Password-Berichte, -Nachrichten und Kommentare - Mittwoch, den 16. März 2016

Bibliothekskongress - AfD - Open Access - Makerspaces - Weitkämper Technology - CeBIT - Keyword Extractor - Elisabeth Simon - Leseförderung - Orale Kulturen - Open-Access-Zeitschriften

6. Leipziger Bibliothekskongress
in Tweets (1)

Should all Research Papers be Free?

Kulturschaffende warnen vor AfD

How Libraries Are Becoming'Modern Makerspaces

Alexander Grossmann ‏@SciPubLab: Should All Research Papers Be Free? asks Kate Murphy in the @nytimes http://goo.gl/9MKeUk  @nytopinion #bibtag16 #openscience

Benoit@Bibliothek ‏@Benoit20299448: Reaktionen auf AfD-Wahlerfolg: Kulturschaffende warnen vor rechtspopulistischer Partei - Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/politik/reaktionen-auf-afd-wahlerfolg-kulturschaffende-warnen-vor-rechtspopulistischer-partei/13319580.html …"#bibtag16

helge david ‏@helge_david: "How Libraries Are Becoming Modern Makerspaces" http://www.theatlantic.com/technology/archive/2016/03/everyone-is-a-maker/473286/?utm_source=SFFB … #bibtag16 via @CuratorJournal

Briefe

Password-Partner Weitkämper
beim Innovationspreis-IT ausgezeichnet

Keyword-Extrractor, um Texte
zu verstehen und zu analysieren

Sehr geehrter Herr Dr. Bredemeier,

Weitkämper Technology wurde auf der CEBIT mit dem 2. Platz beim Innovationspreis IT ausgezeichnet.

THINK. IN­NO­VA­TI­ON. – Un­ter die­sem Mot­to ha­ben sich meh­re­re tau­send Un­ter­neh­men mit ih­ren IT-Lö­sun­gen beim INNOVATIONSPREIS-IT 2016 be­wor­ben und sich dem Ur­teil der Fach­ju­ry ge­s­tellt. Unser Keyword Extractor hat die hochkarätige Jury besonders überzeugt und belegt den 2. Platz in der Kategorie Wissensmanagement. ...

Der Keyword Extractor erkennt mit Hilfe modernster NLP Methoden semantische Relationen und ermittelt die wichtigsten Schlüsselbegriffe. Diese Metadaten helfen, Text zu verstehen, zu analysieren und zu klassifizieren.

Lesen Sie in diesem Bloomberg Whitepaper, was Metadaten sind und wie Metadaten Ihrem Unternehmen helfen, Inhalte erfolgreich zu monetarisieren:  http://www.bloomberg.com/content-service/content/uploads/sites/6/2015/08/140814-Metadata-Whitepaper.pdf

Mit besten Grüßen Ihr Norbert H. Weitkämper

6. Leipziger Bibliothekskongress:
Bibliotheksräume - real und digital (2)

Amerikanisierung, Internationalisierung
und ein Touch of Africa

Hürden für Open-Access-Zeitschriften
lassen sich überwinden

Von Elisabeth Simon

"Bibliotheksräume - real und digital". Unter diesem Titel fand der 6. Bibliothekskongress unter den nahezu idealen Bedingungen der Leipziger Messe statt. Die Raumaufteilung war übersichtlich und gut ausgeschildert. Die Ausstellungen befanden sich neben den Tagungsräumen, so dass die Besucher nicht nur schnell ihre Veranstaltungen finden, sondern auch die Pausen unproblematisch für Abstecher nutzen konnten. Dazu bot der Bibliothekskongress einen nahtlosen Übergang zur Buchmesse vom 17.-20. März.

Entgegen manchen Erwartungen hatte sich der Kongress  international und westlich ausgerichtet. Mit dem Beitrag von Sari Feldmann, der Präsidentin der American Library Association, und dem großzügigen Stand der ALA präsentierte sich die US-Bibliothekswelt das erste Mal an hervorragender Stelle auf einem Leipziger Bibliothekskongress. Dr. Verena Metze Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO Kommission e.V., stellte die enge Zusammenarbeit mit der IFLA in der Bibliotheks- und Kulturpolitik dar und hob die Bedeutung der UNESCO als weltweite Klammer zwischen den unterschiedlichsten Bibliothekswelten hervor. Dazu sang der MDR-Rundfunkchor, ohne dass die Lieder und Komponisten genannt wurden. Hatte man etwa Angst vor der GEMA?

Leseförderung wird das beherrschende Thema der nächsten Jahre und die Bibliotheken müssen dabei eine besondere Rolle spielen, zumal es um die Medienkompetenz der angeblich internet-affinen Jugendlichen schlechter bestellt als vielfach vermutet ist. Dabei war dieser Begriff zwischenzeitlich aus der bibliothekarischen Begriffswelt verschwunden. Ein mögliches Modell stellen die sehr erfolgreichen Kampagnen der ALA vor fast 40 Jahren  dar, als diese sich an dem umfassenden Kampf der Regierung zur Reduzierung des Analphabetentums  beteiligte.

Oralität und Schriftgesellschaft - Formen der Leseförderung  in mündlich geprägten Gesellschaften. Dies ist der Titel eines Projektes des Goethe-Instituts in Kooperation mit der Elfenbeinküste und dem Senegal. Einerseits ist es schwierig, die westliche Schriftkultur in die afrikanischen Länder zu bringen. Andererseits muss darauf geachtet werden, die orale Kultur in den westafrikanischen Ländern nicht zu zerstören. Wer den Griot, also den Sänger, Dichter und Instrumentalisten in Westafrika, nur als Übermittler von Nachrichten sieht, greift zu kurz. und wird der Untrennbarkeit seiner Texte und Musik nicht gerecht. Es wäre außerordentlich bedauerlich, wenn Projekte wie dieses die überaus reiche Musik in Afrika beschädigten und wir uns den Ruf einer neuen Kolonialisierung einhandelten.  Siehe dazu die in Leipzig nicht erwähnten reichen Sammlungen des Phonogramm Archivs Berlin und die Dokumentationen afrikanischer Kultur in Hildesheim. 

Alice Keller von der Zentralbibliothek Zürich sei gedankt für ihren ehrlichen und klaren Bericht über die Nachhaltigkeit von  Open-Access-Zeitschriften im Kontext von Ökonomie und Ökologie. Wie auch die Video Tutorials zu Open Access und Open Data und das APUC Offsetting Model in Progress zeigen, kämpfen die Open-Access-Zeitschriften mit den Schwierigkeiten der Archivierung und Lizenzierung, vor allem jedoch immer noch mit der mangelnden Akzeptanz in der wissenschaftlichen Klientele. Es sind in erster Linie die Institute, die Open-Access-Zeitschriften herausgeben. Ihre sehr oft ehrenamtlichen Herausgeber kämpfen mit mangelnder Zeit und noch häufiger mit finanziellen Problemen. Hinzu kommt, dass das gedruckte Wort immer noch den größeren Wert hat, das heißt, der wissenschaftliche Autor sieht seinen Aufsatz lieber in Print statt Online.

Diese Hürden lassen sich jedoch überwinden, wenn nur die Politik und die finanzielle Förderung mitspielen. Bereits auf dem APE-Kongress hatte die Max Planck Gesellschaft darauf hingewiesen, dass sowohl die DFG als auch die Leibniz Gesellschaft nur noch Open-Access-Beiträge fördern wollen. Das würde bedeuten, dass nur noch Inhouse-Bibliotheken und Institute Printversionen der gedruckten Zeitschriften fördern können. Ob diese dann gemeinsam mit einer Open-Access-Version erscheinen, ist unklar, aber wahrscheinlich.

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