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Open Password - Dienstag,
den 19. Mai
2020

# 756


Yuval Noah Harari – Menschheitsthemen – Menschheitsgefährdung – Ökologischer Crash – Globales Glück – Biodiversität – Willi Bredemeier – Information Professionals – Wissensgesellschaft – Humanismus – Techno-Religion – Dataismus – Elektronische Revolution – Biologische Selbstoptimierung – Michel Schmidt-Salomon – Neandertaler – Mensch und Tier – Stephen Hawking – Raumfahrt – Ausrottungsfeldzüge – Wildtierpopulationen – Haustiere – Tierrechte – Tipping Points – Atombombe – Kollateralschäden – Disruptionen – Eroberungen – Hernan Cortes – Eliminierung von Kriegen – Terrorismus – Gewaltpotenziale - Kapitalismus - Alterline – ExLibris – Hochschulforscher – Bibliotheken – Förderanträge – Relevanznachweise – Forschungsdaten – Open Access – LinkedIn – Google Scholar – Springer Nature – Open Access - Euler-Hermes – Home Office – Corona – Cyberangriffe - ConTech – Webinare – Cathryn Baldanza




Yuval Noah Harari
und die Gefährdung der menschlichen Spezies
durch Wissenschaft und Technologie

Der Mensch als größte Katastrophe,
die die Erde je heimgesucht hat

Eine neue ökologische Moral, die das globale Glück nach dem Befinden
von Menschen und Tieren misst


Nach dem radikalen Abbau der Biodiversität vor dem ökologischen Crash?

Harari
I. Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit (2011), München 2013 – II., ders., 21. Lektionen für das 21. Jahrhundert (2018), München 2019 – III. ders., Homo Deus, Eine Geschichte von Morgen (2015), München 2019

Von Willi Bredemeier
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Sollten sich Information Professionals um die Konsequenzen ihres Handelns kümmern, wenn die Existenz ihrer Spezies auf dem Spiel steht?
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Bibliothekare, Dokumentare, Information Professionals und Informationswissenschaftler sind gemeinhin stolz, inmitten einer technischen Revolution tätig zu sein und die darauf aufbauende „Wissensgesellschaft“ ein Stück weit mit voranzutreiben. Neuerdings dürfte ihr Einfluss, soweit sie in den Analysebereich vorgestoßen sind, sogar größer geworden sein. Sollten sie sich für die Konsequenzen der von ihnen mitgestalteten Revolution mitverantwortlich fühlen, wenn diese in unserer Gesellschaft keinen Stein auf dem anderen lässt und sogar die Existenz der menschlichen Spezies (so wie wir sie kennen) infrage stellt? Das drohende Ende des Humanismus und die mögliche Ersetzung des marktwirtschaftlichen Bezugsrahmens durch eine Techno-Religion und die neue Universalwissenschaft des Dataismus sollte sie auch interessieren. Oder sehen sich die InfoPros als Angehörige eines mittleren Managements, die sich, von ihren Vorgesetzten und Kollegen auf enge Arbeitsbereiche festgelegt, nicht nur in ihren Arbeitsvollzügen, sondern auch intellektuell und in ihrem Engagement auf technizistische Details beschränken sollten?

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari, der in Tel Aviv „Universalgeschichte“ lehrt, bietet Perspektiven und Erklärungen an, die wir gut gebrauchen können, um die Herausforderungen der „elektronischen Revolution“ (einschließlich der Möglichkeiten zur Selbstoptimierung aus der Biologie) zu bestehen. Wohl ist Harari auch in Deutschland mit seinen drei Büchern und insgesamt 1.534 Seiten Text zu hohen Auflagen gekommen, wurde er von nationalen Medien wie die „Süddeutsche“ und „Die Zeit“ als Lektüre empfohlen und kam der Autor gemeinsam mit Spitzenpolitikern zu öffentlichen Auftritten. Gleichwohl finde ich, dass die Rezeption seiner Thesen nicht so weit gegangen ist, dass sich nicht weitere Perspektiven hinzufügen ließen, und beschränkt sich sogar die vernichtend gemeinte Kritik von Michael Schmidt-Salomon („Die große Harari-Ver(w)irrung“) letztlich auf Hararis ungewöhnliche Begriffswahl zum Nationalsozialismus, obgleich seine Begriffe aus seinen Thesen und dem dabei entwickelten Bezugsrahmen abgeleitet hat.

Der Verzicht auf eine weitgehende und streitige Debatte dürfte auch damit zu tun haben, dass Harari zu eingängig, zu plausibel, zu umfassend und nicht einseitig genug schreibt und damit weder in das Links-Rechts-Schema unserer Auseinandersetzungen noch in das Aufmerksamkeitsspektrum spezialisierter Wissenschaft passt. So mag manchem die von Harari beanspruchte All-Zuständigkeit verdächtig erscheinen, zumal er nicht nur die gesamte Geschichte der Menschheit einschließlich der Gegenwart und ihrer künftigen Herausforderungen ins Auge fasst, sondern auch die mittlerweile sechs entdeckten Cousins des Homo Sapiens (unter anderem den Neandertaler) und sogar die mit den Menschen am nächsten verwandten Tiere wie die Schimpansen und weiteren Säugetiere in seine Erörterungen einbezieht.

Allerdings könnte eine umfassende Perspektive wie diese notwendig geworden sein, nachdem unsere Spezies mittlerweile in ein „globales Dorf“ zusammengerückt ist und sich in technischer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht und in geringerem Maße auch kulturell homogenisiert hat und mit der Corona-Epidemie eine große Krise teilt. Dies ist nicht nur mit den Vorteilen eines weltweiten teilweise freien Güteraustausches verbunden, sondern auch mit den Kosten, dass der Niedergang kultureller Vielfalt die Optionen der menschlichen Spezies für ihre weitere Entwicklung reduziert und fehlerhafte politische Maßnahmen immer mehr Menschen treffen können. Der britische Nobelpreisträger Stephen Hawking hat die damit eingegangenen Gefahren so hoch eingeschätzt, dass er uns empfohlen hat, zu den Sternen zu greifen, um die Überlebensrisiken der Menschen zu diversifizieren.

Dazu kommt, dass die Kosten des Siegeszuges von Homo sapiens über unseren Planeten einen ökologischen Crash wahrscheinlicher gemacht haben, der auch die Menschheit bedroht. Um diesen abzuwenden, sind globale Lösungen auf der Basis umfassender Kenntnisse im Rahmen einer weltweiten Zusammenarbeit vonnöten.

Willi und Gerda Bredemeier (sziz)
Rezensent Willi Bredemeier und Ehefrau Gerda.

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Ausrottung der humanoiden Cousins – Radikaler Rückgang der Biodiversität – Stehen wir vor einem ökologischen Crash?
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Um angesichts dieser Bedrohungen zu realistischen Lösungen zu kommen, sollte man die in vielen Jahrtausenden eingeschliffenen Verhaltensroutinen unserer Spezies besser verstehen. Die Geschichte der Menschheit wird von Harari als eine Geschichte der Ausrottung, Instrumentalisierung und Versklavung von Konkurrenten – von Pflanzen und Tieren, von humanoiden Cousins und von anderen Menschen – beschrieben. Diese gingen mit einer ausschließlichen Fokussierung der Menschen auf die kurzfristigen Vorteile des eigenen Stammes einher.

Der Autor referiert die Thesen, nach denen die Neandertaler und die weiteren Cousins unserer Spezies entweder im Krieg mit dem Homo sapiens ausstarben oder weil sie von diesem auf immer weniger fruchtbare Landstriche zurückgedrängt wurden. Er vermutet, dass beides der Fall gewesen ist, dies auch aufgrund einer sehr unterschiedlichen Neigung zu Gewalttätigkeiten in den menschlichen Stämmen.

Zudem stellt er fest, das mit der Ankunft der Menschen in Amerika in einem kurzen Zeitraum „34 von 47 Großsäugetierarten, und in Südamerika sogar 50 von 60 (verschwanden)“ (I, 95) und dass „sich die massenhaften Artensterben … immer wieder (wiederholten) und zwar jedes Mal, wenn Menschen sich in einem anderen Teil der „Neuen Welt niederließen“ (I, 89), so geschehen auch nach der Entdeckung des australischen Kontinents. Damit wurde „der weise Mensch die größte Katastrophe …, von der die Tier- und Pflanzenwelt der Erde je heimgesucht wurde“(I, 96).

Diese von den Wirkungen her gesehenen Ausrottungsfeldzüge des Menschen setzen sich aktuell beschleunigt fort: „Trotz gewachsenem Umweltbewusstsein haben sich die Wildtierpopulationen seit 1970 halbiert (und schon 1970 ging es ihnen alles andere als prächtig)“ (II, 116).

Zur Domestizierung der Haustiere stellt Harari fest: „Heute gibt es rund eine Milliarde Schafe, mehr als eine Milliarde Kühe und geschätzte 25 Milliarden Hühner. … Das Haushuhn ist das am weitesten verbreitete Federvieh aller Zeiten. Kuh und Hausschaf belegen die Plätze zwei und drei in der Rangliste der häufigsten Säugetierarten – gleich hinter dem Homo Sapiens“ (I, 120).

Dies mag aus einer evolutionären Sicht, soweit es um Reproduktion und Überleben von Spezies und nicht um das Wohlbefinden ihrer Mitglieder geht, als Erfolg gelten. Allerdings gehören diese Tiere gleichzeitig „zu den unglücklichsten Lebewesen, die es je gab. Die Domestizierung der Tiere geht mit einer Reihe brutaler Praktiken einher, die im Laufe der Jahrhunderte immer grausamer wurden“ (I, 121).

Harari beruft sich auf eine Reihe von Experimenten, mit denen nachgewiesen wurde, dass Säugetiere über ähnliche soziale und emotionale Bedürfnisse und Fähigkeiten wie die Menschen verfügen und ähnlich wie sie in Frustration und Verzweiflung getrieben werden können (I, 420 – III, 132). Diese Ähnlichkeit wird von dem Menschen auch anerkannt, wenn sie zu seinem Vorteil gereicht, so in Experimenten zwecks Entwicklung neuer Medikamente. Angesichts der aktuellen Behandlung der Tiere durch die Menschen findet Harari zu einer eindeutigen Bewertung und Empfehlung: „Wenn nur ein Bruchteil der Behauptungen von Tierschützern stimmen, dann ist die moderne industrielle Tierhaltung das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Wenn wir das globale Glück messen wollen, dürfen wir die Messlatte nicht bei Wohlhabenden, bei den Europäern oder bei den Männern und vermutlich nicht nur beim Menschen anlegen“ (I, 462).

Diese Brutalisierung ist auf die ausschließliche Beachtung kurzfristiger partikularer betriebswirtschaftlicher Vorteile in der Tierhaltung und einer ansonsten bestehenden Gleichgültigkeit gegenüber Tieren zurückzuführen. Hararis implizite Forderung, Rechte der Tiere auf Existenz und Lebensqualität auch unabhängig von ihrer instrumentellen Bedeutung für die Menschen anzuerkennen, wurde bislang nur von einer kleinen Minderheit radikaler Tierschützer erhoben. Sein Appell ist der bislang erfolgversprechendste Versuch, dem gesellschaftlichen Mainstream nahezulegen, diese Forderungen nicht nur als Kuriosität zu Kenntnis zu nehmen.

Bis vor kurzem schienen sich die Menschen die totale Instrumentalisierung des Planeten für kurzfristige Vorteile menschlicher Stämme leisten zu können, ohne die damit einhergehenden Kollateralschäden beachten zu müssen. Das gilt angesichts der wachsenden materiellen Macht der Menschen nicht mehr. So können irreversible „Tipping Points“ in den ökologischen Umfeldern des Menschen in Kürze erreicht werden und verfügen die Menschen neuerdings über die Möglichkeit, den Planeten durch die Atombombe zu vernichten. Die Befürworter einer unregulierten technologischen Entwicklung bringen vor, dass es für jedes von den Menschen verursachte Defizit eine Technologie gebe, die nur gefunden werden müsse, um dieses zu heilen. An dieser These sind größere Zweifel denn je angebracht. Aber auch dann, wenn wir diese These weiter vorläufig aufrechterhalten, gilt, dass wir nach dem Wachstumscredo „immer schneller“ rennen müssen, um „dem ökologischen Armageddon immer zumindest einen Schritt voraus“ zu sein (III, 333, 334).

Ob das gelingt, ist die große Frage: „Der Kapitalismus hat … ein gieriges und chaotisches System heiliggesprochen, das sprunghaft wächst, ohne dass irgendjemand versteht, was vor sich geht und wohin wir rennen“ (III, 341).

Wie berechtigt Hararis Besorgnisse um die Menschheit sind, zeigt sich an dem im Mai erschienenen Abschlussbericht der Vereinten Nationen, der den massiven Abbau der Biodiversität in den letzten fünfzig Jahren dokumentiert. Dieser wurde durch Veränderungen in der Land- und Meeresnutzung, der Ausbeutung von Lebewesen, den Klimawandel, die Umweltverschmutzung und invasive Arten verursacht. Er hat „unsere Fähigkeit zur Armutsbekämpfung, zur Nahrungsmittel- und Wassersicherheit, zur menschlichen Gesundheit und zum übergeordneten Ziel, niemanden zurückzulassen“, untergraben.

Dabei zieht jede Ausrottung einer Tier- und Pflanzenart unwiederbringliche Verluste nach sich – von der Möglichkeit, neue Kenntnisse zu gewinnen, über ihre Inanspruchnahme beispielsweise für medizinische Zwecke bis zu dem weitgehend unausgeschöpften Potenzial der Interaktion zwischen Menschen und Tieren. Die auf ewig verlorenen Vorteile, die langfristig möglich gewesen wären, dürften in vielen Fällen deutlich höher als die kurzfristigen Vorteile sein, die durch das Ignorieren von Kollateralschäden erzielt wurden.

Spiegelt sich diese Situation in unseren Debatten oder in unseren Recherchen und in unseren weiteren Informationsfindungsprozessen ansatzweise wider? Und wenn kaum, an welcher Stelle wurde solches bislang problematisiert? Immerhin produzierte der UN-Bericht einen weltweiten Aufreger in den Medien, aber nach wenigen Tagen war es damit wieder vorbei.

Derzeit werden die größer gewordenen technologischen Disruptionen zu einer Kaskade und nehmen die ökologischen Ungleichgewichte zu. Damit fragt es sich, ob sich der Homo Sapiens seine auch hier gezeigte letztliche Gleichgültigkeit gegenüber anderen Lebewesen und seinen Willen zu einer totalen Instrumentalisierung seines Umfeldes zugunsten kurzfristiger und partikularer wirtschaftlicher Vorteile ohne Beachtung längerfristiger oder erst längerfristig sichtbarer Kollateralschäden weiter leisten kann.
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Kommen die Menschen im Umgang miteinander zur Vernunft?
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Harari deutet die Frage nur an, ob der von ihm angeprangerte Umgang mit Tieren einen ähnlichen Umgang in den Beziehungen zwischen den Menschen gefördert hat. Er stellt jedoch fest, dass bei der Auslöschung des Azteken- und Inka-Reiches, bei weiteren Kolonialkriegen und beim Sklavenhandel mit Afrikanern eine ähnliche Gleichgültigkeit der Europäer gegenüber ihren kulturell weitgehend fremden Opfern bestand. Auch sahen sich die spanischen Eroberer und britischen Menschenhändler unter keiner sozialen Kontrolle.

Dabei ging es den spanischen Eroberern vor allem um Gold, also einer Substanz, die nur durch soziale Zuschreibung einen Wert erhält und deren damalige Funktion sich besser hätte erfüllen lassen, wenn Cortes den spanischen König überzeugt hätte, Papier zu bedrucken und als Geldscheine auszugeben.

Harari hätte auch darstellen können, dass sich die Kriege unter den Menschen mit den Fortschritten der Militärtechnik, gipfelnd in zwei Weltkriegen, zu umfassenden Vernichtungskriegen ausweiteten. Er stellt jedoch fest, dass die Erfindung der Atombombe, mit der die wechselseitige Bedrohung einer unmittelbaren Vernichtung einherging, dem Krieg tendenziell ein Ende bereitet hat (III, 409). Ferner gilt, dass „Kriege einfach nicht mehr bezahlbar sind. … Heute setzt sich der Reichtum einer Gesellschaft … vor allem aus Humankapital, technischem Knowhow und komplexen sozio-ökonomischen Gebilden wie Banken zusammen, die sich sehr viel schwerer rauben lassen“ (I, 455).

Aktuell hat die Gefahr eines Atomkrieges allerdings wieder zugenommen - mit der Gewöhnung der Menschheit an die Atombombe, der Entfremdung der etablierten Nuklearmächte voneinander, der größer gewordenen Zahl der Nuklearstaaten und der Gefahr, dass Terroristen in den Besitz der Bombe kommen. Andererseits würdigt Harari den erfolgreichen Versuch der Europäischen Union, Konflikte der Nationalstaaten durch Zusammenarbeit und Integration zu lösen. Wie das unterschiedliche Gewaltpotenzial bereits der Steinzeitmenschen zeigte, war Frieden für sie schon immer eine Option, wenngleich nur eine Option unter anderen.

Kommt die Menschheit demnach zur Vernunft? Oder stürzt sie sich zum großen Teil mit der Ausbreitung elektronischer und biologischer Technologien in noch größere Gefahren, während sie sich der Konsequenzen ihrer Handlungen allenfalls vorübergehend bewusst ist?

Lesen Sie in der nächsten Folge: Warum sich der Homo Sapiens gegen seine Konkurrenten durchsetzte – Der langfristige Trend zu immer größeren Imperien – Die ersten Information Professionals
Risiko Home Office

10 Tipps, wie sich Unternehmen in Corona-Zeiten
vor Cyberangriffen schützen


Von Euler-Hermes Deutschland

1. Sensibilisierung der Mitarbeiter für spezielle Risiken in Verbindung mit Covid-19 und Homeoffice. Insbesondere Finanzabteilungen (im In- und Ausland) sollten durch virtuelle Schulungen auf aktuelle Betrugsmaschen hingewiesen werden. Unternehmen sollten alle Mitarbeiter ermutigen, verdächtige Inhalte umgehend zu melden.

2. Offene Kommunikation: Teams sollten trotz der physischen Distanz versuchen, einen engen Kontakt zu halten (z.B. über virtuelle Meetings und Team-Chats). Der Austausch der wichtigsten Telefonnummern (dienstliche wie auch private Nummern) für Rücksprachen mit Kollegen und Vorgesetzten hilft zudem, Betrugsversuche zu vereiteln.

3. Web-Adressen immer händisch eingeben: Keine Links oder Anhänge anklicken oder auf unerwünschte Nachrichten antworten. Datei-Erweiterungen heruntergeladener Dateien prüfen, Dokumente und Videodateien sollten weder im EXE- noch im LNK-Format erstellt worden sein.

4. Beschränken der Zugriffsrechte von Personen, die eine Verbindung zum Unternehmensnetzwerk herstellen. Im Homeoffice sollten - wenn möglich - keine öffentlichen oder privaten Computer für dienstliche Zwecke genutzt werden, da sie manipuliert sein können. Es besteht die Gefahr von Datenabfluss und Manipulation. Sollten es für Mitarbeiter notwendig sein, im Homeoffice ihren privaten Computer zu nutzen, sollte dies nach vorheriger Abstimmung mit der unternehmenseigenen IT und den Vorgesetzten erfolgen.

5. Wählen Sie sichere und für unterschiedliche Dienste jeweils andere Passwörter und installieren Sie immer umgehend die neuesten Updates für Betriebssysteme und Apps, um Schwachstellen soweit wie möglich zu schließen. Apps sollten dabei lediglich aus vertrauenswürdigen Quellen - etwa Google Play, dem App Store oder durch das eigene Unternehmen zur Verfügung gestellten Anwendungspools - heruntergeladen werden.

6. Seien Sie bei E-Mails von unbekannten Absendern mit Anhängen oder Links besonders achtsam. Folgende Domains / Adressen zum Thema Corona sind beispielsweise bereits als gefährlich identifiziert: coronavirusstatus[.]space; coronavirus-map[.]com-; blogcoronacl.canalcero[.]digital; coronavirus[.]zone; coronavirus-realtime[.]com; coronavirus[.]app; bgvfr.coronavirusaware[.]xyz; coronavirusaware[.]xyz

7. Fragen Sie beim vermeintlichen Auftraggeber / Absender einer E-Mail nach, wenn Ihnen eine durchzuführende Aktion seltsam vorkommt. Prüfen Sie insbesondere Änderungen von Kontoverbindungen, egal ob von Kunden oder von Lieferanten, immer gegen - und zwar unter der bekannten oder im System hinterlegten Kontaktdaten und nicht aus der gefälschten Signatur der E-Mail.

8. Stimmimitationssoftware: Mitarbeiter sollten grundsätzlich keine Zahlungsanweisungen oder Änderungen von Bankdaten per Telefon annehmen, weder intern noch extern. Sie sollten die Bitte ihres CEO oder CFO um ihre Mithilfe bei finanziellen Transaktionen kritisch hinterfragen und die Person unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurückrufen. Zudem sollten sie unbedingt auf einer schriftlichen Anweisung bestehen und diese an ihren Vorgesetzten weiterleiten.

9. Mitarbeiter sollten grundsätzlich jeder "Whatsapp" Sprachnachricht misstrauen: Sollten der CEO oder Vorgesetzter eine "Whatsapp" mit Zahlungsanweisungen schicken, sollten Mitarbeiter unbedingt den Inhalt durch einen Telefonanruf (kein Whatsapp-Anruf und kein FaceTime Video) mit den betroffenen Kollegen abklären und sich auf jeden Fall schriftlich bestätigen lassen.

10. Weniger ist mehr: Betrüger nutzen Informationen aus sozialen Netzen, Mitarbeiter sollten vorsichtig sein bei der Preisgabe von Informationen im Internet.


ConTech-Webinars

Responses to the COVID-19 Crisis

When we launched our free weekly webinars we hoped to do just that and we have been overwhelmed by the response we have had. We are now delighted to announce the schedule for the next four weeks:

20th May – “Using AI to create personalized, remote curriculums for students” Michael Puscar, Founder, Oiga Technologies.

27th May – “An Overview of Semantic Scholar and our Response to the COVID-19 Crisis” Sebastian Kohlmeier, Senior Manager, Business Operations, Allen Institute for AI

3rd June – “Underline Science’s Mission: To broadcast, capture and preserve scientific conference information” Alex Lazinica and Darrell W. Gunter, CEO and SVP Strategic Partnerships, Underline Science Inc

10th June – “Using AI to enhance speed and precision of biomarkers discovery” Dale Morgan, Senior Account Manager, Global Sales Partnerships, Wiley and Jakob Semmler, Marketing Manager, Innoplexus

Recordings of all our previous webinars are also available to view on our website www.contechlive.com

These webinars are free and open to everyone, please share these with anyone you feel would be interested. Please do also share the relevant webinars with colleagues who have been furloughed or have sadly lost their job, they are still very much a part of our community.
Cathryn Baldanza

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