Open Password: Freitag, den 6. Mai 2016

International Science 2.0 Conference - Jean-Claude Burgelman - Open Password - Mittelosteuropa - Osteuropa - Elisabeth Simon - Erda Lapp - Tatjana Annajeva - Georgij N. Isaev - Aneta Januszko-Szakiel  -Russland - Qualifizierung Informationsfachleute - TIB - TPDL - Videos - Wissenschaftskommunikation - PATINFO -  Christoph Hook

International Science 2.0 Conference

Auf Wiedersehen 2017 in Berlin!

USA innoviert, Asien imitiert,
doch Europa zögert

Deutsche Museen stolpern
vor Open-Access-Fragen

Eine Datenwolke für Europas
Forschung und Wirtschaft

Lambert Heller ‏@Lambo: Last announcement from @ktochtermann: #sci20conf 2017 will be in Berlin, probably on March 21./22.

Petr Knoth ‏@petrknoth: Jean-Claude Burgelman (joke): "United States innovate, Asia imitates and Europe hesitates" #sci20conf #EOSC #kmiou

Lambert Heller ‏@Lambo: German museums still have problems with releasing even the caption texts on their digitised content under some open license. #sci20conf

Elke Ziegler@elke_ziegler: Eine "Datenwolke" für Europas Forschung (und Wirtschaft): http://science.orf.at/m/stories/2772292/ … #WissenAktuell @FWFOpenAccess #sci20conf

Tamara Pianos ‏@taps69: Marie Farge: Today publications are not used to share ideas but to advance careers. #sci20conf

Open Password kommt auf die "International Science 2.0 Conference" in Köln zurück.

Open Password

Vor Intensivierung der Berichterstattung
über Mittelosteuropa und Osteuropa

Steilvorlagen-Veranstaltung mit
Aneta Januszko-Szakiel

Open Password, mittlerweile mehr als zwei Monat alt, plant eine Intensivierung seiner Berichterstattung über die Informationsszene und das Informationswesen in den mittelost- und osteuropäischen Ländern.

Wir sehen hier eine bedeutende Nachrichtenlücke und besonders für Deutschland große Kooperationspotenziale von Estland und Litauen über Polen und Russland bis Rumänien und Bulgarien.

Ganz besonders freuen wir uns, für die Gestaltung unseres "Blicks nach Osten" zwei Partnerinnen mit großen internationalen Erfahrungen gerade auch in Richtung Mittelosteuropa und Osteuropa gewonnen zu haben:

• Elisabeth Simon, Inhaberin des Simon-Verlages für Bibliothekswissen und frühere Leiterin des Bereiches "Internationale Beziehungen" im Deutschen Bibliotheksinstitut, und

• Erda Lapp, Direktorin der Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum.

Frau Simon, Frau Lapp und Willi Bredemeier von Open Password sind durch weitere Projekte miteinander verbunden: Frau Simon ist soeben mit ihrem Verlag dem Projekt "Open Password" als Partner beigetreten und gibt die belletristischen Bücher von Bredemeier heraus. Frau Lapp und Bredemeier haben gemeinsame Veranstaltungen an der Uni Bochum durchgeführt. Soeben haben die drei Partner das Buch "Expect More", von Lankes, einem Plädoyer für mehr Wagemut und Exzellenz in Bibliotheken, aus dem Amerikanischen übersetzt (Erscheint in Kürze).

Über die endgültige Form des "Blicks nach Osten" wird noch entschieden. Wir beginnen die Berichterstattung mit einem Forerunner über "Die universitäre Ausbildung von Informationsfachleuten in Russland" von Tatjana Annajeva und Georgij N. Isaev.

Auch die Steilvorlagen-Veranstaltung auf der Buchmesse für die Zielgruppe Information Professionals, die mit dem Projekt Open Password personell verbunden ist, richtet ihr Augenmerk in diesem Jahr nach Osten (20. Oktober). An der Podiumsveranstaltung nimmt Aneta Januszko-Szakiel, Password-Autorin und  führende Informationsexpertin und Informationsvermittlerin in Polen, teil.  

Osteuropa

Die universitäre Ausbildung
von Informationsfachleuten in Russland

Kurze statistische Darstellung  der Hochschulausbildung von Informationsspezialisten in Russland 

Ausbildungsniveau, Struktur und die Lehrplaninhalte

 

Von Tatjana Annajeva und Georgij N. Isaev

Aktuelle Anforderungen an die russischen Hochschulen bestehen in der verstärkten Ausbildung von Spezialisten für intellektuelle Technologien und künstliche Intelligenz. Eine wichtige Richtung dabei ist die „Informatik“ und die EDV.

Die  Ausbildungsstatistik in Tabelle 1 für die Jahre 1995 -2012 verdeutlicht diese Schwerpunktsetzung.

In Tsd.  Alle Hochschulabsolventen | Absolventen "Informatik" und Rechentechnik

1995    473,0                                         7,2

1997    537,9                                         8,3

1999    563,2                                         7,9

2001    593,2                                        11,4

2003    670,7                                        17,4

2005    978,4                                        17,7

2010 1.177,8                                         22,3

2011  1.157,3                                        21,7

2012  1.125,3                                        20,5

Die Tabelle zeigt ständig steigende Absolventenzahlen. Von 1995 – 2012 haben sich die Gesamtzahlen auf das 2,4fache erhöht, die der Fachgebiete Informatik und Rechentechnik auf das 2,8fache. Der Anteil der Informationsfachkräfte an der gesamten Absolventenzahl betrug 1,5%, 2012 stieg dieser Anteil auf 1,85%.

Die Verringerung der Ausbildungszahlen zu Beginn der 90er Jahre ist  mit demographischen  Faktoren zu begründen. Die Forderungen des Marktes führten von 1995 bis 2005 zu einer ständigen Erhöhung der Ausbildungszahlen, obgleich die Zahl der Auszubildenden insgesamt zurückging. Eine besondere Steigerung ergibt sich für das Jahr 2005.

Die Spezialisierungen in der Informatik und Rechentechnik unterteilen sich in die folgenden Fachgebiete:

Automatisierte  Informationsverarbeitungs- und  Leitungssysteme

Computer, Systeme und Netze

Systeme für die automatisierte Projektierung

Software für Rechentechnik und automatisierte Systeme

Wartung der Rechentechnik und der Computernetze

Informationssysteme und ihre Technologie

Informationstechnologien für die Ausbildung und in der Ausbildung

Modellierung und Forschungen zur Optimierung von organisationstechnischen Systemen

Angewandte Mathematik

Besondere Beachtung sollte der Punkt "Informationstechnologien für die Ausbildung und in der Ausbildung" finden. Die dafür ausgebildeten Spezialisten arbeiten für die Informatisierung der Bildung im weitesten Sinn.

Die Ausbildung mit Bachelor-Abschluss dauert vier Jahre, die „Spezialist“-Ausbildung fünf Jahre.  Die Ausbildungslehrpläne orientieren sich an dem „akademischen“ oder „praxisorientierten“ Bachelor. Das Studium kann bis zum Magisterabschluss weitergeführt werden. Zur Spezialistenausbildung gehören zwei Jahre gemeinsame Ausbildung mit den späteren Bachelors, ein Jahr Spezialisierung mit abschließender Thesenverteidigung. danach Erwerbung eines Doktortitels (in Russland: Kandidat der Wissenschaft) über eine planmäßige Aspirantur in drei Jahren oder über eine außerplanmäßige Aspirantur. Diese Ausbildung unterscheidet sich nach Länge und Spezialisierung von der in Deutschland. Eine vergleichende Untersuchung wäre interessant.

Diese Ausbildungsgänge werden nach  dem „Föderalen staatlichen Ausbildungsstandards“ (FSA) für das jeweilige  Fachgebiet konzipiert. FSA ist die verbindliche Grundlage zur Ausarbeitung und Umsetzung der jeweiligen Lehrpläne. Das Ziel ist höchstmögliche fachliche Kompetenz in den jeweiligen Spezialisierungsbereichen, hier der Informatik. Der FSA gibt den Hochschulen von diesen zu erarbeitende Lehrveranstaltungen teilweise vor.

Die einzelnen Ausbildungsrichtungen sind ihrerseits differenziert. Ein  Beispiel: An der Russischen staatlichen Universität für Touristik und Service enthält der Lehrplan die Spezialisierungsrichtung „Informationssysteme und Technologien in den Systemen der Masseninformation". 

Die Hochschulabsolventen der Fachrichtung „Informatik und Rechentechnik“ arbeiten in  staatlichen und kommerziellen Zweigstrukturen, z.B. in Einrichtungen des staatlichen Systems der wissenschaftlichen und technischen Information, Rechenzentren, Projektierungsfirmen für Informationssysteme usw.

Schlussfolgerungen:

• Die Studenten - und Absolventenzahlen für Informatiker in Russland steigen kontinuierlich.  

• In der Wirtschaft gibt es einen entsprechenden steigenden Bedarf.

• Die  Ausbildung erfolgt auf der Grundlager verbindlicher staatlicher Standards.

• Die Hochschulen haben das Recht zu jeweiligen Spezialisierungen.

TIB: Call for Papers

Videos in digital libraries: What’s in it
for libraries, publishers and scientists?

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) und das Forschungszentrum L3S richten vom 5. bis 9.September unter dem Titel „Overcoming the Limits of Digital Archives“ die 20.International Conference on Theory and Practice of Digital Libraries (TPDL) in Hannover aus.Die englischsprachige Konferenz widmet sich aktuellen und künftigen Entwicklungen im Bereich Digitale Bibliothek und Archive inklusive Anwendungen. Erwartet werden 300 Teilnehmer weltweit. 

Workshop zu Videos in der Wissenschaftskommunikation. Für den Workshop „Videos in digital libraries: What’s in it for libraries, publishers and scientists?“ auf der TPDL können ab sofort Beiträge eingereicht werden. Ziel des halbtägigen Workshops ist eine Diskussion zum Potenzial von Videos in der Wissenschaftskommunikation. Themen wie die Produktion, Verbreitung und Nutzung wissenschaftlicher Videos stehen dabei genauso im Fokus wie Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Forschungsgebieten. Der Workshop findet am 8. September 2016 in der Zeit von 13.30 bis 18 Uhr statt. Organisiert wird der Workshop von TIB, der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) und dem CERN. Siehe auch http://www.tpdl2016.org/video_abstracts. Informationen zu weiteren Workshops http://www.tpdl2016.org/workshops.

Briefe: PATINFO

Big Data: Chancen und Herausforderungen

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,  

die Teilnehmeranzahl steigt und einige Workshops sind bereits ausgebucht. Aus diesem Grund möchten wir Sie noch einmal auf eine rechtzeitige (Hotel-)Anmeldung zur PATINFO2016 hinweisen. Bitte beachten Sie, dass die reguläre Konferenzgebühr nur für Anmeldungen bis zum 08. Mai 2016 gilt! Sollten Sie sich noch nicht angemeldet haben, können Sie dies unter folgender Adresse tun: https://conferences.tu-ilmenau.de/frontend/index.php?page_id=3661. Bei Problemen, eine geeignete Unterkunft zu finden, wenden Sie sich bitte an: Astrid.Schieck@tu-ilmenau.de

Die 38. Konferenz über Patentinformation und gewerblichen Rechtsschutz findet vom 8. bis 10. Juni statt und steht unter dem Motto Big Data: Chancen und Herausforderungen. Zusätzlich zu den nationalen, europäischen und internationalen Entwicklungen im Patent- und Gebrauchsmusterbereich berücksichtigt das kompakte Vortrags-, Workshop- und Ausstellungsprogramm die Entwicklungen im Marken- und Designbereich. Bitte beachten Sie die Möglichkeit, am 8. Juni ab 19 Uhr am Begrüßungsabend teilzunehmen. Das Programm der PATINFO2016 finden Sie unter
http://www.paton.tu-ilmenau.de/das-paton/patinfo/programm/

Mit Ihrer Teilnahme kann der Konferenzerfolg der letzten Jahre fortgesetzt werden! Wir freuen uns über Ihr Kommen!

                                                                           Mit freundlichen Grüßen Christoph Hoock

 

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