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Kritik der Informationswissenschaft VI

Informationswissenschaft

eventuell mit seinerzeitigem Titelbild „Kritik Informationswissenschaft“

State of the Art

Kritik der Informationswissenschaft (6)

Von Willi Bredemeier

VI. Zusammenfassende Kritik in 14 Thesen

VI.1 Skalierung der Bewertung

Zur Bewertung der Beiträge in dem Tagungsbandreader wird eine Skalierung von 0 bis 3 eingeführt. Die einzelnen Punkte bedeuten:

3 Punkte Bringt wissenschaftliche und/oder pragmatische Diskussion voran – Womöglich Exzellenzverdacht

2 Punkte Beitrag, der nicht weitgehend kritisiert werden muss

1 Punkt Notwendigkeit zur weitgehenden Kritik

0 Punkte Ohne Einschränkungen enttäuschend

VI.2 Die Beiträge aus dem Tagungsbandreader im quantitativen Vergleich

Die in den vorangegangenen Folgen erhobenen Kritiken führen zu den folgenden Zuordnungen:

Die Beiträge aus den Sitzungen

 

Beiträge

Punkte

durchschnittl.

Punktzahl

Recherche und Web

0,17

Strebe

0

Märtl u.a.

0,5

Maaß/Lewandowski

1)

Reischer

0

Fachportale – Open Access I

1,50

Baerisch u.a.

1

Bambey

3

Lay

1

Uhl/Weichselgartner

1

Informationssektor, Informationswirtschaft

0,50

Hayes u.a.

1,5

Nussbaumer u.a.

0

Wagner/Scholz

0

Qualität von Wikis, Unternehmenskommunikation

1,67

Blees u.a.

2

Huss u.a.

0

Mader/Herget

3

Interaktion

1,50

Öttl u.a.

1,5

Lehner/Siegel

2,5

Heckner/Wolff

0,5

Fachportale  - Open Access II

1,33

Dees/Rittberger

2

Pfister u.a.

1

Steinberg

1

Kollaboration, Partizipation

1,00

Bieber u.a.

3

Giesen

0

Mandl u.a.

0

Buchwirtschaft, Informationswirtschaft

2,33

Zimmermann

2.5

Bläsi

3

Ludwig

1,5

Ausbildung, E-Learning I

0,50

Peters u.a.

1)

Heinze

0,5

Auberson/Hierl

0,5

Ausbildung, E-Learning II

1,17

Jeschke u.a.

0,5

Oßwald u.a.

2,5

Griesbaum u.a.

0,5

Alle Beiträge aus den Sitzungen

1,20

1) Aus Bewertung genommen, da möglicher Interessenkonflikt.

Die Beiträge aus Doktoranden-Vorträgen, Posterpräsentationen und Studentenpräsentationen

 

Punkte

durchschnittl.

Punktzahl

 

Doktoranden-Vorträge

0,45

Carstens

0

Mayr

0

Schulz

0

Doldirina

3

Görtz

0

Karlies

0

Reinhold

0

Berger

2

Götzfried

0

Kepp

0

Platzer

0

Posterpräsentationen

0

Orde 

0

Schindler

0

Kölle

0

Voß u.a.

0

Stempfhuber/Zapilko

0

Hopt

0

Oeltjen

0

Reischer

0

Pillay/Sporer

0

Köstlbacher

0

Studentenpräsentationen

0,67

Will/Meier

0

Podolecheva

2

Fuchs

0

Alle Beiträge außerhalb der Sitzungen

0,29

Alle Beiträge

0,80

VI.3 Die quantitativen Auswertungen

Es ergeben sich an zusammenfassenden Kritikpunkten:

(1) Die Beiträge auf der informationswissenschaftlichen Tagung zusammengenommen kommen auf eine durchschnittliche Bewertung von 0,80 Punkten. Das heißt, dass die Beiträge im Durchschnitt weitgehend zu kritisieren wenn nicht weitgehend enttäuschend sind.

(2) Diese Ergebnisse ändern sich nicht radikal, wenn man sich nur auf die Beiträge aus den Sitzungen bezieht. Zwar kommen die Doktoranden-Vorträge, Posterpräsentationen und Studentenpräsentationen zusammengenommen auf den besonders niedrigen Durchschnittswert von 0,29 („fast ohne Einschränkungen enttäuschend“). Allerdings beträgt die durchschnittliche Bewertung der Beiträge aus den Sitzungen lediglich 1,20. Das heißt, dass diese Beiträge nach wie vor im Schnitt weitgehend kritisierbar bleiben.

(3) Die obigen Ergebnisse bleiben stabil, wenn man etwas andere Zusammenfassungen wählt. Nimmt man die Zahl der Beiträge aus den Sitzungen, die nicht weitgehend kritisiert werden müssen (1,5 Punkte und mehr) oder die die wissenschaftliche und/oder pragmatische Diskussion voran bringen, und stellt diese der Zahl jener Beiträge gegenüber, die weitgehend zu kritisieren oder ohne Einschränkungen enttäuschend sind (1 Punkt und weniger), so ergibt sich ein Verhältnis von 12 : 18. 

Nimmt man die Beiträge, die die wissenschaftliche und/oder pragmatische Diskussion mindestens tendenziell vorangebracht haben (2,5 Punkte und höher), und stellt man sie lediglich jenen Beiträgen gegenüber, die ohne Einschränkungen enttäuschend sind (0 Punkte), so kommt man auf ein Verhältnis von 7 : 7.

Diese Relationen verschlechtern sich wesentlich, nimmt man die Doktoranden-Vorträge, Posterpräsentationen und Studentenpräsentationen hinzu.

(4) Auf der Ebene einzelner Sitzungen kommt nur die Session „Buchwirtschaft, Informationswirtschaft“ mit einer Bewertung von 2,33 auf einen Durchschnitt von über zwei Punkten („Beiträge, die nicht weitgehend kritisiert werden müssen“). Zwischen den Punkten 1 und 2, also zwischen Beiträgen, „die nicht weitgehend kritisiert werden müssen“, und Beiträgen, die weitgehend zu kritisieren sind, liegen „Qualität von Wikis, Unternehmenskommunikation“ mit 1,67 Punkten, „Fachportale – Open Access I“ und „Interaktion“ mit jeweils 1,50 Punkten sowie „Fachportale, Open Access II“ mit 1,33 Punkten und „Ausbildung, E-Learning II“ mit 1,17 Punkten. Auf eine durchschnittliche Bewertung von einem Punkt kommt „Kollaboration, Partizipation“, dies allerdings nur wegen des guten Beitrages von Bieber und anderen. Drei weitere Sitzungen („Informationssektor, Informationswirtschaft“ und „Ausbildung, E-Learning I“ mit jeweils 0,50 Punkten sowie „Recherche und Web“ mit 0,17 Punkten) liegen zwischen den Durchschnittsbewertungen von 0 und 1 Punkten. Damit nähern sie sich weitgehend der Bewertung „Ohne Einschränkungen enttäuschend“ an.

(5) Sieben von 30 Beiträgen aus den Sitzungen ist eine Bewertung von 2,5 Punkten oder mehr zuzuordnen. Diese erfüllen das Kriterium „Bringt die Diskussion wissenschaftlich und/oder pragmatisch voran – Womöglich Exzellenzverdacht“ oder kommen dieser Bewertung mindestens nahe. Das entspricht einem Anteil von 23,3 % an allen Beiträgen. Nimmt man die Doktorandenvorträge, Posterpräsentationen und Studentenpräsentationen hinzu, kommt man auf einen Anteil von 14,8 %. Das sind in beiden Fällen Anteile, mit denen ein angeblich auf Exzellenzen angelegtes Wissenschaftssystem unmöglich zufrieden sein kann. 

(6) Die besonders niedrigen Durchschnittswerte für Doktoranden-Vorträge, Posterpräsentationen und Studentenpräsentationen sind nicht zwingend mit persönlicher Kritik an den Autoren verbunden. Wenn diese aufgefordert worden sein sollten, lediglich einen Abstract einzureichen oder sich auf die Darlegung eines Konzeptes zu beschränken, ohne ein Wort über die Bewährung dieses Konzeptes verlieren zu dürfen, konnten sie sich solchen Anforderungen wie informell immer schwerlich widersetzen. Jene, die unten in der Hierarchie stehen, sind am wenigsten für Produktionsleerläufe im Wissenschaftssystem und eine teilweise in Irrelevanzen ruhende Wissenschaftsproduktion verantwortlich zu machen. 

Allerdings lassen sich auch aus einer untergeordneten Position weitgehend inhaltsleere und informative Abstracts schreiben (wie sich an den Abstracts aus den Sitzungen gleichfalls belegen lässt). Auch kann man, wie der Beitrag Doldirina zeigt, gelegentlich qualitätssenkenden Vorgaben durch die Hierarchie oder ein Programmkomitee entkommen. Auch an der Hochschule gibt es auf allen Organisationsebenen reale Dispositionsspielräume.

VI.3 Zusätzliche qualitative Gesichtspunkte

(7) In den Beiträgen des Tagungsbandreaders sind weder eine wissenschaftliche noch eine pragmatische Relevanz gegeben.  

Insbesondere sind die folgenden nach dem Selbstverständnis der Wissenschaftsgemeinschaft notwendige Merkmale in den Beiträgen der Wissenschaftsgemeinschaft praktisch nicht vorhanden:

  • Ansätze, den State of the Art in der Informationswissenschaft insgesamt oder in bedeutenden Teilen zusammenzufassen,
  • Versuche, einen Bezugsrahmen zu konstruieren oder weiterzuentwickeln, der über Ad-hoc-Anlässe wie zum Beispiel einem gerade aktuellen Thema hinausgeht,
  • eine Kritik an anderen informationswissenschaftlichen Beiträgen.

Soweit das Selbstbild der Scientific Community eine Kritikgemeinschaft ist, deren Mitglieder einander zu widerlegen trachten und sich in gemeinsame paradigmatische Debatten begeben, ist die Praxis der Informationswissenschaft – zumal man sich eher wechselseitig ignoriert statt zitiert oder gar kritisiert - um Welten von diesem Selbstbild entfernt.

(8) Der „Beitrag“, der am weitgehendsten einem theoretischen Ansatz nahekommt, ist der Titel des Tagungsbandreaders („Information: Droge, Ware oder Commons? – Wertschöpfungs- und Transformationsprozesse auf den Informationsmärkten“). Mit diesen Begriffen konstituiert sich ein Spannungsfeld und drängt sich beispielsweise die Frage auf, ob zwischen Droge, Ware und Commons komplementäre oder substitutive Beziehungen bestehen. Allerdings wird der Einladung des Titels seitens keines Autoren vollständig gefolgt, und versagt sich auch der Herausgeber des Readers einen eigenen Beitrag. Das Spannungsfeld zwischen Ware und Commons wird nur im Beitrag Bambey thematisiert. Information als „Droge“ taucht im gesamten Reader allenfalls am Rande auf. Zu einer gemeinsamen Nennung aller drei Begriffe reicht es lediglich in einem Beitrag. Dieser besteht aus der Skizzierung eines Arbeitsprogramms.

(9) Wenn das, was die Wissenschaftsproduktion nach eigenem Selbstverständnis in wesentlichem Maße ausmacht oder nach der Wissenschaftstheorie ausmachen sollte, in dem untersuchten Tagungsbandreader nicht existiert, wie ist die real existierende Informationswissenschaft zu charakterisieren? 

Die Informationswissenschaftler haben sich realiter in mehr oder minder relevante Themennischen zurückgezogen, von wo aus sie einem de facto bestehenden Pakt zur Vermeidung wechselseitiger Kritik folgen und sehr weitgehend auf übergreifende Sichtweisen verzichten. Das gilt auch für jene, die keinen Beitrag zu diesem oder einem anderen informationswissenschaftlichen Tagungsbandreader leisten, obwohl solches angesichts ihrer Position oder ihrer Mitgliedschaft im Programmkomitee billigerweise zu erwarten gewesen wäre.

Demnach gibt das Programmkomitee, wie es im Tagungsbandreader aufgelistet wurde und in Teil III dieses Beitrages interpretiert worden ist, die Praxis der Informationswissenschaft tendenziell angemessen wieder.

Folglich klafft zwischen dem Selbstbild der Informationswissenschaft und den Anforderungen aus der Wissenschaftstheorie auf der einen Seite und der tatsächlichen Praxis der Informationswissenschaft eine derart große Lücke, dass diese thematisiert werden sollte. Entweder sollte die Informationswissenschaft ihr Selbstbild verändern und die Anforderungen der Wissenschaftstheorie revidieren. Oder sie hat ihre Praxis weitgehend zu ändern, beispielsweise, sich primär in eine Berufsschule zu verwandeln und auf einen mengenmäßig wesentlichen Anteil ihrer Veröffentlichungsproduktion zu verzichten.

 

(10) Ein Vorwurf, der in den Besprechungen der einzelnen Beiträge des Tagungsbandreaders immer wieder erhoben werden musste, war der Vorwurf der Irrelevanz. Dieser bezog sich sowohl auf die ausgewählten Fragestellungen als auch auf die erzielten Ergebnisse. Hier ließe sich einwenden, dass sich Relevanzurteile wissenschaftlich nicht begrüßen ließen, wohl aber, das wäre hinzuzufügen, mit Common Sense. 

Im Folgenden werden beispielhaft Kriterien für Irrelevanzen angeführt, über die sich auch im Wissenschaftssystem Einigkeit erzielen lassen sollte. Diese sind:

  • Ergebnisse eines wissenschaftlichen Beitrages, die so selbstverständlich sind, dass sie bereits in den Ansatz des Forschungsdesign eingehen sollten, beispielsweise der Tatbestand, dass sich Recherchierende besonders für die Inhalte ihrer Suche interessieren;
  • Ergebnisse, die lediglich die Ergebnisse anderer Untersuchungen bestätigen und nicht über sie hinausführen, beispielsweise die Tatbestände, dass Studenten wenig komplexe Recherchen bevorzugen oder sich besonders junge Menschen in Web-2.0-Techniken auskennen;
  • formal pragmatische Vorschläge, die in Wahrheit keinerlei Nutzen aufweisen, beispielsweise der Einsatz eines künstlichen Assistenten für die Organisation von Klausuren oder die Entwicklung einer Software für unverbindliche Versionen von Fragebögen.

Um eine Häufung von Beiträgen zu vermeiden, von denen man von vornherein hätte wissen müssen, dass sie die wissenschaftliche und pragmatische Diskussion nicht weiterführen können und letztlich nur wissenschaftlichen Leerlauf produzieren, ist eine Relevanzdiskussion in der Informationswissenschaft geboten.

(11) Ein weiterer Vorwurf, der in den Einzelkritiken immer wieder zu erheben war, betrifft das Herunterbrechen wissenschaftlicher Beiträge auf thematisch sehr kleine Schnippsel oder auf einzelne Stufen des Forschungsprozesses. Diese Praxis mag durch bestehende Zwänge zu immer weiteren Publikationen nach dem „Publish or Perish“-Prinzip erklärt, sie kann aber dadurch nicht legitimiert werden. 

Vielmehr wird hier darauf bestanden, dass wissenschaftliche Beiträge Vollständigkeit aufweisen sollten, und zwar insoweit als durch sie die wissenschaftliche und/oder pragmatische Diskussion vorangebracht wird. 

Beides ist nicht gegeben, wenn lediglich selbstverständliche Ergebnisse vorgestellt werden und auf mögliche interessantere Veröffentlichungen in einiger Zeit verwiesen wird. Noch ist dieses Kriterium erfüllt, wenn lediglich ein Forschungsdesign oder ein Arbeitsprogramm vorgestellt wird, aber kein Wort darüber verloren wird, wie sich das Design oder das Programm bewährten. Wenn man nichts in den Händen hält, sollte man auch nichts veröffentlichen. 

Mit der Beschränkung auf Absichtserklärungen wird zudem übersehen, dass die konkrete Forschungspraxis ebenso sehr aus Learning by Doing besteht wie aus konzeptionellen Vorüberlegungen und die beiden Arbeitsbereiche wechselseitig voneinander abhängig sind.

Um eine Häufung wissenschaftlicher Beiträge in der Form thematischer Schnippsel sowie Beschränkungen auf Vorüberlegungen und weitgehend inhaltsleere Abstracts zu vermeiden, ist eine Diskussion, wann ein wissenschaftlicher Beitrag als vollständig akzeptiert werden kann, in der Informationswissenschaft geboten.

(12) Eine weitere sich angesichts einiger Einzelbeiträge des Tagungsbandreaders aufdrängende Kritik ist die Infragestellung der häufigen Praxis, wissenschaftliche Beiträge als Nebenprodukte anderer Tätigkeiten zu erarbeiten. Eine Koppelung beider Aktivitäten mag von der Aufwandsseite her gesehen sinnvoll sein. Nur lassen die Ergebnisse aus einer wissenschaftlichen und pragmatischen Sicht häufig zu wünschen übrig. Hinzu gesellt sich die ethische Problematik, dass der Verfasser lediglich eine Interessentenposition vertritt.

Es ist nicht von vornherein wissenschaftlich oder pragmatisch für andere relevant, wenn man eine Software oder eine andere Lösung entwickelt hat oder wenn die eigene Institution eine bestimmte Entwicklung vorantreibt oder man im Streit der Interessenten etwa um die Urheberrechte das eigene Interesse oder das seines Chefs als das allgemein Notwendige darstellen möchte. 

Zwar ist eine Darstellung eigener Entwicklungen oder Entwicklungen der eigenen Institution nicht von vornherein illegitim. Auch mag eine Darlegung einseitiger Interessentengesichtspunkte gelegentlich erlaubt werden. Es sollte jedoch eine ethische und weitere Diskussion darüber einsetzen, wie solche Beiträge auszusehen haben, um die notwendige wissenschaftliche Qualität sicherzustellen und dem drohenden „Conflict of Interest“ zu begegnen. 

Zu den Minimalbedingungen sollte beispielsweise gehören, dass die Transferierbarkeit einer vorgestellten Lösung auf andere Kontexte zu erörtern ist und die einseitige Darlegung von Interessentengesichtspunkten durch eine weitere Darlegung anderer Interessen auszubalancieren sind. Diese Minimalbedingungen sind im besprochenen Tagungsbandreader – Beispiele „Open Access“ und „Urheberrecht“ – eher nicht erfüllt.

(13) Für den Tagungsbandreader wurde jeder Beitrag im Regelfall von mindestens drei Gutachtern gelesen. Welche Kriterien zogen die Gutachter für ihre Beurteilungen heran? Diese sind nicht zu erschließen. Oder wurde Paritätsgesichtspunkten nach den im Programmkomitee vertretenen Einrichtungen gefolgt? Jedenfalls kann die Frage, ob ein Beitrag die wissenschaftliche oder pragmatische Diskussion vorangebracht hat, im Regelfall nicht dazu gehört haben.

(14) Eingangs dieses Beitrages wurde die These vertreten, dass die Produktion der Informationswissenschaft durch die Praxis kritisiert werden sollte, um eine ausreichende pragmatische Relevanz der Beiträge sicherzustellen. Diese These ist für diesen Beitrag zu modifizieren, weil die Situation bei einigen Beiträgen im Tagungsbandreader um einiges schlimmer als zu erwarten war. Vielmehr ist die Produktion der Informationswissenschaft durch die Praxis zu kritisieren, weil das Peer-Review-System der Informationswissenschaft eher selten als häufig funktionsfähig ist.

 

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