Open Password: Freitag, den 20. Mai 2016

ZB MED - GBK - DIMDI - ProQuest Dialog - Tamara Heck - Informationswissenschaft Düsseldorf - Michael Klems - Jan Witt - TU Dortmund - Ruhr-Universität Bochum - UB Dortmund - Katrin Höhner - ORCID - Versicherungswirtschaft - Bain - ICIC - Christoph Haxel

Wochenrückblick und -ausblick

ZB MED: Organisationen kündigen Protest
vor Gebäude der GWK an

Dialog: Der Erfinder und Pionier
der Datenbankbranche
meldet sich zurück

Rettet das Archiv
der Düsseldorfer Informationswissenschaft!

Wer gestalten will, muss publizieren:
Dazu die Tipps

Das sind die entscheidenden Deadlines für das künftige Schicksal der ZB MED:

• Am Dienstag, den 24. Mai, tagt der Ausschuss Forschungsförderung der "Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz" und bereitet die Entscheidung der GWK vor.

• Am Freitag, den 24. Juni, wird die Entscheidung auf der Ebene der Staatssekretäre getroffen.

Für Dienstag haben sich mehrere Organisationen für einen Protest vor dem Gebäude der GWK in Bonn angesagt. Das ist in der Informations-, Wissenschafts- und Bibliothekspolitik ein absolutes Novum. Ein Zeichen dafür, dass Entscheidungen auch hier nicht mehr ausschließlich als intraadministrative intransparente und für die Öffentlichkeit nicht zu begründende Akte gefällt werden können?

Fügen die Angebotsverdünnung bei DIMDI und die (drohende) Abwicklung der ZB MED dem Wissenschaftsstandort Deutschland Schaden zu? Dazu hat mit ProQuest nun ein kommerzieller Anbieter das Wort ergriffen. Das ist auch unabhängig vom aktuellen Thema ein positives Zeichen: Der Erfinder und Pionier der Datenbankbranche, also Dialog, meldet sich zurück und ist wieder voll da.

Tamara Heck von der Düsseldorfer Informationswissenschaft sucht einen Retter für das informationswissenschaftliche Archiv. In InetBib schreibt sie unter anderem:  "Im Zuge einer Gebäudesanierung auf unserem Campus sind wir umgezogen, und auch unser Archiv im Kellerraum muss nun den Sanierungsarbeiten weichen. Im Archiv befinden sich noch Unterlagen von Prof. Henrichs und seinen Aktivitäten im Zuge des Aufbaus der Informationswissenschaft hier in Deutschland. Wir hätten zwar die Möglichkeit, das Archiv zu verlegen. Aber spätestens in sechs Jahren, wenn wir geschlossen werden, wäre das Archiv dann endgültig„verloren“."

Wer sein berufliches Umfeld wenn nicht gar die Branche gestalten will, muss das Wort ergreifen. Wie soll das anders als mit eigenen Publikationen funktionieren, wenn man an Nachhaltigkeit und an einer größeren Reichweite interessiert ist? Glücklicherweise hat das Netz solches möglich gemacht. Michael Klems hat in dieser Woche gezeigt, wie dies - auch in technischer Hinsicht - gehen kann.

 

ProQuest Dialog

Eine Suchmaschine für professionelle Datenrecherchen
mit flexiblen Preissystemen

Dialog war nie weg!
Ein Lebenszeichen

Von Jan Witt, ProQuest, Global Business & Strategy Development Manager 

Nachdem Datastar/Dialog 2008 von ProQuest übernommen wurde, musste nach einer Bestandsaufnahme das System von einem performanten, aber eindeutig in die Jahre gekommenen Großrechner auf die „neue“ Internet Welt umgesetzt werden. Dies geschah in den Jahren 2011 - 2013.

Derweil sind wir in Deutschland für viele Rechercheure „unsichtbar“ geworden.

Die Grundidee war und ist, eine präzise, hochleistungsfähige Literatur-Aggregations-Suchplattform auf zeitgemäße Web-Technologien umzustellen, die neuen Such-Filter-Möglichkeiten intuitiv bedienbar bereitzustellen und trotzdem weiterhin eine detaillierte Expertensuchsprache anzubieten.

Die neue Plattform ermöglicht uns, sowohl die Inhalte als auch neue Features zusammen mit unseren Kunden permanent weiterzuentwickeln und anzupassen.

 Wichtige Datenbanken kommen unter anderem aus den Bereichen:

• Pharma und Medizin (z.B. Arzneimittelsicherheit, medizinische Geräte, …) in Datenbanken wie Biosis, Embase und Medline;

• Patente in LNU, DWPI, EPO, INPADOC…;

• Ingenieurswesen und Technologie (Automobil, Luft & Raumfahrt, Verteidigung, EDV) in INSPEC, Compendex, SciSearch, Dissertation and Thesis …:

• News & Trade (plus Financial Services) in Gale, Newsroom, ABI Inform, …

Es ist uns wichtig, dass wir nicht die Suchzeit, sondern erst den qualitativ hochwertigen Inhalt in Rechnung stellen, das heißt erst dann, wenn der Kunde wertvolle Ressourcen gefunden und heruntergeladen und somit Mehrwert für sich geschaffen hat.

Die angebotenen Suchmethoden (Einfach, Erweitert und Befehlszeilen orientiert) lassen Freitext und Thesaurus-kontrollierte Abfragen über eine oder beliebig viele Datenbanken gleichzeitig zu.

Eine performante Suche ist ein guter Start. Das Automatisieren von Suchabfragen mit der Lieferung neuester Informationen zu vorgegebenen Terminen ist heute unabdingbar, um Synergien bei häufigen Suchen zu verwirklichen. So zum Beispiel für einen Newsletter in HTML oder für die Arzneimittelsicherheit maschinenlesbar in XML (z.B. für den PI² Drug Safety Triager).

Um den unterschiedlichen Gegebenheiten in den Unternehmen entgegenzukommen, bieten wir drei Zahlungsmöglichen an, die aber beliebig kombiniert werden können:

• Pay as you go (Jahresgebühr plus Transaktionen):

• Nutzungsvertrag (garantierte Mindestnutzung mit xx% garantierte Mehrnutzung);

• Lizenzierung (einzelner Datenbank für unbegrenzte Nutzung - Flat Rate).

Da uns einzelne Datenbankanbieter Beschränkungen auferlegt haben, sind nicht alle Datenbanken für öffentliche Einrichtungen / Universitäten verfügbar (Übersicht dazu auf Anfrage).

Einrichtung eines Testzuganges zu unseren Datenbanken über ProQuest Dialog über customer@dialog.com..

TU Dortmund / Ruhr-Universität Bochum

Vorreiter bei der Einführung
von ORCID

Die Technische Universität (TU) Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum (RUB) sind die ersten Universitäten in Deutschland, die eine ORCID-Mitgliedschaft abgeschlossen haben: ORCID steht für Open Researcher and Contributor-ID und ist in seiner Bedeutung mit dem Digital Object Identifier (DOI) für Publikationen vergleichbar.  ORCID dient der eindeutigen Identifizierung von Wissenschaftlern und der korrekten Verknüpfung mit ihren Publikationen, Patenten, Forschungsdaten, Experimenten und Projekten.

Seit dem Start 2012 haben weltweit über zwei Millionen Wissenschaftler eine ORCID-ID angelegt. Die institutionelle Mitgliedschaft der beiden Universitäten ermöglicht die Nutzung der ORCID-Programmierschnittstelle (API): Sie erlaubt den automatisierten Datenaustausch zwischen der ORCID-Plattform und zahlreichen weiteren Systemen wie Fachdatenbanken (zum Beispiel Web of Science und Scopus), Verlagen, Förderern, Hochschulbibliographien und wissenschaftlichen Netzwerken.

Zunächst wird die Schnittstelle in den Universitätsbibliotheken für ihre Hochschulbibliographien eingesetzt. Die aktuelle Weiterentwicklung betreiben TU Dortmund und RUB gemeinschaftlich. Ziel ist, den automatisierten Datenaustausch zwischen Hochschulbibliographie und ORCID zu ermöglichen.  

Damit werden den Wissenschaftler in ihrem beruflichen Alltag beachtliche Vorteile geboten:

• Verbesserung der Daten für die Wissenschaftler z.B. in Web of Science und Scopus und somit für die Positionierung in internationalen Rankings;  

• bessere Sichtbarkeit des eigenen Forschungsoutputs;.

• Automatisierung der Datenflüsse und damit höhere Dateneffizienz;

• höhere Sichtbarkeit des Forschungsoutputs einer Hochschule.

Ein Erfahrungsbericht von Dr. Katrin Höhner (UN der TU Dortmund) befindet sich in Vorbereitung.

Versicherungswirtschaft

Themenportal, Omnikanal,
Big Data und agile Strukturen

Die internationale Managementberatung Bain sieht den Eintritt der Versicherungswirtschaft in die Digitalisierung als viel versprechend an und hat die zentralen Trends für die Branche identifiziert. Aus den Ergebnissen:

• Veränderungen stehen vor allem in fünf Bereichen bevor: digitale Plattformen, Omnikanal, Big-Data-Nutzung, Dunkelverarbeitung sowie Aufbau agiler Organisationen.

• Erst am Anfang steht die Versicherungswirtschaft bei digitalen Plattformen, die herkömmliche Internetportale ersetzen. Diese Plattformen sollen den Kunden eine zentrale Anlaufstelle für alle Themen wie zum Beispiel Gesundheit oder Kfz bieten. Dies verbessert das Kundenerlebnis und stärkt gemeinsam mit neuartigen Bonusprogrammen die Kundenbindung. So begegnen etablierte Häuser der Gefahr, dass sich Intermediäre zwischen sie und ihre Kunden drängen wie in anderen Ländern geschehen.

• Dem gleichen Ziel dient der Wandel vom Multi- zum Omnikanal. Mit der Vernetzung zumeist siloartiger Vertriebsstrukturen schaffen die Versicherer eine "grenzenlose Kundenreise". Die Kundendaten stehen zu jeder Zeit auf allen Vertriebskanälen zur Verfügung.

• Bis 2020 planen die Lebensversicherer, ihre Ausgaben für Big Data um 24 Prozent, die Sachversicherer um 27 Prozent zu steigern. Vorreiter ist die Kfz-Versicherung. Erste Telematik-Tarife nutzen Apps, um das Fahrverhalten zu messen und individuelle Beiträge zu kalkulieren. Autofahrer können bei einigen Telematik-Tarifen bis zu 40 Prozent der Prämie sparen.

ICIC 2016

Leading edge of information search
and analysis technologies

Dear Colleague,

"The provisional programme is published and the early bird booking rate for The International Conference on Trends for Scientific Information Professionals expires on 30th June 2016.  ...

A few highlights below:

         More than 20 speakers for the two days - Industry Experts

         More than  50 new participants every year

         Focused exhibition to complement the conference programme

         Update yourself and keep in touch with the leading edge of information search and analysis technologies

We create an atmosphere for better networking. All meeting details and registration forms are on the website: http://haxel.com/icic/2016/meeting"

                                                                           Kind regards Christoph Haxel, Heidelberg

 

 

Aus dem Archiv

Push-Dienst Archiv 2016

Push-Dienst Archiv 2016 Frisch per E-Mail: Aktuelle Beiträge und Meldungen Mit dem Password Push-Dienst sind sie bestens informiert. Kostenfrei und regelmäßig informiert der Newsletter über die Informationsbranche. Per Klick können Sie den jeweiligen Push-Dienst öffnen. April 2016 Gescheiterter Protest - 5 vor dem Komma - Wochenrückblick Unternehmensbibliotheken zwischen Neupositionierung und Überlebenskampf Welcher Interessensverbund vertritt die Information Professionals? Oh wie schön …

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