Open Password - Donnerstag,
den 13. August
2020

# 804


Outsell – Clarivate – CPA Global – Leonard Green & Partners – Technology-enabled Solutions – Patent Data and Analytics – Innovation and IP Lifecycle – MarkMonitor – OpSec Security – Trademark Vision – CompuMark – Drug Development – Innography – IP Forecaster – STM Publishing Industry – Web of Science – Corona – Pangea – EY – Cannibalization – Questel – ITIP - Special Purpose Acquisition Companies – Churchill/Clarivate SPAC - SUMA – Corona – Google – Presseverlage – Leistungsschutzrecht – Qualitätsjournalismus – Staatliche Förderung – Kleine Verlage – Lizenzpflichtigkeit – Snippets – Medienstaatsvertrag – Kommission für Jugendmedienschutz – MetaGer – MetaGer App

Outsell´s Contribution August

Clarivate to merge with CPA Global

By Hugh Logue, Direcotr & Lead Analyst
Hugh Logue III
Clarivate is to merge with CPA Global in an all-stock transaction that will create a new end-to-end intellectual property information and services giant.
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What to Know and Why It Matters
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Clarivate has announced that it is to combine with CPA Global, a global intellectual property software and tech-enabled services provider. In the all-stock transaction, CPA Global shareholders will receive approximately 218 million Clarivate ordinary shares, representing 35% pro forma fully diluted ownership of Clarivate. Clarivate intends to refinance CPA Global’s debt; it has secured a $1.5 billion loan and expects to obtain long-term financing with a new debt issuance before the closing of the transaction, which is expected in 4Q2020.

The deal values Clarivate at approximately $6.8 billion, although certain CPA shareholders will be locked-up from selling their Clarivate shares until October 2021. Clarivate expects $75 million in cost savings within 18 months, including synergies in Sales, HR, and Finance & Accounting. Outsell estimates that the Patent Research & Analytics and Patent Portfolio Management Software markets were worth $2.7 billion combined in 2019 and grew by 2% and 3% over 2018, respectively. Clarivate’s secondquarter 2020 financial results show that revenues increased by 12.9% over 2019; they increased by 7.9% for the first six months compared to the same period last year.

US private equity firm Leonard Green & Partners (LGP) acquired CPA Global in 2017 from Cinven for £2.4 billion, including debt. Its management successfully pivoted the business from a provider of manual registration, protection, and administration IP services to a provider of mainly technology-enabled solutions. It achieved this in part by acquiring a number of IP technology companies, focusing particularly on those in the patent data and analytics business.

CPA now provides IP management and technology solutions to more than 12,000 law firms and corporate customers. CPA had pro forma revenue of $564 million in 2019, generates over 90% of revenue from subscription and recurring revenue, and has a 97% customer renewal rate. CPA Global and Clarivate will pursue an end-to-end platform strategy that covers the entire innovation and IP lifecycle, from scientific and academic research to IP portfolio management and protection.

In October 2018, Clarivate actually divested its relatively small IP management business to CPA Global. The business, which manages the payment and renewal processes for patents and trademarks, will now come back to Clarivate. It also divested the MarkMonitor protection, antipiracy, and antifraud business assets to OpSec Security (while retaining the brand). Clarivate has strategically realigned its IP business by making a few acquisitions in the IP space in recent years. In 2018, it acquired Australian AI technology company TrademarkVision, which it folded into CompuMark, Clarivate’s trademark clearance and protection solution. In January, Clarivate also acquired Dartsip, a provider of case law data and analytics for IP professionals.

The CPA deal will shift Clarivate’s revenue generation from 56% science products and 44% IP products to 53% IP and 47% science products. However, in January, Clarivate also made an acquisition in the science space when it acquired Decision Resources Group (DRG), a provider of data, analytics, and insights products and services for life science, medical device, and health system businesses. DRG fits into the Clarivate Science Group as an extension to Cortellis’s value proposition in data- and analyticsdriven solutions in the drug discovery, drug development, clinical development, and regulatory stages.

In 2015, CPA expanded in the patent analytics market when it acquired US patent search provider Innography. Innography is a competitor to Clarivate’s Derwent Innovation, although following the acquisition, CPA shifted Innography away from pursuing Derwent’s market share by integrating it with CPA’s IP Forecaster software, which links data from CPA’s IP management software and provides organizations with budget analytics for their IP portfolios.
Briefe

Google sucht Bündnis mit Verlagen,
drei Worte reichen für Lizenzpflichtigkeit,
Zustimmung zum Medienstaatsvertrag

Sehr geehrter Herr Bredemeier!

Der (Corona-) Sommer hat uns, während diese Zeilen geschrieben werden, noch voll im Griff. … Hier seien ein paar Themen vorgestellt, die uns, den SUMA-Verein für freien Wissenszugang, in der letzten Zeit besonders beschäftigt haben.

1. Google kündigt Pilotprojekt mit einzelnen Presseverlagen an

Ziemlich raffinierter Schachzug. Google soll ja bluten und Geld an die Verlage fließen lassen, so will es das Leistungsschutzrecht. Lange Zeit hat sich der Tech-Gigant dagegen gewehrt. Nun hat Google aus der Not eine Tugend gemacht. Der Konzern baut seine Vormachtstellung aus, indem er sich mit Verlagen verbündet und sie dafür bezahlt, attraktive Teaser auf die Suchmaschinenseite stellen zu dürfen. Bekanntlich profitiert Google davon, wenn der Nutzer lange auf der Seite weilt und gar nicht erst auf den Link gehen muss, um sich zu informieren. Nach wie vor weigert sich Google zwar, für Snippets und Vorschaubilder im Rahmen des Leistungsschutzrechtes zu bezahlen, der Konzern kommt mit diesem Projekt aber den Verlagen sehr entgegen.

Dieser Deal könnte sich nicht nur für uns als Betreiber einer nicht-kommerziellen Suchmaschine negativ auswirken, sondern wäre möglicherweise auch für den Qualitätsjournalismus ein weiterer Sargnagel. Der neue Deal, mit ausgesuchten Verlagen direkt zu verhandeln, könnte zwar die Entwicklung eines von Werbung unabhängigerem Journalismus unterstützen. Zumal die Verlage auch noch zusätzlich vom Staat gepampert werden; 220 Millionen Euro sollen in die Kassen fließen. Das Geld ist für die digitale Transformation des Verlagswesens gedacht, um den Absatz zu fördern und die Verbreitung von Abonnementzeitungen zu erleichtern. Dennoch kann so eine Verflechtung von Verlags-Journalismus und einflussreichem Konzern die Qualität und Unabhängigkeit journalistischer Arbeiten erschweren.

Natürlich muss für guten Journalismus Geld in die Hand genommen werden. Doch auf diese Weise profitieren überwiegend die großen Verlage. Daher machen auch wir aus der Not eine Tugend und entwickeln eine Strategie, mit der wir nicht nur unsere Stellung als nicht kommerzielle unabhängige Suchmaschine behaupten wollen, sondern mit der wir auf unsere Weise den unabhängigen, hochwertigen Journalismus auch der kleinen Verlage fördern. Mehr demnächst. …

2. Das Leistungsschutzrecht wird konkreter… und nicht wirklich besser

Bei der Entwicklung des Leistungsschutzrechts steht zwar Google im Fokus. Uns betrifft die umgesetzte EU-Richtlinie, aber auch. Bundeskanzleramt und Wirtschaftsministerium tun weiterhin alles, um Verlegerrechte zu stärken.

Es sollen Änderungen des ersten Referentenentwurfs des Justizministeriums durchgesetzt werden. Statt der im Entwurf anvisierten acht Wörter sollen nun schon drei Wörter für die Lizenzpflichtigkeit ausreichen. Zudem sollen im Interesse der großen Verleger alle Möglichkeiten verhindert werden, die es Suchmaschinen gestatten könnte, das Gesetz zu umgehen. Dazu gehört, dass durch die gestärkten Verlegerrechte Snippets von Suchmaschinen gar nicht nach Belieben gekürzt werden könnten. Sie müssten das Presseerzeugnis komplett auslisten. Ob diese Verleger mit Ihren Forderungen noch Erfolg haben werden, darf bezweifelt werden.

Neben dem eigentlichen Leistungsschutzrecht gibt es aber noch weitere Regelungen, die die Suchmaschinenszene aufwirbeln dürften:

Der neue Medienstaatsvertrag stellt mit neuen Transparenzpflichten und einem Diskriminierungsverbot einen großen Wurf dar. Es gibt dort ein paar Ausnahmen, die kleine Suchmaschinen mit weniger als eine Million Nutzern pro Monat aus der Schusslinie nehmen dürften. Trotzdem werden wir weiterverfolgen, ob es bis zum endgültigen Inkrafttreten noch Änderungen gibt und wie sich die neuen Bestimmungen auf die Praxis auswirken.

Außerdem gibt es Bestrebungen, die Durchsetzung von jugendschutzrechtlichen Prüfpflichten von Webseitenbetreibern auch im innereuropäischen Ausland durchzusetzen. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) wolle durchsetzen, dass europäische Webseitenbetreiber sich auch dann an die deutschen Jugendschutzgesetze halten, wenn sie ihren Sitz außerhalb Deutschlands haben und eigentlich nicht unter diese fallen. Als letztes Mittel sollen hierfür Netzsperren durch die deutschen Internetprovider herhalten. …

3. Und technische Neuheiten auch bei uns:

MetaGer:

· Der Datumsfilter auf der Suchergebnisseite lässt sich nun endlich auf das letzte Jahr ausweiten. Es sind nun sogar beliebige Zeiträume als Eingabe möglich....
· Die Sprüche auf der Ergebnisseite lassen sich nun in den Einstellungen deaktivieren. Außerdem werde deutsche Sprüche/Zitate nun nicht mehr in nicht-deutschen Versionen angezeigt.
· Dazu kommen weitere Änderungen, die zu einer deutlich gestiegenen Fehlerresistenz und Erreichbarkeit führten.
· MetaGer ist inzwischen nur noch über TLS1.2 erreichbar. Ältere Protokolle werden nicht mehr akzeptiert. Dies führt zwar dazu, dass ältere Browser nicht mehr unterstützt werden, erhöht aber die Verbindungssicherheit. Wir folgen damit den aktuellsten Empfehlungen. Unterstützung für TLS1.3 wird bald eingeführt.

MetaGer App:
· Die neueste Version verfügt nun über einen automatischen Updater, welcher stets die aktuellste Version installiert. Dies ist nur für die manuelle Installation relevant. Wer noch die alte Version installiert hat, muss diese einmal vom Gerät löschen. Anschließend bitte die neueste Version herunterladen und installieren.
· Wir haben eine Anfrage gestellt, die MetaGer App in F-Droid aufzunehmen.
· Ein Fehler wurde behoben, der dazu geführt hat, dass nach Rotation des Geräts die Startseite anzeigte.

Suma e.V. – Verein für freien Wissenszugang

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