Open Password - Freitag, den 6. Oktober 2017

#263

Susanne Funk – Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg – Tagesspiegel – Arnoud de Kemp – APE – Zukunft der Verlage – Zukunft der Bibliotheken – Society for Scholarly Publishing - Digitale Transformation – Münchener Kreis – Ursula von der Leyen – Bundeswehr – Bundeswehrhochschule – Cyber Innovation Hub – Mittelstand – Michael Dowling – Isabell M. Welpe – TU München – Claudia Nemat – Deutsche Telekom – WhatsApp – Christoph Keese – Axel Springer – Business-to-Business-Plattformen – Internet of Things – Künstliche Intelligenz – Blockchain – Zentrum Digitalisierung Bayern – Frederick Pferdt – Google - Mitbestimmung – Digital-affine vs. analoge Belegschaft - Digitale Soziale Marktwirtschaft – Stephan Jansen - Jurion - Katalog


Susanne Funk

Mitgründerin der „Steilvorlagen“
wechselt zum Tagesspiegel

Journalistische Selbstkritik -
eine Kunst?

Susanne Funk, die seinerzeit auf Seiten der Buchmesse gemeinsam mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Informationsvermittlung die Veranstaltung „Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg“ zum Erfolg geführt hat, tritt zum 1. November in Vollzeit in den Berliner „Tagesspiegel“ ein und wird dort für „Politik & Konzepte“ mitverantwortlich sein. Der Stiftung zur Erhaltung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bleibt sie weiterhin nunmehr ehrenamtlich verbunden.

Eine erste Veranstaltung beim Tagesspiegel, die sie mitorganisierte, ist das Symposion „Und, wie war ich? Über die Kunst der journalistischen Selbstkritik und die Frage, ob die Zukunft im Lokalen liegt“. Darüber diskutieren unter anderem Prof. Dr. Otfried Jarren, Universität Zürich, Moritz Müller-Wirth, stellvertretender Chefredakteur DIE ZEIT, Prof. Dr. Wiebke Möhring, TU Dortmund sowie Hansi Vogt, Journalist und Unternehmer.

26. und 27. Oktober in Berlin. Kostenfrei, aber Anmeldung erforderlich unter www.fleissundmut.org.

 

Arnoud de Kemp

Publishing 2020: Ramping Up Relevance

Ab 2018 gemeinsame Trägerschaft
mit der Society for Scholarly Publishing

Lieber Willi,

rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse kommt die Erstankündigung für die 13. APE-Konferenz am 16.-17. Januar 2018 in Berlin. Die erste Konferenz wurde nach den Initiativen zu Open Access in Berlin und Budapest in 2006 organisiert und war sofort ein Achtungserfolg: aus Kontrahenten wurden ‚stakeholders‘. Die APE-Konferenzen waren seitdem unabhängig, international und anspruchsvoll. Und ausgebucht. 

Mit 'Publishing 2020' - in Anlehnung an EU Horizon 2020 - wollen wir die Relevanz der Arbeit in wissenschaftlichen Verlagen und Gesellschaften betonen. Die Arbeit ist weitaus mehr als PDFs auf einem Server legen... Open Access, Open Science, Open Peer Review…? Was bleibt für Verlage übrig? Gibt es dann auch noch Bibliotheken oder werden die auch überflüssig?

Es gibt einen neuen Webauftritt und erste Namen von wichtigen Referenten sind bereits zu finden auf: http://www.ape2018.eu/full-program/program. Die APE 2018 wird von Dr. Michiel Kolman, Präsident der International Publishers Association (IPA) eröffnet. Es gibt eine sehr internationale und breite Programmkommission.  … 

Mit der Society für Scholarly Publishing (SSP) wurde gerade einen Vertrag unterzeichnet, gemeinsam die APE 2018 Pre-Conference am 15. Januar 2018 zu organisieren, wobei SSP das Programm versorgen wird. Dadurch entsteht eine Satellit-Veranstaltung mit Fokus auf Nordamerika. SSP hat über 1000 Mitglieder, mehrheitlich in USA. Siehe: https://www.sspnet.org/about-us/about-ssp/ Sie hostet auch den vielgelesenen Blog ‚The Scholarly Kitchen‘. https://scholarlykitchen.sspnet.org

Viele Grüße Arnoud de Kemp, www.ape2018.eu

16. -17. Januar 2018, APE 2018 – Publishing 2020: Ramping Up Relevance, in: Leibniz Hall, Berlin Brandenburg Academy of Sciences and Humanities, Berlin – Registration has opened: www.ape2018.eu

Digitale Transformation

Spaltung zwischen digital-affiner
und analoger Belegschaft verhindern!

Einer „Digitalen Sozialen Marktwirtschaft“ entgegen?

Veranstaltung „Digitale Transformation – Gibt es einen eigenen Weg für Deutschland?“ in Trägerschaft des Münchner Kreises, der TU Berlin, der Initiative MINT und dem Zentrum Digitalisierung Bayern vor 700 Wissenschaftlern, Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie Vertretern aus Gewerkschaften und Verbänden. Themenschwerpunkte waren die Spannungsfelder „Industrielles Denken versus Smart-Service-Denken“, „Mitbestimmung 1.0 versus Arbeitswelt 4.0“, „Disruptive versus evolutionäre Innovation“ sowie „Digitale Revolution und sozialer Zusammenhalt“.

Die Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen, erklärte, die digitale Transformation stelle die Bundeswehr wie jede Verwaltung vor immense Herausforderungen. Heute entscheidet die Soft- und nicht mehr die Hardware Schlachten, denn: „Alles, was fliegt, ist Software mit Metall drum herum.“ Die eigenen Kompetenzen in der Cyber-Abwehr stärkt das Verteidigungsministerium mit massiven Investitionen mit dem Aufbau eines Cyberclusters an der Bundeswehrhochschule München und mithilfe eines Cyber Innovation Hub, über den der direkte Kontakt zu agilen digitalen Start-ups gesucht wird. 4.500 Angriffen auf deutsche Netze täglich steht mittlerweile bereits eine 13.500 Mann starke Cyber-Truppe gegenüber. Algorithmen, das Bindeglied zwischen Big Data und Digitalisierung, müssen von den Führungskräften in einer handlungsrelevanten Weise verstanden werden. Damit die Politik im Ringen um die Informationshoheit in Zeiten von Fake News die Oberhand behält, haben wir zu verstehen, was man mit Daten alles machen kann und wie diese effizient kombiniert und nutzbar gemacht werden können. Hier muss ein Wandel vom „Need to know“ zum „Need to share“ erfolgen. 

Schularbeiten für den Mittelstand und Großunternehmen. Hingegen scheint der deutsche Mittelstand von der Notwendigkeit großer Schritte in Richtung digitalen Wandels noch wenig überzeugt. „Den mittelständischen Unternehmen geht es derzeit noch zu gut“, stellte Prof. Dr. Michael Dowling, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreises fest. „Sie sehen daher überhaupt keinen Zwang, die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben.“ Nicht, dass nicht auch die Großunternehmen nicht noch Schularbeiten zu machen hätten. Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Lehrstuhl für Strategie und Organisation, TU München, verlangte dem Management „eine veränderte Denkweise und ein tiefgreifendes Verständnis für die Kultur und Organisation ihres Unternehmens“ ab. Ähnlich forderte Claudia Nemat, Mitglied des Vorstands Deutsche Telekom: „Disruption wagen!“ Wer die eigenen Geschäftsmodelle nicht kritisch hinterfragt, kann leicht den Anschluss verlieren. So geschehen bei der Deutschen Telekom, die am Auslaufmodell der altbewährten SMS festhielt und vom Messenger WhatsApp abgehängt wurde. Industrielles und Smart-Service-Denken müssen zukünftig vereinbart werden, indem Unternehmen ihre Prozesse einfach halten, ein Verständnis für effizientes Datenhandling erreichen, klassische Strukturen durch agile ersetzen und Ängste vor Neuem abbauen.

Business-to-Business-Plattform als besondere Chance. „Plattformen beherrschen die Welt“, lautete die Ausgangsthese der Keynote von Christoph Keese, Executive Vice President Axel Springer. Ob Facebook, Google, oder Airbnb - Business-to-Consumer-Plattformen verzeichnen große Erfolge, obwohl sie selbst nicht die Leistung erbringen, die sie verkaufen. Für Deutschland sieht Keese großes Potential im Bereich der Business-to-Business-Plattformen – dem nächsten logischen Schritt in der digitalen Transformation nach der Vernetzung von Unternehmen und Kunden. Die Industrienation Deutschland ist als Experte für Produktionsprozesse prädestiniert, die „Wertschöpfungskette zu digitalisieren“. Darüber hinaus sollte die Bundesrepublik die Chance nutzen und die Vorreiterrolle in den drei wegweisenden Technologien der Zukunft einnehmen:

• Internet of Things,

• Künstliche Intelligenz und

• Blockchain.

Dafür müssten die besten Kräfte gebündelt werden – wie das das 2015 ins Leben gerufene Zentrum Digitalisierung.Bayern versucht. Dr. Frederik Pferdt, Chief Innovation Evangelist Google Inc. hielt ein Plädoyer, Raum für radikale Ideen zu schaffen und Mitarbeiter zu ermutigen, bestehende Prozesse infrage zu stellen. Aus „gescheiterten“ Einfällen lassen sich Lehren für die Zukunft ziehen; „Lernbereitschaft“, „Erfindergeist“ und „kreatives Selbstvertrauen“ sind die Basis einer erfolgreichen unternehmerischen Weiterentwicklung. 

Mitbestimmung 1.0 reicht nicht für die Arbeitswelt 4.0. Darin waren sich die Teilnehmer einig: Überbordende gesetzliche Regelungen erschweren den Diskurs zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, ein hohes Maß an Bürokratie verschreckt Unternehmen wie Arbeitnehmer. Das Ziel muss sein, die Mitarbeiter zu „befähigen und zu berechtigen“, ihnen „Leitplanken“ und Rahmenbedingungen an die Hand zu geben. Mitbestimmung 1.0 reicht in einer Arbeitswelt 4.0 nicht aus, es ist mehr Agilität beim Mitspracherecht gefordert. All das unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in den Fertigungshallen eine andere Mitarbeiterstruktur vorherrscht als in Start-ups, IT-Unternehmen und im Management. Damit die drohende Spaltung zwischen einer digital-affinen und einer analogen Belegschaft vermieden wird, ist ein Aufbau und Ausbau digitaler Kompetenzen in jedem Alter nötig. 

Einer „Digitalen Sozialen Marktwirtschaft“ entgegen? Digitale Transformation, Demographie und Bildung sind die zentralen Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts. Den damit verbundenen Gefahren sollte man mit einer „Digitalen Sozialen Marktwirtschaft“ begegnen. Hierbei könne Europa eine Vorreiterrolle einnehmen, erklärte Prof. Dr. Stephan Jansen von der Karlshochschule, da die Europäer Vielfalt gewohnt und in der Suche nach sozialen Innovationslösungen besonders offen seien. 

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