Open Password: Donnerstag, den 21. April 2016

Datenlücke beim DPMA - EUGH Gutachter - Links und das Urheberrecht - Wolfgang Lutz - Drohende ZB-MED Abwicklung mögliche Folgen in der Recherchepraxis

Datenlücke beim DPMA - Unionsmarken

Die Umbenennung des Harmonisierungsamtes in das Amt für Unionsmarken hat technische Folgen. Seit dem 21.03.2016 spielt das Deutsche Patent und Markenamt keine neuen Daten zu Unionsmarken in die kostenfreie Markendaten DPMAregister ein. 

Auf Anfrage beim DPMA wurde ein Umstellung des Datenformats der Unionsmarken als Ursache genannt. 

http://www.infobroker.de/2016/04/20/dpmaregister-datenbank-warum-eine-datenbestandspruefung-wichtig-ist/

Links verletzen das Urheberrecht nicht

Wer im Netz auf Inhalte verlinkt, die Urheberrechte verletzen, verletzt selbst keine.
Quelle: ZEIT ONLINE http://www.zeit.de/digital/internet/2016-04/eugh-gutachter-urheberrecht-verlinkung

Mögliche ZB-MED Abwicklung - Praxisfolgen

Quellen der ZB-MED sind nicht verzichtbar

Genossenschaftslösung für das ZB-MED
als möglicher Lösungsansatz

Forderung nach rundem Tisch
mit Marktteilnehmern

Was bedeutet eine Abwicklung der Zentralbibliothek der Medizin für die tägliche Recherchepraxis? Wer könnte es besser beurteilen, als ein Information Professional. Reichlich Praxiserfahrung bringt Wolfgang Lutz von infobroking Lutz im Segment medizinische Fachliteratur mit. So erhielt das Unternehmen des Ulmer Information Professionals mehrere Jahre den Zuschlag für systematischen Literaturrecherchen zur Unterstützung für HTA Berichte (HTA bedeutet "Health Technology Assessment", zu deutsch "Technologiefolgenabschätzung im Gesundheitswesen") in Datenbanken des DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information).

Michael Klems hat Wolfgang Lutz zu den möglichen Folgen einer ZB-MED Abwicklung befragt.

Michael Klems: Wie schätzen Sie arbeitstechnisch und fachlich den möglichen Verlust der ZB-MED als Informationsdienstleister ein?

Wolfgang Lutz: Für uns ist der Verlust momentan nicht  so groß, da wir einen Großteil unserer medizinischen Recherchen (noch) über DIMDI abwickeln.

Michael Klems:  Können Sie ein Fallbeispiel schildern, bei dem die ZB-MED mit einer bestimmten Quelle unverzichtbar ist?

Wolfgang Lutz: Im Prinzip sind eigentlich alle Quellen, die sich bei der ZB-MED im Bereich

Suchraum "Lebenswissenschaften" befinden, nicht verzichtbar:

   AGRICOLA ( Info )
   AGRIS ( Info )
   BASE ( Info )
   BfR (Risikobewertung) ( Info )
   BVL (Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) ( Info )
   Current Contents ( Info )
   DBIS ( Info )
   DissOnline ( Info )
   Econis ( Info )
   ELFIS ( Info )
   EZB ( Info )
   FLI (Tiergesundheit) ( Info )
   HECLINET ( Info )
   IPB (Pflanzenbiochemie) ( Info )
   IPK Gatersleben (Kulturpflanzen) ( Info )
   JKI (Kulturpflanzen) ( Info )
   Johann Heinrich von Thünen-Institut (TI) ( Info )
   Katalog der NLM ( Info )
   Katalog der TIB ( Info )
   Katalog ZB MED ( Info )
   MEDLINE ( Info )
   MRI (Ernährung und Lebensmittel) ( Info )
   SOMED ( Info )
   SSG Küsten- und Hochseefischerei ( Info )
   SSG Veterinärmedizin (TiHo) ( Info )
   UBA-OPAC und ULIDAT ( Info )
   UFORDAT ( Info )
   Verlagsdaten ( Info )
   VITIS-VEA ( Info )
   ZB Sport ( Info )

Michael Klems: Wie kann laut Ihrer Meinung die mögliche Abwicklung der ZB-MED verhindert werden?

Wolfgang Lutz: Wenn sich DIMDI von den folgenden Datenbanken

    BIOSIS Previews
    Cochrane-Datenbanken (CCTR, CDSR, CDAR, INAHTA, NHSEED)
    CAB Abstracts
    Global Health
    EMBASE/EMBASE Alert
    Ethmed
    ISTPB + ISTP/ISSHP
    MEDLINE
    PsycInfo
    Psyndex
    SciSearch

ab 2017 trennt, MUSS eine Abwicklung der ZB-MED verhindert werden!

Auf der Webseite von DIMDI steht momentan:

"Mit der Neuverteilung seiner Ressourcen reagiert das DIMDI auf den erheblichen Zuwachs an gesetzlichen Aufgaben in den letzten Jahren. Datenbanken wird es nur noch im Rahmen der gesetzlich begründeten Informationssysteme anbieten. Zum Jahresende 2016 nimmt das Institut daher mit Ausnahme von DAHTA, GMS und GMS Meetings alle Literaturdatenbanken aus seinem Angebot. Die elektronische Literaturversorgung ist für die Medizin damit ab 2017 bei der ZB MED konzentriert."

So wie ich es sehe, wird also die Datenbank EMBASE bei beiden Institutionen dann ab 2017 und nach Abwicklung der ZB MED gar nichts mehr zur Verfügung stehen.

Es muss doch möglich sein, so wie auch bei FIZ-Technik in Frankfurt (jetzt WTI), eine Genossenschaftslösung mit motivierten Mitarbeitern und externen Investoren zu finden.

Dringend notwendig wäre ein runder Tisch mit DIMDI, ZB-MED und einer Auswahl an Informationsvermittlern um Wege zu erörtern,

wie die Infrastruktur - hierbei meine ich die Recherchesoftware - von DIMDI übernommen werden kann.

Es wäre dringend geboten hier eine Lösung zu finden.

infobroking Lutz - Wolfgang Lutz
http://www.infobroking.de/

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