understate in the extreme.

I’d like to say I’m shocked, but not surprised. Except… I am both. This move will increase Google’s ad revenue. (Google gets paid when you click on something that it charges money for.) Google is a de facto search monopoly, and this is a move that is so “in your face” that it’s simply begging watchdogs and regulators to pick a fight.

Which begs the question: Is Google looking for a fight?

The days of cookies are numbered. The loss of cookies will negatively impact Google’s ad revenue (and everyone else’s for that matter). Is this aesthetic change (read: visual trickery) being put in place to offset some of that projected revenue reduction? Or, is Google just optimizing because… it can?

Either way, welcome to the new world of Google search results, where everything looks the same and there is no practical limit on paid search.

Shelly Palmer

SVP

Von Market Intelligence zum Unternehmenserfolg

Sehr geehrter Herr Bredemeier,
unsere 13. SVP-Fachtagung "Market Intelligence" findet am Mittwoch, den 29. April 2020 in der Print Media Academy in Heidelberg statt. Die Fachtagung beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema: „Market Intelligence – Strategische Schlüsselrolle und Vermarktung im Unternehmen – Wie Sie Market Intelligence im Unternehmen fest verankern und das gesamte Potenzial ausschöpfen“. …
Auf unserer Fachtagung gewinnen Sie einen Überblick über das Potenzial von Market Intelligence. Die Veranstaltung möchte Ihnen veranschaulichen, wie Market Intelligence zum Schlüssel für Ihren Unternehmenserfolg werden kann. Darüber hinaus werden Wege aufgezeigt, wie sich Market Intelligence als strategisches Tool im Unternehmen verankern lässt.
NEU: Präsentieren Sie Ihre persönliche MI-Challenge und erhalten Sie Feedback! Wenn Sie als Vortragender ausgewählt werden, stehen Ihnen 15 Minuten Zeit zur Verfügung, Ihren Fall mit allen individuellen Herausforderungen und Überlegungen zu präsentieren. Eine tolle Gelegenheit, Lösungsvorschläge zu erhalten und die ganze Bandbreite von Market Intelligence zu verstehen. Bewerben Sie sich schon jetzt für dieses neue Format – schildern Sie uns Ihre persönliche MI-Challenge! …
Mit freundlichen Grüßen Ihr SVP-Team


Marianne-Englert-Preis

Call for Papers

Liebe Kolleg*innen,

wir befinden uns im Endspurt: Gewinner*innen des Marianne-Englert-Preises 2020 gesucht!
Haben Sie in den zurückliegenden zwei Jahren Ihre Abschlussarbeit erfolgreich verteidigt, sich dabei mit Fragestellungen zur Informationsgesellschaft befasst, Ihren Blick auf medienarchivische Themen gerichtet, sich beispielsweise mit der Archivierung von AV-Medien, mit elektronischer Archivierung oder mit dem Einsatz moderner Technologien im archivischen Alltag beschäftigt? Dann sind Sie bei uns richtig!

Es winken: zwei Übernachtungen in Hamburg, die Übernahme der Reisekosten, spannende Back-Stage-Einblicke in die Hamburger Medienlandschaft, hochklassige Vorträge, die Möglichkeit, Ihre Arbeiten vor rund 250 Fachkolleg*innen zu präsentieren und ein Preisgeld von 500 €.
Die Preisverleihung findet am 21. April 2020 in Hamburg während der Frühjahrstagung des vfm – Verein für Medieninformation und Mediendokumentation e.V. statt. Die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie unter http://vfm-online.de/newcomerforum/. Einsendeschluss ist der 2. Februar 2020.

Mit besten Grüßen die Jury des vfm
Frank Dürr (WDR), Dr. Ute Essegern (Sächsisches Staatsarchiv),
Vanessa Freudrich (SRF) und Michael Vielhaber (ORF)



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Tel.: (02324) 67009
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