Pushdienst Plus – Pushdienst PlusPushdienst Plus: Freitag, 14. Juli 2017

 

# 225

Open Password – Open Password Plus – Open Password Classics - Wolfgang Hempel – DGI – LID - VDD – gGFFD – GAFLID – LID – VdA – VFM – Wissenschaftliche Dokumentare - Mediendokumentare – Fachhochschule Potsdam – Zukunft der Ausbildung - Münchener Kreis – Digitalisierung – Cybersecurity – Industrielle Wertschöpfung – Basisinfrastruktur – Periphere Regionen – Wertschöpfungsnetzwerke -  InetBib – Informationsqualität – Open-Access-Tage – Open Access – DINI – Forschungsdaten – Wissenschaftliche Dokumentation – Mediendokumentation – Geribert Jakob – Bürokratie – Dieter Schumacher 


Open Password 

Zum Start von Pushdienst Plus:
Was bringt der neue Ergänzungsdienst?  

Lieber Leser von Open Password,  

mit dieser Ausgabe starten wir unseren ergänzenden Service „Password Plus“. Dieser wird zunächst in unregelmäßigen Abständen erscheinen.  

Wie unterscheidet sich „Open Password Plus“ von unseren bisherigen Online-Ausgaben? Der bisherige Pushdienst war um eine Titelgeschichte zu einem zentralen Branchenthema zentriert. Dies geschah häufig aus aktuellem Anlass. Oder es wurden die Highlights aus einer kürzlich stattgefundenen branchenrelevanten Veranstaltung wiedergegeben. Gern publizierten wir auch Kurzkommentare zu einer Debatte, die einer unserer Autoren angestoßen hatte. Im Vergleich dazu wurden News ohne Hintergrund, die Ergebnisse von Studien, Links, Zitate und dergleichen eher nebenbei veröffentlicht. Dies alles dreimal die Woche und gelegentlich ergänzt um eine Breaking-News-Ausgabe.  

Das alles soll auch so bleiben.  

Das Echo, das Open Password auslöste, war von Anfang an sehr freundlich. Seitdem hat sich in eineinhalb Jahren die Zahl der Bezieher unseres Pushdienstes, die Abrufe auf unserer Website, die Zahl unserer Autoren, die Zahl kommentierender Zuschriften und die Kommentare anderer Medien über uns kontinuierlich erhöht. Dies hat auch dazu geführt, dass immer mehr Menschen und Einrichtungen uns mit branchenbezogenen und -relevanten Informationen versorgen.  

Wir haben uns daher entschlossen, aus dieser Flut stärker für unsere Leser zu schöpfen. Anders als „Pushdienst Classics“ ist „Pushdienst Plus“ news-, studien-, link- und zitatenorientiert. Dabei haben wir die strikte Auswahl von Nachrichten keineswegs aufgegeben. Dem ergänzenden Dienst haben wir einen neuen Namen gegeben, damit jeder Leser von vornherein weiß, was ihn am Morgen erwartet, und sich entsprechend entscheiden kann. Kurzkommentare wird es sowohl in der einen wie auch in der anderen Variante geben. 

Wir wünschen Ihnen eine informative und angenehme Lektüre.  

Herzliche Grüße Ihr Willi Bredemeier

DGI 

Den Dokumentaren fehlt eine
Standes- und berufliche Vertretung 

Die einzige Ausnahme der Mediendokumentare 

Lieber Herr Dr. Bredemeier,

als langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied der DGI kann ist nur bestätigen: Die DGI ist auf neue und vor allem jüngere Mitglieder angewiesen. Ich habe immer bedauert, dass es schon zu Zeiten des LID nicht gelungen ist, die Mehrzahl der Absolventinnen und Absolventen der so verdienstvollen Lehrgänge zu Wissenschaftlichen Dokumentarinnen und Dokumentaren und Dokumentations-Assistentinnen und Assistenten für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Für diese jungen Kolleginnen und Kollegen war der Mitgliedsbeitrag zu hoch und waren die Aufsätze in unserer Zeitschrift zu akademisch. Und die DGI hat sich wohl nie als berufsständische Vertretung verstanden und dieses dem VDD, dem Verein deutscher Dokumentare, überlassen, der aber leider diese Funktion nicht offensiv wahrgenommen hat und deshalb ja wohl auch nach der Wiedervereinigung aufgelöst wurde.

Ich hatte damals gehofft, nun würde die DGI die Standesvertretung der Dokumentare aller Ebenen, Assistenten, Dipl.-Dokumentare, Wissenschaftliche Dokumentare aktiv übernehmen, aber das hat wohl auch nicht funktioniert, so dass Absolventinnen und Absolventen der von mir eingerichteten Arbeitsamtsmaßnahmen, der gGFFDmbH Baden-Baden und Potsdam, über die bis 2006 circa 600 arbeitslose Hochschulabsolventen zu Wissenschaftliche Dokumentaren fortgebildet wurden, einen eigenen Verband gründeten, die GAFLID, Gesellschaft der Absolventinnen und Absolventen des LID, der vor etwa zehn Jahren aufgelöst wurde.

Seitdem fehlt in der BRD für alle Dokumentare eine effektive Standes- und Berufsvertretung, und die DGI hat da auch in den Diskussionen über die Zukunft der Ausbildung zu Dokumentaren im Zusammenhang mit den Strukturveränderungen an der Fachhochschule Potsdam eine mehr als merkwürdige Rolle gespielt.

Die einzige Berufsgruppe von Dokumentaren, die Mediendokumentare, haben gleich zwei praxisorientierte Vereine, die sehr aktiv sind: die Fachgruppe 7 im VdA und die vfm.

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Hempel

Digitalisierung - Münchener Kreis

Fünf Kernthemen zur Sicherstellung
eines erfolgreichen Wandels
digitaler Basisinfrastrukturen

Fachkonferenz „Digitale Basisinfrastrukturen für die Wirtschaft 2025“ in Trägerschaft des Münchener Kreises in München mit der Identifizierung von fünf Kernthemen, die für den erfolgreichen Wandel der digitalen Basisinfrastrukturen entscheidend sind und die die bisherigen Breitbandorienteirung der Bundesregierung erweitern sollten:  

1. Cybersecurity als „conditio sine qua non“ digitaler Infrastrukturen. Digitale Wertschöpfung ist zwingend auf verlässliche Sicherheit, garantierte Identitäten (ganz wesentlich auch von „Dingen“ im Internet der Dinge) und Schutz der Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette angewiesen. Dafür sind Sicherheitskonzepte, -architekturen und -Prüfverfahren für alle Anwendungsfelder von vornherein zu planen und zu implementieren. Risikomanagement wird immer wichtiger.

2. Die künftigen Anforderungen digitaler, besonders industrieller Wertschöpfung reichen weit über die Möglichkeiten konventioneller Netze hinaus. Anwendungen für Endkunden und für die Industrie werden immer unterschiedlicher: Je nach Branche sind symmetrische Bandbreiten bis in den Gbps-Bereich, Verzögerungszeiten von wenigen Millisekunden, garantierte Verbindungsqualität, ausgeprägte Modularität und Flexibilität, definierte Schnittstellen nach den branchenspezifischen Anforderungen und jahrzehntelange Verfügbarkeit von Technologien für den Erfolg digitaler Transformation unerlässlich. Um diese heterogenen Anforderungen zu erfüllen, benötigen wir über die heutige Endkunden-Orientierung hinausgehende konkrete Ziele. 

3. Wandel des Infrastrukturverständnisses. Leistungsfähige digitale Basisinfrastrukturen sind für unsere Wirtschaft, digitalisiert oder nicht, ebenso wichtig wie Strom, Gas, Wasser, Abwasser, und Verkehrsanbindung. Ihr Mehrwert für unsere Gesellschaft reicht deshalb weit über den betriebswirtschaftlichen Wert, z.B. für den Betreiber von öffentlichen Netzen hinaus. Die Kosten von Kernelementen der digitalen Basisinfrastruktur, beispielsweise Glasfaserleitungen und Standorte für neue Mobilfunkstationen, müssen bei der Planung neuer Infrastrukturvorhaben von vorneherein mit einbezogen werden. Dies gilt auch für die Modernisierung bestehender Infrastrukturen.  

4. Ländliche Gegenden als Herausforderung. Vor allem ländliche Gegenden stellen eine Herausforderung bei der Versorgung mit leistungsfähigen digitalen Basisdiensten dar, da die Kosten häufig so hoch sind, dass bei marktüblichen Preisen kein profitabler Ausbau und Betrieb möglich sind. Es müssen Alternativen erarbeitet werden wie etwa die Trennung von Infrastruktur und Dienst. Parallele gleichartige Infrastrukturen sollten verhindert werden.

5. Digitale Infrastrukturen als Wegbereiter für die erfolgreiche digitale Transformation. Auf der Basis digitaler Infrastrukturen entstehen neue Wertschöpfungsnetzwerke über Länder- und Unternehmensgrenzen hinweg. Damit diese funktionsfähig arbeiten, bedarf es neuer Geschäftsmodelle und vielfältiger Schnittstellen sowie Standards, die zumindest europaweit eingeführt werden sollten. Dies erfordert branchenübergreifende Kooperationen. 

 

Termine 

Informationsqualität, Open-Access-Tage,
Forschungsdaten
 

Verfahren und Herausforderungen
in der Mediendokumentation

Call for Papers: 21. – 23. Februar, InetBib-ODOK-Tagung „Informationsqualität“, in Wien - schicken Sie ein kurzes Abstract Ihrer Idee und Angaben zu IhrerPerson (Name, Position, Ort) bis zum 1. Oktober an wien@inetbib.de. Michael Schaarwächter charakterisiert den Themenschwerpunkt so:

„Bibliotheken zeichnen sich durch ein hochwertiges Informationsangebot aus. Die Digitalisierung hat dieses Angebot qualitativ auf eine neue Ebene gehoben. Ob wissenschaftliche oder öffentliche Bibliotheken, für jede Zielgruppe werden analog mit dem technologischen Fortschritt ständig neue maßgeschneiderte Angebote entwickelt. Neue Digitalisierungs-Dienstleistungen erzeugen einen maximalen Mehrwert für die Nutzerschaft. Bibliotheken übernehmen mit ihren Angeboten eine wichtige Rolle in der Bildung aller Bevölkerungsschichten ... Marketinggeschwätz? Wie nahe sind öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken tatsächlich an dieser Vorstellung? Welche Leuchtturmprojekte zeugen von der Verwirklichung dieser Vision und wer hat eigentlich mal nachgesehen, ob das von uns genauso erwartet wird?“

Call for Proposals; 11.-13. September, Open-Access-Tage in Dresden – Deadline: 31. Juli - https://open-access.net/community/open-access-tage/open-access-tage-2017-dresden/call-for-proposals – Themenschwerpunkte sind: Open Access zu Forschungsdaten - Nachhaltigkeit von Open Access - Open-Access-Monitoring -  Informationsvermittlung im Bereich Open Access 4.-5. Oktober, 18. Jahrestagung der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation, „Forschungsdaten – von der Produktion bis zur Langzeitarchivierung“, in Göttingen -  https://dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/2017/

9. November 2017, H_da-Symposium zur wissenschaftlichen und Mediendokumentation - 9. November 2017 von 9 – 18 Uhr – Hochschule Darmstadt Mediacampus Dieburg Verbindliche Anmeldung an geribert.jakob@h-da.de bis Ende Oktober 2017. Das Programm:

· Ulrich Lang (SWR): Neue journalistisch und dokumentationsrelevante Datenquellen und neue dokumentarische Verfahren zur Informationsgewinnung (zugesagt)

• · Peter Wiechmann (SWR): Neue juristische Herausforderungen in der Dokumentation, speziell Mediendokumentation (zugesagt)

• · Olaf Moschner (infoNetwork/RTL): Aktuelle Entwicklungen in multi-chanel Dokumentationssystemen für redaktionelle Anwendung (zugesagt)

• · Prof. Dr. Marc Rittberger (DIPF/h_da): neue Verfahren, Methoden und Instrumente in der Dokumentation (zugesagt)

• · NN: Budgets, Personalentwicklung, administrative Innovationsspielräume und ihre Wirkung auf aktuelle Entwicklungspotenziale in der Dokumentation

Zitat 

Zur Orientierung der Bürokratie
an Bewegungsabläufen 

„Im Übrigen fällt auf, dass sich viele Begriffe zum Beamtenstatus umgangssprachlich an Bezeichnungen für Bewegungsabläufe orientieren:

• Stehen: Ruhestand, Stehempfang, Stellung, Besitzstand

• Sitzen: Sitzung, Behördensitz, Vorgesetzter, Lehrstuhl, Versetzung

• Gehen: Geschäftsgang, Rücktritt

• Laufen: Laufbahn, Beförderung, Aufstieg

• Legen: Niederlegung, Lebenslage, Ablage.

Nach dieser Diktion endet die Laufbahn eines Beamten durch Versetzung in den Ruhestand oder Niedergang seines Amtes, vermutlich im Rahmen einer Sitzung mit Stehempfang.“

Aus: Dieter Schumacher, Die Käfighaltung des Menschen – Eine Philosophie der Bürokratie, Books on Demand, Norderstedt 2017, Seiten 96-97, ISBN 9783744819749

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