Open Password - Dienstag,

den 28. November 2017

#288

Erdmute Lapp – Hans-Jakob Tebarth - Martin-Opitz-Bibliothek Herne - Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Sammlungen zur Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa - Schlesische Bibliothek - Schlesische Museum Kattowitz - Deutsches Kulturforum Osteuropa - Digitales Forum Mittel- und Osteuropa – Lexis Nexis – Salvatore Saporito – Ethical Sourcing – F.A.Z-Archiv – Künstliche Intelligenz – Big Data – Predictive Analytics – Disruption – 2 AHEAD ThinkTank – Human Ressources


Sammlungen ohne Grenzen

„Unsere Zusammenarbeit

kennt keine Grenzen“:

Vielfältige fruchtbare Zusammenarbeit
zwischen polnischen und deutschen Bibliothekaren wird fortgesetzt

Von Erdmute Lapp und Hans-Jakob Tebarth

Deutsch-polnische Tagung „Sammlungen ohneGrenzen - Bestände und Bibliotheken zu (Ober-)Schlesien und weiteren Kulturregionen in Deutschland und Ostmitteleuropa“ in Kattowitz / Katowice, Polen. Oft haben wir auf dem Flughafen Dortmund Flüge nach Katowice / Kattowitz angezeigt gesehen, und jetzt hatten wir die Möglichkeit, die Stadt mit dem klangvollen Namen kennenzulernen und uns dort mit Osteuropa-Bibliothekaren und -Forschern aus Deutschland und Polen auszutauschen. Die Martin-Opitz-Bibliothek Herne organisiert diese Tagung alle zwei Jahre im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Sammlungen zur Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa mit Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.  Die Kooperation der Herner Einrichtung geht auf eine vieljährige Tradition zurück, und auch anlässlich der Tagung in Breslau/Wrocław vor mehr als zehn Jahren, wurde die Schlesische Bibliothek in das Programm einbezogen und besucht. Auch Gegentreffen im Ruhrgebiet fanden statt. Kooperationspartner waren diesmal die Schlesische Bibliothek und das Schlesische Museum Kattowitz sowie das Deutsche Kulturforum Osteuropa und das Digitale Forum Mittel- und Osteuropa.

Die große Dame der schlesischen Kunstgeschichte, Prof. Ewa Chojecka von der Universität Katowice, sprach zur Ästhetik der Industriegeschichte unter dem Titel „Magna Industria – Gründungsmythos Oberschlesien“. Es folgten kulturhistorische Einführungsvorträge von Wissenschaftlern der Universität Katowice: Prof. Ryszard Kaczmarek sprach über die „Oberschlesische deutsche Presse bis 1945 in der Schlesischen Bibliothek in der polnischen und deutschenGeschichtsschreibung“, Prof. Grażyna Barbara Szewczyk über die Rezeption der deutsch- und polnisch sprachigen Literatur Oberschlesiens heute und Dr. Michał Skop über „Wilhelm Szewczyks deutscheLiteratur und Publizistik“. Dr. Andrzej Michalczyk von der Ruhr-Universität Bochum demonstrierte anhand von Forschungsmaterial den dynamischen Charakter von nationaler Identität und nationalem Selbstverständnis.

In dem folgenden Block zu deutsch-polnischen und internationalen Kooperationen und Forschungen stellte Wolfgang Keßler seine noch nicht abgeschlossenen Forschungen über Viktor Kauder als Publizist und als Bibliotheksleiter in Katowice und Herne vor. Dort leitete er die Bücherei des deutschen Ostens, deren Bestände bei Errichtung der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek in diese übernommen wurden. Dr. Marcin Wiatr und seine Lektorin Ariane Afsari vom Deutschen Kulturforum Östliches Europa präsentierten den „Literarischen ReiseführerOberschlesien“, der 2016 in Potsdam erschienen ist.  

Dr. Erdmute Lapp stellte in einem weiteren Block die Übersetzung des Buches zur Zensur in Russland von Marianna Tax Choldin vor, der großen Dame der Slavic Librarianship von der University of Illinois. Erdmute Lapp und Silke Sewing von der Staatsbibliothek zu Berlin haben gemeinsam ihre Memoiren „Garden of Broken Statues: Exploring Censorship inRussia“ ins Deutsche übersetzt. Die Übersetzung des Buches mit den noch immer aktuellen Themen Zensur, Selbstzensur und allumfassende Zensur wird demnächst im Berliner Simon-Verlag für Bibliothekswissen erscheinen.

Zu Beginn des folgenden Konferenztags stellten Barbara Fichtl und Dr. Elke Bauer vom Herder-Institut Marburg die Grundidee und die Projektskizze für das das Online-Portal „Östliches Europa“ vor und ließen dann in Arbeitsgruppen Ideen und Vorschläge zu Inhalten, Metadaten, Kooperationen und Bedarfen erarbeiten. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Schlesischen Bibliothek Mateusz Ściążko und Dr. Marta Kasprowska-Jarczyk stellten jeweils eine Schlesische Adelsbibliothek (Oppersdorf und Guttschreiber) vor. Monika Wójcik-Bednarz von der Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln berichtete von den internationalen kooperativen Ausstellungsprojekten ihrer Bibliothek.

Am Nachmittag folgten aktuelle Berichte aus der Nordost-Bibliothek in Lüneburg (Erwin Habisch), der Südost-Bibliothek in München (Helene Dorfner), dem Oberschlesischen Museum in Ratingen (Vasco Kretschmann), dem Haus Schlesien in Königswinter (Silke Findeisen), und dem  Polen-Institut in Darmstadt (Karolina Walczyk). Jitka Stiessová von der Palacký-Universität in Olmütz/Olomouc stellte die Datenbank deutsch-mährischer Literatur vor. Der Leiter der Musikakademie, Professor Julian Gembalski, brillierte anlässlich einer Führung durch das Orgelmuseum nicht nur mit eigenen Kompositionen, sondern auch mit nahezu akzentfreiem Deutsch und mehr noch mit seiner Begeisterung für die Instrumente, die vielfach von deutschen Orgelbauern in Schlesien gefertigt wurden.  

Am letzten Konferenztages stellten Reinhard Feldmann von der Universitäts- und Landesbibliothek Münster und Dr. Jürgen Warmbrunn vom Herder-Institut Marburg im Rahmen des Blocks „Aktuelle bibliothekarische Fragen“ Bestände ihrer Bibliothek mit Schlesienbezug vor. Dr. Gudrun Wirtz und Sophie Straube von der Osteuropa-Abteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München präsentierten Konzepte zur Tiefenerschließung von Aufsätzen aus Periodika und Sammelwerken zum östlichen Europa. Dr. Hans-Jakob Tebarth, Dr. Arkadiusz Danszczyk und Bernhard Kwoka von der Martin-Opitz-Bibliothek Herne berichteten über Projekte und Konzepte der MOB zu Verbundkatalogisierung, Präsentation von Sonderformaten und Linksammlungen. Jan Schrastetter vom Digitalen Forum Mittel und Osteuropa stellte die neue Onlinebibliothek des Forums vor, und Dr. Simone Simpson, Bibliothekarin am Deutschen Historischen Institut in Warschau, berichtete vom Einsatz des  Open-Source-Discovery-Systems Vufind in der Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Warschau.

Auch 2017 haben wir neue Aspekte der gemeinsamen Geschichte in Zentraleuropa kennengelernt, die uns und die polnischen Kollegen miteinander verbinden. Wir haben die Möglichkeit genutzt, uns mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und haben auch diese Tagung als außerordentlich bereichernd empfunden. Diese Art von internationalen Kontakten ermöglicht uns, Inspirationen und Ideen in unsere Arbeit mitzunehmen und sie motiviert uns, uns weiterhin für die Zusammenarbeit und den Dialog mit Zentral- und Osteuropa einzusetzen. Die vorgefundene Gastfreundschaft ist ein Zeichen dafür, dass nicht nur unsere Sammlungen ohne Grenzen sind, sondern auch unsere Zusammenarbeit keine Grenzen kennt.

 

 

LexisNexis

In der Lieferkette der Elektronikindustrie
viel Zwangsarbeit und moderne Sklaverei

LexisNexis hat einen weiteren Blog von Salvatore Saporito, „Neuer Bericht prüft ethische Beschaffung und Risiken in weltweiten Versorgungsketten für Elektrogeräte“, herausgebracht.

Ein ernstzunehmendes Risiko in der Lieferkette der Elektronikindustrie sind moderne Sklaverei und Zwangsarbeit. Erfahren Sie jetzt mehr über Ethical Sourcing! https://www.lexisnexis.de/blog/compliance/ethische-beschaffung-und-risiken-fuer-elektrogeraete?utm_campaign=blog&utm_source=rss&utm_medium=feed&utm_content=mc-email

 

F.A.Z.-Archiv

Das Ende der Menschheit
durch Künstliche Intelligenz?

Das F.A.Z.-Archiv hat Reportagen hauseigener Autoren zum Forschungsbereich „Künstliche Intelligenz“ herausgebracht. Im 2-CD-Set ist jeweils eine CD den Chancen und Gefahren von KI gewidmet. Könnte die erste Maschine, die intelligenter als ein begabter Mensch ist, einen Mechanismus in Gang setzen, der letztlich zur Auslöschung der Menschheit führt?

www.faz-hoerbuch.de und www.faz-archiv-shop.de/podcast.

Wie wird 2018?

Predictive Analytics, Disruption als Chance


Human Ressources

verlieren Alleinstellungsmerkmal

Diesmal von 2 AHEAD ThinkTank – die Kernaussagen:  

Trendklima:

• Positive Stimmung gegenüber Innovationen in Unternehmen erreicht Höchstwert

• Wichtigste Trendthemen: Big-Data-Analysen und Predictive Analytics für ein besseres Kundenverständnis

• Mehr Unternehmen setzen auf Disruption statt auf inkrementelle Verbesserung

Schwerpunkt Human Ressources (HR):

• Unternehmen sehen HR am Scheideweg: HR wird Innovationstreiber oder verliert Eigenständigkeit

• KI wird zentrale HR-Themen mehrheitlich übernehmen – wichtigste Einsatzfelder: Personalgewinnung und Kompetenzentwicklung

• 2027 wird HR kein Alleinstellungsmerkmal mehr aufweisen

Kostenfreier Download unter https://www.zukunft.business/forschung/trendstudien/trendstudie/trendindex-20172-veroeffentlicht-wirtschaft-hr-wird-innovationstreiber-oder-verliert-eigenstae-2/.

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