Open Password: Freitag, den 29. April 2016


Factiva - ProQuest - Competitive Intelligence Forum - Silke Bromann


Factiva


iPhone App for highly specific news,
more public content sharing

Dow Jones has unveiled a series of customer-driven additions to Factiva, giving users the option to unlock thousands of premium content sources while on-the-move, and to share that content externally.

With Factiva mobile usage doubling in the past two years, the first version of the Factiva iPhone app is designed to help users keep track of highly specific news. The app’s content includes company newsletters, tailored alerts, and articles from a wide variety of news sources, which can be saved for offline viewing.

Dow Jones has also launched Dow Jones Direct, enabling customers to display licensed content from Factiva and other sources on public websites for the first time. Through this platform, Dow Jones editors curate relevant articles that can be distributed via email, RSS feeds or social channels to increase engagement with the user’s audience.

Supporting both these enhancements, the Factiva homepage was redesigned to enable faster browsing, with alerts, suggested articles and newsletters now all on one page.

ProQest

Praxishilfen für InfoPros:

Patentsicherheit,
Ingenieure einbinden

ProQuest hat Praxishilfen ("Weißbücher") für Information Professionals herausgebracht, und zwar    eine Schritt-für-Schritt-Anleistung zur Optimierung des Literaturreviewprozesses in den Bereichen Pharmakovigilanz und Patentsicherheit ("Die Rationalisierung mit Pharmakovigilanz"); http://go.proquest.com/PV-white-paper?WT.dcsvid=NTEzMzA5NzE5NjIS1&&spMailingID=51254169&spUserID=NTEzMzA5NzE5NjIS1&spJobID=903550025&spRepo

 "Ingenieure einbinden". Hier wird "auf Schüsselstrategien für Information Professionals eingegangen, um die Arbeitsbeziehungen zu Ingenieuren zu verbessern und zu vertiefen – sowie Taktiken um diese bei der Suche nach Informationen höchster Qualität zu unterstützen, damit diese Ingenieure optimale Forschungsergebnisse erzielen können." http://go.proquest.com/PQD-engineering-paper?WT.dcsvid=NTEzMzA5NzE5NjIS1&&spMailingID=51254169&spUserID=NTEzMzA5NzE5NjIS1&spJobID=903550025&sp 

Competitive Intelligence Conference

Ethisches Handeln unter Wettbewerbsbedingungen:

Wirtschaftlicher Nachteil oder
produktive Ressource?

Von Silke Bromann, Japan Consulting

Informationen sind ein wichtiger Produktionsfaktor. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie Absichten und Aktionen ihrer Wettbewerbspartner kennen. Mit der Beschaffung und Handhabung von Markt- und Wettbewerbsinformationen oder Competitive Intelligence beschäftigte sich auch in diesem Jahr die internationale „Competitive Intelligence Conference“ in Bad Nauheim. Ausrichter ist das Institute for Competitive Intelligence, ein großer Anbieter von Weiterbildungsseminaren zu diesem Thema.

Zielgruppe sind Info Pros vor allem in Unternehmen, aber auch selbständige Berater. Insgesamt hatten sich für die Konferenz gut 120 Teilnehmer angemeldet. Als freiberufliche Informationsexpertin habe ich diese Konferenz besucht, um mich fortzubilden (Ich habe eines der vorgelagerten Seminare zum Thema Internetrecherche belegt.) und neue interessante Kontakte auch mit Blick auf neue Aufträge zu finden.

Zum Einstieg stellt Rainer Michaeli, Geschäftsführer des Institutes for Competitive Intelligence, das Beispiel von GoPro vor, dem Hersteller von Action-Kameras. An sich sind weder Videokameras noch sportliche Action neue Konzepte, doch hier hat die Kombination den Erfolg gebracht. Aber schon lauern wieder neue Ideen und Wettbewerber. Des Weiteren ist die digitale Disruption in aller Munde. Wer Trends und Neuerungen rechtzeitig antizipieren kann, ist im Vorteil und ein entsprechendes Informations- und Wissensmanagement ist überlebensnotwendig.
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Megatrends Demografischer Wandel, Automatisierung, Zukunft der Arbeit und Big Data.
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Wie dies in der Praxis aussieht, darum geht es dann in den Keynotes und Einzelvorträgen. Den Einzelsessions an beiden Konferenztagen ist jeweils ein Vortrag im Plenum vorgeschaltet. Am ersten Tag stellt Margit Warnecke (Boehringer Ingelheim) das Instrument der Szenarioanalyse anhand von Beispielen vor. Als Megatrends – nicht nur für die Pharmabranche – macht sie die demografische Entwicklung, Automatisierung, die Zukunft der Arbeit, Big Data sowie in engem Zusammenhang damit Ethik der Digitalisierung, aus. Die Keynote am zweiten Konferenztag hält Anastasios Fountis (Imerys), der am Beispiel der Rohstoffbranche die Anwendung von Regeln aus der Kybernetik und geopolitischen Gesetzmäßigkeiten auf Analyse und Planung von Unternehmensstrategien herausarbeitet. Hier bleibt besonders das Video vom schmal gebauten Sumo-Ringer, der seinen deutlich voluminöseren Gegner allein durch Antizipation und rechtzeitiges Ausweichen ausmanövriert, in Erinnerung.

Die etwa dreißig Sessions und Einzelvorträge behandeln Datenbanken und Tools sowie Fallbeispiele aus internationalen Großunternehmen, und es werden allgemeine Trends diskutiert. Zentrale Themen hierbei sowie beim „Unkonferenzen“ (siehe unten) und beim Netzwerken sind die Künstliche Intelligenz (als Hilfsmittel und als Rivale, der den Info Pro irgendwann obsolet machen wird) sowie das Eigenmarketing und die Erfolgsdarstellung innerhalb der eigenen Organisation. Beides Themen, die so auch sonst in der Informationsbranche immer wieder diskutiert werden.

Auch neue Formate der intraorganisationalen Wissensgenerierung werden vorgestellt und in der Praxis ausprobiert, zum Beispiel die Unkonferenz, bei der die Themen aus dem Teilnehmerkreis heraus gestellt und dann in Kleingruppen besprochen werden. Die Verfasserin zieht ein gemischtes Fazit aus dem Ganzen. Sie hat das „Gesetz der zwei Beine“ konsequent umgesetzt, da es möglich war, von einer Gruppe und einem Thema zum nächsten zu wandern. Der Vorteil ist, dass man viele Standpunkte und Themen kennen lernt. Doch wäre möglicherweise ein längeres Verweilen in einer Gruppe eine bessere Basis für Gespräche. Auch ist es mit der Akustik teils etwas schwierig, weil sich mehrere Gruppen einen Raum teilen.

Wenn wir das Auge auf den Wettbewerber richten und seine Züge möglichst im Voraus wissen wollen, kommen ethische Fragen ins Spiel: Was ist noch im Rahmen des Akzeptierten, was nicht oder gar illegal? In der abschließenden Podiumsdiskussion läuft die Diskussion, ausgehend vom Begriff „Wargaming“ für eine Variante der Simulation, auf die Frage zu: Befinden wir uns im „Krieg“ mit unseren Wettbewerbern? Das ist sicherlich eine Frage, für die jede Organisation ihre eigene Antwort finden muss. Die Fälle, wo erbitterte Konkurrenten in einem Marktsegment später strategische Allianzen gebildet haben oder gar fusioniert haben, sind zahlreich. So kann ethisches Handeln unter Wettbewerbsbedingungen sowohl ein Nachteil als auch eine produktive Ressource sein.  

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Push-Dienst Archiv 2016 Frisch per E-Mail: Aktuelle Beiträge und Meldungen Mit dem Password Push-Dienst sind sie bestens informiert. Kostenfrei und regelmäßig informiert der Newsletter über die Informationsbranche. Per Klick können Sie den jeweiligen Push-Dienst öffnen. April 2016 Gescheiterter Protest - 5 vor dem Komma - Wochenrückblick Unternehmensbibliotheken zwischen Neupositionierung und Überlebenskampf Welcher Interessensverbund vertritt die Information Professionals? Oh wie schön …

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