Open Password: Mittwoch, den 25. Mai 2016

ZB MED - GWK - Anna Knoll - Bitkom - BIB - Stadtbibliotheken - Open Password - Minesoft - Ann Chapman - Jochen Lennhof - Directory of Open Access Journals - Jasmin Schmitz - Schweiz - Hobohm

Aktuelle Tweets aus der Branche

ZB-MED-Demo: GWK tagt "aus Sicherheitsgründen"
an geheimem Ort

Wenn uns Verbände schon retten sollen -
dann vielleicht Bitkom?

BIB: Bibliotheken in Kommunen entwickeln

Willi Bredemeier ‏@WilhelmHeinrich: Kleine aber feine Demo zur Erhaltung der ZB MED vor GWK in Bonn. GWK tagte derweil an geheimem Ort - aus Sicherheitsgründen. #keepzbmed

Gerhard Hacker ‏@HackersFragen: Was sagt das über unsre Wissenschaftspolitik, wenn "GWK" nun für "Geheime Wissenschaftskonferenz" steht? #keepZBMED

Anna Knoll ‏@annalamparter: Anna Knoll hat Willi Bredemeier retweetet - Warum eigentlich nicht Bitkom? Starker, medial präsenter Verband!

BIB ‏@bib_info: Positionspapier zu Entwicklungsperspektiven der Bibliotheksarbeit in den Kommunen von @bibverband #DSb #DStGb #ÖB http://www.bib-info.de/verband/publikationen/aktuell.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=3610&cHash=cd7212d7d6 …


Open Password

Minesoft wird neuer Partner

Minesoft (London) und Open Password sind eine Partnerschaft eingegangen. Damit wird eine jahrzehntelange Partnerschaft fortgesetzt, die bereits mit Password als Printmedium bestanden hat. Ein Interview mit der Geschäftsführerin von Minesoft, Ann Chapman, wird soeben vorbereitet und erscheint in den nächsten Tagen. Zur neuen Partnerseite von Minesoft in Open Password siehe (still under construction):

http://www.password-online.de/partner/minesoft.

Open Password freut sich über die Partnerschaft mit Minesoft besonders, weil es sich bei dem Unternehmen um den "Underdog" unter den Patentinformationsanbietern in dem Sinne handelt, als es sich mit seinen Produkten und Lösungen erfolgreich zwischen den kostenfreien Angeboten der Patentämter und den weltweiten Strategien der Global Player behauptet - und dies auch international und auch auf den deutschsprachigen Märkten mit ihren besonders anspruchsvollen Nutzern. Man könnte sagen, dass es sich bei Minesoft mit seiner Kreativität und Flexibilität, mit seinen kurzen Entscheidungswegen und seiner Zuverlässigkeit um ein typisch deutsches weltweit aktives mittelständisches Unternehmen handelt, wenn der Sitz von Minesoft nicht in London wäre - allerdings mit starken Bezügen zu Deutschland und einer Niederlassung in Düsseldorf (unter Jochen Lennhof).

Minesoft beschreibt sich selbst als "global patent information solutions provider" und führt dazu aus:

"Intelligent patent solutions. We develop international searchable databases and web-based products for Intellectual Property (IP) research. We specialise in Patent Information, IP document retrieval, Patent Analytics, Patent Archiving and Competitive Intelligence Systems, and all areas of Industrial Research.

Technology to drive innovation. Our solutions, developed in-house, help you harness the power of patent information throughout the innovation process, providing insights into technology trends and competition. Flagship product PatBase is an international patent search database with built-in Analytics software.

Worldwide support. Our customers include professionals engaged in IP law, licensing and technology transfer, business development, information management and research and development. We meet the needs of a strong international client base by combining cutting-edge technology with responsive service."


 Open Access

Directory of Open Access Journals
entfernt 3.300 Zeitschriften

Mehr Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit

Von Jasmin Schmitz, Düsseldorf, schmitz-jasmin@web.de

Mitte Mai hat das Directory of Open Access Journals (DOAJ) mitgeteilt, dass es 3.300 Zeitschriften von seiner Plattform entfernt hat[1], weil sich diese nicht erneut registriert haben. Der Aufruf zur Neuregistrierung ist Teil einer Strategie zur Verbesserung der Datenqualität und Erhöhung der Transparenz im DOAJ (PASSWORD 5/2015).

Entfernt wurden solche Zeitschriften, die nach viermaliger Aufforderung keine Neuregistrierung vorgenommen haben. Da das DOAJ teilweise auch Artikel aus den gelisteten Open-Access-Zeitschriften nachweist, wurden für die gelöschten Zeitschriften auch Metadaten zu den Artikeln entfernt. Für die Mehrzahl der entfernten Zeitschriften lagen aber ohnehin wohl keine Metadaten vor. Mehr als 5.000 Zeitschriften haben im Zuge des Aufrufs eine Neuregistrierung vorgenommen, die nun jeweils überprüft wird.

DOAJ verzichtet auf eine Bewertung und betont, dass ausschließlich solche Zeitschriften entfernt wurden, die auf eine Neuregistrierung verzichtet haben. Sollten sich die Zeitschriftenbetreiber doch noch zu einer Neueinreichung entschließen, so sei dies jederzeit möglich. Außerdem werden die Titel der entfernten Zeitschriften als Tabelle zur Überprüfung und Analyse zur Verfügung gestellt[2].

Mittlerweile liegt eine erste Analyse vor. Walt Crawford, der regelmäßig Analysen zur Open-Access-Landschaft auf Basis des DOAJ veröffentlicht, weiß in seinem Blog „Walt at Random“ zu berichten, dass insbesondere Zeitschriften mit unvollständigen Informationen entfernt wurden[3]. Der Anteil der Zeitschriften, die keine Publikationsgebühren verlangen, ist dabei etwas höher als der der Zeitschriften mit Publikationsgebühren. Zeitschriften mit geringeren Publikationsgebühren wurden etwas häufiger entfernt als solche mit höheren. Beides lässt sich vielleicht damit begründen, dass hinter Zeitschriften mit höheren Publikationsgebühren häufig Verlage stehen, die eine umfassende OA-Infrastruktur dauerhaft betreiben können und sich rechtzeitig um eine Neuregistrierung gekümmert haben. Die meisten der entfernten Zeitschriften mit Publikationsgebühren stammen anteilsmäßig aus den USA/Kanada sowie Australien/Neuseeland, gefolgt von Asien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika. Den geringsten Prozentsatz an „Verlusten“ verzeichnen die osteuropäischen Länder. Schaut man sich die Anzahl der entfernten Artikel an, so stammen die meisten von Zeitschriftenbetreibern aus Indien und den USA. Einige Länder (Indien und Türkei) haben mehr als ein Drittel ihrer Zeitschriften und mehr als 40% ihrer Artikel „verloren“.

Der größte Anteil der entfernten Zeitschriften stammt von sogenannten „Miscellaneous Publishers“, also solchen, die lediglich ein bis zwei Zeitschriften herausgeben. Dahinter mag sich das eine oder andere ehrgeizige Projekt verbergen, welches als Folge von Zeit- und/oder Ressourcenmangel (z.B. bei auslaufender Finanzierung) seine Publikationstätigkeit doch einstellen musste bzw. auf wenige Personen (z.B. Lehrstuhlinhaber) konzentriert war. Insgesamt wurden etwas mehr Zeitschriften entfernt, die von Fachgesellschaften und Universitäten herausgegeben wurden als von traditionellen Verlagen. 

Bei der Bewertung der Zahlen sollte mitbedacht werden, dass mit der Überarbeitung auch solche Zeitschriften entfernt wurden, die bereits seit 2003 geführt wurden, die aber seitdem ihre Daten nie wieder aktualisiert haben und die höchstwahrscheinlich eingestellt worden sind.

Da mit der Bereinigung insgesamt Zeitschriften entfernt wurden, die entweder längst eingestellt wurden bzw. die selten oder nie "gepflegt" wurden, dürfte sich die Datenqualität im DOAJ deutlich verbessert haben. Der Wert als Informationsquelle für die Recherche nach Open-Access-Zeitschriften wurde somit gesteigert. Zudem sorgen die Bemühungen des DOAJ für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit, seitdem von allen Zeitschriftbetreibern ein standardisiertes Set an Angaben verlangt wird.

[1] DOAJ to remove approximately 3300 Journals. Blogeintrag vom 09. Mai 2016: https://doajournals.wordpress.com/2016/05/09/doaj-to-remove-approximately-3300-journals/.

[2] DOAJ Journals added and removed: https://docs.google.com/spreadsheets/d/183mRBRqs2jOyP0qZWXN8dUd02D4vL0Mov_kgYF8HORM/edit?pref=2&pli=1#gid=1678073646 (3. Tabellenblatt).

[3] Walt Crawford: The cuts to DOAJ: A few preliminary notes. Beitrag in “Walt at Random” vom 11. Mai 2016: http://walt.lishost.org/2016/05/the-cuts-to-doaj-a-few-preliminary-notes/ .

Anna Knoll
zu Qualifizierungsfragen

How do we make decision-makers understand
 the importance of knowledge?

Schweizer Dokumentare auf dem Weg
zu einem neuen Berufsverständnis

v     @CILIPinfo How do we make decision-makers understand the importance of knowledge and research? http://www.cilip.org.uk/blog/big-disconnect-decision-makers-information-experts … @freepint

v     @annalamparter  Hochinteressant! Marty: Schweizer Dokumentationslandschaft im Wandel: die Suche nach einem Berufsverständnis http://tinyurl.com/j6c834f 

v      ‏@annalamparter  Hobohm "Transdisziplinäre Aspekte der Informationswissenschaften als Kernaufgaben der Informationsberufe" http://tinyurl.com/zceu4un

 

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