Open Password: Montag, den 20. Juni 2016

Anna Knoll - Internes Marketing - Schweizer Dokumentare - Hobohm - GBI-Genios - Statistik-Tool - Statista - Bildung in der digitalen Welt - Kultusministerkonferenz - Minesoft - Patentinformationen - China - Deutschsprachige Märkte - Ann Chapman - Online-Tutorials - ZB MED

Die Branche twittert

GBI-Genios startet Statistik-Tool
mit über 3,5 Millionen Statistiken

Eine Konkurrenz für Statista?

"Bildung in der digitalen Welt":

Kultusministerkonferenz gibt Konzept 1.0
zur Prüfung an Fachverbänden

GBI-Genios GmbH ‏@wiso_net: We proudly present: "wiso Statistiken", das brandneue Statistik-Tool mit mehr als 3,5 Millionen Statistiken und... http://fb.me/77R6c0oJN

Thomas Hapke ‏@thapke: Bildung in der digitalen Welt - Strategieentwurf der KMK auch mit #infolit https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Entwurf_KMK-Strategie_Bildung_in_der_digitalen_Welt.pdf … https://www.kmk.org/aktuelles/thema-2016-bildung-in-der-digitalen-welt.html … + Kompetenzmodell

Anna Knolls Monitor
zu Qualifizierungsfragen

Wie machen wir den Entscheidern
die Bedeutung von Wissen
und Nachforschungen deutlich?

Schweizer Dokumentare suchen
neues Berufsverständnis

v     @CILIPinfo How do we make decision-makers understand the importance of knowledge and research? http://www.cilip.org.uk/blog/big-disconnect-decision-makers-information-experts … @freepint

v     @annalamparter  Hochinteressant! Marty: Schweizer Dokumentationslandschaft im Wandel: die Suche nach einem Berufsverständnis http://tinyurl.com/j6c834f 

v      ‏@annalamparter  Hobohm "Transdisziplinäre Aspekte der Informationswissenschaften als Kernaufgaben der Informationsberufe" http://tinyurl.com/zceu4un

Mit "Can Do"-Mentalität
rapide Entwicklung neuer Lösungen
und rasches Eingehen auf externe Anforderungen

Ann Chapman ist Gründerin und Geschäftsführerin des Anbieters von Patentinformationen und Patentinformationslösungen, Minesoft (London). Password und Minesoft verbindet eine jahrzehntelange Partnerschaft. Seit der Konsolidierung der Branche und nachdem fast alle Player aus der Pionierzeit der Informationsbranche aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden sind, sieht die Redaktion Frau Chapman als eine unserer "internationalen Heroes" an.

Jetzt ist es schon wieder mehrere Jahre seit unserem letzten Interview her. Wie haben sich die internationalen Märkte für Patentinformationen seitdem verändert und was sind die aktuellen Herausforderungen für Sie?

Einfacher ist die Situation sicher nicht geworden. Allerdings konnten wir uns in den letzten Jahren weiterentwickeln, unsere Produktpalette erweitern und unsere bestehenden Lösungen ausbauen. Wir sind dabei kontinuierlich und nachhaltig gewachsen, nach der Anzahl der Kunden, der Anzahl der Mitarbeiter und nach unserem Umsatz.  Zum einen ist unser Kernteam zusammengeblieben, zum anderen haben wir uns gezielt verstärkt, um unsern Support weiter optimal zu gewährleisten und unsere Produktentwicklung zu fokussieren. Diese Kontinuität ermöglicht es uns, unser Netzwerk aus Kunden, Partnern, Infobrokern und Patentämtern in Europe, Amerika und Asien auszubauen. Die unterschiedlichen Anforderungen etwa beim Support, bei der Sprache und bei den nachgefragten Inhalten führen dazu, dass wir sehr flexibel reagieren müssen und zum Beispiel Anforderungen aus den asiatischen Märkten aufnehmen, die für europäische Unternehmen derzeit noch weniger relevant sind, für japanische und chinesische Unternehmen aber schon. Minesoft wird trotz seiner europäischen Wurzeln immer stärker global aufgestellt.

Wir haben uns eine Position erarbeitet, aus der heraus wir direkt mit den Patentämtern verhandeln und zu Vereinbarungen kommen. So gestalten wir mit, welche Daten wir verfügbar haben, die wir dann unter anderem in PatBase weiterverarbeiten. ___________________________________________________________________________

Wie Minesoft die chinesischeHerausforderung in den Griff bekommt.
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Dass wir uns in die richtige Richtung bewegen, zeigt auch die erneute Auszeichnung mit dem Queen`s Award for Enterprise im letzten Jahr für ein „beeindruckendes und lang anhaltendes Wachsen im internationalen Handel“. Damit wurde Minesoft nach 2009 zum zweiten Mal ausgezeichnet. Wir haben unseren Export in den letzten Jahren um 87% gesteigert. Kürzlich haben wir zwanzig Millionen aus dem Chinesischen übersetzte Patentschriften in unsere Datenbank geladen und das PatBase-Interface ins Chinesische übersetzt. Unser Flaggschiff-Produkt Patbase ist eine globale Patentdatenbank, die in Zusammenarbeit mit RWS Group PLC entwickelt wurde und zunehmend in Asien genutzt wird.

Dennoch bleiben bedeutende Herausforderungen in China und Ostasien bestehen.

Ja, auch wenn sich  in den letzten Jahren viel getan hat. Immer mehr europäische und amerikanische Unternehmern bauen ihre IP-Abteilungen vor Ort auf und sorgen so zusätzlich zu den Aktivitäten der chinesischen Regierung und des chinesischen Patentamtes für einen Know-How-Aufbau. Wir erwarten, dass gerade die chinesischen Unternehmen in Zukunft stärker auf westliche Patentinformationen zugreifen, um ihre Exporte besser zu schützen. Darauf sind wir vorbereitet. Außerdem haben wir chinesische Mitarbeiter für Sales und Support als Unterstützung. Seit 2014 übersetzen wir auch die US-, PCT- und EP-Dokumente maschinell ins Chinesische.

Für die westlichen Länder bleibt die Flut an Veröffentlichungen aus den ostasiatischen Ländern eine große Herausforderung. Unsere Antwort besteht darin, die Daten aufzubereiten und schnell verfügbar zu machen. So sind die chinesischen Patente am Tag der Publikation in PatBase erhältlich. Maschinelle Übersetzungen stellen die beste Lösung dar, um die Inhalte zu verstehen. Oft reicht das, um zu entscheiden, ob etwas relevant ist oder nicht. Über unsere Profilläufe lässt sich gleichfalls im Vorfeld vieles filtern, um die Empfänger nicht in Daten ertrinken zu lassen.

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Europäische Wurzeln und globale Präsenz.

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Die deutschsprachigen Märkte: immer noch sehr anspruchsvolle Nutzer?

Anspruchsvoll ja, aber auch offen und kenntnisreich. Außerdem gibt es sehr heterogene Interessen an Patentinformationen. Patentanwälte, Rechercheure aus Industrie und Serviceunternehmen, die Ämter - sie haben alle einen unterschiedlichen Blick auf die Daten.   

Ihre Reaktionen auf diese Herausforderungen in UK, weltweit ...

Auch wenn unser Firmensitz in London ist, stellen die dortigen Bedingungen nur einen Teil der Anforderungen an uns dar, die ihrerseits Einfluss auf unsere Produktentwicklung nehmen. Wir beziehen Daten aus aller Welt, und diese beinhalten immer mehr aktuelle und globale Rechtsstandsinformationen. Das kommt, weil sie immer stärker nachgefragt werden und  weil einzelne Ämter ihr Angebot verbessern und passende Schnittstellen anbieten. Unsere Aufgabe ist es dann, diese Informationen noch besser verfügbar zu machen. Solche Angaben finden sich als Teil der Treffer in PatBase. Sie zeigen beispielsweise,  ob ein Patent „lebt“ oder schon „tot“ ist. Die einzelnen „Ereignisse“ ordnen wir zu Gruppen in verschiedenen Farben. Auf einer Timeline lassen sich so noch schneller Details zum Rechtsstand erkennen.  Auf eben dieser Informationsbasis haben wir zusätzlich eine weitere Plattform entwickelt, unseren Legal Status Tracker, um präzise bestimmte Ereignisse einer Patentfamilie zu überwachen und Abonnenten per Email über ein neues Ereignis zu informieren.  

... und auf den deutschsprachigen Märkten?

Hier zeigen wir weiter Präsenz mit unseren drei Kollegen im Düsseldorfer Büro und einer zusätzlichen Mitarbeiterin in London mit deutschen Sprachkenntnissen. Am 24. Juni veranstalten wir eine Roadshow in Düsseldorf. Wer Interesse hat - es sind noch einige Plätze frei. Eine weitere gleichfalls kostenlose Roadshow findet am 16. Juni in München statt. Wir stellen uns und unsere Lösungen vor, verraten Tricks und Tipps und sprechen über Hintergründe und über unsere Pläne für die Zukunft.

Wie hat es Minesoft als mittelständisches Familienunternehmen immer wieder geschafft, Nischen zwischen den Angeboten des Europäischen Patentamtes und den Angeboten der großen Global Player zu finden?

Minesoft ist sehr stark und schnell im Entwickeln neuer Lösungen und wir konzentrieren uns weiter auf diesen Bereich. Die Ideen stammen teilweise von Ophir Daniel, unserem IT-Director und Co-Founder, der eine der treibenden und innovativen Kräfte bei Minesoft ist. Wir wollen unsere „Can Do“ Mentalität weiter aufrechterhalten. In einer Serviceindustrie ist eine enge Zusammenarbeit innerhalb eines Teams und mit den Kunden extrem wichtig, um schnell, qualitativ hochwertig und erfolgreich zu arbeiten. Wir tauschen uns intensiv mit unseren Anwendern aus, die alle Experten sind. Um unsere Produkte wettbewerbsfähig zu halten, müssen wir diese ständig verfeinern und verbessern. Im Laufe der Jahre haben wir Tools und Links hinzugefügt, um Informationen "on the fly" anzubieten. Wir haben nicht gezögert. Links zu externen Quellen einzubinden, um unseren Nutzern das Leben leichter zu machen. Wir haben die Möglichkeiten des Internets von Anfang genutzt - an wie zum Beispiel für die Onlineplattformen PatentOrder 1999 und Patent Tracker in 2001, die nach wie vor beide im Einsatz sind.

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Kostenfreie Datenanalyse in Datenbank integriert.
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Perspektiven für die weitere Entwicklung?

Wir sehen uns für die künftigen Herausforderungen gewappnet. Mit dem gerade veröffentlichten Chemical Explorer öffnen wir uns noch stärker einer besonderen Zielgruppe und bieten jetzt eine chemische Struktursuche an, mit deren Hilfe sich unser „Patentdatenschatz“ noch präziser heben lässt. Wir haben Millionen Volltexte in Englisch, Deutsch und asiatischen Sprachen, darunter Japanisch und Chinesisch, mit einer Chemical Name Entity Recognition (CNET)-Technik indexiert und mit einer Struktursuche verknüpft.  In Patbase Analytics haben wir die Datenanalyse kostenfrei in unsere Datenbank integriert und erfolgreich in Patentlandscape-Projekten eingesetzt. Auch hier arbeiten wir an dem nächsten Release.

Möchten Sie noch ein paar Worte zu Orpen Passwod und zu unserer mittlerweile jahrzehntelangen Zusammenarbeit sagen?

Natürlich, wir freuen uns, dass Sie uns weiterhin erhalten bleiben. Auch wenn Papier beständiger ist, aber aktuelle Information, die nicht sofort wahrgenommen wird, ist wertlos. Da ich Nachrichten mittlerweile lieber elektronisch lese, kommt mir das Konzept des Open Password sehr entgegen. Und da wir wissen, welche klugen Köpfe sich dahinter verbergen, freuen wir uns auf die weitere Partnerschaft und den Blick über den Tellerrand.

Briefe

ZB MED

Online-Tutorials zur Vereinfachung
des Forschungsalltages

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ZB MED hat damit begonnen, Online-Tutorials zu veröffentlichen, die in kleinen Geschichten zeigen, wie ZB-MED-Services den Forschungsalltag vereinfachen können. In einem ersten Schritt haben wir drei Filme rund um unsere Open-Access-Services erstellt: 

·         das zweiteilige Tutorial "Digital Object Identifier (DOIs) für Forschungsdaten und Publikationen in den Lebenswissenschaften" zeigt, wie Forschungseinrichtungen DOIs vergeben können. So unterstützt es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Publizieren von Forschungsdaten.

 ·         das Tutorial "Der Publikationsservice GMS" und das Forschungsdatenrepositorium "DRYAD" , die zeigen, wie Autoren Forschungsdaten, die ihren Veröffentlichungen zugrunde liegen, über DRYAD zugänglich machen, wenn sie einen Artikel in einem der GMS-Journals publizieren. 

Die Tutorials liegen in Deutsch und in Englisch vor. Hier der Link: Playlist im YouTube-Kanal von ZB MED <https://www.youtube.com/playlist?list=PLJYlS0FDTMq0XFz613jsBLmL4zRUYoWFx> 

Speziell für Informationsfachleute gibt es im Fachrepositorium Lebenswissenschaften Langversionen mit Metadaten, die durch Digital Object Identifier referenzierbar sind. Informationen zu den Hintergründen finden Sie in einem aktuellen Blogbeitrag. Herzliche Grüße, Bettina Kullmer, ZB MED, Köln, kullmer@zbmed.de<mailto:kullmer@zbmed.de>

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