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den 2. März 2018

#328


PATINFO – IP-Recherche – Christoph Hoock – PATON – dbv – Wissenschaftliche Bibliotheken – Handlungsfelder – Szenarien 2025 – Stakeholder – Willi Bredemeier – Forschungsdaten – Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen – Digitalisierung – Alan Duric – Wire – The Radicati Group – E-Mails -Messenger – Datensicherheit – Spam – Abbildung von Emotionen – PGP – Phil Zimmermann

PATINFO 2018

IP-Recherche – Impulsgeber im Wettbewerb

Sehr geehrter Herr Dr. Bredemeier,

Wir laden Sie herzlich zur PATINFO2018 in Ilmenau ein! Thema: IP Recherche - Impulsgeber im Wettbewerb. Die 40. Konferenz über Patentinformation und gewerblichen Rechtsschutz findet vom 13. bis 15. Juni 2018 in Ilmenau statt.

 Wir starten am 13. Juni mit kostenlosen Workshops und ab 19:00 Uhr mit einem Begrüßungsabend (Fischerhütte, Langewiesener Str. 32), um Networking und informelle Gespräche zu erleichtern. Ein kostenloses Angebot – Dank unserer Sponsoren Minesoft und PATON. 

45 Aussteller werden ihre neuesten Entwicklungen rund um das Thema gewerbliche Schutzrechte vorstellen. Wir sind überzeugt, Ihnen auch 2018 ein spannendes und informatives Programm bieten zu können. Das Programm der PATINFO2018 finden Sie im Anhang dieser E-Mail und unter: http://www.paton.tu-ilmenau.de/das-paton/patinfo/programm.html. Neben den nationalen, europäischen und internationalen Entwicklungen im Patentbereich berücksichtigt das kompakte Vortrags-, Workshop- und Ausstellungsprogramm die Entwicklungen im Marken- und Design-Bereich sowie Patentbe- und verwertung.  

 Die Informationen zur Anmeldung und zur Hotelreservierung finden Sie unter: http://www.paton.tu-ilmenau.de/das-paton/patinfo.html. Beim Finden einer Unterkunft sind wir Ihnen gerne behilflich. Bitte wenden Sie sich hierfür an Frau Schieck (astrid.schieck@tu-ilmenau.de).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen, Christoph Hoock, Leiter PATON,
Landespatentzentrum Thüringen an der TU Ilmenau

Gelesen und weiterempfohlen

Die wissenschaftlichen Bibliotheken
in der digitalen Transformation

Zu: dbv, Wissenschaftliche Bibliotheken 2025, beschlossen von der Sektion 4 „Wissenschaftliche Universalbibliotheken“ im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) im Januar 2018, in: https://www.zbmed.de/ueber-uns/presse/neuigkeiten-aus-zb-med/artikel/wie-sieht-die-wissenschaftliche-bibliothek-2025-aus/

Ein Papier, an dem man nicht vorbeigehen kann, wenn man sich für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Bibliotheken interessiert, zumal es von allen zuständigen Politikern und den Strategen in den Bibliotheken in einer handlungsrelevanten Weise zur Kenntnis genommen werden dürfte. Eine Einbeziehung empirischer Beispiele, insbesondere Verweise auf Best Practices sowohl im eigenen Land als auch international hätte die Lesbarkeit des Papiers erhöht und seine Rezeption und Wirkung weiter gesteigert.

Das Papier geht von den Herausforderungen aus, denen wissenschaftliche Bibliotheken aktuell ausgesetzt sind und leitet ab, dass sich diese zu Servicezentren in acht Handlungsfeldern entwickelt werden:

Das Papier geht von den Herausforderungen aus, denen wissenschaftliche Bibliotheken aktuell ausgesetzt sind und leitet ab, dass sich diese zu Servicezentren in acht Handlungsfeldern entwickelt werden:

• Open Access und neue Formen der Lizenzierung

• Publikationsdienstleistungen

• Management von Forschungsdaten

• Überregionale Informationsversorgung für Fachcommunities

• Langfristige Nutzbarkeit digitaler Ressourcen

• Digitalisierung von Quellen des kulturellen Erbes

• Etablierung von Kreativräumen (Cultural Labs, community-orientierte Makerspaces)

• Förderung digitaler Medien- und Informationskompetenz.

Diese Handlungsfelder werden im Einzelnen erörtert, indem jeweils ein „Ist-Szenario 2018“ und ein „Ziel-Szenario 2025“ einander gegenübergestellt werden. „Das zugrundeliegende Paradigma ist die digitale Transformation, die Bibliotheksstrategien weltweit aufgreifen und fokussieren, ohne dabei weiterhin bestehende Aufgaben im Zusammenhang mit gedruckten Medien aus dem Blick zu verlieren.“ Jede Erörterung wird mit einer Auflistung von „Einflussfaktoren“, der „Anforderungen an Bibliotheken“ und der „Anforderungen an Träger und Förderer“ abgeschlossen. So heißt es zum Beispiel bei der „Förderung digitaler Medien- und Informationskompetenz“:

„Einflussfaktoren:

• Grad der Einbindung der Bibliotheken in den Wissenschaftsprozess

• Entwicklung der digitalen Angebote

• Digitale Strategien von Hochschulen und Politik

• Entwicklung der Informationsmöglichkeiten, des Informationsverhaltens und der Nachfrage nach Information

Anforderungen an Bibliotheken:

• Akzeptanz der Rolle als Informationsvermittlerin und Teaching Library

•  Implementierung neuer Organisationsstrukturen

• Weiterentwicklung individualisierter Beratungsdienstleistungen und Präsenz- und E-Learning-Kurse

• Bereitstellung und Qualifizierung des Bibliothekspersonals

• Starke Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen, insbesondere mit Schulen und Hochschulen

• Vernetzung der Bibliotheken untereinander und innerhalb der Hochschule (Hochschulleitungen, Rechenzentren, Medienzentren, Forschungsreferate)

• Stärkere internationale Vernetzung der Aktivitäten zur Informationskompetenz

• Entwicklung von Angeboten und Mitwirkung an Curricula zu Data Science

Anforderungen an Träger und Förderer

• Stärkung der Bibliotheken als neutrale Vermittler von Medien- und Informationskompetenz

• Erweiterung der Curricula um die Vermittlung von Informationskompetenz – insbesondere auch zu Forschungsdaten und Verfahren und Methoden der Digital Humanities – unter maßgeblicher Einbeziehung der Bibliotheken

• Bereitstellung der notwendigen Ressourcen zur Förderung von Informationskompetenz in den Bibliotheken“.  

Vision Forschungsdaten für 2025. Ein Papier von ähnlicher Relevanz hat die Arbeitsgruppe Forschungsdaten in der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen herausgegeben: „Research Data Vision 2025 – ein Schritt näher“. Mit Erörterungen zu den sich deutlicher abzeichnenden Handlungsfeldern (im Vergleich zum Positionspapier 2015), den weiterhin nicht gelösten Anforderungen und den neuen Herausforderungen. Die Empfehlungen werden aktualisiert. http://doi.org/10.2312/allianzoa.024

Willi Bredemeier

Kommunikation 4.0

Stirbt die E-Mail auch im Geschäftsverkehr aus? - Nutzt lieber die Messenger-Dienste!

Von Alan Duric, CTO/COO und Gründung von Wire (Zug, Schweiz)

Vor 46 Jahren wurde die erste E-Mail von Boston aus verchickt. Nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens The Radicati Group werden aktuell 269 Milliarden E-Mails pro Tag versandt. Tendenz für die kommenden Jahre: steigend. Während die digitalen Briefe im Alltag fast vollständig durch Social Media- und andere Kommunikationsplattformen ersetzt wurden, sind sie im Beruf weiter der übliche Weg, um mit Kollegen, Kunden und Partnern zu kommunizieren. Die E-Mail gilt als der seriöseste Weg, interne sowie externe Berufskommunikation zu betreiben. Doch sind E-Mails heute noch zeitgemäß und vereinbar mit der aufstrebenden New Work-Bewegung?  Ja, denn:

Grund 1: Cyber-Angriffe nehmen zu - E-Mail-Postfächer im Hacker-Fokus. "Das Bundeskriminalamt hat eine Sammlung von 500.000.000 ausgespähten Zugangsdaten, das heißt E-Mail-Adressen und die dazugehörigen Passwörter, in einer Underground-Economy Plattform gefunden. Vermutlich wurden diese Daten über einen längeren Zeitraum aus verschiedenen Hacking-Angriffen zusammengetragen. Die aktuellsten ausgespähten Zugangsdaten stammen wahrscheinlich aus Dezember 2016." So stand es im Sommer 2017 in einer Meldung des Bundeskriminalamtes. Zunehmend regelmäßiger geraten E-Mail-Provider in den Fokus von bösartigen Cyber-Angriffen. 

Grund 2: Der Feind jedes Posteingangs – Spam. Der Großteil des privat sowie beruflich genutzten Postfachs besteht aus Spam-Mails. Der Eingang dieser lästigen Nachrichten hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Zwar haben sich die Qualität und Effektivität von Spamfiltern mittlerweile verbessert, parallel dazu sind jedoch auch Absender raffinierter geworden. Spam-Mails verursachen nicht nur überflüssigen Traffic, sondern sorgen dafür, dass wichtige Mitteilungen Gefahr laufen unterzugehen. Messenger hingegen, die eine vorherige gegenseitige Autorisierung erfordern, ermöglichen eine vom Nutzer kontrollierten Kommunikationsaustausch. So sind weder Werbung noch Nachrichten unerwünschter Absender Teil des Chatverlaufes.

Grund 3: Emotionen statt starre Nachrichten für ein produktives Arbeitsklima. Die Kommunikation in den Büros ist wesentlich lockerer geworden. E-Mails wirken deutlich ernster als kurze Updates via Messenger und auch Missverständnisse lassen sich schneller ausräumen. Emojis, GIFs, Gefällt-mir-Angaben erlauben schnell und zeiteffizient auf Mitteilungen zu reagieren, ohne ausschweifende Texte zu verfassen. Emotionen über Messenger lassen sich nun mal deutlich besser abbilden – ein Beitrag zum Arbeitsklima.

Grund 4: Mails kosten Zeit - Messenger sparen Zeit. Das tägliche Sortieren und Bearbeiten von E-Mails am Morgen nimmt viel Energie in Anspruch. Bis ein dringendes Anliegen per Mail geklärt ist, zieht viel Zeit ins Land. Zudem ist der Zugriff auf unendlich lange Nachrichtenverläufe im Postfach häufig sehr mühsam. Mit Messaging-Services lassen sich Kollegen in zeitkritischen Situationen erreichen, Absprachen via Textnachricht, Meetings oder Screen-Sharing erhöhen die Flexibilität im Workflow. Probleme werden schnell gelöst und lästiges E-Mail-Ping-Pong umgangen.  

Grund 5: Mangelnde Sicherheit - Verschlüsselung muss keine Hürde sein. Ein sicherer Austausch von E-Mails ist möglich - mit der Einrichtung von zusätzlicher Sicherheits-Software, wie Pretty Good Privacy (PGP). Diese Technologie ist eine gute Möglichkeit, E-Mails vor Dritten zu schützen, jedoch ist die Konfiguration oft komplex. Selbst ihr Erfinder, Phil Zimmermann, gab zu, dass er PGP nicht nutzt. Speziell beim Austausch von sensiblen Dokumenten wie z.B. Verträgen mit Geschäftspartnern oder Krankschriften von Mitarbeitern spielt Datenschutz eine große Rolle. Cloud-basierte E-Mail-Services bergen zusätzlich die Gefahr, dass Dritte oder der Provider selbst Zugriff auf die sensiblen Gesprächsverläufe bekommen. Auch hier bieten Messenger, die auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen, eine sichere Alternative. Alle Konversationen und ausgetauschten Daten sind nur auf den jeweiligen Endgeräten abrufbar und so vor dem Zugriff Dritter geschützt.

Fazit: E-Mails bleiben zeitgemäß - doch New Work und Messenger gehen einher. Im beruflichen Alltag werden bevorzugt E-Mails genutzt und dabei auftretende Nachteile und Negativ-Erfahrungen ignoriert. Potenzielle Sicherheitslücken beim E-Mail-Verkehr können durch zusätzliche Software minimiert werden. Dennoch: Ob Absprachen, Meetings oder der Austausch von Dokumenten - Messenger werden eine größere Rolle in der beruflichen Zusammenarbeit spielen. Im Vergleich zu E-Mails sind die Vorteile deutlich: Das überfüllte Postfach wird geschont, der eigene Workflow verbessert, Spam minimiert und Stress verringert. Die E-Mail wird nicht aussterben, während der Bedarf und die Relevanz von einfachen Kommunikationslösungen steigt. Das gilt vor allem für das zeit- und ortsunabhängige Arbeiten.

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