Open Password - Montag, den 28. November 2016

Klaus Pfeifer - Thomson Reuters - Westlaw.de - Asiatische Märkte - Russland - 3. Berliner Buch - Elisabeth Simon - Bernd Jörs - Professor des Jahres - Praxisorientierung - BAK - Tanja Estler-Ziegler - The International Information Conference on Search, Data Mining and Visualization - Christoph Haxel

#132

Was macht eigentlich
Klaus Pfeifer?

Nach Expansion auf asiatischen Märkten
holt Thomson Reuters
Russland auf die Agenda

Was ist aus Klaus Pfeifer geworden, der seinerzeit Westlaw.de aufbaute, ein hochmotiviertes Team zusammenstellte und dem es als erstem gelang, führende Anwaltskanzleien für die Online-Information zu gewinnen? Allerdings sollten sich die Rahmenbedingungen - wenig entwickelter deutscher Online-Markt, so dass die potenziellen Kunden erst von den neuen Techniken überzeugt werden mussten – Wettbewerbsverzerrungen durch die staatliche Privilegierung von juris – noch kaum begonnene Europäisierung geschweige Internationalisierung der Rechtssysteme – für Westlaw als schwierig erweisen. Nach der Einstellung von Westlaw.de wurde Pfeifer von Thomson Reuters nach Hong Kong geschickt und sandte Password von dort aus einen Erfahrungsbericht.

Und heute? 2011 zog Pfeifer von Hongkong nach Seoul, wo Thomson Reuters gerade einen Online-Dienst erworben hatte. Dieser ist ähnlich wie Westlaw strukturiert. Von Südkorea aus war Pfeifer für Nordasien und Südostasien zuständig. Das schloss Hong Kong, Singapur, Japan, Korea, Taiwan, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Thailand, Kambodscha und Vietnam ein. 2014 wartete eine neue Herausforderung auf ihn: Unter seiner Geschäftsführung will Thomson Reuters für Russland einen Legal and Tax & Accounting Service starten. Gegenwärtig werden Mitarbeiter ein- und die Teams zusammengestellt.

Dazu Pfeifer zu Open Password: „Russland war bisher nicht so sehr auf unserer Agenda, doch denke ich, dass dieser Markt, trotz aller politischen Irritationen ein sehr großes Potential hat und es ein Fehler wäre, ihn zu vernachlässigen.“

 

3. Berliner Buch

Während das Geschäft härter wird,
eine Ausstellungschance
für kleine Verlage

„Eine ausgezeichnete Organisation gekrönt von einem schönen, informativen Messeführer gab den vielen, kleinen selbständigen Verlagen die Gelegenheit zur Präsentation, was angesichts der Preise der Buchmesse in Frankfurt/Main und zunehmend auch in Leipzig außerhalb ihrer Möglichkeiten liegt,  gerade auch angesichts des immer härter werdenden Geschäfts“.

Elisabeth Simon zur dritten Berliner Buchmesse, in:
https://wissenundherrschaft.wordpress.com/2016/11/22/buch-berlin-2016/

 

Bernd Jörs

Keynote-Speaker von „Steilvorlagen“
wird Professor des Jahres

Praxisnahe Ausbildung hilft,
„wissenschaftlich am Ball zu bleiben“

Bernd Jörs, Autor von Open Password, Keynote-Speaker auf der Steilvorlagen-Konferenz 2016 und Professor am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt, ist Professor des Jahres 2016. In der Kategorie „Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften“ kam der Informationswissenschaftler auf Rang 1. Der von der Karriere-Zeitschrift „Unicum Beruf“ ausgetragene Wettbewerb zeichnet Hochschullehrer aus, die ihre Studierenden praxisnah auf das Arbeitsleben vorbereiten und ihnen einen reibungslosen Übergang in den Job erleichtern. Aus gut 1.250 Nominierten wählte eine Fachjury die vier bundesweiten Sieger (weitere Kategorien Wirtschaftswissenschaften/Jura, Ingenieurwissenschaften/Informatik sowie Medizin/Naturwissenschaften).

Die Jury würdigte das langjährige Engagement von Jörs in der praxisnahen Ausbildung im Studiengang Informationswissenschaft. Die Jury in ihrer Begründung ferner: „Als Beauftragter für die ‚Berufspraktische Phase‛ organisiert er Praktikumsplätze und Anstellungen für die Studierenden. Seine Lehrtätigkeit wird getragen von der Einsicht in die Notwendigkeit enger Beziehungen des wissenschaftlichen Studiums zur beruflichen Praxis, für die er seine vielen Beziehungen zu Firmen nutzt. Durch sein Engagement in Beiräten von Firmen- und Interessenverbänden schafft er zugleich vielfältige Möglichkeiten zu Kontakten in die Wirtschaft, die seinen Studierenden zu Gute kommen. In seiner Lehre spielen Praxisprojekte eine wichtige Rolle, sie leisten die Verbindung zwischen den beiden Bereichen.“

Prof. Dr. Bernd Jörs hatte im „Professor des Jahres“-Wettbewerb 2011 Rang 2 erreicht. 2006 war ihm der Sprung unter die besten Zehn gelungen. Er ist Mitglied in der „Professor des Jahres Hall of Fame“. Jörs: Eine hohe Praxisorientierung helfe auch, „wissenschaftlich am Ball zu bleiben“. Bereits auf der Steilvorlagen-Konferenz hatte er darauf hingewiesen, dass der Übergang der Darmstädter Absolventen in den Beruf fast zu hundert Prozent gelinge.

Für den Professor des Jahres-Wettbewerb nominieren Studierende sowie Repräsentanten aus Unternehmen und Hochschulen ihre Kandidaten. Die Jury entscheidet auf der Basis von Fragebögen, Referenzen und eigenen Recherchen. Schirmherren des Wettbewerbs sind die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie Wirtschaft und Energie.



BAK

Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder
öffentlich gesucht

 

Ein neues Instrument zur Einwerbung
ehrenamtlicher Ressourcen wird erprobt

 

Mehr Optionen, mehr Demokratie
und mehr Leistung?

Einen unüblichen Weg hat der Berliner Arbeitskreis Information beschritten, um seine Personalprobleme zu lösen: Er bittet in einschlägigen Publikationen um Bewerbungen für Vorstand und Geschäftsführung und legt dafür seine Möglichkeiten und Anforderungen offen. Der BAK ist einer der wenigen überlebenden Arbeitskreise für Information, in denen es zu einer Vielzahl von Aktivitäten kommt.

Die BAK-Initiative kann mit Blick auf die bisherigen Praktiken nur begrüßt werden: Ehrenamtliches Engagement war für Verbände und Arbeitskreise schon immer eine knappe Ressource. Wer sich freiwillig meldete, hatte häufig gleich eine formale Position weg. Personelle Lücken wurden durch persönliche Ansprache auf der Basis persönlicher Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen versucht.

Hier mag an einen Verband erinnert werden, dessen Hauptbeschäftigung alle paar Jahre darin zu bestehen schien, einen neuen Präsidenten zu suchen. Dabei schienen Kriterien für die Auswahl nicht vorhanden zu sein oder aus „Wenn sich doch nur einer melden würde…“, Bauchgefühlen und „Hauptsächlich Professorentitel“ zu bestehen.  Dass die Bestallung durch die Mitgliederversammlung dann nur eine Formsache war, ließ sich allenfalls damit rechtfertigen, dass ein ausgekungelter Kandidat besser als überhaupt kein Kandidat war.

Im Vergleich dazu verspricht die neue Praxis des BAK weniger Zufallssteuerung, mehr Optionen, mehr Demokratie, weniger Aufrechterhaltung einmal verfestigter Strukturen, weniger Resistenz gegen Wandel und mehr Leistung. Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch hängen, da es sich um ein noch unerprobtes Instrument handelt und die Scheu vor der Übernahme formaler Verantwortung erhalten bleibt.

Im Folgenden wird die „Ausschreibung“ der BAK für einen Geschäftsführer wiedergegeben:

„Der Berliner Arbeitskreis Information (BAK) ist eine 1964 gegründete Fachgemeinschaft von Information Professionals, Bibliothekaren und Archivaren mit derzeit 270 Mitgliedern. Mit Fachbesichtigungen, Vorträgen und Diskussionsterminen sowie mit Mailinglisten zu Veranstaltungen und Stellenangeboten trägt er zur Vernetzung der Informationsbranche in Berlin bei. Gleichzeitig gibt der BAK das IuD-Branchenbuch "Fachinformation in Berlin" heraus.

Wir suchen für unseren Verein ab Februar 2017 eine/n ehrenamtliche/n Geschäftsführerin / Geschäftsführer, die/der Spaß daran hat sich zu vernetzen, Lust hat sich mit spezifischen Themen unserer Profession auseinanderzusetzen und Zeit hat unseren Mitgliedern neue Perspektiven in der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft zu eröffnen.

Ganz praktisch bedeutet das, mit dem Vorstand eng zusammen zu arbeiten und ihn zu unterstützen, den BAK Information und seine Zielsetzungen nach außen zu repräsentieren, verantwortlich für die Webseite und für das IuD Branchenbuch "Fachinformation in Berlin" zu sein sowie die Mitglieder des BAK Information zu betreuen.

Sie sollten im weiteren Sinne in der Informationsbranche tätig sein, Interesse an den unterschiedlichsten Themen im Dokumentations-, Archiv- und Bibliotheksbereich haben, mit unterschiedlichsten Menschen auskommen können, gerne kommunizieren, Spaß an ehrenamtlicher Arbeit haben sowie Zeit dafür und natürlich BAK-Mitglied sein bzw. werden.

Die Geschäftsführerin oder der Geschäftsführer muss nicht zwingend dem Vorstand angehören. Sollten Sie dem Vorstand angehören wollen, können Sie sich Ende Januar 2017 bei der Mitgliederversammlung zur Wahl stellen. Es ist vorgesehen, dass die/der Geschäftsführer/in eine Ehrenamtspauschale von 2.400,00 EUR im Jahr erhält.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, melden Sie sich bitte bis zum 31.12.2016 per Mail oder telefonisch beim Berliner Arbeitskreis Information (BAK), c/o Universitätsbibliothek der TU Berlin, Fasanenstaße. 88, 10623 Berlin, Telefon: 0179-797 11 46E-Mail: bak@ub.tu-berlin.de, http://bak-information.de/



Briefe

The International Information Conference
on Search, Data Mining and Visualization

Call for Paper:
Last Reminder
 

I would like to invite you to present a paper or to exhibit during my next conference in Nice.

Those presenting will be given one free registration to the two-day conference (one registration per presentation). Those exhibiting will be given two free registration to the two-day conference.

Please send offers by email to Christoph Haxel at Dr. Haxel CEM GmbH (c@haxel.com)

Call for papers and early bird registration for exhibitors ends end of November and registration will we open in December 2016.

More information about my three conferences in Nice (April 2017), Heidelberg (Oktober 2017) and Bangalore (November 2017) you can find at www.haxel.com

Kind regards from Heidelberg Christoph Haxel

 

 

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